eJournals unsere jugend70/2

unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2018.art07d
4_070_2018_2/4_070_2018_2.pdf21
2018
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Editorial

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2018
Karsten Speck
Carmen Wulf
Susanne Tübel
Martina Schiebel
Liebe Leserinnen und Leser, die Kooperation mit anderen Fachkräften, Professionen und Organisationen gehört zum sozialpädagogischen Handeln dazu. Vorliegende Studien weisen dennoch darauf hin, dass die Kooperation in der Kinder- und Jugendhilfe nicht selten konflikthaft verläuft. Das vorliegende Heft geht diesem Phänomen nach und gibt Anregungen für eine gelingende (multiprofessionelle) Kooperation.
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49 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, die Kooperation mit anderen Fachkräften, Professionen und Organisationen gehört zum sozialpädagogischen Handeln dazu. Vorliegende Studien weisen dennoch darauf hin, dass die Kooperation in der Kinder- und Jugendhilfe nicht selten konflikthaft verläuft. Das vorliegende Heft geht diesem Phänomen nach und gibt Anregungen für eine gelingende (multiprofessionelle) Kooperation. Im ersten, einführenden Beitrag widmen sich Karsten Speck und Carmen Wulf dem Kooperationsbegriff, erläutern wichtige Rechtsgrundlagen, präsentieren empirische Befunde und formulieren allgemeine Kooperationsempfehlungen. Gezeigt wird, dass eine Kooperation trotz fachpolitischer Appelle und rechtlicher Vorgaben kein Selbstläufer ist. Sie ist aufgrund der unterschiedlichen Selbstverständnisse und Handlungslogiken anforderungsreich, muss organisiert werden und einen Nutzen für die Beteiligten erbringen. Darauf aufbauend widmet sich Ulrike Loch im zweiten Beitrag der Kooperation im Kinderschutz. Sie verdeutlicht, dass Kooperation eine zentrale Anforderung im Kinderschutz ist, da der Begriff Kindeswohlgefährdung auslegungsbedürftig ist und unterschiedliche Perspektiven bei der Einschätzung des Kindeswohls berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass eine Kooperation nicht selten misslingt, weil sie nicht hinreichend professionell ausgestaltet wird und auf gemeinsame Aushandlungsprozesse und Hilfekonzepte abzielt. Im dritten Beitrag beschäftigen sich Klaus Fröhlich-Gildhoff und Dörte Weltzien - auf der Basis eigener empirischer Befunde - mit multiprofessionellen Teams in Kindertageseinrichtungen und geben Praxisempfehlungen. Angesichts einer steigenden Anzahl gemischter Teams plädieren sie für eine Unterstützung der Fachkräfte und nicht-einschlägig Qualifizierten sowie eine Verantwortung der Leitungen für die Teamentwicklung. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre Karsten Speck, Carmen Wulf, Susanne Tübel und Martina Schiebel unsere jugend, 70. Jg., S. 49 (2018) DOI 10.2378/ uj2018.art07d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Susanne Tübel, Karsten Speck, Carmen Wulf und Martina Schiebel