eJournals Psychologie in Erziehung und Unterricht58/3

Psychologie in Erziehung und Unterricht
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0342-183X
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/peu2011.art12d
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2011
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Computer sind doch nichts für Mädchen!? Computer-bezogene Geschlechterstereotypen bei Grundschülerinnen und Grundschülern

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Anna-Theresia Bömer
Margarete Imhof
Diese Studie beschäftigt sich mit computerbezogenen Geschlechterstereotypen im Grundschulalter und deren Zusammenhang mit dem schulischen Selbstkonzept. Bei 50 Schülern und Schülerinnen im Alter von acht bis zehn Jahren wurde das Geschlechterstereotyp zum Umgang mit Computern mittels direkter (Zuordnungen von Bildern zu Geschlechtskategorien) und indirekter Methoden („draw-a-computer-user-Test“) erfasst. Als mögliche erklärende -Variablen wurden das schulische und das mathematische Selbstkonzept erhoben. Es gab Hinweise darauf, dass computerbezogene Geschlechterstereotypen in dieser Stichprobe existieren, und zwar bei -Jungen stärker ausgeprägt als bei Mädchen. Effekte des Alters und ein Zusammenhang zum Selbstkonzept konnten nicht gefunden werden.
3_058_2011_3_0003
n Empirische Arbeit Psychologie in Erziehung und Unterricht, 2011, 58, 189 - 197 DOI 10.2378/ peu2011.art12d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel „Computer sind doch nichts für Mädchen! ? “ Computer-bezogene Geschlechterstereotypen bei Grundschülerinnen und Grundschülern Anna-Theresia Bömer Margarete Imhof Goethe-Universität Frankfurt Johannes Gutenberg-Universität Mainz Computers are not for Girls! ? - Gender Stereotypes of Elementary School Students Summary: Gender stereotype has been found to impede equal participation and probability of success for boys and girls in computer-related learning tasks. The present study looks at the developmental implications and investigates gender stereotypes of primary school students with respect to computers and its relationship to the academic self-concept as a possible psychological underpinning for the strength of the gender stereotype. A total of 50 students between eight and ten years of age were assessed with both indirect (“draw-a-computer-user-test”) and direct (categorization of items in terms of gender) methods. Results indicate that computer-related gender stereotypes exist. The stereotypes of boys were more distinct than those of the girls. No age effects and no correlations with the academic self-concept could be found. Keywords: Gender stereotypes, computer, elementary school students, academic self-concept Zusammenfassung: Diese Studie beschäftigt sich mit computerbezogenen Geschlechterstereotypen im Grundschulalter und deren Zusammenhang mit dem schulischen Selbstkonzept. Bei 50 Schülern und Schülerinnen im Alter von acht bis zehn Jahren wurde das Geschlechterstereotyp zum Umgang mit Computern mittels direkter (Zuordnungen von Bildern zu Geschlechtskategorien) und indirekter Methoden („draw-a-computer-user-Test“) erfasst. Als mögliche erklärende Variablen wurden das schulische und das mathematische Selbstkonzept erhoben. Es gab Hinweise darauf, dass computerbezogene Geschlechterstereotypen in dieser Stichprobe existieren, und zwar bei Jungen stärker ausgeprägt als bei Mädchen. Effekte des Alters und ein Zusammenhang zum Selbstkonzept konnten nicht gefunden werden. Schlüsselbegriffe: Geschlechterstereotype, Computer, Grundschüler, schulisches Selbstkonzept In der empirischen Forschung wird die Frage nach