unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Rezension
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Dieter Kreft
Joachim Merchel (Hrsg.), 2015: Handbuch Allgemeiner Sozialdienst (ASD) München/Basel: Ernst Reinhardt Verlag. 486 Seiten. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. € 49,90 Wenn für ein so profundes Werk zu dem zentralen Dienst der Jugendämter schon nach wenigen Jahren eine zweite Auflage notwendig ist, kann es um die Lesekultur bei Lehrenden, Lernenden und PraktikerInnnen wohl nicht so schlecht bestellt sein, wie immer wieder behauptet wird.
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94 uj 2 | 2016 Rezension Joachim Merchel (Hrsg.), 2015: Handbuch Allgemeiner Sozialdienst (ASD) München/ Basel: Ernst Reinhardt Verlag. 486 Seiten. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. € 49,90 Wenn für ein so profundes Werk zu dem zentralen Dienst der Jugendämter schon nach wenigen Jahren eine zweite Auflage notwendig ist, kann es um die Lesekultur bei Lehrenden, Lernenden und PraktikerInnnen wohl nicht so schlecht bestellt sein, wie immer wieder behauptet wird. Gegenüber der ersten Auflage ist diese zweite weitgehend unverändert geblieben. Es sind lediglich kleinere Fehler ausgebügelt worden und an einigen Stellen wurden Aktualisierungen vorgenommen (Einleitung 2015, 8). Allerdings wurde ein wichtiger Beitrag neu aufgenommen, der von Christine Gerber zu „Krisenintervention und Inobhutnahme“. Es bleibt also bei der so gelungenen und erfolgreichen Anlage des Handbuches, wie in der Rezension zur ersten Auflage in unsere jugend 5/ 2013, 233 - 236, ausführlich dargestellt: ➤ Geschichte des ASD, ➤ Organisation/ Organisationsformen, ➤ Rechtliche Grundlagen für die Arbeit des ASD, ➤ Methodische Anforderungen und Arbeitsweisen im ASD (hier ist auch der neue Beitrag von C. Gerber verortet), ➤ ASD als Teil der kommunalen Infrastruktur, ➤ Mitarbeiter im ASD, ➤ Der ASD im Licht der Öffentlichkeit, ➤ Qualität und Qualitätsentwicklung. Ich habe in der Besprechung der ersten Auflage auch schon diese Leser-/ Nutzer-Empfehlungen gegeben, „Wie sollte man dieses (schon durchaus gewaltige) Werk lesen? Sorgfältig die Einleitung (8 Seiten), dann die knappen Einführungen vor den 8 Hauptkapiteln, dann, indem man sich im Inhaltsverzeichnis das heraussucht, was man schon immer wissen wollte oder wozu man gerade in der Praxis nach Antworten sucht“ (uj 5/ 2013, 235). Von meinen „Einwendungen“ zur ersten Auflage halte ich diese beiden aufrecht: ➤ Ich finde schon weiterhin, dass der Kinderschutz ein eigenes Unterkapitel haben und „Kinderschutz“, „Kindeswohlgefährdung“ und „Kindeswohl“ nicht an vielen Stellen des Handbuches mitverhandelt werden sollte(n); ➤ Bei der ersten Auflage hatte ich im Literaturverzeichnis/ LV einige Ungenauigkeiten angemerkt. Sie sind - so ich das übersehe - nicht korrigiert worden. Das ist aber keine Anmerkung für den Herausgeber, sondern eher an das Verlagslektorat gerichtet. Wenn beispielsweise das Wörterbuch Soziale Arbeit weiterhin mit der 5. Auflage 2005 zitiert wird, während es inzwischen eine 7. Auflage 2013 gibt, dann verwundert das den Rezensenten einfach und man könnte daraus schließen, dass auch andere Fundstellen im LV nicht ganz aktuell sind. Aber das sind „Petitessen“ gegenüber einem rundherum gelungenen Titel. Es bleibt dabei: für mich ist dieses Handbuch ein weiteres Standardwerk der Sozialen Arbeit/ Kinder- und Jugendhilfe, das die Professionalisierung der Disziplin widerspiegelt und/ oder befördert. Prof. Dieter Kreft Kremie.nuernberg@t-online.de DOI 10.2378/ uj2016.art14d
