eJournals unsere jugend59/11+12

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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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2007
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Gibt es eine Erziehungskatastrophe?

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2007
Roland Merten
In Deutschland hat die pädagogische Apokalypse zurzeit Konjunktur. Nicht nur wissen wir seit der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse, dass es um die Bildung hierzulande schlecht bestellt ist. Sondern vielmehr lässt sich dem Rauschen des journalistischen Feuilletons unüberhörbar vernehmen, dass auch ein Werteverfall festgestellt werden muss, dass wir im Zustand der Erziehungskatastrophe leben! Die an diese Untergangsszenarien sich anknüpfende pädagogische Frage lautet schlicht: Ist das so? Im Folgenden werden Antworten gegeben, die einen differenzierten Einblick in die pädagogische Realität gestatten.
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Merkwürdige Tatsachen Lange Jahre hat sich kaum jemand für pädagogische Fragen interessiert. Neuerlich kann man sich jedoch des Eindrucks kaum erwehren, die Öffentlichkeit könne von Erziehung und Pädagogik kaum genug bekommen. Zumindest vermitteln die Medien diesen Eindruck. Dieses neu erwachte Interesse hat zwei sehr unterschiedliche Seiten, die sich jedoch schnell zu einem Gesamtbild zusammensetzen. So sind vor wenigen Jahren zwei Bücher erschienen, über deren pädagogischen Gehalt man streiten kann, die jedoch eine große Bedeutung erlangt haben, zumindest was ihre Auflagenhöhe anbelangt. Es handelt sich zum einen um „Die Erziehungskatastrophe“ von Susanne Gaschke (2001), zum anderen um das Buch „Der Erziehungsnotstand“ von Petra Gerster und Christian Nürnberger. Sie haben der deutschen Öffentlichkeit klargemacht, dass es mit der Erziehung hierzulande im Argen liegt. Die ernüchternde Diagnose: Niedergang der Bildung! Da passte es nicht schlecht, dass gerade zur gleichen Zeit der PISA-Schock wie eine schreckliche Bestätigung gewirkt hat. Die andere Seite der Medaille war und ist der Versuch, sich mit dem diagnostizierten Notstand nicht tatenlos abzufinden, sondern Hilfe anzubieten und der pädagogischen Katastrophe entschieden entgegenzuwirken. Insofern überrascht 450 uj 11+12 (2007) erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit Unsere Jugend, 59. Jg., S. 450 - 460 (2007) © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Gibt es eine Erziehungskatastrophe? Oder: Aus einem krummen Holze lässt sich nichts Gerades zimmern Roland Merten In Deutschland hat die pädagogische Apokalypse zurzeit Konjunktur. Nicht nur wissen wir seit der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse, dass es um die Bildung hierzulande schlecht bestellt ist. Sondern vielmehr lässt sich dem Rauschen des journalistischen Feuilletons unüberhörbar vernehmen, dass auch ein Werteverfall festgestellt werden muss, dass wir im Zustand der Erziehungskatastrophe leben! Die an diese Untergangsszenarien sich anknüpfende pädagogische Frage lautet schlicht: Ist das so? Im Folgenden werden Antworten gegeben, die einen differenzierten Einblick in die pädagogische Realität gestatten. Prof. Dr. Roland Merten Jg. 1960; Dipl.-Sozialarbeiter, Lehrstuhl für Sozialpädagogik und außerschulische Bildung an der Friedrich-Schiller- Universität Jena es nicht, dass allein im Jahr 2006 genau 68 neue Erziehungsratgeber erschienen sind, die die notwendigen Heilmittel parat halten. Hier gibt es Tipps für jede Problemlage und alle Altersklassen. Diese Ratgeber finden offensichtlich ihre Abnehmer, denn sonst würde kaum ein Verlag sie drucken … Auch hier waren Petra Gerster und Christian Nürnberger mit ihren Erziehungsratschlägen mit voran und zeigen Wege aus dem Erziehungsnotstand (Gerster/ Nürnberger 2003). Und mehr noch: Wer hätte sich vor wenigen Jahren träumen lassen, dass ein privater (! ) Fernsehsender eine eigene Sendung vorhält, in der Erziehungsfragen ganz praktisch behandelt und innerhalb der Sendezeit zugleich auch gelöst werden? Es ist die Zeit der Super-Nanny (Saalfrank 2006). Was ist von all dem