Frühförderung interdisziplinär
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0721-9121
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/fi2014.art05d
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2014
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Eltern-Kind-Konzepte auf den Punkt gebracht: Opstapje - Schritt für Schritt
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2014
Birte Henrich
Kristin Heldewig
Opstapje ist ein Programm der Frühen Bildung -für Familien mit Kindern ab 18 Monaten, das die frühkindliche Entwicklung positiv begleitet und die Mutter-Kind- bzw. die Vater-Kind-Beziehung durch gemeinsame Aktivitäten stärkt.
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40 ELTERN-KIND-KONZEPTE AUF DEN PUNKT GEBRACHT Opstapje - Schritt für Schritt Birte Henrich, Kristin Heldewig Zusammenfassung Opstapje ist ein Programm der Frühen Bildung für Familien mit Kindern ab 18 Monaten, das die frühkindliche Entwicklung positiv begleitet und die Mutter-Kindbzw. die Vater-Kind-Beziehung durch gemeinsame Aktivitäten stärkt. Welche Bedürfnisse hat mein Kind? Und wie kann ich sie erfüllen? Ziel des Programms „Opstapje - Schritt für Schritt“ ist es, Eltern in ihrem täglichen Erziehungshandeln zu unterstützen, die Elternkompetenzen zu stärken und somit zu mehr Sicherheit und Selbstvertrauen beizutragen. Bundesweiter Lizenzgeber für das Programm Opstapje ist die IMPULS Deutschland gGmbH. Frühe Bildung in der Familie mit Sitz in Bremen. Das erweiterte Programm für Familien mit Kindern unter 18 Monaten ist in Arbeit und wird nach Auswertung zur Modellphase bundesweit eingesetzt. Opstapje - Ein individuelles Programm mit festem Rahmen Die teilnehmenden Familien werden wöchentlich von geschulten Hausbesucher/ -innen aus ihrem Stadtteil bzw. ihrem Kulturkreis besucht. Diese Hausbesucher/ -innen stellen sich individuell auf die Familiensituation ein, vermitteln Hintergründe über die altersspezifischen Bedürfnisse der Kinder und geben den teilnehmenden Eltern konkrete Anleitungen und Materialien für spielerische Aktivitäten im Alltag. Diese Aktivitäten fördern gezielt die kognitive, motorische, sprachliche und sozio-emotionale Entwicklung des Kindes. 14-tägig finden darüber hinaus von der Programmkoordinator/ -in angeleitete Gruppentreffen mit Kinderbetreuung statt. Dabei können sich Mütter und Väter untereinander austauschen, erfahren Wissenswertes über die Entwicklungsphasen ihres Kindes und können gemeinsam mit ihren Kindern spielerisch aktiv werden. Wichtiger Bestandteil von Opstapje ist der Einsatz von zwölf speziell für das Programm entwickelten Büchern mit Geschichten zum Anschauen und Vorlesen. Diese motivieren Mutter und Kind bzw. Vater und Kind, sich über Situationen und Ereignisse aus dem Lebensalltag des Kindes auszutauschen. Die Familien können die programmeigenen Spielmaterialien (Stapelbecher, Bausteine, usw.) sowie die Bücher auch nach Beendigung der Teilnahme an Opstapje behalten und weiter nutzen. Opstapje unterstützt die Eltern dabei, sich aktiv, regelmäßig und intensiv mit ihren Kindern zu beschäftigen. Dies stärkt die Handlungsmöglichkeiten bei allen Mitgliedern der Familie und steigert die sozialen Kompetenzen der Kinder, was sich positiv auf alle Bereiche ihrer Entwicklung auswirkt. Eine enge Bindung zwischen Eltern und ihren Kindern ist eine wichtige Basis für die frühen Lernerfahrungen von Kindern. Die Eltern sind die wichtigsten Lehrer/ -innen und Ratgeber/ -innen ihrer Kinder. Programmhistorie Opstapje steht in der Tradition der HEAD-Start Programme aus den USA und des HIPPY Programms aus Israel. Es wurde in den Niederlan- Frühförderung interdisziplinär, 33. Jg., S. 40 -46 (2014) DOI 10.2378/ fi2014.art05d © Ernst Reinhardt Verlag 41 FI 1 / 2014 Eltern-Kind-Konzepte auf den Punkt gebracht den von der Averroès-Stiftung Anfang der 1990er Jahre aus diesen Vorläufern heraus weiterentwickelt. Ausgangspunkt dafür war die Feststellung, dass Einwandererfamilien die dortigen institutionellen Bildungs- und Betreuungsangebote für Kleinkinder nur wenig nutzten und die Kinder ihre Schullaufbahn mit deutlichen Rückständen begannen. Mit Opstapje wurde ein zielgruppenorientiertes, zugehendes Angebot entwickelt, das die Frühe Bildung direkt in den Familien fördern sollte. In Deutschland wurde Opstapje nach den Ergebnissen der ersten PISA-Studien als Modellprojekt von 2001 bis 2003 an den Standorten Bremen und Nürnberg für Kinder aus sozial benachteiligten Familien realisiert. Wissenschaftlich begleitet wurde das dreijährige Modellprojekt durch das Deutsche Jugendinstitut (DJI). Mittlerweile begleitet das Programm alle Familien, unabhängig von ihrer Herkunft, die sich Unterstützung für ihr tägliches Erziehungshandeln wünschen. Neuere Ergebnisse zu Opstapje liefert der Evaluationsbericht zur Umsetzung des Programms in Berlin-Lichtenberg von Prof. Dr. Monika Schumann und Prof. Dr. Monika Willenbring von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. (Der Evaluationsbericht ist auf Anfrage in der Geschäftsstelle von IMPULS erhältlich.) Ziel von IMPULS ist es, künftig verstärkt für eine kontinuierliche Evaluation der Wirkungsweise des Opstapje Programms in Längsschnitt-Untersuchungen einzutreten. Zielgruppe Opstapje richtet sich an Familien - Mütter, Väter oder andere Erziehungspersonen - mit Kindern von ungefähr anderthalb bis drei Jahren. Bundesweit gibt es verschiedene Lizenznehmer bzw. Anbieter des Programms wie öffentliche und freie Träger, insbesondere der Kinder- und Familienhilfe. Über das trägereigene Netzwerk wie beispielsweise Familienhebammen, Stadtteil- und Familienzentren, Beratungsstellen oder Kinderärzte gewinnen sie an ihren regionalen Standorten Familien für das Programm. Die erfolgreichste „Werbung“ gelingt häufig über die teilnehmenden Familien selbst. Erfahrungen der bundesweiten Standorte und Evaluationen zeigen, dass auch spezifische Zielgruppen wie Familien mit Migrationshintergrund, Familien in schwierigen Lebenslagen und Familien mit Förderbedarf erreicht werden. Das Programm kann Familien unterstützen, die andere Angebote von Familienbildung und Erziehungshilfe nicht wahrnehmen. Koordinator/ -innen Die Koordinator/ -innen sind sozialpädagogische Fachkräfte mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, Erfahrungen in der Arbeit mit Familien und interkulturellen Kompetenzen, die durch die IMPULS Deutschland gGmbH. Frühe Bildung in der Familie geschult werden. Sie sind für die Programmimplementierung, die Suche und Auswahl von Familien, die Schulung und regelmäßige Anleitung der Hausbesucher/ -innen, die Fallbesprechungen mit ihnen, die Organisation und Durchführung der Gruppentreffen sowie die Netzwerkarbeit verantwortlich. Die Koordinator/ -innen unterstützen die Hausbesucher/ -innen in der Regel einmal wöchentlich bei der Vorbereitung der neuen Spielaktivitäten für die Besuche in den Familien. Zum Programmstart bereiten sie, gemeinsam mit den Regionalkoordinator/ -innen von IMPULS, die Hausbesucher/ -innen in einer dreitägigen Einführungsschulung auf ihre Rolle und Aufgaben vor. 42 FI 1 / 2014 Eltern-Kind-Konzepte auf den Punkt gebracht Hausbesucher/ -innen Die Hausbesucher/ -innen sind zunächst Laienmitarbeiter/ -innen und werden durch intensive Anleitung und Schulung zu semiprofessionellen Mitarbeiter/ -innen. Für diese Aufgabe werden idealerweise Mütter und Väter aus dem Sozialraum der teilnehmenden Familien ausgewählt. Zu ihren Aufgaben gehören vor allem die Durchführung der Hausbesuche. Je nach Größe des Standortes begleiten die Hausbesucher/ -innen jeweils ungefähr zehn Familien. Sie werden durch die Koordinator/ -innen im wöchentlichen Anleitungstreffen in die Opstapje Spielaktivitäten und deren Bedeutung für die kindliche Entwicklung eingeführt. Die wöchentliche, ressourcenorientierte Spielaktivität nehmen die Hausbesucher/ -innen mit in die Familien und geben die Inhalte mit der Methode des Modelllernens weiter. Begleitend durchlaufen sie den Praxiskurs - ein Schulungscurriculum für Hausbesucher/ -innen mit ca. 160 