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Fachbeitrag: "Unsere Arbeit hat viel Detektivisches" - Zur Interaktion von Betreuenden mit unvertrauten Personen mit schwerer und mehrfacher Behinderung
Abstract
Wesentlicher Bestandteil der Betreuung von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung ist deren Interaktion mit Betreuungspersonen. Diese gestaltet sich für Interaktionspartner/innen aufgrund meist präsymbolischer und unkonventioneller Kommunikationsformen häufig herausfordernd. Der vorliegende Beitrag stellt die Ergebnisse einer auf den Grundlagen der Grounded Theory basierenden Studie zu den Erfahrungen von Betreuenden in der Interaktion mit ihnen unvertrauten Personen mit schwerer und mehrfacher Behinderung vor. Als zentral konnte hierbei das Erleben von Unsicherheit bedingt durch Passungsschwierigkeiten in der Interaktion herausgearbeitet werden. Abhängig vom Ge- oder Misslingen angewandter Bewältigungshandlungen seitens der Betreuenden wirkt sich die Unsicherheit auf das Verhalten des Gegenübers, die Interaktion, das persönliche Erleben sowie auf die Zufriedenheit der Betreuenden aus.
Volltext:
pdfDOI: http://dx.doi.org/10.2378/vhn2021.art34d