Psychologie in Erziehung und Unterricht
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0342-183X
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/peu2014.art20d
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Negative Peerbeeinflussung
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Alexander Wettstein
Zusammenfassung: Aggressive Kinder und Jugendliche werden oft von Gleichaltrigen zurückgewiesen und aus institutionellen Settings ausgeschlossen. Sie bewegen sich zunehmend nur noch im Umfeld mit ebenfalls aggressiven Peers. In diesen Gruppen kann es zu einer negativen Peerbeeinflussung kommen. Peer Contagion ist auf komplexe Wechselbeziehungen zwischen Selektions- und Sozialisationseffekten in der Peergruppe zurückzuführen. Aggressive Jugendliche wählen aktiv Freundinnen und Freunde, welche ähnliche Verhaltensmuster aufweisen. Durch die Sozialisation in der devianten Peergruppe wird das Problemverhalten weiter verstärkt. Die Überweisung der Jugendlichen in spezialisierte Fördermaßnahmen hat oft unintendierte Effekte. Hier stehen kaum mehr prosoziale Peervorbilder zur Verfügung. Es besteht die Gefahr, dass der negative Peereinfluss die intendierten Effekte der Erziehungsmaßnahme schwächt und die Jugendlichen deviant by design werden. Es stellt sich deshalb die Frage, wie der Einfluss prosozialer Peers als Interventionsansatz genutzt werden kann.
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Psychologie in Erziehung und Unterricht, 2014, 61, 241 -251 DOI 10.2378/ peu2014.art20d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel n Theoretischer Beitrag Negative Peerbeeinflussung Selektion und Sozialisation unter aggressiven Frühadoleszenten Alexander Wettstein Pädagogische Hochschule Bern Universität Bern Zusammenfassung: Aggressive Kinder und Jugendliche werden oft von Gleichaltrigen zurückgewiesen und aus institutionellen Settings ausgeschlossen. Sie bewegen sich zunehmend nur noch im Umfeld mit ebenfalls aggressiven Peers. In diesen Gruppen kann es zu einer negativen Peerbeeinflussung kommen. Peer Contagion ist auf komplexe Wechselbeziehungen zwischen Selektions- und Sozialisationseffekten in der Peergruppe zurückzuführen. Aggressive Jugendliche wählen aktiv Freundinnen und Freunde, welche ähnliche Verhaltensmuster aufweisen. Durch die Sozialisation in der devianten Peergruppe wird das Problemverhalten weiter verstärkt. Die Überweisung der Jugendlichen in spezialisierte Fördermaßnahmen hat oft unintendierte Effekte. Hier stehen kaum mehr prosoziale Peervorbilder zur Verfügung. Es besteht die Gefahr, dass der negative Peereinfluss die intendierten Effekte der Erziehungsmaßnahme schwächt und die Jugendlichen deviant by design werden. Es stellt sich deshalb die Frage, wie der Einfluss prosozialer Peers als Interventionsansatz genutzt werden kann. Schlüsselbegriffe: Aggression, Peer Contagion, Prosoziales Verhalten, Peer-Mediated Intervention, Gruppenkohäsion Peer Contagion - Selection and Socialization Among Aggressive Preadolescents Summary: Aggressive children and adolescents are often rejected by their peers and excluded from institutional settings. They interact increasingly with likewise aggressive peers. In these groups, there may be a negative influence among peers. Peer Contagion is due to complex interactions between selection and socialization effects in the peer group. Aggressive adolescents actively choose friends, which have similar behavior patterns. Through socialization in the deviant peer group, the problem behavior is further reinforced. The placement in specialized intervention groups has often unintended effects. Here are little prosocial peer role models available. There is a risk that the negative peer influence weakens the intended effects of the intervention and the youths’ became deviant by design. This raises the question of how the influence of