eJournals mensch & pferd international16/3

mensch & pferd international
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1867-6456
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mup2024.art10d
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2024
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Editorial

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2024
Magdalena Bauer
Lisa Tometten
in Heft 3 / 2024 starten wir mit einem Fachbeitrag von Jennifer Liffers und Kathrin Schütz zum Stresserleben und der Herzfrequenz – zwei Variablen, die in diesem Falle im pferdegestützten Coaching, aber auch in anderen pferdegestützten Interventionen von Relevanz sind. Die Autorinnen untersuchen in ihrer Studie, wie sich eine Coaching-Einheit mit Pferd im Vergleich zur Bewegung auf dem Reitplatz auf physiologische und psychologische Stressparameter auswirkt.
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Editorial Editorial mup 3|2024|© Ernst Reinhardt Verlag, DOI 10.2378 / mup2024.art10d | 89 in Heft 3 / 2024 starten wir mit einem Fachbeitrag von Jennifer Liffers und Kathrin Schütz zum Stresserleben und der Herzfrequenz - zwei Variablen, die in diesem Falle im pferdegestützten Coaching, aber auch in anderen pferdegestützten Interventionen von Relevanz sind. Die Autorinnen untersuchen in ihrer Studie, wie sich eine Coaching-Einheit mit Pferd im Vergleich zur Bewegung auf dem Reitplatz auf physiologische und psychologische Stressparameter auswirkt. Zu den kurzfristigen Veränderungen bei den Teilnehmenden der Experimentalgruppe zählen eine geringere Herzfrequenz und positive Veränderungen des subjektiven Stresserlebens insgesamt und der Teilbereiche Überforderung und Unsicherheiten. Potenzielle Langzeiteffekte und der Einbezug vorangegangener Erkrankungen könnten in Zukunft wichtige Erkenntnisse für stresspräventive Maßnahmen liefern. In diesem Heft haben wir darüber hinaus zwei Stichworte für Sie: Daniela Danckert widmet sich der Tragfähigkeit des Pferdes und präsentiert in ihrem Beitrag eine Checkliste, die sich PferdehalterInnen zunutze machen können, um das eigene bzw. das zu betreuende Pferd zu beurteilen und im Training sinnvoll zu begleiten. Die Checkliste ist unterteilt in angeborene und durch Training und Ausbildung veränderbare Kriterien, die durch Ansehen bzw. Berühren und Tasten bewegungsanalytisch zu beurteilen sind. Lisa Tometten stellt in ihrem Beitrag das Medical Training für Pferde vor. Ziel dieser Art des belohnungsbasierten Trainings ist eine für Mensch und Pferd entspannte und sichere tierärztliche Behandlung. In dem Beitrag werden grundlegende Konzepte erläutert, die in Folgebeiträgen in den kommenden Heften als Grundlage dienen sollen. Der Beitrag endet in einem Fallbeispiel zum Thema Spritzen. Auch in der Rubrik Forum gibt es zwei Beiträge: Sabine Dell’mour schreibt darüber, wie Esel zur Antriebsstärkung bei Jugendlichen beitragen können. Sie widmet sich zuerst der Spezies Esel und ihren Besonderheiten in Bezug auf Verhalten, Herkunft, Haltung und Pflege. Im Anschluss wird eine Studie zur landwirtschaftlichen Arbeit in Kombination mit dem Einsatz von Equiden (Ponys, Pferde und Esel) zur Förderung kognitiv eingeschränkter Kinder und Jugendlicher vorgestellt. Jasmin Dörflinger und Mone Welsche stellen in ihrem Beitrag die Bodenarbeit als sozialpädagogische Förderung einer Jugendlichen mit Trisomie 21 vor. In diesem mit viel Hintergrundwissen angereicherten Fallbeispiel begleiten wir die Klientin Marina in den Einheiten mit der Haflingerstute Netta. Zum Abschluss des Beitrags werden die mittels teilnehmender Beobachtung erfassten Fördereinheiten in Bezug auf die soziale, emotionale, kognitive und motorische Entwicklung analysiert. Wir wünschen Ihnen viele spannende Erkenntnisse und neue Perspektiven! Ihre Liebe LeserInnen, Magdalena Bauer und Lisa Tometten