geschlechtsspezifischen Aspekten im Umgang mit dem Computer schon lange thematisiert (vgl. Dickhäuser, 2001; Whitley, 1996, 1997). Das gesellschaftlich weit verbreitete und oft wiederholte Stereotyp, dass Frauen und Mädchen mit Computern weniger gut umgehen können als Männer und Jungen, findet sich teilweise in den Forschungsergebnissen wieder (vgl. Dickhäuser, 2001; Dickhäuser & Stiensmeier-Pelster, 2002; Koch, Müller & Sieverding, 2008) teilweise aber auch nicht (vgl. Durndell, Haag & Laithwaite, 2000; Durndell & Haag, 2002; Imhof, Vollmeyer & Beierlein, 2007). In der Praxis zeigt sich aktuell noch immer ein deutlich geringeres Engagement von Frauen in computerbezogenen Berufen und Studiengängen. So waren im Jahr 2006 nur 190 Anna-Theresia Bömer, Margarete Imhof 17 % der Absolventen im Fach Informatik in Deutschland Frauen (Statistisches Bundesamt, 2008). Unterschiede im Umgang mit dem Computer wurden bereits im Kindergartenalter beobachtet (Beeson & Williams, 1983; Silvern, Williamson & Countermine, 1988), denn Jungen wählten häufiger Spielaktivitäten am Computer als Mädchen. Fitzpatrick und Hardman (2000) konnten zeigen, dass im schulischen Kontext unterschiedliche Verhaltensmuster bei Jungen und Mädchen im Umgang mit dem Computer erkennbar sind, z. B. wenn sie Problemlöseaufgaben bearbeiten (vgl. Underwood, Underwood & Wood, 2000), die sich möglicherweise noch einmal verschärfen, wenn Jungen und Mädchen kooperativ am Computer arbeiten (vgl. Scanlon, 2000). Senkbeil und Wittwer (2007) berichten, dass in der Gruppe der Fünfzehnjährigen, die im Rahmen von PISA 2006 untersucht worden sind, die Jungen in der Gruppe der intensiven Computernutzer mit 68 % im Vergleich zu den Mädchen signifikant stärker repräsentiert sind, während sich in der Gruppe der eingeschränkten Nutzer die Geschlechterverteilung nahezu umkehrt. In der Literatur gibt es Hinweise darauf, dass sich die Schere zwischen den Geschlechtern in der Computernutzung („gender gap“) in einzelnen Aspekten schließt. In einer Studie von Dresang, Gross und Holz (2007) zeigte sich, dass die Einstellung zum Computer und zu den eigenen Fähigkeiten, mit dem Computer umzugehen, bei Jungen und Mädchen der vierten bis achten Klasse gleichmäßig positiv war. Senkbeil und Wittwer (2007) hielten beispielsweise fest, dass im Zeitraum zwischen den Erhebungen von PISA 2003 und 2006 der Anteil der Mädchen, die als eingeschränkte Nutzerinnen von Computern kategorisiert wurden, substanziell abgenommen hat. Trotz dieser günstigen Entwicklung sind auch 2006 die Ausprägungen der Mädchen in Bezug auf Interesse am Computer, computerbezogene Selbstwirksamkeit und Computerwissen noch immer geringer ausgefallen als bei den gleichaltrigen Jungen. Vollmeyer, Püttmann und Imhof (2009) konnten zeigen, dass Mädchen in der gymnasialen Oberstufe in einem Physiklernprogramm am Computer schlechter lernten als Jungen und dass die Aufklärung über das computerbezogene Geschlechterstereotyp die Leistung der Schülerinnen beförderte. Daraus lässt sich durchaus folgern, dass das Geschlechterstereotyp zum Umgang mit Computern immer noch vorhanden ist und einen unerwünschten Effekt auf die Leistungen der Mädchen bei Aufgaben am Computer ausübt. Imhof et al. (2007) fanden in einer studentischen Stichprobe keine Geschlechtsunterschiede beim Zugang zum Computer und bei der Computerselbstwirksamkeit. Studentinnen und Studenten nutzen den Computer gleich viel für ihr Studium. Im Unterschied zu weiblichen Studierenden nutzten Studenten den Computer zusätzlich mehr für private Zwecke, z. B. zum Spielen oder zum Einkaufen. Außerdem gab es einige Hinweise dahingehend, dass