zu halten? Oder anders gefragt: Was ist dran an den Krisendiagnosen, und welche Hilfe ist von der Super-Nanny zu erwarten? Erziehungskatastrophe? Man ist versucht, auf die beunruhigende Frage nach einer bestehenden Erziehungskatastrophe einfach zu antworten: Jein! Für die AutorInnen des Krisenszenarios scheint es Anzeichen krisenhafter, ja kritischer Entwicklungen zu geben. Ob diese sich allerdings auch wissenschaftlich erhärten lassen, das muss genauer geprüft werden. Und um eine solche Prüfung geht es im Folgenden. Zunächst ist zu fragen, wie Eltern heute ihre Kinder erziehen, welche Erziehungsziele sie verfolgen und - nicht minder wichtig - was in der Erziehung für sie nicht so bedeutsam ist. Auf diese Weise lassen sich sehr schnell Wertorientierungen erkennen, die sowohl die Einstellungen als auch das Handeln von Menschen bestimmen, insbesondere wenn sie selbst Kinder haben. Nun wäre es interessant zu wissen, ob und wie sich solche Einstellungen bzw. Werte im Laufe der Jahre verändert haben. Es gehört zu den glücklichen Zufällen, dass zur Beerziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit uj 11+12 (2007) 451 Abb. 1: Erziehungsziele im Wandel. Datenbasis: Tacke 1998; 2001; (* = Werte für 2001 sind insofern mit den vorhergehenden nicht vergleichbar, als hier nur Einfach-Nennungen möglich waren, zuvor aber Mehrfach-Nennungen. Deshalb sind die Werte für 2001 insgesamt niedriger.) antwortung dieser Frage verlässliche Daten vorliegen. Seit 1951 wird durch das EM- NID-Institut in unregelmäßigen Abständen in der deutschen Bevölkerung nach Erziehungszielen gefragt. Dabei können die Befragten hinsichtlich gesellschaftlich relevanter Erziehungsziele zwischen drei Antwortmöglichkeiten unterscheiden: 1. Selbstständigkeit und freier Wille 2. Ordnungsliebe und Fleiß 3. Gehorsam und Unterordnung Angesichts dieser Alternativen zeigt sich, wie der Abbildung 1 zu entnehmen ist, seit 1951 ein höchst interessanter Trend. Die drei erwähnten Wertgruppen zeigen hinsichtlich ihrer Bedeutsamkeit höchst interessante Verläufe in den letzten 50 Jahren: Während sog. Pflichtwerte wie „Ordnungsliebe/ Fleiß“ sich letztlich über die Zeit auf einem konstanten Niveau halten (durchschnittlich bei 40 %), lässt sich für die beiden anderen Gruppen - „Selbstständigkeit und freier Wille“ sowie „Gehorsam und Unterordnung“ - eine Scherenentwicklung beobachten. Ohne sich in kulturphilosophischen Spekulationen zu ergehen, kann man sagen, dass das Jahr 1968 (Studentenunruhen in den alten Bundesländern) eine erhebliche Auswirkung auf die Einstellung der Bevölkerung zu Erziehungsfragen hatte: weg vom Untertanengeist hin zu freier Entfaltung der Persönlichkeit. Dies ist eine gute Entwicklung - insbesondere dann, wenn man sich selbstkritisch die Frage stellt, ob man für sich in diesem Bereich Einschränkungen hinzunehmen bereit wäre. Dass diese Chance der freien Entfaltung der Persönlichkeit nicht mit einem Verfall oder Verlust von Wertorientierungen verwechselt werden darf, wird dann deutlich, wenn zugleich gefragt wird, was für die Menschen in Deutschland eine lebenswerte Gesellschaft ausmacht. Hierauf gibt es klare Antworten, wobei die Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern eher gering sind: 452 uj 11+12 (2007) erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit Westdeutschland Ostdeutschland 1990 1992 1995 2004 1992 1995 2004 wichtig/ sehr wichtig in % Persönliche Entwicklung Sich etwas leisten können 79 82 81 82 86 86 85 Erfolg im Beruf haben 70 69 71 71 75 77 76 Sich selbst verwirklichen 70 68 70 68 73 76 73 Die Welt sehen, viel reisen 50 51 47 45 52 45 42 Privatleben Glückliche Ehe/ Partnerschaft haben 90 91 91 91 89 89 90 Kinder haben 77 77 77 77 82 83 80 Ein eigenes Haus haben 51 53 54 56 41 49 44 Gesellschaftliches Leben Für andere da sein 89 88 91 91 89 90 91 Sich politisch/ gesellschaftlich einsetzen 24 17 18 27 14 13 23 (aus: Scheuer 2006, 454) Tab. 1: Wichtigkeit verschiedener Ziele im Leben Hier wird also deutlich, dass zwischen der Möglichkeit freier Selbstentfaltung sowie sozialer Verantwortlichkeit nicht nur kein Gegensatz besteht, sondern dass diese beiden Wertorientierungen aufeinander bezogen sind. Zurückhaltung taucht indes dann auf, wenn besondere Formen sozialer Verantwortlichkeit zum Thema werden. Hier geht es konkret um politisches Engagement. „Nicht nur wird dies in Ost und West von höchstens einem Viertel der Befragten als wichtig bezeichnet, die Anteile unterliegen zudem Schwankungen, die möglicherweise durch die Themen der politischen Agenda bedingt sind“ (Scheuer 2006, 455). Bei einer grundsätzlich positiven Haltung zu gesellschaftlichem Engagement („Für andere da sein“) bedarf es der kritischen Rückfrage, ob die heutigen Formen und Strukturen politischer Integration noch zeitgemäß sind, um die betroffenen Individuen zu erreichen - seien es junge, seien es alte Menschen. Wenn man einen Unterschied zwischen den beiden vormals geteilten Landesteilen ausmachen will, dann ist er wohl am ehesten in der Einstellung zu religiösen Fragen zu finden. So wurde zu Beginn des Jahres 2006 eine Umfrage u. a. zur Bedeutung von Religiosität in der Erziehung vom Institut für Demoskopie Allensbach für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Dort konnten die folgenden Werte ermittelt werden (vgl. Tabelle 2). Die hier vorgestellten Einschätzungen, dass in Erziehungsfragen - jenseits von medienstarken Weltuntergangsszenarien - die deutsche Bevölkerung insgesamt wenig beunruhigt ist, wird auch durch die Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach unterstrichen. Dabei zeigen sich Ergebnisse, die angesichts der von EMNID erhobenen Daten wenig überraschend sind. Auf die Frage, welche Erziehungsziele Eltern besonders wichtig sind, wird am häufigsten geantwortet: „Höflichkeit und gutes Benehmen“ (88 Prozent). Fast ebenso viele Befragte legen besonderen Wert auf Arbeitssorgfalt und -gewissenhaftigkeit (82 Prozent), Hilfsbereitschaft (79 Prozent) und Toleranz gegenüber Andersdenkenden (77 Prozent)“ (BMFSFJ 2006 a, 3). In einer zusammenfassenden Einschätzung kommen die WissenschaftlerInnen, die die Studie des Allensbach Instituts durchgeführt haben, zu folgender Aussage: „Aus den gewünschten Erziehungszielen lässt sich vielmehr das Ideal eines Menschen ablesen, erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit uj 11+12 (2007) 453 Bevölkerung West Ost insgesamt Angaben in Prozent Religiöse Erziehung ist wichtig 36 42 11 Es macht praktisch keinen Unterschied 46 41 66 Religiöse Erziehung hat schlechten Einfluss 4 4 5 Unentschieden, keine Angaben 14 13 18 Σ 100 100 100 n 2.065 1.255 810 Tab. 2: Bedeutung religiöser Erziehung Frage: „Glauben Sie, es ist wichtig, dass Sie religiös erzogen werden, oder finden Sie, das macht praktisch keinen Unterschied oder hat es sogar einen schlechten Einfluss? “ (aus: BMFSFJ 2006 a, 12) für den Persönlichkeitswerte ebenso wichtig sind wie Werte des gesellschaftlichen Zusammenlebens“ (BMFSFJ 2006 a, 6). Man wird dies mit Blick auf die Frage von Erziehungszielen wohl kaum für eine beunruhigende Mitteilung halten können. In diesen Wertorientierungen der nachwachsenden Generation schlägt sich auch der rekonstruierte Einstellungswandel der Eltern zu Erziehungsfragen nieder. Es handelt sich um den Übergang vom Befehlshaushalt zum Verhandlungshaushalt (Büchner 1995, 201). Eltern respektieren Kinder als Subjekte, auch als Subjekte ihrer eigenen Erziehung. Und Erziehung bedeutet angesichts der eben bezeichneten Veränderung vom Befehlen zum Verhandeln, dass Kinder in die Entscheidungen, die sie betreffen, aktiv einbezogen werden. Darauf weist im Übrigen auch der Gesetzgeber hin. So heißt es im § 1626 des Bürgerlichen Gesetzbuches, der die Grundsätze der elterlichen Sorge definiert: „Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbstständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.