Schulungseinheiten zu Themen wie Kindesentwicklung, Kommunikation, Sprachentwicklung und Arbeit mit Gruppen. Neben den Hausbesuchen unterstützen die Hausbesucher/ -innen die Koordinator/ innen bei der Organisation der vierzehntägig stattfindenden Gruppentreffen und sind erste Ansprechpartner/ -innen bei Fragen in den Familien. Die Hausbesucher/ -innen werden speziell für diese Tätigkeit geschult und fortlaufend begleitet. Die Schulungen der Hausbesucher/ -innen sollen dahingehend erweitert werden, dass das zu erwerbende Zertifikat den Einstieg in eine erzieherische bzw. pädagogische Ausbildung erleichtert. Arbeitsweise Das Programm Opstapje dauert insgesamt achtzehn Monate einschließlich Ferienzeiten und ist unterteilt in zwei Programmjahre. Opstapje arbeitet mit einer Kombination von Komm- und Geh-Struktur, die mit Gruppentreffen und Hausbesuchen umgesetzt wird. Im ersten Programmjahr findet einmal wöchentlich ein 30-minütiger Hausbesuch statt, im zweiten Programmjahr alle vierzehn Tage ein einstündiger Hausbesuch. Alle Hausbesuche sind durch detailliert ausgearbeitete Aktivitäten klar strukturiert. Beim Spiel mit dem Kind steht die Interaktion zwischen Erwachsenem und Kind im Fokus. Ein bis zwei Spielaktivitäten werden den Eltern von den Hausbesucher/ -innen erklärt und anschaulich gemeinsam mit dem Kind durchgeführt. Zunächst spielen die Hausbesucher/ -innen mit dem Kind und sind dabei Modell für die Mutter bzw. den Vater. Danach ermutigen sie die Eltern und regen sie bei Bedarf zur Nachahmung an. Im nächsten Schritt übernimmt die Mutter bzw. der Vater die Initiative. Aufgabe der Hausbesucher/ -innen ist es, den Kindern und den Eltern positive Rückmeldungen zu den Aktionen zu geben. Den Eltern werden Anregungen zur Erweiterung des Handlungsrepertoires vermittelt. Hauptakteure im Programm sind die Eltern, deren Aufgabe es ist, täglich ca. fünfzehn Minuten mit ihrem Kind zu spielen. Dabei dienen die Programmaktivitäten als Anregung und Basis. Zum Thema des Hausbesuchs passend bringen die Hausbesucher/ -innen jeweils pädagogisch wertvolles Spielmaterial und Bücher mit in die Familien oder es werden Alltagsgegenstände aus dem Haushalt der Familien mit einbezogen. Diese Aktivitäten fördern gezielt die unterschiedlichen Entwicklungsbereiche des Kindes. Die Bedeutung von Büchern soll über die Betonung von Kommunikation und Sprache in der Familie hervorgehoben werden. Gleichzeitig sollen die Konzentrationsfähigkeit sowie die Sprachentwicklung der Kinder gestärkt werden. 43 FI 1 / 2014 Eltern-Kind-Konzepte auf den Punkt gebracht In den beiden Programmjahren finden vierzehntägig Gruppentreffen im Sozialraum der teilnehmenden Familien statt. Die Gruppentreffen sollen den Aufbau eines sozialen Netzwerkes unterstützen und die Familien mit weiteren Unterstützungsmöglichkeiten im Stadtteil (bzw. in der Gemeinde oder im Landkreis) vertraut machen. Bestimmte Themen wie Mehrsprachigkeit, Zahnpflege, Ernährung, o. Ä. können durch externe fachliche Referent/ -innen vermittelt werden. Für eine kontinuierliche Teilnahme der Familien an den Gruppentreffen sind vor allem niedrigschwellige Faktoren wie Erreichbarkeit der Räume und bedarfsorientierte Themen entscheidend. Die Hausbesucher/ -innen bereiten die Familien auf die Gruppentreffen vor, unter Umständen holen sie einzelne Familien auch von zu Hause ab. Sowohl für die am Programm teilnehmenden Kinder als auch für weitere Kinder der Familie wird eine Betreuung organisiert. Ziel ist es, mit positiven Erfahrungen während der Gruppentreffen das Selbstwertgefühl der Teilnehmer/ -innen zu stärken. Zielintention n Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung und einer sicheren Bindung n Förderung der kognitiven, sozialen und emotionalen Entwicklung von Kindern unter drei Jahren n Stärkung und Ausbau vorhandener Erziehungskompetenzen n Stimulierung der Spielentwicklung des Kindes, Stärkung von Neugierde und Selbstbewusstsein n Sensibilisierung der Eltern für die Wahrnehmung der altersgemäßen Bedürfnisse und der