Studenten Standardsoftware effektiver einzusetzen wussten. In der vorliegenden Studie gehen wir der Frage nach, wann die stereotypen Einstellungen zur Computernutzung entstehen. Dazu werden Geschlechterstereotype über den Umgang mit Computern bei Grundschulkindern untersucht, um zu sehen, ob diese Einstellung schon im Kindesalter vorhanden ist. Unter Geschlechterstereotypen werden dabei generalisierte Meinungen über die Merkmale von Frauen und Männern verstanden. So werden Frauen die Attribute abhängig, verständnisvoll und emotional zugeordnet, während die Männer mit den Merkmalen unabhängig, dominant und selbstsicher beschrieben werden. Geschlechterstereotype haben unterschiedliche Funktionen. Sie dienen der Stabilisierung des Selbstwertgefühls und erleichtern es, die Umwelt zu organisieren, indem sie die Informationsaufnahme und -verarbeitung vorstrukturieren. Dies kann aber auch in der Weise geschehen, dass Geschlechterstereotype als Filter fungieren und unpassende Informationen aussortieren. Dies kann die Entstehung selbst erfüllender Prophezeiungen und „stereotype threat“ unterstützen. Computer sind doch nichts für Mädchen! ? 191 Die Forschung hat gezeigt, dass die Grundlagen für Geschlechterstereotype schon in der Kindheit entstehen. Kinder lernen, Personen zu kategorisieren, was die Grundlage für die Bildung von Stereotypen darstellt. Mit fünf Jahren verfügen die Kinder schon über relativ ausgeprägte Geschlechterstereotype, die denen der Erwachsenen entsprechen. Brosnan (1999) untersuchte die Einstellung zur Computernutzung bei 395 fünfbis elfjährigen Grundschulkindern mit Hilfe des „Draw-a-computer-usertests“ (Barba, 1990). Hier zeigte sich, dass die Kinder insgesamt 61 % Jungen und 39 % Mädchen als Computernutzer zeichneten. Dabei zeichneten 30 % der Mädchen als Computernutzer Jungen, aber nur 4 % der Jungen malten Mädchen. Die in diesem Befund erkennbar stärkere Ausprägung des Geschlechtsstereotyps bei Jungen im Umgang mit Computern wurde auch schon bei Erwachsenen gezeigt, wie die Meta-Analysen von Whitley (1996, 1997) belegen. Mercier, Barron und O’Connor (2006) haben bei Schülern und Schülerinnen im Alter von 10 - 14 Jahren ebenfalls deutliche Hinweise darauf gefunden, dass die Nutzung von Computern mit Männern assoziiert ist. Aus anderen Domänen gibt es Hinweise darauf, dass zu erwarten ist, dass die Geschlechterstereotype im Verlauf des Grundschulalters generell flexibler werden. Trautner, Helbing, Sahm und Lohaus (1988) konnten in einer Längsschnittstudie über vier Jahre zeigen, dass die rigiden Stereotypisierungen bis zu einem Alter von sechs Jahren zunehmen und danach wieder abnehmen, während sich die flexible Stereotypisierung genau entgegengesetzt entwickelt, denn sie nimmt bis zum Alter von sechs Jahren ab und steigt dann erst mäßig und später steil an. Wenn konstatiert wird, dass geschlechtsbezogene Stereotype existieren, erhebt sich die Frage, womit dies psychologisch zusammenhängt. Die empirische Forschung gibt Anlass zur Vermutung, dass das Selbstkonzept einer Person, also „das mentale Modell einer Person über ihre Fähigkeiten und Eigenschaften“ (Moschner & Dickhäuser, 2006, S. 685), dabei eine wichtige Rolle spielt. Schon früh konnten beispielsweise Rosenkrantz, Vogel, Bee, Brovermann und Brovermann (1968) zeigen, dass das Selbstkonzept von Frauen und Männern dem jeweiligen Stereotyp für ihr Geschlecht ähnlich war. Dieses Selbstkonzept entsteht aus der Interaktion mit der Umwelt, insbesondere aus den Rückmeldungen zu Leistungen oder Verhaltensweisen. Reagiert ein Lehrer beispielsweise überrascht auf die gute Leistung eines Schülers, vermittelt er diesem