unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2019.art12d
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Digitale Elternarbeit in der Jugendhilfe mit Geflüchteten
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2019
Susanne Tübel
Nadia Kutscher
In einem Pilotprojekt wurde die Einbeziehung der räumlich fernen Eltern unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter in Hilfeplanung und -gestaltung über digital gestützte Formen der Kommunikation zwischen Fachkräften und Eltern erprobt. Der vorliegende Beitrag thematisiert Erfahrungen und Entwicklungsaspekte aus dem Pilotprojekt.
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69 unsere jugend, 71. Jg., S. 69 - 78 (2019) DOI 10.2378/ uj2019.art12d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel von Lisa-Marie Kreß, M. A. Jg. 1990; Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät Sozialwesen der Dualen Hochschule Baden- Württemberg Stuttgart Digitale Elternarbeit in der Jugendhilfe mit Geflüchteten In einem Pilotprojekt wurde die Einbeziehung der räumlich fernen Eltern unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter in Hilfeplanung und -gestaltung über digital gestützte Formen der Kommunikation zwischen Fachkräften und Eltern erprobt. Der vorliegende Beitrag thematisiert Erfahrungen und Entwicklungsaspekte aus dem Pilotprojekt. Der vorliegende Artikel stellt Ergebnisse des Kooperationsprojekts „Digitale Elternarbeit in der Jugendhilfe mit Geflüchteten“ zwischen der Universität zu Köln und der Stadt Stuttgart vor. Im Rahmen des Projektes wurde in einer einjährigen Pilotphase eine Konzeptentwicklung für medienbasierte Elterngespräche von Fachkräften des Jugendamts Stuttgart mit fernen Eltern unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter sowie die Testphase der ersten Elterngespräche durch die Universität zu Köln wissenschaftlich begleitet. Ziel des Projekts war es, digital mediengestützte Formen der Elternarbeit in einem gemeinsamen Prozess mit sozialpädagogischen Fachkräften im Feld der stationären Jugendhilfe bzw. im betreuten Jugendwohnen zu entwickeln und formativ zu evaluieren, um zu prüfen, inwiefern diese Form der Elternarbeit auch für weitere Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe nutzbar sein könnte. Geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland als AdressatInnen Sozialer Arbeit Geflüchtete Kinder und Jugendliche, die sich ohne Personensorgeberechtigte in Deutschland aufhalten, werden qua Gesetz zu AdressatInnen der Kinder- und Jugendhilfe, da unbegleitete Minderjährige aufgrund der fehlenden Begleitung unter besonderem Schutz stehen. Seit 2015 gewinnt diese AdressatInnengruppe in den stationären Hilfen zur Erziehung quantitativ an Bedeutung (Fendrich/ Tabel 2018, 20): Zum Stichtag 2. 1. 2018 lebten 54.144 unbegleitete Minderjährige und junge Volljährige in der Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland (Deutscher Bundestag 2018, 9f ). Prof. Dr. Nadia Kutscher Jg. 1972; Professorin für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit am Department Heilpädagogik und Rehabilitation an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln 70 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten Bislang war die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern Hauptgrund für die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in stationären Maßnahmen. In Zusammenhang mit der Inobhutnahme unbegleitet geflüchteter Kinder und Jugendlicher verlagert sich die rechtliche Grundlage auf die Unversorgtheit der jungen Geflüchteten (Brinks/ Dittmann 2016, 116). Diese Verlagerung führt dazu, dass die „klassischen“ Kontexte und Anforderungen an Elternarbeit sich transformieren. Vor dem Hintergrund des § 36 SGB VIII sind die Eltern in der Hilfeplanung anzuhören und sie haben das Recht, im Hilfeprozess mitzuwirken. Artikel 10 der UN-Kinderrechtskonvention verdeutlicht, dass ein„Kind, dessen Eltern ihren Aufenthalt in verschiedenen Staaten haben, […] das Recht [hat], regelmäßige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen zu pflegen“. Empirische Daten zeigen, dass die Einbeziehung von Eltern schon in der Jugendhilfe mit inländischen Jugendlichen nicht strukturell praktiziert wird (Günder 2011, 243f ). Im Kontext der Frage von Elternarbeit mit