Entwicklungsfortschritte ihrer Kinder n Stärkung des Selbstvertrauens der Eltern und Kinder (in das eigene Handeln) n Stärkung der Familie als Lernort (einschließlich Geschwisterkindern) n Befähigung der Familien, den eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend handeln zu können (Empowerment) n Förderung der Sprachentwicklung von Kindern n Verbesserung der Chancen auf gelingende Inklusion n Integration und Vernetzung der Familien im sozialen Nahraum n Vermittlung von Wissen über Entwicklung und Erziehung von Kleinkindern n Information und Vorstellung von Unterstützungsangeboten für Familien im Sozialraum n Qualifizierung interessierter Mütter und Väter als Hausbesucher/ -innen und Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt n Gesundheitsförderung und Prävention Niedrigschwelligkeit Die Hausbesuche im Opstapje Programm werden von Hausbesucher/ -innen durchgeführt, die die Eltern oftmals aus der Nachbarschaft kennen. Da die Hausbesucher/ -innen selbst Mütter und Väter sind, können sie neben dem Umgang mit den Opstapje-Aktivitäten auch ihre eigenen Erfahrungen einbringen. Wenn die Hausbesucher/ -innen bei Familien mit Migrationshintergrund aus dem gleichen Kulturkreis wie die Familien stammen und idealerweise deren Muttersprache sprechen, können sie bei sprachlichen Schwierigkeiten der Eltern übersetzen. Der Hausbesuch ermöglicht es zudem, individuell auf die Bedürfnisse der teilnehmenden Familie bzw. des Kindes einzugehen, schafft damit Vertrauen und den direkten Zugang zur Familie. Die Materialien und Aktivitäten sind vielfältig und abwechslungsreich und können flexibel im Familienalltag eingesetzt werden. 44 FI 1 / 2014 Eltern-Kind-Konzepte auf den Punkt gebracht Programmorte 2012 wurde Opstapje an rund 55 Standorten bundesweit durchgeführt. Es nehmen z. Zt. ungefähr 1000 Familien am Programm teil. Im Programm arbeiten derzeit 55 Koordinator/ -innen und 140 Hausbesucher/ -innen. Weiterentwicklung des Programms Opstapje Seit 2012 arbeitet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe daran, das Programm Opstapje für Familien mit Kindern unter 18 Monaten weiterzuentwickeln. Der Aktualisierungsbedarf des Programms Opstapje begründet sich in erster Linie durch die Erfahrungen aus der Praxis: von den Hausbesucher/ -innen, Familien und Koordinator/ -innen. Außerdem ist eine Anpassung an die heutigen pädagogischen und entwicklungspsychologischen Erkenntnisse der Entwicklung der unter dreijährigen Kinder erforderlich. Um das Wissen möglichst aller mit dieser Zielgruppe arbeitenden Personen mit aufnehmen zu können, wirken an der Überarbeitung des Programms neben den Expertinnen aus der Fachwissenschaft auch Vertreterinnen des Hebammenverbandes Deutschland und des Kinderschutzbundes mit. Auf diese Weise gelangen die an der Basis gewonnenen Erfahrungen über das „neue“ Programm zurück an die Basis. Die Arbeitsgruppe hat ausführlich geprüft und erörtert, ab welchem Alter des Kindes das neue Programm Opstapje ansetzen sollte. Hierzu liegen bereits deutliche Signale vom Hebammenverband vor, die darauf hinzielen, so früh wie möglich, mindestens ab sechs Monate, besser von Geburt an anzusetzen, u. a. um einen guten Übergang von der Betreuung durch die Hebammen hin zu einer sich lückenlos anschließenden Begleitung der Familien durch Opstapje zu gewährleisten. Außerdem wird in der Arbeitsgruppe ein besonderes Gewicht auf einen gelingenden Übergang von der Bildung in der Familie hin zur Bildung in öffentlichen Einrichtungen, i. d. R. Krippe oder Kindertagesstätte, gelegt. Im Zuge der Überarbeitung und Erweiterung des Programms erfolgt bundesweit an vier Standorten eine modellhafte Umsetzung des neuen Programms einschließlich einer ausführlichen Evaluation, mit dem Ziel der konkreten Bewertung des neuen Programms. Opstapje für Familien mit Kindern unter 18 Monaten wird nach Auswertung der Modellphase allen Standorten zugänglich gemacht. Themen des neuen Curriculums sind: 1. Selbstreflexion und die Leitprinzipien der