prosocial peers can be used as an intervention approach. Keywords: Aggression, peer contagion, prosocial behavior, peer-mediated intervention, group cohesion Die frühe Adoleszenz ist eine kritische Entwicklungsphase, in der die Gleichaltrigen wichtige Sozialisationspartner darstellen und viele Lernmöglichkeiten bieten. Aggressive Jugendliche werden aufgrund ihres Verhaltens jedoch oft aus normativen Peergruppen ausgeschlossen und schließen sich infolgedessen mit ebenfalls aggressiven Jugendlichen zusammen. Dadurch haben sie kaum mehr Möglichkeiten, soziale Fertigkeiten mit prosozialen Gleichaltrigen einzuüben. Die ungünstige Affiliation mit devianten Peers kann bestehende Verhaltensprobleme weiter verstärken. Aggressive Jugendliche werden teilweise in Erziehungsheime für verhaltens- 242 Alexander Wettstein auffällige Jugendliche überwiesen. Spezialisierte Fördermaßnahmen haben jedoch oft unintendierte Effekte (Dishion, Dodge & Lansford, 2008). Im Heim werden die Jugendlichen nicht nur durch die Erziehenden und die Lehrkräfte, sondern auch durch ihre Peers sozialisiert. In sonderpädagogischen Kontexten stehen kaum positive Peervorbilder zur Verfügung. Die Konzentration aggressiver Jugendlicher in separativen Erziehungsmaßnahmen kann zu einer negativen Peerbeeinflussung führen, welche die intendierten Effekte der Erziehungsmaßnahme schwächen und deviantes Verhalten weiter verstärken (Wettstein, Scherzinger, Meier & Altorfer, 2013). In diesem Beitrag wird die Frage diskutiert, 1. wie sich aggressives Verhalten von Jugendlichen auf ihre Peerbeziehungen auswirkt, 2. durch welche Selektions- und Sozialisationsprozesse die Jugendlichen in der devianten Peergruppe negativ beeinflusst werden, 3. welches Risiko von spezialisierten Fördermaßnahmen ausgeht und 4. wie man den Einfluss prosozialer Peers als Interventionsansatz nutzen könnte. Aggressives Verhalten als Entwicklungsrisiko Während in der frühsten Kindheit aggressive Strategien zur Erreichung individueller Handlungsziele eher sozial akzeptiert und erfolgreich sind (Hawley, 1999; Jones, 1984), erwerben Kinder in ihrer Entwicklung zunehmend prosoziale Strategien, welche erlauben, den persönlichen Ressourcenzugang zu optimieren und soziale Konflikte simultan zu minimieren (Wettstein et al., 2013). Aggressives Verhalten stellt im weiteren Entwicklungsverlauf einen erheblichen Risikofaktor für die schulische (Vitaro, Brendgen, Pagani, Tremblay & McDuff, 1999; Vitaro, Brendgen & Tremblay, 1999) und soziale Entwicklung (Coie & Dodge, 1983) dar und kann zum Ausschluss aus der normalen Peergruppe führen. Aggressives Verhalten ist eine absichtlich ausgeführte Verhaltensweise, die auf eine Schädigung zielt (Anderson & Bushman, 2002; Bandura, 1979; Wettstein, 2012). Die Schädigung kann sowohl physisch (schlagen, kratzen, anspucken) als auch psychisch (erniedrigen, bloßstellen, ausgrenzen) erfolgen. Diese Definition schließt sowohl direkte als auch weniger gut erkennbare indirekte Formen (Björkqvist, Lagerspetz & Kaukiainen, 1992) ein. Aggressives Verhalten wird in der Entwicklungspsychopathologie u. a. auf Defizite in der Informationsverarbeitung zurückgeführt, wobei für reaktive und proaktive Formen der Aggression jeweils spezifische Mechanismen der Informationsverarbeitung (Crick & Werner, 1998; Dodge & Coie, 1987; Dodge & Price, 1994) und unterschiedliche Entwicklungsverläufe postuliert werden (Esser et al., 1992). Diese Subtypen sind empirisch mehrfach bestätigt worden (Dodge, 1993; Dodge, Coie, Pettit & Price, 1990; Vitaro, Brendgen & Tremblay, 2005). Brendgen, Vitaro, Tremblay und Lavoie (2001) belegen, dass sich proaktive und reaktive Aggressionsformen im weiteren Entwicklungsverlauf unterscheiden. Proaktiv eingestufte Jugendliche entwickeln mit größerer Wahrscheinlichkeit delinquente Verhaltensweisen und setzen Aggression als instrumentelle Strategie der