“ Hier zeigt sich, dass erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse inzwischen längst Einzug in die rechtlichen Regelungen gefunden haben; das bedeutet aber leider immer noch nicht, dass dadurch auch die Realisierung dieser Grundsätze immer schon und für jedes Kind sichergestellt ist. Ob eine Erziehungskatastrophe existiert, auf diese Frage kann man nun hinsichtlich der Erziehungsziele und der damit verbundenen Werthaltungen in der deutschen Bevölkerung - sei es bei Kindern, sei es bei Eltern - eine klare Antwort geben: Die vielbeschworene Erziehungskatastrophe findet bestenfalls im Rauschen mancher Medien statt bzw. in den Auslassungen von pädagogischen Laien (Gaschke, Gerstenberger u. a.), mit der erzieherischen Realität der allermeisten Eltern und deren Kinder hat sie nichts zu tun. 1 Gleichwohl: Es gibt Kinder, denen eine positive Erziehung nicht zuteil wird, und es gibt Kinder, die trotz positiver Erziehungsbedingungen erhebliche Auffälligkeiten zeigen. Diese Tatsache ist ebenso wenig zu bestreiten wie die statistisch belegte Einschätzung, dass dies die Ausnahme markiert, während die Regel auf ganz unspektakuläre und unauffällig positive Entwicklungsverläufe verweist. Werteverfall Nun lässt sich hier einwenden, dass die Formulierungen schön sind, dass die Eltern vorgeben, hehre Ziele zu verfolgen, aber ob die bei ihren Kindern auch tatsächlich ankommen, daran kann doch stark gezweifelt werden. Lässt sich nicht seit Jahren ein Werteverfall der nachwachsenden Generation feststellen? Nimmt die Gewalt, besonders bei jungen Menschen und insbesondere in der Schule, nicht beständig zu? 454 uj 11+12 (2007) erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit 1 Es gehört zu den erziehungswissenschaftlichen Merkwürdigkeiten, dass die Publikationen pädagogischer Laien außerordentlich hohe Auflagen erreichen (und selbst in Blindenschrift vorgelegt worden sind). Die in diesen Büchern festgehaltenen Überlegungen sind alltagstheoretisch begründet. Das macht sie nicht immer falsch, aber konsequent einseitig. Denn es wird durchgängig nicht reflektiert, dass die Lebenssituation der Mehrheit der Bevölkerung nicht der der AutorInnen entspricht. Das Problematische solcher Bücher liegt also weniger darin, dass sie nur einen höchst begrenzten Aussagewert haben, sondern dass die Vorstellung genährt wird, alle erzieherischen Probleme ließen sich mit Alltagswissen lösen. Die besten Absichten der Eltern nützen nichts, wenn sich keine konkreten Erfolge bei der nachwachsenden Generation erkennen lassen. Die These vom Werteverfall macht seit Jahren die Runde, sie wird gebetsmühlenartig wiederholt, ohne dass diejenigen, die sie immer und immer wieder beschwören, den Beleg für diesen Werteverfall bisher hätten erbringen können. In unregelmäßigen Abständen werden demgegenüber die Shell-Jugendstudien durchgeführt, in denen die Wertorientierungen der nachwachsenden Generationen erhoben werden. In den zurückliegenden Jahren hat sich bei diesen Untersuchungen bisher nichts Beunruhigendes ergeben. Und auch die vorletzte, die 14. Shell-Jugendstudie, ist in ihrem Ergebnisbericht letztlich wenig aufregend: die nachwachsende Generation weist völlig „normale“ Wertorientierungen auf. Starke persönliche und soziale Bindungen sowie Leistungsbereitschaft sind die unbestrittenen Spitzenreiter. Auf der Gegenseite stehen Konformität und Orientierung an Althergebrachtem, die die stärkste Zurückweisung erfahren. Dass politisches Engagement weit hinten in der Werteskala von jungen Menschen rangiert, ist weniger beunruhigend, als es auf den ersten Blick zu sein scheint. Demokratie ist für die allermeisten Jugendlichen die beste Staatsform. „Was sie kritisieren oder ablehnen, ist die reale Umsetzung dieser Staatsform, die Strukturen, innerhalb derer die Demokratie organisiert ist, sowie die Art und Weise, in der Parteien und Regierungen in dieser Demokratie agieren“ (Hurrelmann u. a. 2002, 43). Ob diese Kritik berechtigt ist, soll hier undiskutiert bleiben. Was jedoch klar ist: die Jugendlichen stehen mit dieser Meinung nicht allein (vgl. Tab. 1). Die Abbildung 2 zeigt im Überblick, was Jugendlichen heute wichtig ist, wonach sie streben, woran sie die eigene Lebensperspektive entwickeln. Im Balkendiagramm werden von links nach rechts die drei Antwortvorgaben „unwichtig“, „teils teils“ und „wichtig“ unterschieden. erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit uj 11+12 (2007) 455 Abb. 2: Wertorientierungen - Wichtigkeit für die Lebensgestaltung (Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren). Datenbasis: Gensicke 2002, 143 Betrachtet