unsere jugend
4
0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2016.art08d
4_068_2016_2/4_068_2016_2.pdf21
2016
682
Editorial
21
2016
Karsten Speck
Carmen Wulf
Liebe Leserinnen und Leser, das vorliegende Heft beschäftigt sich mit dem Thema „Kinderarmut – aktuelle Entwicklungen und Handlungsstrategien“. Es könnte sich die Frage stellen, ob es Kinderarmut im relativ reichen Sozialstaat Deutschland überhaupt in einem nennenswerten Umfang gibt. Bei einer genaueren Betrachtung werden jedoch – auch in Deutschland – nicht nur Grenzen des Wohlfahrtsstaates, sondern auch praktisch erlebbare und empirisch nachweisbare Armutslagen von Kindern und Jugendlichen erkennbar (z. B. relative Armut, Grenzen der Grundsicherung, Zugänge zu Bildung, Deprivation). Vor diesem Hintergrund soll im aktuellen Heft diskutiert werden, was Kinderarmut eigentlich ist, wie sie gemessen wird und vor allem, welche Präventionsstrategien es in Kindertageseinrichtungen und Kommunen gibt.
4_068_2016_2_0002
49 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, das vorliegende Heft beschäftigt sich mit dem Thema „Kinderarmut - aktuelle Entwicklungen und Handlungsstrategien“. Es könnte sich die Frage stellen, ob es Kinderarmut im relativ reichen Sozialstaat Deutschland überhaupt in einem nennenswerten Umfang gibt. Bei einer genaueren Betrachtung werden jedoch - auch in Deutschland - nicht nur Grenzen des Wohlfahrtsstaates, sondern auch praktisch erlebbare und empirisch nachweisbare Armutslagen von Kindern und Jugendlichen erkennbar (z. B. relative Armut, Grenzen der Grundsicherung, Zugänge zu Bildung, Deprivation). Vor diesem Hintergrund soll im aktuellen Heft diskutiert werden, was Kinderarmut eigentlich ist, wie sie gemessen wird und vor allem, welche Präventionsstrategien es in Kindertageseinrichtungen und Kommunen gibt. Das Thema wird in vier Fachbeiträgen bearbeitet: Im ersten Beitrag erläutert Maksim Huebenthal einführend unterschiedliche Messzugänge und konzeptionelle Zugänge zur Armut von Kindern. Er plädiert dabei für einen Armutsbegriff, der über Geldarmut hinausgeht. Darauf aufbauend beschäftigt sich Gerda Holz im zweiten Beitrag vertiefend mit der Armutssituation und Armutsprävention in Kindertageseinrichtungen und fordert ein armutssensibles Handeln ein. Der dritte Beitrag von Corinna Spanke erörtert Bausteine für ein armutssensibles Handeln in Kommunen und stützt sich dabei auf ein Programm „Teilhabe ermöglichen - Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut“. Im vierten Beitrag erläutert Margherita Zander - auf der Basis des Konzeptes des kindlichen Wohlbefindens -, wie betroffene Kinder gestärkt werden können. Zusätzlich ist im Heft ein Beitrag von Markus Dietl zum Thema Heim-Mobbing enthalten. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und viele Anregungen für ein armutssensibles Handeln in Ihrem Arbeitsfeld, Karsten Speck und Carmen Wulf unsere jugend, 68. Jg., S. 49 (2016) DOI 10.2378/ uj2016.art08d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Karsten Speck und Carmen Wulf