Einschüchterung bei kriminellen Delikten wie Diebstahl ein. Reaktiv eingestufte Kinder geben dagegen in der Adoleszenz häufiger an, Gewalt in intimen Beziehungen auszuüben. Brendgen et al. (2001) vermuten, dass reaktive Aggression eng gekoppelt ist mit mangelnder Wärme im Erziehungsverhalten der Eltern, während proaktive Aggression durch den Informationsmangel der Eltern gefördert wird. Aggression und problematische Sozialbeziehungen in der frühen Adoleszenz In der frühen Adoleszenz (11 bis 14 Jahre) sind Jugendliche mit zahlreichen Entwicklungsaufgaben (Fuhrer, 2013; Havighurst, 1982; Herzog, 1991) konfrontiert. Eine wichtige Entwicklungsaufgabe ist die Gestaltung positiver Peerkontakte. Aggressive Jugendliche werden jedoch häufig aus informellen Peergruppen und Negative Peerbeeinflussung 243 formellen institutionellen Settings ausgeschlossen und haben kaum mehr Möglichkeiten, prosoziales Verhalten mit normativen Peers einzuüben. Sie sind bei ihren Peers meist wenig beliebt (Dodge, 1983), manchmal aber gefürchtet und verfügen daher teilweise über einen hohen sozialen Status (Dijkstra & Lindenberg, 2008; Hawley, 2003; Salmivalli & Voeten, 2004). Aggressive Jugendliche, welche Entwicklungsanforderungen nicht gewachsen sind, werden mit zunehmendem Alter negativ von ihren Kameradinnen und Kameraden bewertet, als weniger liebenswert eingeschätzt (Coie & Dodge, 1983) und verlieren ihren zentralen Status in der Gruppe. Reaktiv-aggressive Jugendliche sind vermehrt von Selbstwertproblemen betroffen und entwickeln in diesem Lebensabschnitt oft komorbid depressive Störungen (Petermann & Petermann, 2008). Die Zahl dissozialer Störungen steigt in der frühen Adoleszenz dramatisch an (Esser et al., 1992). Moffitt (1993) unterscheidet zwei Entwicklungswege antisozialen Verhaltens. Während eine kleine Gruppe bereits früh in der Entwicklung ein Problemverhalten zeigt, welches in der weiteren Entwicklung persistiert (life-coursepersistent, LCP), zeigen Jugendliche mit einem auf die Adoleszenz beschränkten Verlauf (adolescence limited) nur vorübergehend in der Pubertät Probleme und weisen deutlich günstigere Prognosen als die LCP Gruppe auf. Besonders bei frühem Störungsbeginn und bei breiten aggressiven Verhaltensrepertoires sind die Prognosen ungünstig (Loeber, 1990; Moffitt, 1993). Das über den Lebenslauf persistierende Verhalten entwickelt sich durch eine Interaktion neuropsychologischer Vulnerabilität des Kindes und ungünstigen Erziehungspraktiken des Umfelds (Loeber & Stouthamer- Loeber, 1986) wie z. B. durch gegenseitige negative coersive Verstärkung in Familien (vgl. Dishion & Patterson, 2006; Patterson, 1976, 2005). Bei aggressiven Kindern mit einem frühen Störungsbeginn besteht die Gefahr, dass sie die in der Familie erworbenen ungünstigen Interaktionsmuster auf neue Lebensbereiche übertragen. Zurückweisung und Affiliation mit devianten Peers Längerfristig können aggressive Jugendliche aus der normalen Peergruppe ausgeschlossen werden. 5 - 10 % der Jugendlichen erfahren chronische Zurückweisung durch Gleichaltrige (Coie, Dodge & Kupersmidt, 1990). Die erfahrene Zurückweisung wirkt sich ungünstig auf die weitere persönliche und soziale Entwicklung der Jugendlichen aus. Wahrgenommene soziale Exklusion verstärkt externalisierndes (Dodge et al., 2003; Twenge & Baumeister, 2005) und internalisierendes Problemverhalten. Twenge, Baumeister, Tice und Stucke (2001) induzierten experimentell soziale Ausschlusssituationen. Die wahrgenommene soziale Exklusion führt zu aggressivem Verhalten, verminderter Kooperation, mehr selbstschädigenden Verhaltensweisen und schlechteren kognitiven Leistungen in komplexen Denkaufgaben. Ausgeschlossene Individuen berichten aber unmittelbar nach der experimentellen Manipulation nicht häufiger negative Stimmungen und Emotionen. Dies deutet darauf hin, dass negative emotionale Zustände kurzfristig