mensch & pferd international
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1867-6456
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Mone Welsche
Liebe Leserinnen und Leser, mit der neuen Ausgabe der „mensch und pferd international“ möchte ich mich bei Ihnen als Co-Herausgeberin vorstellen. Als ich vom Reinhardt Verlag angesprochen wurde, ob ich in den Beirat und kurze Zeit später in das Herausgeberteam einsteigen wolle, habe ich mich sehr über das Vertrauen und die Gelegenheit gefreut, diese Zeitschrift mitzugestalten.
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Editorial Editorial mup 2|2017|© Ernst Reinhardt Verlag München Basel, DOI 10.2378 / mup2017.art08d | 45 Liebe Leserinnen und Leser, Prof. Dr. Mone Welsche mit der neuen Ausgabe der „mensch und pferd international“ möchte ich mich bei Ihnen als Co- Herausgeberin vorstellen. Als ich vom Reinhardt Verlag angesprochen wurde, ob ich in den Beirat und kurze Zeit später in das Herausgeberteam einsteigen wolle, habe ich mich sehr über das Vertrauen und die Gelegenheit gefreut, diese Zeitschrift mitzugestalten. Pferde sind über viele, viele Jahre feste Bestandteile meines Lebens gewesen. Als junges Mädchen gehörte ich wohl der Gruppe der „Pferde- Verrückten“ an. Auch im Jugendalter ließ mich die Faszination des Umgangs mit diesen Tieren nicht los. Mit der Weiterentwicklung meiner reiterlichen Fähigkeiten und dem Verständnis dieser einmaligen und feinen Interaktion, die zwischen Mensch und Pferd, nicht nur an der Hand, sondern auch im Sattel, möglich ist, begann ich zu unterrichten; Menschen und Pferde, mit und ohne Sattel, im Viereck wie im Gelände. Die Sensibilisierung der Reiter- Innen für die Interaktion mit ihrem Pferd, die Verdeutlichung, was jeder Reiter zu einer gelingenden Zusammenarbeit beitragen muss (Einfühlungsvermögen, aber auch eigene Beweglichkeit und Bewegungskontrolle) lag mir in der Ausbildung besonders am Herzen. Sehr früh habe ich das therapeutische Potenzial, das wir in der Mensch-Pferd-Beziehung sehen, aufgegriffen und mit Kindergruppen aus einer Kinder- und Jugendpsychiatrie heilpädagogisches Reiten durchgeführt. Mit dem Studium hat sich mein Berufsziel, von der Reittherapie hin zur Bewegungstherapie, verändert. Während meiner langjährigen Tätigkeit als Bewegungstherapeutin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie blieb aber das Unterrichten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wie Senioren im Breitensport - immer mit Blick über den rein sportlichen Aspekt hinaus - fester Bestandteil meines Alltags. Mittlerweile hat mich mein Weg in die akademische Ausbildung geführt und ich freue mich, dass ich im Kontext der Heilpädagogik und der Sozialen Arbeit auf interessierte Studierende treffe, die sich privat wie auch professionell mit der Mensch-Pferd-Beziehung befassen - und dass es diese Zeitschrift gibt. Mit der „mensch und pferd international“ wurde ein wichtiger Schritt getan, um die Bandbreite und Professionalität dieses Fachgebietes wie auch die Auseinandersetzung mit praktischen wie theoretischen Inhalten in qualitativ hochwertiger Weise abzubilden und damit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung zu leisten. Auch in der neuen Ausgabe zeigt sich die Vielfalt unseres Feldes. Gemeinsam mit Monja Mayer diskutiere ich den Beitrag der Mensch-Pferd-Beziehung zum Prozess des gelingenden Alterns. Ein Praxistipp zum Thema Gedächtnisspiel ergänzt den Forumsbeitrag von Stephanie Hühner zum Thema „Ganzheitliche Entwicklungsförderung durch pferdegestützte Intervention für Kinder im Vorschulalter“. In einem zweiten Forumsbeitrag berichten Verena Wolfrum und Konstanze Krüger von einem Projekt mit Flüchtlingen und greifen damit ein hoch aktuelles Thema auf. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre, aus welcher Sie hoffentlich die ein oder andere Anregung mitnehmen können. Ihre