Inklusion, Interkulturalität, Gender- und Sozialraumorientierung als Querschnittsperspektive 2. Entwicklung des Kindes, Risiko- und Schutzfaktoren 3. Bindungstheorie und frühe Interaktion 4. Wahrnehmung und Beobachtung 5. Spiel und Raum 6. Kommunikation und Beratung 7. Gesundheit 8. Übergänge und Vernetzung 9. Entwicklungsförderliches Lebens- und Wohnumfeld Zwei Hochschulprofessorinnen übernehmen, gemeinsam mit der bei IMPULS zuständigen Programmleitung, die Fachverantwortung für die Programmüberarbeitung und -weiterentwicklung. Außerdem wirken in der AG eine langjährig erfahrene Standortkoordinatorin und ein Vorstandsmitglied des Vereins Opstapje maßgeblich mit. 45 FI 1 / 2014 Eltern-Kind-Konzepte auf den Punkt gebracht Finanzierungmöglichkeiten zur Implementierung des Opstapje Programms n Überregionale und regionale Stiftungen und Förderer n KJHG § 16 Abs. 1 (Bildungsangebot für Kinder und Eltern) n Europäische und nationale Fonds n über das trägereigene Jugendhilfebudget n etc. IMPULS Deutschland gGmbH. Frühe Bildung in der Familie - als bundesweiter Lizenzgeber für Opstapje - berät und betreut alle bundesweit aktiven Programmstandorte. Die Aufgaben und Ziele der Geschäftsstelle sind breit gefächert. Neben der Programmverbreitung, der Schulung der Koordinator/ -innen und Hausbesucher/ -innen und dem Materialvertrieb umfassen diese die wissenschaftliche Programmweiterentwicklung, die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Entwickeln neuer Programme der Frühen Bildung, z. B. ein Angebot für Väter mit Migrationshintergrund (Start des Programms nach der Modellphase in 2014). IMPULS Deutschland gGmbH. Frühe Bildung in der Familie ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII. Das Ziel von IMPULS ist die Stärkung der Familie. Durch Frühe Bildung in der Familie wird den Kindern ein gelingender Start in ihren eigenen Bildungsweg und dadurch die gleichberechtigte Mitwirkung in unserer Gesellschaft ermöglicht. Der erste und wichtigste Lernort für die Kinder ist die Familie. Deshalb setzt IMPULS direkt dort an und unterstützt die Entwicklung von Selbstkompetenzen der Eltern und ihrer Kinder. Folgende Aussagen leiten unsere Arbeit: Alle Kinder und ihre Familien - Mütter, Väter oder andere Erziehungspersonen - sollen unabhängig von ihrer Herkunft gleichberechtigte Bildungschancen erhalten. Wir widmen uns deshalb der Weiterentwicklung und Koordination unserer deutschlandweit eingesetzten Programme für Eltern, die sich Unterstützung bei der Förderung ihrer Kinder wünschen. Mit unseren speziellen Programmen nutzen wir das Entwicklungs- und Lernpotenzial der ersten Lebensjahre sowie die Bedeutung der Erziehungspersonen für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung der Kinder. Wir sind davon überzeugt, dass dies am besten durch die Stärkung und Verknüpfung der Erziehungs-, Beziehungs- und Bildungskompetenz der Mütter und Väter gelingt. Programmportfolio Gegenwärtig implementiert IMPULS bundesweit neben dem Opstapje Programm noch drei weitere Bildungsprogramme: n HIPPY (Home Interaction for Parents and Preschool Youngsters) - ein Programm der Frühen Bildung für Familien mit Kindern im Alter von drei bis sieben Jahren, das die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern stärkt und das Kind auf den Schuleinstieg vorbereitet. n HIPPY KIDS 3 - ein Programm der Frühen Bildung für Familien mit Kindern im Alter 46 FI 1 / 2014 Eltern-Kind-Konzepte auf den Punkt gebracht von drei Jahren, das die Eltern-Kind-Beziehung durch viele kreative Aktivitäten stärkt und die Neugier des Kindes nutzt. n Vater sein - Ein Bildungs- und Unterstützungsprogramm für Väter mit Kindern im Vor- und Grundschulalter. Dieses Programm wird momentan entwickelt und steht nach der Modellphase in 2014 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.impuls-familienbildung.de Dr. Birte Henrich IMPULS Deutschland gGmbH Frühe Bildung in der Familie Am Wall 119 28195 Bremen Kristin Heldewig IMPULS Deutschland gGmbH Frühe Bildung in der Familie Am Wall 119 28195 Bremen