verdrängt werden (Twenge & Baumeister, 2005). Mittelfristig erhöht jedoch die erfahrene Zurückweisung das Risiko der Entwicklung komorbider depressiver Symptome. Zurückgewiesene Jugendliche weisen oft ungünstige Verzerrungen in der sozialen Informationsverarbeitung (Dodge et al., 2003), einen niedrigen oder instabil überhöhten Selbstwert auf (Twenge & Baumeister, 2005). Durch die soziale Exklusion haben aggressive Jugendliche kaum mehr Möglichkeiten, wichtige soziale Fertigkeiten mit prosozialen Peers einzuüben. In schlechter Gesellschaft - der Einfluss devianter Freunde Peers stellen in der frühen Adoleszenz wichtige Entwicklungspartner dar und bieten viele Lernmöglichkeiten (Rubin, Bukowski & Parker, 1998; Wettstein, 2011). Peerbeziehungen kön- 244 Alexander Wettstein nen jedoch auch negative Auswirkungen haben (van Lier, Vitaro & Eisner, 2007). Aggressive Jugendliche sind oft unbeliebt und können ihre Freunde nur eingeschränkt auswählen. Die soziale Exklusion aus der normalen Peergruppe erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Affiliation mit ebenfalls aggressiven und zurückgewiesenen Peers. Deviante Freunde stellen einen Risikofaktor dar. Als bester Prädiktor für Delinquenz in der Adoleszenz gilt die Delinquenz naher Freunde (Elliot, Huizinga & Ageton, 1985; Vitaro, Brendgen & Tremblay, 2000). Die Jugendlichen suchen aktiv soziale Kontexte auf, die sie in ihrem aggressiven Verhalten bestärken (Patterson & Yoerger, 1997), und gehen Freundschaften mit Peers ein, welche einen ähnlichen Hintergrund, Werte und soziale Verhaltensmuster haben (Hartup, 1996, 2005). Die Affiliation in der Peergruppe führt prospektiv zu einer Verhaltensangleichung und das ungünstige Verhalten wird durch die Peergruppe noch verstärkt. Wir unterscheiden zwischen einer frühen und einer späten Affiliation mit devianten Peers (Lacourse, Nagin, Tremblay, Vitaro & Claes, 2003). Kinder mit frühem Störungsbeginn, welche bereits im Kindergartenalter von ihren Lehrpersonen als hyperaktiv, unerschrocken und wenig prosozial eingeschätzt werden, laufen Gefahr, von den anderen Kindern zurückgewiesen zu werden und sich ebenfalls problematischen Kindern anzuschließen (Lacourse et al., 2006; Vitaro, Pedersen & Brendgen, 2007). Bei Jugendlichen mit spätem Störungsbeginn steigt die Assoziation mit devianten Peers in der frühen Adoleszenz an, erreicht ihren Höhepunkt im Alter von 14 Jahren und nimmt nach dem 15. bis 16. Lebensjahr wieder ab. Die Beeinflussung durch deviante Freunde scheint jedoch unabhängig vom Störungsbeginn zu sein: Jugendliche mit einem frühen Störungsbeginn werden gleichermaßen durch das Problemverhalten ihrer Freunde beeinflusst wie die Jugendlichen mit einem späten Störungsbeginn (Vitaro et al., 2000). In beiden Gruppen ist der Eintritt in eine deviante Gruppe assoziiert mit einem Anstieg aggressiven Verhaltens (Lacourse et al., 2003). Aggressive Jungen weisen eine schlechtere Freundschaftsqualität auf als nicht-aggressive Jungen (Poulin, Dishion & Haas, 1999). Gleichzeitig verstärken deviante Freunde das Problemverhalten aggressiver Jugendlicher. Es stellt sich deshalb die Frage, ob es vielleicht für aggressive Jugendliche besser wäre, gar keine Freunde zu haben als deviante Freunde. Tatsächlich sind aggressive Jungen, welche im Alter von 6 und 10 Jahren gar keine Freunde haben, im Alter von 13 und 14 Jahren zwar auch verhaltensauffällig, jedoch nicht delinquenter. Das heißt, sie fallen zwar wie die Mitglieder einer delinquenten Gruppe durch ihr schwieriges Verhalten auf, begehen aber im Unterschied zu diesen keine Straftaten (Vitaro et al., 2000). Als besonders anfällig für negative Peerbeeinflussung erweisen sich Jugendliche, die in der frühen Adoleszenz stehen und bisher nur moderate Verhaltensstörungen aufweisen (Dishion et al., 2008; Vitaro, Tremblay, Kerr, Pagani & Bukowski, 1997). Die Effekte des