unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2016.art28d
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2016
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Editorial
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Karsten Speck
Carmen Wulf
Liebe Leserinnen und Leser, das aktuelle Heft beschäftigt sich unter dem Titel „Wirkungsforschung in der Jugendhilfe – Mehr Schein als Sein?“ mit einem in Wissenschaft und Praxis äußerst zentralen und zugleich kontroversen Thema. So boomt im Wissenschaftsbereich die Wirkungsforschung, wird in der Jugendhilfepolitik regelmäßig eine wirkungsorientierte und evidenzbasierte Jugendhilfe eingefordert und stehen Praktikerinnen und Praktiker vor der Herausforderung, sich fachlich angemessen zu verhalten und die Wirkungen ihrer (Sozialen) Arbeit zu legitimieren. Das vorliegende Heft möchte daher zum einen über relevante Ergebnisse der Wirkungsforschung in verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe informieren, um so das professionelle Handeln in der Jugendhilfepraxis zu fördern. Zum anderen werden im Heft ganz bewusst aber auch Herausforderungen, überhöhte Erwartungen und Grenzen der Wirkungsforschung benannt und diskutiert. Beides läuft darauf hinaus, in der Praxis kritisch-konstruktiv mit der Wirkungsforschung in der Jugendhilfe umzugehen
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193 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, das aktuelle Heft beschäftigt sich unter dem Titel „Wirkungsforschung in der Jugendhilfe - Mehr Schein als Sein? “ mit einem in Wissenschaft und Praxis äußerst zentralen und zugleich kontroversen Thema. So boomt im Wissenschaftsbereich die Wirkungsforschung, wird in der Jugendhilfepolitik regelmäßig eine wirkungsorientierte und evidenzbasierte Jugendhilfe eingefordert und stehen Praktikerinnen und Praktiker vor der Herausforderung, sich fachlich angemessen zu verhalten und die Wirkungen ihrer (Sozialen) Arbeit zu legitimieren. Das vorliegende Heft möchte daher zum einen über relevante Ergebnisse der Wirkungsforschung in verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe informieren, um so das professionelle Handeln in der Jugendhilfepraxis zu fördern. Zum anderen werden im Heft ganz bewusst aber auch Herausforderungen, überhöhte Erwartungen und Grenzen der Wirkungsforschung benannt und diskutiert. Beides läuft darauf hinaus, in der Praxis kritisch-konstruktiv mit der Wirkungsforschung in der Jugendhilfe umzugehen. Im einführenden Beitrag geht Michael Macsenaere zunächst auf (z.T. überraschende) Wirkfaktoren sowie die Effektivität und Effizienz der Hilfen zur Erziehung ein und formuliert Handlungsempfehlungen für die Leistungserbringer und die Jugendämter. Danach beschäftigt sich Annette Schmitt im zweiten Beitrag mit der evidenzbasierten Praxis in der Kita und arbeitet zahlreiche Befunde, aber auch Leerstellen der frühpädagogischen Wirkungsforschung heraus. Im dritten Beitrag widmet sich Maik-Carsten Begemann den Problemen und Defiziten der Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendarbeit und entwickelt Lösungsvorschläge für eine praxisangemessene Wirkungsforschung. Holger Ziegler setzt sich im vierten Beitrag nochmals grundlegend und kritisch mit der experimentellen Wirkungsforschung in der Jugendhilfe auseinander und plädiert dafür, fachliche Standards und professionelle Ziele stärker in der Wirkungsforschung zu berücksichtigen. Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse für Ihre Wirkungsdebatte in der Jugendhilfe. Ihr Karsten Speck und Ihre Carmen Wulf unsere jugend, 68. Jg., S. 193 (2016) DOI 10.2378/ uj2016.art28d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Karsten Speck und Carmen Wulf
