unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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2010
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Editorial
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2010
Sabine Behn
Gabriele Bindel-Kögel
Liebe Leserinnen und Leser, das Thema Resilienz wird seit Mitte der 90er Jahre in Deutschland vermehrt in der Fachöffentlichkeit diskutiert und lenkt den Blick auf das Phänomen der menschlichen Widerstandsfähigkeit. Für (Sozial-)PädagogInnen ist besonders interessant, dass Kinder sich gegenüber widrigen psychosozialen Lebensverhältnissen mit bestimmten Verhaltens- und Einstellungsmustern schützen und trotz erheblicher Beeinträchtigungen zu kompetenten, leistungsfähigen Persönlichkeiten heranwachsen können.
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uj 4 (2010) 145 Sabine Behn Gabriele Bindel-Kögel editorial Liebe Leserinnen und Leser, das Thema Resilienz wird seit Mitte der 90er Jahre in Deutschland vermehrt in der Fachöffentlichkeit diskutiert und lenkt den Blick auf das Phänomen der menschlichen Widerstandsfähigkeit. Für (Sozial-)PädagogInnen ist besonders interessant, dass Kinder sich gegenüber widrigen psychosozialen Lebensverhältnissen mit bestimmten Verhaltens- und Einstellungsmustern schützen und trotz erheblicher Beeinträchtigungen zu kompetenten, leistungsfähigen Persönlichkeiten heranwachsen können. Angesichts der Armutsrisiken eines nicht unerheblichen Teils der Kinder in Deutschland gewinnt das Thema Resilienz an Bedeutung, weil es den professionellen Blick weg von individuellen Defiziten auf individuelle Stärken von Kindern und Jugendlichen richtet und damit ihre Anerkennung und gesellschaftliche Partizipation befördert. Um welche „inneren“ Ressourcen es sich handelt, wie sich Resilienz im Sozialisationsprozess ausbildet, an welchen äußeren Faktoren sie identifiziert werden kann und welche Bedingungen und Unterstützungsarrangements geschaffen werden können, damit sich eine solche Widerstandsfähigkeit verstärken und dauerhaft etablieren kann, ist Gegenstand des Aprilheftes von unsere jugend. Wie immer wünschen wir eine bereichernde und interessante Lektüre. Ihre Sabine Behn und Gabriele Bindel-Kögel