damit seine geringe Fähigkeitseinschätzung (Stiensmeier-Pelster & Schöne, 2008). Zudem wirkt sich die Attribution von Leistung bzw. von Erfolg und Misserfolg auf das Selbstkonzept einer Person aus. Zu Beginn der Grundschulzeit ist die Selbsteinschätzung der eigenen Leistungen und Fähigkeiten bei allen Kindern in allen Domänen zunächst eher hoch. Erst im Laufe der Grundschulzeit differenziert sich das Selbstkonzept nach Domänen aus, z. B. nach Schulfächern. Die Selbstkonzepte von Jungen und Mädchen unterscheiden sich dabei in typischer Weise. Während Mädchen und Jungen sich im Kindergarten und in der ersten Klasse hinsichtlich ihrer Fähigkeiten in Mathematik noch gleich gut einschätzen, bewerten sich Mädchen ab der zweiten Klasse in Mathematik negativer als Jungen. Im Fach Deutsch ist es umgekehrt (Helmke, 1998). Ein Grund für die beschriebenen Unterschiede sind nach Pohlmann (2005) die dann bereits vorhandenen Geschlechterstereotype. Sie ist der Meinung, dass diese schon in der frühen Kindheit internalisiert wurden und durch relevante Personen aus dem Umfeld verstärkt werden. Dabei wird vermutet, dass inhaltlich das Stereotyp, Jungen seien besser in Mathematik, auch auf Naturwissenschaft und Technik generalisiert wird, so dass Jungen letztlich ein im Vergleich zu den gleichaltrigen Mädchen günstigeres Selbstkonzept der eigenen Leistung nicht nur im Bereich Computernutzung, sondern auch generell im Umgang mit technischen Geräten entwickeln (vgl. Schütte, Frenzel, Asseburg & Pekrun, 2007; Walther, Geiser, Langeheine & Lobemeier, 2003). Die Geschlechterstereotype wirken sich über die 192 Anna-Theresia Bömer, Margarete Imhof Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und die Entwicklung von Interessen auf akademische Entscheidungen und Berufswahlverhalten, aber auch auf Einstellungen zu lernrelevanten Aspekten, z. B. den Computer aus (vgl. Oosterwegel, Littleton & Light, 2004). Da die genannten Studien zu den computerbezogenen Geschlechterstereotypen alle schon an die zehn Jahre alt sind, stellen wir die Frage, ob die Befunde noch aktuell sind. Daher wird als erste Hypothese für die Untersuchung formuliert: Hypothese 1 Neun-bis zehnjährige Schülerinnen und Schüler weisen ein Geschlechterstereotyp in Bezug auf Computer und Technik auf. Wie beschrieben sind die Stereotype zum Umgang mit Computern bei Jungen im Allgemeinen stärker ausgeprägt als bei Mädchen. Daher lautet die zweite Hypothese wie folgt: Hypothese 2 Das Geschlechterstereotyp bzgl. Computer und Technik ist bei Jungen stärker ausgeprägt als bei Mädchen. Da Stereotype im Verlauf der Entwicklung flexibler werden, ist auch der Alterstrend zu untersuchen. Dies kommt in der dritten Hypothese zum Ausdruck: Hypothese 3 Das Geschlechterstereotyp bzgl. Computer und Technik ist bei Drittklässlern ausgeprägter als bei Viertklässlern. Um die Bedingungen für die Entwicklung von Stereotypen besser zu verstehen, wird der Zusammenhang zwischen dem Selbstkonzept und den computerbezogenen Stereotypen untersucht. Da Grundschulkinder möglicherweise noch kein Selbstkonzept bzgl. des Computergebrauchs entwickelt haben, wird das mathematische Selbstkonzept als Bezugspunkt verwendet. Da eine Assoziation zwischen Mathematik und Computernutzung unterstellt wird (vgl. auch Senkbeil & Wittwer, 2007), lautet die vierte Hypothese: Hypothese 4 Bei Schülerinnen mit einem hohen mathematischen und akademischen Selbstkonzept ist das Geschlechterstereotyp mit dem Bezug auf Computernutzung weniger ausgeprägt als bei Schülerinnen mit einem niedrigen Selbstkonzept. Methode Stichprobe An der Untersuchung nahmen insgesamt 50 Schüler aus dritten und vierten