man diese Wertorientierungen der heutigen Jugend im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, dann ergibt sich ein interessantes Ergebnis: „Insgesamt sind für Jugendliche die Leitwerte des Lebens dieselben wie für Erwachsene. Beiderseits werden private Harmonie und die Eigenständigkeit der Person besonders hoch bewertet“ (Gensicke 2002, 146). In puncto Nachwuchs und seinen Wertorientierungen wird man also allgemein festhalten können: Alles im grünen Bereich! Und auch die neueste, die 15. Shell-Jugendstudie aus dem Jahr 2006, bestätigt die Wertorientierungen der nachwachsenden Generation. Auf einer Skala von 0 bis 7 lassen sich aktuell die folgenden Einstellungen bzw. Werte erheben, die für Jugendliche hoch bedeutsam sind (vgl. Abb. 3). Wie zu erkennen ist, hat sich seit der Erhebung vor vier Jahren nichts verändert, vielmehr ist von einer hohen Stabilität im Wertebereich der nachwachsenden Generation auszugehen. Hier bedarf es noch einer abschließenden Bemerkung zur Frage der Werte und der „zunehmenden Gewaltbereitschaft an Schulen“. Um etwas über die Zunahme von Gewalt an Schulen aussagen zu können, bedarf es sog. Vergleichsstudien, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten die Veränderung von Gewalt - sei es im konkreten Verhalten, sei es in der Art der Konfliktregulierung oder sei es in den Einstellungen - bei SchülerInnen misst. Bisher gibt es in Deutschland eine einzige (! ) Studie, die zu drei unterschiedlichen Zeitpunkten der Frage von Gewalt an Schulen nachgegangen ist. Allein anhand dieser Studie kann man Aussagen über die Veränderung des Gewaltpotenzials an Schulen treffen; alle anderen öffentlichen Äußerungen zu diesem Thema sind reine Spekulation, die aus aktuellen Tages- 456 uj 11+12 (2007) erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit Abb. 3: Wertorientierungen - Wichtigkeit für die Lebensgestaltung. Datenbasis: Gensicke 2006, 176. Der Übersichtlichkeit halber wurden nur die je fünf wichtigsten und unwichtigsten Einschätzungen berücksichtigt. ereignissen gewonnen sind. Die Studie von Fuchs u. a. (2005) kommt indes zu einem eher ernüchternden Ergebnis. Körperliche Gewalt nimmt nicht zu, bestenfalls lassen sich im Bereich verbaler „Gewalt“ minimale Veränderungen feststellen. Aber das interessanteste Ergebnis lautet: Älteres, d. h. berufserfahrenes Lehrpersonal schätzt die (Nicht-) Veränderungen genau so ein, wie sie in der Studie zutage gefördert wurden, während Berufseinsteiger sich von der medialen Dramatisierung noch beeindrucken lassen. Also auch im Bereich der Schule wird der Untergang des Abendlandes nicht eingeläutet. Erziehung - Unsicherheiten und Orientierungsprobleme „Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung. Er ist nichts als was die Erziehung aus ihm macht. Es ist zu bemerken, dass der Mensch nur durch Menschen erzogen wird, durch Menschen, die ebenfalls erzogen sind“ (Kant 1985, 699). Immanuel Kant misst der Erziehung einen ganz außerordentlich hohen Einfluss auf die nachwachsende Generation bei. Obwohl wir heute sicherlich etwas zurückhaltender wären, was Erziehung leisten kann, so darf doch nicht übersehen werden, dass viele Grundlagen (Werte, Einstellungen, Lernhaltungen etc.) tatsächlich in frühesten und frühen pädagogischen Bemühungen ihr Fundament haben. Deshalb ist in den letzten Jahren endlich auch dem vorschulischen Bereich eine hohe Aufmerksamkeit widerfahren. Aber man darf den zweiten Satz Immanuel Kants nicht übersehen, dass nämlich alle Menschen selbst schon erzogen worden sind und - zumeist im Sinne dieses in der eigenen Biografie Vorerfahrenen - Kinder wieder erziehen. Insofern ist jede und jeder sozusagen ein „natürlicher Fachmann“ bzw. eine „natürliche Fachfrau“, wenn es um Erziehung geht, und dann kann jeder mitreden… Diese Selbstverständlichkeit ist heute jedoch mehr und mehr in Frage gestellt, denn wir wachsen in einer Gesellschaft auf, in der es eben nicht mehr wie selbstverständlich Kinder gibt. Immer mehr Menschen wachsen auf, ohne dass es noch andere Kinder in der eigenen Familie oder in der Nachbarschaft gibt. Dadurch werden auch Kompetenzen und Fähigkeiten, die man bei der Erziehung von Kindern benötigt, nicht mehr wie selbstverständlich an die nächste Generation weitergegeben. 1977 gab es in den alten Bundesländern die niedrigste Geburtenrate in der Nachkriegszeit. Genau diese Generation, insbesondere die jungen Frauen um 30 Jahre, bringt heute ihre Kinder zur Welt. Und sie ist zunehmend darauf angewiesen, sich fremde Hilfe für pädagogische Fragen und erzieherische Herausforderungen zu suchen, die früher in der (eigenen) Familie gelöst wurden. Die eigene Elterngeneration ist selbst zumeist berufstätig und kann nicht die eigenen Enkelkinder auf- und (mit-)erziehen. Sie steht auch insofern bei der Lösung alltäglicher Probleme nur höchst begrenzt zu Verfügung. Die unterschiedlichen Generationen realisieren heute ihr Eigenrecht auf Leben, und wer wollte es ihnen verwehren? In dieser Situation wird jedoch mehr und mehr deutlich, dass Kindererziehung gerade nicht kinderleicht ist. Um hier noch einmal an Immanuel Kant anzuknüpfen: Für ihn „…ist die Erziehung das größeste Problem, und das schwerste, was dem Menschen kann aufgegeben werden“ (Kant 1985, 702). Was daran so schwierig sein soll, wird dann sehr schnell deutlich, wenn man sich fragt, was Eltern in der Erziehung ihrer Kinder denn eigentlich dürfen. Diese Frage lässt sich noch recht leicht beantworten, indem man sagt, was sie nicht mehr dürfen. So ist es z. B. seit dem Jahr 2000 nicht mehr gestattet, körperliche Bestrafungen (Klaps, Tracht Prügel, Ohrfeige etc.) als Erziehungsmittel einzusetzen. Der Gesetzgeber erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit uj 11+12 (2007) 457 bestimmt diese zu Recht als entwürdigende Erziehungsmaßnahmen (§ 1631 Abs. 2 BGB). Was man aber konkret in erzieherischer Hinsicht tatsächlich machen soll, um Kinder richtig und gut zu erziehen, das zu beantworten ist viel schwieriger geworden. Das lässt sich zwar sehr allgemein mit bestimmten Werten umschreiben, z. B. Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Selbstständigkeit usw. Aber wenn es - insbesondere mit den eigenen Kindern - konkret wird, dann greift heute eher Unsicherheit Platz: „Im Bereich der Wertvorstellungen scheinen sich die meisten…nicht allzu viel Gedanken zu machen, wie man Werte auch über das Lernen anständigen Verhaltens in der konkreten Situation hinaus vermitteln könnte“ (BMFSFJ 2006 a, 15). So lange die Frage, wie und wozu Kinder erzogen werden sollen, abstrakt und auf der Ebene allgemeiner Wertvorstellungen verbleibt, ist noch recht leicht zu bestimmen, was eine gute Erziehung ausmacht. Aber sobald es konkret wird, lässt sich sehr schnell erkennen, dass z. B. bestimmte Werte im Widerstreit miteinander stehen können, ja dass in diesem Widerstreit die entscheidende pädagogische Herausforderung zu sehen ist. „Der Wertkonflikt ist der Kern aller Ethik“ (Hentig 2000, 3). Zum Beispiel: Ist Freiheit wichtiger als Gleichberechtigung? Ist Gehorsam Willensfreiheit vorzuziehen? Soll sich mein Kind seine Freunde selbst aussuchen dürfen oder muss ich Einschränkungen im Umgang meines Kindes vornehmen? Muss ich einverstanden sein, wenn meine 17-jährige Tochter einen 35-jährigen Freund hat? Finde ich es in Ordnung, wenn mein 12-jähriger Sohn einen Freundeskreis hat, in dem regelmäßig Alkohol getrunken wird? Diese Fragen scheinen banal und recht klare Entscheidungen von Eltern nahezulegen. Aber: „Doch nur 37 Prozent denken, dass sie Einfluss darauf nehmen sollten, welche Vorbilder ihre Kinder haben. Konkrete politische und religiöse Wertvorstellungen wollen sogar nur 24 Prozent den Kindern vermitteln“ (BMFSFJ 2006 a, 15). Es ist eine höchst interessante Veränderung, die sich in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten im Hinblick auf die Bedeutung von Kindern ergeben hat. Je weniger Kinder geboren werden, desto mehr konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf eine kleiner werdende Zahl. Kinder werden psychologisch für die Eltern immer bedeutsamer (vgl. BT-Drs. 15/ 6014, 119). „Kinder sind heute vor allem eine Komponente, die den Lebensentwurf der Eltern komplettieren soll: Von Kindern wird erwartet, dass sie glücklich machen. Damit verändert sich auch das Binnenleben der Familie“ (Walper 