eJournals unsere jugend67/7+8

unsere jugend
4
0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2015.art48d
4_067_2015_7+8/4_067_2015_7+8.pdf71
2015
677+8

Editorial

71
2015
Sabine Behn
Gabriele Bindel-Kögel
Liebe Leserinnen und Leser, Jugendgewalt und Jugendgewaltprävention sind Themen, die seit langem Praxis, Wissenschaft und Öffentlichkeit beschäftigen. In den letzten Jahren sind im Bereich der Sozialen Arbeit vielfältige Modelle und Konzepte der Gewaltprävention entwickelt worden, die in den unterschiedlichen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen an- und einsetzbar sind, so beispielsweise in der Jugendarbeit, in der Schule, im Sozialraum. Während diese meist der universellen Prävention zuzuordnen sind, richten sich andere Ansätze direkt an gefährdete und/oder bereits delinquente Kinder und Jugendliche.
4_067_2015_7+8_0002
289 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, Jugendgewalt und Jugendgewaltprävention sind Themen, die seit langem Praxis, Wissenschaft und Öffentlichkeit beschäftigen. In den letzten Jahren sind im Bereich der Sozialen Arbeit vielfältige Modelle und Konzepte der Gewaltprävention entwickelt worden, die in den unterschiedlichen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen an- und einsetzbar sind, so beispielsweise in der Jugendarbeit, in der Schule, im Sozialraum. Während diese meist der universellen Prävention zuzuordnen sind, richten sich andere Ansätze direkt an gefährdete und/ oder bereits delinquente Kinder und Jugendliche. Dieses Heft von unsere jugend stellt einige sehr unterschiedliche Projekte und Modelle vor, wie Jugendgewalt präventiv oder intervenierend begegnet werden kann. Samera Bartsch und Simone Stroppel beschreiben die Ergebnisse der Evaluation eines Projektes, das sich an delinquente Kinder und Jugendliche richtet und Anregungen bietet, wie „kriminelle Karrieren“ frühzeitig abgewendet werden können. Michaela Raab und Wolfgang Stuppert stellen ihre Evaluation des Projektes HEROES vor, das in Schulen tätig ist und dort zu den Themen Männlichkeit, Ehre und Unterdrückung arbeitet. Eine übergreifende Vorgehensweise kennzeichnet die „Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention“, die Albrecht Lüter in seinem Beitrag darstellt: Sie beobachtet und analysiert kontinuierlich die Entwicklung von Jugendgewalt in Berlin und evaluiert entsprechende Präventionsansätze. Auch andere Länder sind mit dem Phänomen Jugendgewalt konfrontiert, wie Horst Küppers in seinem Beitrag über gewaltpräventive Projekte in Neuseeland aufzeigt. Schlussendlich schildert Tina Wellmann im Interview, wie Theaterarbeit gewaltpräventiv eingesetzt werden kann. Die vorgestellten Ansätze machen deutlich, wie weit das Spektrum gewaltpräventiver Arbeit ist. Wir hoffen, dass Sie Anregungen für Ihre eigene Arbeit gewinnen, und wünschen Ihnen eine interessante Lektüre. Ihre Sabine Behn und Gabriele Bindel-Kögel Gabriele Bindel-Kögel und Sabine Behn unsere jugend, 67. Jg., S. 289 (2015) DOI 10.2378/ uj2015.art48d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel