eJournals unsere jugend70/3

unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2018.art19d
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Fachliteratur zum Strafrecht für die Soziale Arbeit

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Reinhard Joachim Wabnitz
Lehrveranstaltungen zum Recht für die Soziale Arbeit sind fester Bestandteil aller Bachelor- und vieler Masterstudiengänge für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Und den Fachkräften der Sozialen Arbeit und Sozialverwaltung stellen sich vielfältige Rechtsfragen in der Alltagspraxis. Aktuelle Fachliteratur zum Strafrecht und Jugendstrafrecht für die Soziale Arbeit
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124 unsere jugend, 70. Jg., S. 124 - 129 (2018) DOI 10.2378/ uj2018.art19d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Lehrveranstaltungen zum Recht für die Soziale Arbeit sind fester Bestandteil aller Bachelor- und vieler Masterstudiengänge für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Und den Fachkräften der Sozialen Arbeit und Sozialverwaltung stellen sich vielfältige Rechtsfragen in der Alltagspraxis. Aktuelle Fachliteratur zum Strafrecht und Jugendstrafrecht für die Soziale Arbeit von Prof. Dr. jur. Dr. phil. Reinhard Joachim Wabnitz Jg. 1952; Assessor jur., Magister rer. publ., Ministerialdirektor a. D., Hochschule RheinMain, Fachbereich Sozialwesen Mit Blick auf die Zielgruppen sowohl der Studierenden als auch der Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Sozialverwaltung hat Reinhard Wabnitz in UJ seit 2014 zweimal pro Jahr einen Überblick über aktuelle Rechtsliteratur für die Soziale Arbeit gegeben. Die Reihe startete mit „Aktuelle Fachliteratur zur Einführung in das Recht für die Soziale Arbeit“ (in UJ Heft 9/ 2014, 384 - 389) und wurde fortgesetzt mit: Aktuelle Fachliteratur zum Rehabilitationsrecht für die Soziale Arbeit (in UJ Heft 3/ 2015, 137 - 141), zum Sozialverwaltungsrecht für die Soziale Arbeit (in UJ Heft 9/ 2015, 385 - 389), zum Recht der Existenzsicherungsleistungen für die Soziale Arbeit (in UJ Heft 3/ 2016, 131 - 136), zum (allgemeinen) Sozialrecht für die Soziale Arbeit (in UJ Heft 9/ 2016, 380 - 388), zum Familienrecht für die Soziale Arbeit (in UJ Heft 3/ 2017, 136 - 142) sowie zum Kinder- und Jugendhilferecht für die Soziale Arbeit (in UJ Heft 9/ 2017, 386 - 392). Die genannte Reihe zum Bundesrecht wird mit der folgenden Sammelrezension zum Strafrecht und zum Jugendstrafrecht abgeschlossen. Studierende sowie Praktikerinnen und Praktiker haben damit innerhalb eines Zeitraumes von vier Jahren einen breiten Überblick über einschlägige Rechtsliteratur für die Soziale Arbeit erhalten, die speziell für ihren Adressatenkreis entwickelt worden ist. Auch das Strafrecht und das Jugendstrafrecht zählen zu den „klassischen Ausbildungsfächern“ an zahlreichen Hochschulen, Universitäten und Fachbereichen für Soziale Arbeit. In der Praxis sind vertiefte Rechtskenntnisse unverzichtbar mit Blick etwa auf die wichtigen Handlungsfelder Kriminalprävention, Jugendkriminalrechtspflege, Mitwirkung in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz, Bewährungshilfe, (Jugend-)Strafvollzug u. a. Strafrecht und Jugendstrafrecht sind auch Bestandteil der folgenden, breiter angelegten Lehrbücher, die ich bereits in UJ 9/ 2014 (siehe oben) besprochen habe: Winfried Kievel/ Peter Knösel/ Ansgar Marx Recht für soziale Berufe. Basiswissen kompakt 7. Aufl., 2013, Verlag Wolters Kluwer, Köln, 611 Seiten, ISBN 978-3-472-08397-9, € 35,- mit 40 Seiten zum Strafrecht und Jugendstrafrecht 125 uj 3 | 2018 Fachliteratur zum Strafrecht für die Soziale Arbeit Thomas Trenczek/ Britta Tammen/ Wolfgang Behlert/ Arne von Boetticher Grundzüge des Rechts. Studienbuch für soziale Berufe 5. Aufl. 2018, Ernst Reinhardt Verlag, München und Basel, 873 Seiten, ISBN 978-3-8252-8726-9, € 49,99 - davon ca. 60 Seiten zum Strafrecht und Jugendstrafrecht Bei der Vorstellung der folgenden Lehrbücher zum Strafrecht und Jugendstrafrecht werde ich „wie gewohnt“ jeweils eingehen auf: Autorinnen und Autoren, wesentliche Inhalte der jeweiligen Werke sowie auf Zielsetzungen und Adressatenkreise. Literatur zum Strafrecht für die Soziale Arbeit Peter Höflich/ Frank Weller (2005) Strafrecht schnell erfasst 2. Aufl. Springer, Berlin/ Heidelberg, 292 Seiten, ISBN 978-3-540-00127-0, € 19,95 Das erstmals von Frank Weller entwickelte Werk ist im Jahr 2004 von Prof. Dr. Peter Höflich, Ministerialrat a. D. sowie ehemals Hochschullehrer an der Fachhochschule Cottbus, in 2. Aufl. 2005 überarbeitet worden. Das Buch ist in die folgenden Teile untergliedert: Einführung; Allgemeiner Teil: Die Straftat; Allgemeiner Teil: spezielle Deliktsformen; Allgemeiner Teil: Irrtum, Rechtsfolgen der Tat, Strafzumessung und Konkurrenzen; Besonderer Teil: Straftaten gegen den Staat; Besonderer Teil: Straftaten gegen Personen; Besonderer Teil: Straftaten gegen Eigentum und Vermögen; Besonderer Teil: Sonstige Straftaten. Das Werk konzentriert sich mithin auf die Darstellung des materiellen Strafrechts nach dem Strafgesetzbuch (StGB). Es ist als Lernbuch konzipiert - mit der Vorstellung der wichtigsten Normen im Wortlaut, mit eingestreuten Fragen und Lösungen, Übersichten, Hervorhebungen durch Graudruck, eingestreute lustige Bilder und Klausurfälle. Es ist sehr übersichtlich gegliedert. Das Wichtigste ist jeweils am linken oder rechten Rand mit kurzen Stichworten noch einmal deutlich hervorgehoben. Dieses Werk ist zweifellos „in die Jahre gekommen“. Da sich aber im materiellen Strafrecht - zumindest mit Blick auf dessen Grundfragen - seit dem Erscheinen der 2. Aufl. nichts Wesentliches geändert hat, kann es weiterhin Studierenden und Praktikerinnen und Praktikern der Sozialen Arbeit empfohlen werden. Auf der Buchrückseite findet sich folgender Hinweis: „Wer bei der Lösung von Problemstellungen schnell auf den Punkt kommen will, ohne sich mit komplizierten Theorien auseinandersetzen zu müssen, findet in diesem Buch alles, was er dafür braucht.“ Dagmar Oberlies (2013) Strafrecht und Kriminologie für die Soziale Arbeit Kohlhammer, Stuttgart, 291 Seiten, ISBN 978-3-17-021637-2, € 29,90 Die Autorin ist Professorin für Recht an der Fachhochschule Frankfurt am Main bzw. nunmehr Frankfurt University of Applied Sciences mit den Arbeitsschwerpunkten Strafrecht und Kriminologie sowie Rechtsfragen im Kontext von gesellschaftlicher Ausgrenzung und Inklusion. Das Werk ist in fünf Kapitel gegliedert. Im 1. Kapitel (Einführung) wird erläutert, was man gemeinhin Kriminalität nennt und was das System des Strafrechts ausmacht, das auf strafbare Handlungen reagiert. Im 2. Kapitel wird ein Überblick über das Strafverfahren und die Beteiligten gegeben (Polizei, Staatsanwaltschaft, Strafgerichte und ihre Helfer, Beschuldigte und ihre Verteidigung sowie 126 uj 3 | 2018 Fachliteratur zum Strafrecht für die Soziale Arbeit Zeugen und ihre Beistände). Das 3. Kapitel informiert über die wichtigsten Arbeits- und Einsatzfelder von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in diesen Kontexten, insbesondere in der Jugendhilfe im Strafverfahren, in den