Grundschulklassen im Alter von acht bis zehn Jahren teil. Von den Probanden der dritten Klasse, die durchschnittlich M = 9.04 Jahre (SD = 0.56) alt waren, waren 14 weiblich und neun männlich. Aus der vierten Klasse nahmen 14 Mädchen und 13 Jungen teil. Die Teilnahme an der Untersuchung war für die Kinder freiwillig. Das Durchschnittsalter lag hier bei M = 10.00 Jahren (SD = 0.56). Die Kinder waren im ländlichen Raum in Niedersachsen angesiedelt. Untersuchungsinstrumente Erfassung des Geschlechterstereotyps Das Geschlechterstereotyp wurde mit Hilfe von drei Aufgaben erfasst. Bei der ersten Aufgabe, die an die Studie von Steele (2003) angelehnt ist, wurden den Probanden zwei Geschichten, in denen entweder Arbeiten mit dem Computer oder eine Rechtschreibaufgabe thematisiert wird, vorgelesen. Danach wurden sie aufgefordert, die Person aus der Geschichte zu zeichnen und dieser Person einen Namen zu geben. Die Darbietungsreihenfolge der Geschichten wurde ausgewürfelt. Die Geschichten lauteten wie folgt: Computer: „Dies ist eine Geschichte von einer Person, die richtig gut mit dem Computer umgehen kann. Diese Person ist immer die erste, die ein Computerproblem löst, egal wie schwer es ist. Und diese Person arbeitet sehr gerne mit dem Computer. Wenn es ein Computerproblem gibt, wird es von dieser Person gelöst. Diese Person kennt sich also richtig gut mit dem Computer aus.“ Computer sind doch nichts für Mädchen! ? 193 Rechtschreibung: „Dies ist eine Geschichte von einer Person, die richtig gut in Rechtschreibung ist. Diese Person ist immer die erste, die ein Rechtschreibproblem löst, egal wie schwer es ist. Und diese Person mag gerne Rechtschreibung. Wenn es ein Rechtschreibproblem gibt, wird es von dieser Person gelöst. Diese Person kennt sich also richtig gut mit Rechtschreibung aus.“ Als abhängige Variable bei dieser Aufgabe wurde das Geschlecht der gemalten Person festgehalten. Bei der zweiten Aufgabe wurden 36 Bilder verwendet, auf denen technische und nicht-technische Gegenstände und Aktivitäten abgebildet waren, die jeweils neutral oder typischerweise mit Frauen oder Männern assoziiert wurden. Die verwendeten Bilder sind in Tabelle 1 aufgeführt. Die Aufgabe der Probanden war es, sich die fünf Bilder herauszusuchen, die zu ihm oder zu ihr am besten passen. Die letzte Aufgabe bezog sich ebenfalls auf die genannten Bilder. Hier sollten die Probanden die 36 Bilder drei verschiedenen Kategorien (Frauen, Männer, Frauen und Männer) zuordnen. Die Kategorien wurden durch Bilder dargestellt, auf denen Frauen und Männer als Strichmännchen zu sehen waren. Die genutzten Bilder wurden zum großen Teil aus verschiedenen Studien übernommen (DeLucia, 1963; Edelbrock & Sugawara, 1978; Flerx, Fidler & Rogers, 1976; Glickman, 1992; Martin, Wood & Little, 1990; Steele, 2003), bei denen sich gezeigt hatte, dass genau diese Gegenstände als typisch weiblich, typisch männlich oder neutral eingestuft worden waren. Erfassung des schulischen Selbstkonzepts Das allgemeine schulische Selbstkonzept wurde mit der Skala „Selbstkonzept der Schulfähigkeit“ aus dem Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen von Grundschulkindern dritter und vierter Klassen (FEESS 3 - 4) von Rauer und Schuck (2003) erhoben. Diese Skala umfasst 15 Items. Als Antwortformat wurden die Möglichkeiten „stimmt gar nicht“, „stimmt kaum“, „stimmt ziemlich“ und „stimmt genau“ verwendet. Die interne Konsistenz dieser Skala betrug α = 84. Zur Erfassung des mathematischen Selbstkonzepts wurde der Bereich „Rechnen“ aus dem Fragebogen zum schulischen Selbstkonzept (FSSK) von Frühauf (2008) eingesetzt. Dieser umfasst 13 Items und besaß