negativen Peereinflusses sind jedoch sehr plastisch (Brendgen, Vitaro & Bukowski, 2000; Patterson, 1993). Während der Eintritt in eine delinquente Peergruppe mit einem Anstieg des Problemverhaltens assoziiert ist, geht eine Reduktion des problematischen Peerkontakts mit einer langfristigen Abnahme des Problemverhaltens einher (Vitaro, Brendgen & Tremblay, 2001). Selektion und Sozialisation Im Folgenden werden Prozesse, die zu einer negativen Peerbeeinflussung führen, näher beleuchtet. Dishion, Patterson und Griesler (1994) beschreiben Peer Contagion als komplexe Wechselbeziehung zwischen Selektions- und Sozialisationseffekten in der Peergruppe (Dishion, 2013; Müller, 2011). Aggressive Jugendliche wählen aktiv Freunde, welche ähnliche Verhaltensmuster aufweisen (Dishion, Spracklen, Andrews & Patterson, 1996; Hartup, 1996). Zugleich werden sie durch ihr Ver- Negative Peerbeeinflussung 245 halten oft aus normalen Peergruppen und institutionellen Settings ausgeschlossen (Wettstein, Bryjová, Faßnacht & Jakob, 2011). Diese Selektionseffekte werden durch die nachfolgende Sozialisation in der Peergruppe noch verstärkt. Sequenzielle Zeitreihenanalysen zeigen, dass Jugendliche von ihren Interaktionspartnern durch Gelächter beim Erzählen devianter Topics bestärkt werden (Granic & Dishion, 2003; Piehler & Dishion, 2007; Wettstein & Schild, 2012). Die Schilderung imaginierter extremer Formen der Gewalt gegen Tiere und Menschen dient bei frühadoleszenten aggressiven Jungen in Abwesenheit Erwachsener als identitätsstiftendes In-group- Kriterium (Wettstein, 2008). Prinstein und Wang (2005) vermuten, dass es zu einem false consensus Effekt kommt und Adoleszente, welche selbst deviantes Verhalten zeigen, die tatsächliche Devianz ihrer Peers überschätzen. Diese Überschätzung führt zu einem Verhaltensmaßstab, den es zu erreichen gilt. Dies führt zu einer zyklischen Verstärkung devianten Verhaltens in der Peergruppe. Wenn ein Jugendlicher mit einem hohen sozialen Status ein deviantes Verhalten ausführt, löst dies einen Konformitätsdruck bei den Peers aus (Wettstein, Scherzinger et al., 2013). Cohen und Prinstein (2006) konnten in experimentellen Settings nachweisen, dass der Konformitätsdruck - zumindest kurzfristig - zu einer Internalisierung neuer Peernormen führt. Als besonders kritisch für Peer Contagion erweisen sich unsupervidierte Settings. Die Nutzung von Freizeitsettings steht in engem Zusammenhang mit alterstypischen Entwicklungsaufgaben (Noack, 1990; Silbereisen, Noack & Eyferth, 1986). In der frühen Adoleszenz verbringen die Jugendlichen zunehmend mehr Zeit in unbeaufsichtigten Settings (Patterson & Stouthamer-Loeber, 1984). Die Abwesenheit von Autoritätsfiguren, unstrukturierte Settings und die Affiliation mit devianten Peers stellen Gelegenheiten für deviantes Verhalten dar (Osgood, Wilson, O’Malley, Bachmann & Johnston, 1996). Peer Contagion in Erziehungsheimen - „Deviant by Design“ Wenn Probleme in der Familie, Schule und Freizeit kumulieren, scheint eine Einweisung in eine Erziehungsmaßnahme oft der letzte Ausweg zu sein (Gabriel, 2001; Hebborn-Brass, 1991). Bei der Alterskategorie 12bis 15-jähriger Jugendlicher kommt es zu einer gehäuften Einweisung in stationäre Institutionen für Jugendliche mit Verhaltensschwierigkeiten. Erziehungsheime können mit Graf (1993) als Agenten gesellschaftlicher Normierung verstanden werden. Abweichendes Verhalten soll behandelt und familiäre Risikofaktoren korrigiert werden, damit das Individuum wieder in das ursprüngliche Umfeld integriert werden kann. Erzieherinnen bzw. Erzieher und Lehrpersonen reagieren meist professionell auf schwierige Interaktionssituationen und versuchen das Verhalten der Jugendlichen durch gezielte Förderplanung und Interventionen zu korrigieren (Wettstein et al., 2011). Doch gerade auch spezialisierte Fördermaßnahmen können deviantes Verhalten