Bereichen Ambulante Soziale Dienste der Justiz, Bewährungshilfe sowie Soziale Arbeit mit Inhaftierten und mit Geschädigten. Das 4. Kapitel (Wissenschaftlich fundierte sozialarbeiterische Interventionen im Kontext des Strafverfahrens) stellt das „Herzstück des Buches“ dar (so die Autorin S. 8). In diesem Kapitel werden Rechtskenntnisse, psychosoziale Theorien und Forschungswissen sowie Interventionsoptionen im Rahmen eines strafrechtlich-kriminologischen Fallverstehens angewendet. Die ausgesuchten Fälle decken die wichtigsten Kriminalitätsbereiche ab: Eigentums- und Vermögensdelikte, Partnergewalt, Sexualdelikte, Drogenkriminalität, illegale Aufenthalte sowie strafrechtlich relevantes Verhalten von Fachkräften der Sozialen Arbeit. Jeder Bereich ist nach einem einheitlichen Muster aufgebaut, das es erleichtern soll, die Systematik nachzuvollziehen und später eigenständig anzuwenden, ergänzt durch Übersichten und Musterbeispiele sowie Anhänge. Im kurzen 5. Kapitel wird ein Ausblick auf die Soziale Arbeit im Strafverfahren gegeben. Das umfangreiche Lehrbuch richtet sich sowohl an Studierende „im sog. Bologna-Prozess“ (siehe Vorwort) als auch an Fachkräfte der Sozialen Arbeit, die in ihrem Alltag häufig mit Tätern und Opfern von Straftaten konfrontiert bzw. in den genannten Arbeitsfeldern beruflich tätig sind. Klaus Riekenbrauk (2011/ 2018) Strafrecht und Soziale Arbeit. Eine Einführung für Studium und Praxis 4./ 5. Aufl. Luchterhand, Neuwied, 420 Seiten, ISBN 978-3-472-09508-8, € 33,- Hinweis: Dieses Werk ist in 4. Auflage vergriffen und erscheint in 5. Auflage (erst) im Laufe des Jahres 2018. Literatur zum Jugendstrafrecht für die Soziale Arbeit Helmut Janssen/ Eckart Riehle (2013) Lehrbuch Jugendstrafrecht. Eine Einführung für die Soziale Arbeit Beltz Juventa, Weinheim/ Basel, 220 Seiten, ISBN 978-3-7799-2218-6, € 18,99 Helmut Janssen, promovierter Jurist und Absolvent mehrerer sozialwissenschaftlicher Studiengänge, ist Professor an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt. Eckart Riehle, Politologe, Jurist und promovierter Ökonom, war von 1994 bis 2009 ebenfalls Professor an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften derselben Hochschule. Die Autoren gehen in der Einleitung (S. 9) davon aus, dass von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern ein sozialwissenschaftlich aufgeklärter Umgang mit Jugendkriminalität verlangt wird - als Voraussetzung dafür, die strafrechtlichen Interventionen bzw. Rechtsfolgen unter sozialarbeiterischer Perspektive beurteilen zu können. Das Lehrbuch versucht deshalb „wie in einer kommunizierenden Röhre“ die Perspektiven der Sozialarbeit und der Sozialwissenschaften sowie der juristischen Profession zusammenzuführen, ohne die Spannungen oder Kontroversen zu übergehen, die damit verbunden sind. Dementsprechend ist das Werk in 15 Kapitel untergliedert, in denen diese Spannungsfelder deutlich werden: Geschichte des Jugendstrafrechts; Jugendkriminalität im Spiegel der Statistik; Soziale Kontrolle und Theorien der Jugendkriminalität; Grundlagen des materiellen Jugendstrafrechts; Anwendung des JGG bei Heranwachsenden; Gesetzliche Einstellungsmöglichkeiten und „alternative“ Sanktionen; Erziehungsmaßregeln und 127 uj 3 | 2018 Fachliteratur zum Strafrecht für die Soziale Arbeit Zuchtmittel; Die Jugendstrafe; Grundlagen des formellen Jugendstrafrechts; Das Jugendstrafverfahren; Die Jugendgerichtshilfe; Sozialdatenschutz; Besonderheiten bei der Strafvollstreckung und beim Registerrecht; Struktur des Jugend(straf-)rechts in anderen Ländern; Jugendstrafvollzug. Das Buch ist in der Reihe „Studienmodule Soziale Arbeit“ erschienen. Auch dieses Lehrbuch will auf die speziellen Bedürfnisse der Sozialen Arbeit abstellen, für den Nichtjuristen komprimiert eine verständliche Einführung in die Thematik bieten und die sozialarbeiterischen Aktionsräume angemessen berücksichtigen und kritisch würdigen (siehe Umschlagsrückseite). Bernd-Dieter Meier/ Dieter Rössner/ Heinz Schöch (2013) Jugendstrafrecht 3. Aufl. Beck, München, 381 Seiten, ISBN 978-3-406-63903-6, € 24,90 Autoren sind die Universitätsprofessoren Bernd- Dieter Meier, Universität Hannover, Dieter Rössner, Universität Marburg (im Ruhestand) sowie Heinz Schöch, Universität München (im Ruhestand). Sie haben das Werk in der Reihe „Grundrisse des Rechts“ des Beck-Verlages herausgegeben, nunmehr in 3. Aufl. 2013. Das Werk ist, wie bei juristischen Lehrbüchern weit verbreitet, in Paragrafen untergliedert (§§ 1 - 16). Dort werden im Einzelnen behandelt: Grundlagen und Grundzüge des Jugendstrafrechts; Geschichte des Jugendstrafrechts und Reformdiskussion; Jugendkriminalität - Erscheinungsformen und Ursachen; Jugend-, Jugendhilfe- und Jugendschutzrecht; Persönlicher und sachlicher Anwendungsbereich des Jugendstrafrechts; Grundsätze jugendstrafrechtlicher Rechtsfolgen (§§ 5, 7, 8, 31, 32 JGG); Informelle Reaktionen auf Jugendkriminalität; Erziehungsmaßregeln; Weisungen - Inhalt und Grenzen; Zwangsmittel; Jugendstrafe; Strafaussetzung zur Bewährung und Aussetzung der Verhängung der Jugendstrafe; Jugendgerichtsverfassung und Jugendstrafverfahren; Vollstreckung, Vollzug und Registrierung jugendstrafrechtlicher Entscheidungen; Examensklausur mit Lösung; Fragen und Fälle für die mündliche Prüfung. Das Buch enthält eine ausführliche Darstellung des Jugendstrafrechts mit seinen wichtigsten kriminologischen und kriminalpolitischen Bezügen. Es ist in erster Linie für Jurastudentinnen und -studenten konzipiert, die einen kriminalwissenschaftlichen Schwerpunktbereich in der juristischen Universitätsprüfung gewählt haben. Es wendet sich jedoch auch an Studierende der Soziologie, Pädagogik, Sozialpädagogik und Psychologie, die Jugendstrafrecht als Nebenfach gewählt haben (siehe Vorwort). Ich halte es aber auch für Praktikerinnen und Praktiker der Sozialen Arbeit für geeignet und empfehlenswert, die sich vertieft mit dem Jugendstrafrecht befassen wollen. Rainer Mollik (2012) Jugendstrafrecht - Jugendhilferecht - Kriminologie. So gelingt Jugendhilfe im Strafverfahren Walhalla, Regensburg, 296 Seiten, ISBN 978-3-802-97414-4, € 22,- Der Autor ist Rechtsassessor, Master auf Social Management, Dozent, Ausbilder und Mediator sowie Leiter der Jugendgerichtshilfe Dresden. Auf der Umschlagsrückseite heißt es plakativ: „Erziehung statt Strafe, Hilfe 128 uj 3 | 2018 Fachliteratur zum Strafrecht für die Soziale Arbeit statt Knast. Das Praxis-Handbuch veranschaulicht die Rechte und Pflichten der Verfahrensbeteiligten im Jugendstrafrecht und gibt Hilfestellung“ insbesondere zu folgenden Fragen: Wie läuft eine polizeiliche Vernehmung? Wer sind die Beteiligten am Jugendstrafverfahren? Wie ist der Verfahrensablauf und worin liegen Unterschiede zum Erwachsenenstrafrecht? Welche Rolle kommt dabei der Jugendhilfe zu? Worauf sollte der Angeklagte bei einer Gerichtsverhandlung achten? Welche konkreten Folgen haben Eintragungen im Bundeszentralregister? Dementsprechend ist das Werk in die folgenden Teile gegliedert: Jugendstrafrecht (S. 11 - 162; untergliedert wiederum in acht Kapitel: Vom Sinn und Zweck von Gesetzen; Verortung und Einführung in das Jugendstrafrecht; Geschichtlicher Überblick über die Entwicklung des Jugendstrafrechts in Deutschland; Anwendungsbereich des Jugendstrafrechts; Rechtsquellen und Prozessmaximen des Strafverfahrens; Das formelle Jugendstrafrecht; Struktur und Rechtsfolgensystem der Sanktionierung im Jugendstrafrecht; Jugendstrafvollzug); Praxisbeispiele und Projekte des Jugendamtes und der Jugendgerichtshilfe Dresden; Kriminologie; Die wichtigsten Rechtsbegriffe; Rechtliche Grundlagen. Ergänzt wird das Werk durch Praxis-Tipps, Erläuterungen, Begriffsdefinitionen, Schaubilder und Beispiele gelingender Projekte der Jugendhilfe im Strafverfahren. Zum Adressatenkreis heißt es auf der Umschlagrückseite: „Ideal geeignet für Sozialarbeiter und Personensorgeberechtigte, für Studium und Ausbildung aller am Jugendstrafverfahren beteiligten Berufsgruppen sowie für Lehrer im Rechts- und Gesellschaftsunterricht.“ Christoph Nix/ Winfried Möller/ Carsten Schütz (2011) Einführung in das Jugendstrafrecht für die Soziale Arbeit Ernst Reinhardt/ utb, München/ Basel 210 S., ISBN 978-3-8252-3216-0, € 7,99 Prof. Dr. Christoph Nix hat an verschiedenen (Fach-) Hochschulen und Universitäten gelehrt, ist Strafverteidiger und zugleich Regisseur und Intendant am Theater Konstanz. Rechtsanwalt Prof. Dr. Winfried Möller lehrt an der Hochschule Hannover und Richter Dr. Carsten Schütz ist Direktor des Sozialgerichts Fulda und Lehrbeauftragter an der Hochschule Fulda. Auch dieses Werk ist in (13) Paragrafen gegliedert: Einleitung - oder eine persönliche Geschichte; Geschichte des Jugendstrafrechts; Ursachen und Erscheinungsformen von Jugendkriminalität; Ziele des Jugendstrafrechts; Anwendungsbereich des Jugendstrafrechts; Rechtsfolgen der Jugendstraftat; Jugendstrafe - U-Haft - Sicherungsverwahrung; Diversion und informelle Reaktionen; Jugendstrafverfahren und Jugendgerichtfassung; Jugendgerichtshilfe; Vollstreckung und Registrierung; Jugendstrafe; Perspektiven: Der Erziehungsgedanke im Jugendstrafrecht oder Milde und Verantwortung? Das Buch will Studentinnen und Studenten der Sozialarbeit und Rechtswissenschaft, aber auch andere an Jugendrecht und seiner Praxis Interessierte ansprechen und notwendige Grundlagen des Jugendstrafrechts vermitteln. Im Vorwort heißt es des Weiteren: „Es ist keine gängige und harmonische Einführung … Unser Büchlein beschränkt sich eben nicht auf die Vermittlung notwendigen Wissens, sondern will Fragen aufwerfen. Fragen nach den Grundlagen, nach alten und neuen Wahrheiten des Jugendstrafrechts. Das Buch enthält auch Herausforderungen für den Leser und die Leserin - darunter die, sich mit den darin, aber auch mit den in anderen Werken zum Jugendstrafrecht vertretenen Auffassungen kritisch auseinanderzusetzen.“ 129 uj 3 | 2018 Fachliteratur zum Strafrecht für die Soziale Arbeit Fazit Im Bereich des Strafrechts und des Jugendstrafrechts gibt es mithin eine ganze Reihe einschlägiger Lehr- und Lernbücher speziell für die Soziale Arbeit, wobei einige allerdings bereits mehrere Jahre alt sind. Ich habe sie trotzdem hier mit aufgeführt, weil zumindest die Grundlagen des Strafrechts nicht so häufigen Änderungsprozessen unterworfen sind wie viele andere Rechtsgebiete, die für die Soziale Arbeit relevant sind. Alle hier aufgeführten - und durchweg preisgünstigen - Werke, insbesondere die neueren, können sowohl Studierenden als auch Praktikerinnen und Praktikern der Sozialen Arbeit uneingeschränkt empfohlen werden. Prof. Dr. jur. Dr. phil. Reinhard Joachim Wabnitz Usinger Straße 104 61440 Oberursel E-Mail: reinhard.wabnitz@gmx.de