das Antwortformat „nie“, „manchmal“, „meistens“ und „immer“. Die interne Konsistenz betrug α = 89. Zusätzlich wurden vier Items zur Gewöhnung zu Beginn des Fragebogens eingefügt. Untersuchungsdurchführung Die Daten für diese Untersuchung wurden im Juni 2009 erhoben. Bei der Befragung der Schüler in der Grundschule wurde der Fragebogen zur Erfassung des Selbstkonzepts während des Unterrichts im Klassenverband durchgeführt. Dies dauerte ca. 25 Minuten. Die drei Aufgaben, die sich auf die Geschlechterstereotype bezogen, wurden mit jedem Pb einzeln in einem Untersuchungsraum durchgeführt. Hier malten die Probanden zuerst die Bilder zu den zwei Geschichten, suchten sich dann die für sie passenden Bilder heraus und ordneten danach alle 36 Bilder den Thema: neutral eher weiblich stereotypisiert eher männlich stereotypisiert technisch Telefon CD Computer Fernseher Digitalkamera Stereoanlage Bügeleisen Nähmaschine Küchenmaschine Mixer Mikrowelle Waschmaschine Rasenmäher Feuerwehrauto Flugzeug LKW Gewehr Zug nicht-technisch Stifte Buch Inline Skates Hund Strand Klavier Puppe Make-up Handtasche Nuckelflasche Bürste Putzsachen Fußball Boxhandschuhe Säge Schubkarre Werkzeugkasten Schaufel Tabelle 1: Liste der Bilder zur Erfassung des Geschlechterstereotyps 194 Anna-Theresia Bömer, Margarete Imhof drei Kategorien zu. Die Einzelbefragung dauerte ca. 20 Minuten pro Person. Bei sechs Kindern wurde die Befragung zu zweit durchgeführt. Hier begann die Untersuchung mit dem Fragebogen. Dann folgte das Malen der Bilder und die Aufgaben mit den vorgefertigten Bildern. Ergebnisse Zur Überprüfung des Geschlechterstereotyps in Bezug auf Computer und Technik wurde im ersten Schritt ein χ 2 -Test zur Verteilung der Anzahl der gezeichneten Männer und Frauen bei der Computergeschichte durchgeführt (vgl. Tabelle 2). Dabei zeigte sich, dass die Schüler insgesamt bei der Computergeschichte signifikant mehr Männer als Frauen zeichneten, χ 2 (.01; df = 1, N = 50) = 8.00. Mit einem McNemar-Test wurde danach die Anzahl der gezeichneten Männer in beiden Geschichten verglichen. Im Vergleich zur Rechtschreibgeschichte zeichneten die Schüler bei der Computergeschichte signifikant mehr Männer p < .01. Die Geschlechterverteilung in beiden Geschichten ist in Tabelle 3 abgebildet. Zur Überprüfung der ersten Hypothese wurden zudem untersucht, welcher Kategorie (Männer, Frauen, Männer und Frauen) die technisch-neutralen Bilder eher zugeordnet wurden. Jedes der 50 Kinder konnte dabei sechs Bilder zuordnen. Von den 300 möglichen Bildern wurden den „Männern“ insgesamt 79 Bilder zugeordnet, den „Frauen“ 32 und „Männer und Frauen“ 189. Diese Zuordnungen unterschieden sich signifikant, χ 2 (.05; 2, N = 50) = 129.86. Zu der Hypothese, dass das Geschlechterstereotyp bei Jungen stärker ausgeprägt ist als bei Mädchen, wurde untersucht, welche Bilder sich die Kinder selbst zuordneten. Die Hypothese hierbei war, dass sich die Jungen die Bilder eher aus den Kategorien technisch-neutral, technisch-männlich und nicht-technischmännlich aussuchen. Es wurde erwartet, dass die Mädchen im Gegensatz zu den Jungen ihre Bilder eher aus den Kategorien nicht-technischneutral, technisch-weiblich und nicht-technisch-weiblich aussuchen. Im Vergleich würden also die Jungen mehr geschlechtstypische Bilder wählen. Für jeden Probanden wurde ein Rohwert von 0 (kein geschlechtstypisches Bild ausgesucht) bis 5 (fünf geschlechtstypische Bilder ausgesucht) ermittelt. Die Punktwerte der Mädchen (M = 2.89, SD = 0.92) und Jungen (M = 3.91, SD = 0.87) unterschieden sich signifikant mit einem großen Effekt, t(48) = -3.98, p < .001, ε = 1.14. Die Geschlechterverteilung