zusätzlich verstärken (Dishion, McCord & Poulin, 1999; Dishion & Tipsord, 2011; Dodge, Lansford & Dishion, 2006; Gatti, Tremblay & Vitaro, 2009). Mit der Separation verhaltensauffälliger Jugendlicher in der Heimerziehung werden die Probleme möglicherweise noch verschärft. Es besteht die Gefahr, dass positive Sozialisationsvorbilder von Gleichaltrigen fehlen und aggressive Strategien in der Peergruppe belohnt werden (Wettstein, Scherzinger et al., 2013). Dishion et al. (2008) prägten zur Umschreibung dieses Paradoxons den treffenden Ausdruck deviant by design. Durch die Separation verhaltensauffälliger Jugendlicher in Erziehungsheimen fehlen positive Vorbilder der Peergruppe und Devianz wird zum common ground. Als problematisch erweisen sich Interventionen, die durch eine hohe Konzentration verhaltensauffälliger Peers und vielfache Gelegenheiten zur unbeaufsichtigten Interaktion mit der Gleichaltrigengruppe charakterisiert sind. Hier bilden sich Kulturen, in welchen abweichendes Verhalten sozial bestärkt wird. 246 Alexander Wettstein Untersuchungen von Buehler, Patterson und Furniss (1966) zeigen, dass Jugendliche in Erziehungsheimen neunmal häufiger mit Peers als mit Erwachsenen interagieren und die meiste Zeit in unbeaufsichtigten Kontexten verbringen. Neuere Befunde (Wettstein, Scherzinger et al., 2013) deuten jedoch auf eine verstärkte Aufsicht Erwachsener in sonderpädagogischen Settings hin. Pädagogisch bleibt die hohe Konzentration verhaltensauffälliger Jugendlicher jedoch problematisch. Es besteht die Gefahr, dass die Jugendlichen in der Heimerziehung in unerwünschter Weise durch ihre Peers sozialisiert werden (Dishion & Dodge, 2005; Dishion et al., 2008; Dodge et al., 2006). Intervention - der positive Einfluss prosozialer Peers Therapieerfolge sind bei aggressiven Jugendlichen schwerer zu erreichen als bei anderen Verhaltensproblemen. Bewährte Interventionsprogramme wie das Training mit Jugendlichen (Petermann & Petermann, 2010) sind multimodal aufgebaut und berücksichtigen nebst kognitiv behavioralen Maßnahmen für die Jugendlichen (wie z. B. Verbesserung der Selbstkontrolle, der Selbst- und Fremdwahrnehmung, Problemlösestrategien, Einüben sozialer Fertigkeiten) auch das soziale Umfeld der Jugendlichen. Es stellt sich die Frage, ob sich der Einfluss prosozialer Peers als Interventionsansatz nutzen ließe. Aggressiven Jugendlichen in Erziehungsheimen stehen kaum mehr positive Peervorbilder zur Verfügung. Dadurch fehlt ihnen die Möglichkeit, mit nicht aggressiven Gleichaltrigen adaptive Verhaltensmuster einzuüben (Wettstein, Scherzinger et al., 2013). Studien deuten darauf hin, dass aggressive Jugendliche, welche mit prosozialen Gleichaltrigen interagieren, soziale Problemlösestrategien lernen (Brendgen, Bowen, Rondeau & Vitaro, 1999). Diese Strategien helfen wiederum, sozial unangepasste Konfliktmuster durch sozial angepasste Konfliktstrategien zu ersetzen. Dabei können alltagstypische aggressive Interaktionsmuster zwischen Heimjugendlichen aufgebrochen werden (Dishion, Andrews & Crosby, 1995). Durch die Interaktion mit prosozialen Peers und der Auseinandersetzung mit prosozialen Normen werden die Jugendlichen in ihrem positiven Verhalten bestärkt. Die Häufigkeit devianter Gesprächsinhalte nimmt ab (Mathys, Hyde, Shaw & Born, 2013) und aggressives Verhalten kann reduziert werden, ohne dass die nicht aggressiven Jugendlichen durch ihre aggressiven Freunde negativ beeinflusst werden (Adams, Bukowski & Bagwell, 2005). Der Kontakt mit prosozialen Freunden erhöht das eigene prosoziale Verhalten (Barry & Wentzel, 2006). Es scheint folglich naheliegend, den Einfluss prosozialer Peers als Interventionsansatz zu nutzen. Diese Strategie weist Parallelen zu Peermediated Interventionen auf, in welchen positiver Peereinfluss u. a. bei der Prävention externalisierender Verhaltensstörungen (Flood, Wilder, Flood & Masuda, 2002; Odom & Strain, 1984; Smith, Simon & Bramlett, 2009; Young, Smith, West & Morgan, 1987) und dem Erwerb schulischer Fertigkeiten (Mathur & Rutherford, 1991; Strain, 1981) genutzt wurde. Das Early Risers - Skills for Success Programm nutzt gezielt den Einfluss prosozialer Peers zur Reduktion aggressiven Verhaltens (August, Realmuto & Winters, 2001; Bernat, August, Hektner & Bloomquist, 2007), ohne dass es auf Seite der prosozialen Peers zu negativen Effekten kommt (Hektner, 2012). Um eine negative Beeinflussung der prosozialen Peers zu vermeiden, müssen solche Interventionen ein optimales Mischverhältnis prosozialer und aggressiver Jugendlicher mit einer Ratio von 5: 1 und ein gezieltes Erziehungsverhalten, welches den positiven Peereinfluss durch den Aufbau von Gruppenkohäsion und sozialer Fertigkeiten maximiert, berücksichtigen. Bisherige Studien zeigen, dass eine unerwünschte Beeinflussung der prosozialen Jugendlichen vermieden werden kann, wenn die aggressiven Jugendlichen eine klare Minorität bilden (Feldman, 1992; Feldman, Caplinger & Wodarski, 1983; Hektner, 2012). Negative Peerbeeinflussung 247 Eine Sommerlagerstudie In einer Sommerlagerstudie könnte der Einfluss prosozialer Peers zur Reduktion aggressiven Verhaltens bei Heimjugendlichen genutzt - und gleichzeitig Prozesse positiver und negativer Peerbeeinflussung unter experimentell kontrollierten Bedingungen erforscht werden. Diese Idee orientiert sich an historischen Vorbildern. Frühe Arbeiten der Sozialpsychologie zu Konformität (Asch, 1956), Gruppenprozessen (Tajfel, 1970) und Intergruppenkonflikten (Sherif, Harvey, White, Hood & Sherif, 1961) zeigen, wie sehr das Verhalten eines Individuums durch die Gruppe beeinflusst wird. Insbesondere das klassische Sommerlagerexperiment von Sherif et al. (1961) zeigt in aller Deutlichkeit, wie stark Intergruppenprozesse sein können und wie man diese gezielt zum Aufbau von Gruppenkohäsion manipulieren kann. In einer experimentellen Feldstudie könnten aggressive Heimjugendliche, welche kaum Kontakt zu nicht devianten Peers haben, während eines zweiwöchigen Sommerlagers gemeinsam mit prosozialen Adoleszenten zusammengebracht und untersucht werden, inwieweit die Heimjugendlichen prosoziale Gruppennormen übernehmen und aggressives Verhalten abbauen. Dabei könnten in einem randomisierten Feldexperiment zwei Faktoren untersucht werden. Einerseits könnte die Gruppenzusammensetzung manipuliert werden, indem homogene Gruppen aggressiver Jugendlicher mit gemischten Gruppen prosozialer und aggressiver Jugendlicher mit einer Ratio von 5 : 1 verglichen werden. Andererseits könnte das Erziehungsverhalten der Lagerleitenden variiert werden. Unter der ersten Bedingung würden die Jugendlichen normal begleitet, während unter der zweiten Bedingung gezielt Gruppenkohäsion aufgebaut und prosoziales Verhalten gefördert würde. Die geplante Studie stellt eine Kombination eines natürlichen Settings des Sommerlagers und eines kontrollierten experimentellen Designs dar. Während die randomisierte Zuweisung zu einer Treatmentgruppe und einzelne geplante experimentelle Manipulationen zur Untersuchung von Gruppenprozessen durch die Forschenden kontrolliert würden, böte das Setting des Sommerlagers auch zahlreiche Gelegenheiten, Peerbeeinflussungsprozesse in alltäglichen Situationen nahe an den Phänomenen mittels systematischer Verhaltensbeobachtung zu erfassen. Bei der Entwicklung dieser Intervention müssten insbesondere vier Typen von Moderatoren der negativen Peerbeeinflussung berücksichtigt werden (Dishion & Tipsord, 2011). 