2006, 25). Eltern sind bereit, ihre Kinder bestmöglich zu fördern, ihnen die größtmöglichen Startchancen ins Leben zu eröffnen. Erziehung ist hierzu eine ganz wesentliche Hilfe, sie ist die Grundlage. Durch die veränderte Bedeutung, die Kinder heute für Eltern haben, wachsen zugleich die selbst formulierten und die von der Gesellschaft erwarteten Ansprüche an Erziehung. Hierin liegt eine Chance, aber auch eine Gefahr. Die Chance heißt: bestmögliche Förderung für jedes Kind. Die Gefahr: „Wer hohe Maßstäbe an Erziehung anlegt, wird auch viele Fehler beobachten“ (BMFSFJ 2006 a, 21) - wer hohe und höchste Ansprüche hat, wird diese oft nicht erreichen. Insofern hat Immanuel heute mehr denn je recht, wenn er sagt, dass Erziehung eines der schwersten Probleme und eine der größten Herausforderungen - nicht nur für die Eltern - ist. Abschließende Bemerkungen Erziehung ist eine außerordentlich wichtige Aufgabe, getragen von hoher Verantwortung der Eltern. Sicherlich kommt es vor, dass Eltern den hohen Ansprüchen an Erziehung, die wir heute - berechtigter- 458 uj 11+12 (2007) erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit weise - stellen, nicht gerecht werden. Das ist jedoch kein Grund, sich über diese Eltern zu erheben oder ihnen mit Geringschätzung zu begegnen. Erziehung ist eine außerordentlich anspruchsvolle Aufgabe. Wer ihr nicht genügt, hat Anspruch auf Hilfe - sei es im privaten Umfeld oder sei es durch professionelle Unterstützung. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt gibt es ein Jugendamt, das solche Hilfe anbietet und auf die ein Rechtsanspruch besteht. Wer diese Hilfe in Anspruch nimmt, der hat nicht versagt, sondern der zeigt, dass er sich in hohem Maße verantwortungsbewusst und insofern im Interesse seiner Kinder verhält. In den Jugendämtern sind Fachleute, die ihr pädagogisches Handwerk gelernt haben und die entweder selbst helfen können oder aber an entsprechende Personen vermitteln, die Hilfe bereit halten. Dabei zeigt sich, dass sich Fehlentwicklungen in aller Regel lange eingeschlichen haben, dass Probleme über einen langen Zeitraum entstanden sind. Deshalb brauchen auch Lösungen meist längere Zeit! Wer vorgibt, kurzfristig die Lösung solcher Probleme zu erreichen, weiß entweder nicht, was er tut, oder er ist ein Scharlatan. Deshalb ist medialen Angeboten zu misstrauen, die vorgeben, innerhalb von wenigen Stunden aus Kindern, die Schwierigkeiten haben und Schwierigkeiten machen, ganz neue Menschen zu machen. Aber auch nicht jedes Verhalten, das Kinder zeigen und das aktuell zur Sorge Anlass gibt, ist schon Ausdruck einer Fehlentwicklung. Es gibt kaum ein Kind, das nicht im Laufe seines Heranwachsens einmal gestohlen hat oder betrunken war. Schwarzfahren gilt vielen jungen Menschen als angemessene Reaktion auf aus ihrer Perspektive „viel zu hohe Fahrpreise“. Es handelt sich bei vielen dieser Formen abweichenden Verhaltens um jugendspezifische Delikte, die typischerweise zwischen dem 16. und 21. Lebensjahr auftreten - und danach ebenso typisch wieder verschwinden. Die Einsicht, dass solche Verhaltensweisen in diesem Lebensabschnitt durchaus „normal“ sind, ist kein Plädoyer für orientierungsloses Laissez-faire, sondern für eine pädagogisch aufgeklärte Unaufgeregtheit. Kinder und Jugendliche entwickeln sich - trotz bester pädagogischer Bemühungen ihrer Eltern - häufig anders, als man es erwartet. Sie sind und sie bleiben eigenständige Personen und Persönlichkeiten, die ihren eignen Kopf haben und ihre individuellen Vorstellungen vom eigenen Leben. Diese Einsicht ist für Eltern oft schmerzlich, und wer pubertierende junge Menschen erlebt hat, weiß, was Eltern und Jugendliche miteinander auszuhalten haben (vgl. Atzert 2007; Godfrey/ Godfrey 2007). Die Einsicht, dass Kinder eigenständige Persönlichkeiten sind und dass Erziehung Grenzen in den Möglichkeiten und im Respekt vor dem (eigenen) Kind hat, wird bisweilen sehr schmerzlich erworben. Sie ist aber notwendig, denn „aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden“ (Kant 1981, 41). Erziehung hat Grenzen, und diese zu respektieren, das ist eine der am schwersten zu bestimmenden und zu bewältigenden pädagogischen Aufgaben. Literatur Atzert, U., 2007: Homo pubertensis. Tipps zum störungsfreien Umgang mit Heranwachsenden. Frankfurt am Main Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (Hrsg.), 2006 a: Einstellungen zur Erziehung. Kurzbericht zu einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Frühjahr 2006. Institut für Demoskopie Allensbach. o. O. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (Hrsg.), 2006 b: Monitor Familienforschung. Ausgaben Nr. 7: Wertorientierte Erziehung in Deutschland. Berlin BT-Drs. 15/ 6014 (Deutscher Bundestag, Drucksache) 2005: Bericht über die Lebenssituation von jungen Menschen und die Leistungen der Kinerziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit uj 11+12 (2007) 459 der- und Jugendhilfe in Deutschland - Zwölfter Kinder- und Jugendbericht - und Stellungnahme der Bundesregierung. Berlin Büchner, P., 2 1995: Vom Befehlen und Gehorchen zum Verhandeln. Entwicklungstendenzen von Verhaltensstandards und Umgangsnormen seit 1945. In: Preuss-Lausitz, U. u. a.: Kriegskinder, Konsumkinder, Krisenkinder. Zur Sozialgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg. Weinheim/ Basel, S. 196 - 212 Fuchs, M./ Lamnek, S./ Luedtke, J./ Baur, N., 2005: Gewalt an Schulen 1994 - 1999 - 2004. Wiesbaden Gaschke, S., 2001: Die Erziehungskatastrophe. Kinder brauchen starke Eltern. Stuttgart/ München Gensicke, T., 2002: Individualität und Sicherheit in neuer Synthese? Wertorientierungen und gesellschaftliche Aktivität. In: Deutsche Shell (Hrsg.): Jugend 2002. Zwischen pragmatischem Idealismus und robustem Materialismus. Frankfurt am Main, S. 139 - 212 Gensicke, T., 2006: Zeitgeist und Wertorientierungen. In: Shell Deutschland Holding (Hrsg.): Jugend 2006. Eine pragmatische Generation unter Druck. Frankfurt am Main, S. 169 - 202 Gerster, P./ Nürnberger, C., 2001: Der Erziehungsnotstand. Wie wir die Zukunft unserer Kinder retten. Berlin Godfrey, R./ Godfrey, N. S., 2007: Wie meine Eltern mit mir die Pubertät überleben. Frankfurt am Main Hentig, H. v., 2000: Erziehung zur Freiheit. Der Erziehungswissenschaftler Hartmut von Hentig über Gewalt an den Schulen, überforderte Lehrer und schwierige Schüler. In: Brückenbauer, Nr. 13, www.migrosmagazin/ ch/ pdfdata/ pdfarchiv/ bb/ Bb-2000/ 13/ BB13s83.pdf, 28. 8. 2007, 5 Seiten Hurrelmann, K. u. a., 2002: Eine Generation von Egotaktikern? Ergebnisse der bisherigen Jugendforschung. In: Deutsche Shell (Hrsg.): Jugend 2002. Zwischen pragmatischem Idealismus und robustem Materialismus. Frankfurt am Main, S. 31 - 51 Kant, I., 3 1981: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht. (Orig. 1784). In: Kant, I.: Schriften zur Anthropologie, Geschichtsphilosophie, Politik und Pädagogik 1. (Werkausgabe: Band XI). Frankfurt am Main, S. 31 - 50 Kant, I., 6 1985: Über Pädagogik. (Orig. 1803). In: Kant, I.: Schriften zur Anthropologie, Geschichtsphilosophie, Politik und Pädagogik 2. (Werkausgabe: Band XII). Frankfurt am Main, S. 691 - 761 Nauenburg, R., 2 2005: Wertorientierungen, Ansprüche und Erwartungen. In: Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Datenreport 2004. Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland. Bonn, S. 468 - 478 Saalfrank, K., 2006: Die Super-Nanny. Glückliche Kinder brauchen starke Eltern. München Scheuer, A., 2006: Wertorientierungen, Ansprüche und Erwartungen. In: Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Datenreport 2006. Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland. Bonn, S. 453 - 462 Tacke, W., 1998: Erziehungsziele. Trends als Wegweiser in die Zukunft? In: Umfrage und Analyse, 50. Jg., Heft 11/ 12, S. 25 - 34 und 30 Seiten Tabellenanhang Tacke, W. 2001: Erziehungsziel. In: Umfrage und Analyse, 53. Jg., H. 5/ 6, S. 32 - 40 und 3 Seiten Tabellenanhang Walper, S., 2006: Was die Wissenschaft über Erziehung weiß. In: Wahl, K./ Hees, K. (Hrsg.): Helfen „Super Nanny“ und Co.? Ratlose Eltern - Herausforderung für die Elternbildung. Weinheim/ Basel, S. 22 - 31 Der Autor Prof. Dr. Roland Merten Friedrich-Schiller-Universität Jena Am Planetarium 4 07737 Jena www.uni-jena.de/ team.html 460 uj 11+12 (2007) erziehungsverhalten - erziehungsunsicherheit