Computer-Geschichte gezeichnet wurde … Geschichte um Rechtschreiben gezeichnet wurde … ein Mann eine Frau ein Mann eine Frau Jungen 18 4 12 10 Mädchen 17 11 4 24 Tabelle 2: Anzahl der von Jungen (n = 25) und Mädchen (n = 25) gezeichneten Männer und Frauen bei der Computer- und bei der Rechtschreibgeschichte Geschichte um Rechtschreiben gezeichnet wurde … eine Frau ein Mann Computergeschichte gezeichnet wurde … eine Frau ein Mann 10 24 5 11 Tabelle 3: Zusammenhang zwischen den Zeichnungen bei der Computer- und bei der Rechtschreibgeschichte über alle Probanden (N = 50) Computer sind doch nichts für Mädchen! ? 195 bei den Bildern, die zur Computergeschichte gezeichnet worden waren, und die Zuordnung des Bildes „Computer“ zu den drei Kategorien unterschieden sich nicht signifikant bei Jungen und Mädchen. Die dritte Hypothese bezog sich auf den Effekt des Alters auf die Geschlechterstereotype. Weder bei der Geschlechterverteilung bzgl. der Bilder bei der Computergeschichte noch bei der Zuordnung des Bildes „Computer“ zu den drei Kategorien zeigten sich in dieser Studie Alterseffekte. Bei der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem allgemeinen schulischen bzw. mathematischen Selbstkonzept und den Geschlechterstereotypen (Hypothese 4) wurden Schülerinnen mit einem hohen und niedrigen schulischen bzw. mathematischen Selbstkonzept bzgl. ihrer Geschlechterstereotype verglichen. Weder für das allgemeine schulische Selbstkonzept noch für das mathematische Selbstkonzept wurde ein Zusammenhang mit der Anzahl der gezeichneten Frauen und Männer bei der Computergeschichte erkennbar. Auch die Korrelation zwischen den Selbstkonzepten und der Zuordnung der technisch-neutralen Bilder zu der Kategorie „Frauen und Männern“ war nicht signifikant. Ebenso konnte ein Effekt der Ausprägungen des schulischen und mathematischen Selbstkonzepts auf die Zuordnung der technisch-neutralen Bilder zu den drei Kategorien nicht gefunden werden. Aus den Angaben in Tabelle 4 kann man entnehmen, dass die fehlenden Korrelationen nicht durch Deckeneffekte oder zu geringe Varianz erklärt werden können. Diskussion Das Ziel dieser Studie war die Untersuchung von Geschlechterstereotypen mit Hinblick auf die Nutzung von Computer und Technik bei Jungen und Mädchen in der Grundschule. Hier ging es im Speziellen darum zu überprüfen, ob Neunbis Zehnjährige diese Geschlechterstereotype aufweisen und ob sich diese zwischen den Geschlechtern und zwischen Dritt- und Viertklässlern unterscheiden. Außerdem wurde überprüft, ob ein Zusammenhang zwischen den Geschlechterstereotypen und dem schulischen Selbstkonzept besteht. Die Ergebnisse unserer Studie legen den Schluss nahe, dass neun-bis zehnjährige Kinder sachkundige Computernutzer eher mit Männern assoziieren, denn zu einer Computergeschichte zeichneten die Kinder mehr Männer als Frauen. Zur Computergeschichte wurden auch deutlich mehr Männer gezeichnet als zur Vergleichsgeschichte zum Thema „Rechtschreibung“. Bei der Zuordnung der Bilder wurde das Computerbild am ehesten den Kategorien „Männer“ oder „Männer und Frauen“ zugeordnet. Dieses Bild wurde überhaupt nur ein Mal der Kategorie „Frauen“ zugeordnet. Insgesamt wird der Computer somit eher als typisch männlicher denn als typisch weiblicher Gegenstand angesehen. Dieses Ergebnis wiederholt die Befunde der älteren Studie von Brosnan (1999). In einer Linie liegt das Ergebnis auch mit den Befunden von Mercier et al. (2006), die gezeigt haben, dass Computernutzer bei 10 - 14Jährigen eher mit dem männlichen Geschlecht assoziiert sind. Bei der Zuordnung der technisch-neutralen Bilder, zu Allgemeines schulisches