eJournals unsere jugend64/6

unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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2012
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Editorial

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2012
Sabine Behn
Gabriele Bindel-Kögel
Liebe Leserinnen und Leser, wer sich mit Sozialpädagogischer Arbeit speziell unter Bedingungen der Haft wie etwa Jugendstrafvollzug, Jugendarrest oder Untersuchungshaft beschäftigen möchte, hat Probleme, aktuelle Fachliteratur zu finden. Ausdifferenzierte Angebote der Jugend(sozial)arbeit und der Jugendbildung mögen vor Ort durchaus erfolgreich praktiziert werden, sind jedoch bisher wenig veröffentlicht. Natürlich liegen der Arbeit mit inhaftierten straffällig gewordenen Jugendlichen nicht völlig andere Handlungskonzepte zugrunde als mit anderen entwicklungsgefährdeten Gruppen. Jedoch muss dem besonderen Umstand Rechnung getragen werden, dass es sich hier um erhebliche Zwangskontexte handelt und um Jugendliche, die in Schule und Ausbildung oftmals gescheitert sind. Unterstützung in der Vergangenheit konnten sie nur schwer annehmen oder haben eine solche aus ihrer Sicht kaum erlebt. Umso wichtiger ist es, ihr Recht auf Entwicklungsförderung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit einzulösen, bzw. die Jugendlichen so zu fördern und zu fordern, dass ihnen Perspektiven für ein Leben in Freiheit und sozialer Verantwortung eröffnet werden.
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241 uj 6 | 2012 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, wer sich mit Sozialpädagogischer Arbeit speziell unter Bedingungen der Haft wie etwa Jugendstrafvollzug, Jugendarrest oder Untersuchungshaft beschäftigen möchte, hat Probleme, aktuelle Fachliteratur zu finden. Ausdifferenzierte Angebote der Jugend(sozial)arbeit und der Jugendbildung mögen vor Ort durchaus erfolgreich praktiziert werden, sind jedoch bisher wenig veröffentlicht. Natürlich liegen der Arbeit mit inhaftierten straffällig gewordenen Jugendlichen nicht völlig andere Handlungskonzepte zugrunde als mit anderen entwicklungsgefährdeten Gruppen. Jedoch muss dem besonderen Umstand Rechnung getragen werden, dass es sich hier um erhebliche Zwangskontexte handelt und um Jugendliche, die in Schule und Ausbildung oftmals gescheitert sind. Unterstützung in der Vergangenheit konnten sie nur schwer annehmen oder haben eine solche aus ihrer Sicht kaum erlebt. Umso wichtiger ist es, ihr Recht auf Entwicklungsförderung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit einzulösen, bzw. die Jugendlichen so zu fördern und zu fordern, dass ihnen Perspektiven für ein Leben in Freiheit und sozialer Verantwortung eröffnet werden. Mit dem Themenschwerpunkt soll der Blick auf inhaftierte junge Menschen und ihre persönlichen Anliegen gelenkt werden, darunter insbesondere auch auf die Haftbedingungen der verurteilten Mädchen und jungen Frauen, die im Vergleich zu den männlichen Jugendlichen erheblich benachteiligt sind. Ihre Sabine Behn und Gabriele Bindel-Kögel Gabriele Bindel-Kögel und Sabine Behn