1. Die Art des Problemverhaltens (so erfordern insbesondere reaktive und proaktive Aggression unterschiedliche Interventionsansätze), 2. der soziale Status der einzelnen Teilnehmenden, 3. die Beziehungsqualität zwischen den einzelnen Teilnehmenden sowie 4. kontextuelle Merkmale der Intervention (z. B. der Strukturierungsgrad der Settings). Diskussion Aggressive Jugendliche verfügen kaum mehr über Kontakte zu prosozialen Peers und schließen sich Peers an, welche ebenfalls Verhaltensprobleme aufweisen. Über vielfältige Selektions- und Sozialisationsprozesse in der devianten Peergruppe kann sich das Problemverhalten weiter verstärken. Dieses Phänomen stellt nicht zuletzt auch ein Problem für zahlreiche Fördermaßnahmen dar. So kann es beispielsweise mit der Konzentration aggressiver Jugendlicher in Erziehungsheimen zu einer negativen Beeinflussung unter den Jugendlicher kommen, welche die intendierten Effekte der Intervention schwächt. Es stellt sich deshalb die Frage, welche Schlussfolgerungen für die pädagogisch-psychologische Praxis gezogen werden können. Die Frage, ob Jugendliche in spezialisierte Einrichtungen wie z. B. Erziehungsheime für aggressive Kinder und Jugendliche überwiesen werden sollen, kann nicht generell beantwortet werden. Den potenziell günstigen Interventionseffekten durch professionell geschulte Pädagoginnen und Pädagogen stehen immer auch mögliche negative Peerbeeinflussungsprozesse gegenüber. Es muss deshalb für jeden Jugendlichen unter Einbezug familiärer Kontextfak- 248 Alexander Wettstein toren im Einzelfall abgewogen werden, ob die Vorteile der Erziehungsmaßnahme gegenüber allfälligen negativen Peerbeeinflussungsprozessen überwiegen. Als besonders ungünstig erweist sich eine Heimplatzierung für Jugendliche, die bisher nur moderate Störungen aufweisen, erst am Anfang der Frühadoleszenz stehen und somit noch weniger widerständig gegen negative Peereinflüsse sind als ältere Jugendliche. In diesen Fällen wäre es günstiger, auf alternative Interventionsangebote zurückzugreifen. Viele Institutionen entwickeln neue teilintegrative Modelle und versuchen ihr Angebot stärker den spezifischen Bedürfnissen der betroffenen Kinder und Jugendlichen anzupassen. Sei dies mit einem frühzeitigen Elterncoaching, welches eine Heimeinweisung verhindern soll oder mit einer Teilintegration der Heimkinder in die öffentliche Schule. Solche Strategien sind begrüßenswert, da sie auf eine stärkere Integration der aggressiven Jugendlichen in normale Peergruppen abzielen und Kontakte zwischen aggressiven und prosozialen Peers ermöglichen. In Fällen, in welchen eine Teilintegration nicht ins Auge gefasst werden kann und eine heiminterne Lösung unumgänglich erscheint, müssen die Erziehungsheime dahingehend unterstützt werden, ihre Interventionen zu optimieren und einer negativen Peerbeeinflussung durch eine ausreichende Strukturierung und Aufsicht entgegenzuwirken. Für die pädagogisch-psychologische Forschung stellt sich die Frage, wie Peerbeeinflussungsprozesse alltagsnah erforscht werden können und wie der Einfluss prosozialer Peers als Interventionsansatz genutzt werden kann. Bisher liegen konzeptuelle Modelle zur Peer Contagion (z. B. False Consensus) und vereinzelte experimentelle Studien (Dishion & Dodge, 2005; Prinstein & Wang, 2005) sowie Längsschnittstudien vor (Lacourse et al., 2003; Lacourse et al., 2006; Vitaro et al., 1997; Vitaro et al., 2000). Es gibt jedoch kaum Studien, welche die Interaktionsdynamik der Peer Contagion in natürlichen Settings in einem experimentell kontrollierten Design untersuchen und gleichzeitig den Einfluss prosozialer Peers als Interventionsansatz nutzen. Dies könnte ein nächster Schritt in der Erforschung und Behandlung aggressiven Verhaltens Jugendlicher sein. Literatur Adams, R. E., Bukowski, W. M. & Bagwell, C. L. (2005). Stability of aggression during early adolescence as moderated by reciprocated friendship status and friend’s aggression. International Journal of Behavioral Development, 29, 139 - 145. http: / / dx.doi.org/ 10.1080/ 01650 250444000397 Anderson, C. A. & Bushman, B. J. (2002). Human aggression. 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