Selbstkonzept (FEESS 3 -4)* Mathematisches Selbstkonzept (FSSK)** M (SD) M (SD) Mädchen Jungen 34.68 (6.50) 31.30 (7.14) 2.62 (0.59) 2.32 (0.37) Tabelle 4: Mittelwerte und Standardabweichungen des allgemeinen schulischen bzw. mathematischen Selbstkonzepts getrennt nach Geschlechtern. * Summenscore von 15 Items auf einer vierstufigen Skala (1 - 4) ** Durchschnittswert von 13 Items auf einer vierstufigen Skala (1 - 4) 196 Anna-Theresia Bömer, Margarete Imhof denen neben dem Bild von einem Computer auch Bilder von einem Telefon, einer CD, einer Stereoanlage, einem Fernseher und einer Digitalkamera gehörten, zeigte sich ein anderes Muster. Diese Bilder wurden am häufigsten „Frauen und Männer“ zugeordnet. Dies legt die Vermutung nahe, dass diese Gegenstände auch von den Neunbis Zehnjährigen als geschlechtsneutral angesehen werden und sie bzgl. dieser technischen Alltagsgegenstände (noch) keine Geschlechterstereotype aufweisen. Wir haben auch Hinweise auf Geschlechtsunterschiede bei der Ausprägung der Stereotype gefunden. Die Jungen dieser Untersuchung wählten mehr stereotypkonforme Bilder aus als die Mädchen. Diese wurden beim Malen der Bilder jedoch nicht deutlich. Das mag darauf zurückzuführen sein, dass die Kinder nur eine Aktion ausführen mussten und nur eine Entscheidung treffen konnten, während sie bei der Auswahl der Bilder fünf Bilder heraussuchen mussten und sich somit wiederholt für eine Kategorie entscheiden mussten, so dass die Stärke des Geschlechterstereotyps erst so deutlich wird. Um Geschlechterstereotype valide zu erfassen, scheint es aus unserer Sicht günstig, ein Verfahren zu wählen, das den Probanden mehrfach eine Entscheidung abverlangt. Ebenso wäre es günstig, die Kinder nach der Computernutzung in ihrem Lebensumfeld zu befragen, um zu prüfen, ob sie mit ihren Äußerungen konkrete Erfahrungen oder doch Stereotype wiedergeben. In Bezug auf den Altersunterschied bei Geschlechterstereotypen ergaben sich keine Unterschiede zwischen Dritt- und Viertklässlern. Dies kann möglicherweise an dem geringen Altersabstand liegen. In einer zukünftigen Untersuchung sollte man daher einen größeren Altersabstand wählen. Man könnte z. B. Zweit- und Viertklässler miteinander vergleichen. Der vermutete Zusammenhang zwischen Geschlechterstereotypen und dem schulischen Selbstkonzept konnte nicht aufgezeigt werden. Ein möglicher Grund dafür könnte die Erfassung des schulischen und mathematischen Selbstkonzepts sein. Für zukünftige Untersuchungen wäre es wohl erforderlich, ein Verfahren zu entwickeln, das speziell das Selbstkonzept bzgl. des Computers erfasst. Womöglich ist die unterstellte Assoziation von Computernutzung und mathematischen Aufgaben weder zeitgemäß noch inhaltlich zutreffend. Zusammenfassend aber bleibt, dass die geschlechtsspezifischen Stereotype zum Umgang mit dem Computer noch nicht der Vergangenheit angehören. Vor allem Jungen sehen Computernutzung noch überwiegend als männliche Domäne an. Vielleicht sind die Lern- und Spielprogramme am Computer doch noch eher an den Bedürfnissen und Interessen der Jungen orientiert (vgl. Cooper, 2006; Yates, 2001). In Erziehung und Unterricht ist daher darauf zu achten, dass Mädchen durch ein ungünstiges Stereotyp nicht von Lernmöglichkeiten ausgeschlossen werden oder sich selbst ausschließen. Möglicherweise besteht die Herausforderung aber nicht nur darin, Mädchen in den Gebieten Computer, Naturwissenschaften und Technik zu stärken, sondern auch mit Jungen dahingehend zu arbeiten, dass sie die Fragwürdigkeit von Geschlechtsstereotypen verstehen lernen. Literatur Barba, R. H. (1990). 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