Eltern unbegleitet geflüchteter Kinder und Jugendlicher zeigt sich, dass es die Ausnahme ist, wenn Fachkräfte Kontakt zu den Eltern haben - auch, wenn die Kinder und Jugendlichen kontinuierlich mit ihren Eltern über digitale Medien in Verbindung stehen und die Kommunikation mit den Eltern für die pädagogischen Prozesse in erschwerender oder befördernder Hinsicht direkt oder indirekt Relevanz hat. Damit ist der Kontext und Anlass von Elternarbeit hier ein deutlich anderer als bei inländischen Kindern oder Jugendlichen: nicht mangelnde Erziehungsfähigkeit, Kindeswohlgefährdung oder massive Konfliktlagen kennzeichnen das Verhältnis von Kindern und Eltern, sondern eine fehlende örtliche Anwesenheit und damit die primär vom familialen Verhältnis unabhängige Unmöglichkeit, in territorialräumlicher Anwesenheit Erziehungsverantwortung wahrzunehmen. Elternarbeit in stationären Hilfen ist vorrangig auf die Stärkung der Eltern hinsichtlich ihrer Erziehungskompetenzen ausgerichtet, um eine Rückführung des Kindes in die Familie zu ermöglichen (Schulze-Krüdener/ Homfeldt 2013). Im Kontext der aus unterschiedlichen Gründen teilweise nicht erfolgenden Familienzusammenführung steht letzteres Ziel darüber hinaus infrage. Angesichts der Verortung der geflüchteten Jugendlichen zwischen Aufnahme- und Herkunftskontext stellt sich daher die Frage, auf welche Weise sie generell sowie im Rahmen der Elternarbeit bei der Teilhabe am sozialen Leben ihrer Familie und ihrer Freunde im Herkunftsland oder in anderen europäischen oder außereuropäischen Ländern unterstützt werden können und wie ihnen ein teilhabeförderndes Leben zwischen diesen beiden für sie wichtigen Kontexten ermöglicht werden kann. Damit wird eine zusätzliche Dimension einer migrationsreflexiven Sozialen Arbeit sichtbar. In der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe zeigt sich hingegen, dass die transnationale Verortung der jungen Geflüchteten und deren vielfach enge Verbindung zu den Eltern im Ausland für die Fachkräfte einen blinden Fleck darstellen. Bedeutung digitaler Medien für geflüchtete Kinder und Jugendliche Geflüchtete Kinder und Jugendliche, die in Deutschland leben, verfügen - entgegen mancher medial vermittelten Vorurteile - über durchaus unterschiedliche Erfahrungen in der Nutzung digitaler Medien (Kutscher/ Kreß 2015). Ihre medienbezogenen Fähigkeiten sind abhängig von den vorhandenen Ressourcen in ihren Herkunftsregionen, ihrer familialen sozioökonomischen Lage sowie ihrem Bildungshintergrund und erstrecken sich bei den jungen Menschen von keiner Nutzung digitaler Medien bis hin zu ausgeprägten Nutzungspraktiken. Ihre Mediennutzung ist geprägt durch ihre Fluchterfahrung, aber auch durch ihr Alter und die damit verbundenen Bedürfnisse und Freizeitgewohnheiten. Vor dem Hintergrund der Fluchtsituation haben 71 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten für sie digitale Medien während der Flucht und nach der Ankunft in Deutschland eine besondere Bedeutung. So werden Smartphones auf dem Weg nach Europa dazu verwendet, um bspw. über Facebook Informationen über Fluchtwege zu erhalten oder um mit FluchthelferInnen zu kommunizieren. Mobile Kartendienste werden genutzt, um sich räumlich zu orientieren. Das Smartphone ist jedoch nicht nur ein Mittel, um den Fluchtweg praktisch zu bestreiten, sondern oftmals die einzige Möglichkeit, über die mit Familie und Freunden Kontakt gehalten werden kann. Insbesondere nach zentralen Etappen der Flucht, wie der Überquerung des Mittelmeers, kommunizieren die jungen Menschen mit ihnen nahestehenden Familienmitgliedern. Das Smartphone ist auch Träger von Erinnerungen. So werden Fotos aus dem Herkunftsland darauf gespeichert sowie Ereignisse der Flucht dokumentiert. Allerdings werden die jungen Geflüchteten auf dem Weg oft auch ihres Smartphones beraubt oder sie setzen es in der Not als Handelsgut ein. Damit ist das Mobiltelefon hoch bedeutsam und gleichzeitig nicht selbstverständlich verfügbar (Emmer et al. 2016; Gillespie et al. 2016). Nach der Ankunft in Deutschland ist es für die jungen Geflüchteten von großer Bedeutung, sich ein Smartphone und eine SIM-Karte zu organisieren, sofern dies nicht vorhanden ist. Von MigrantInnen betriebene Telefonshops sind dabei zentrale Anlaufstellen, die es ermöglichen, beim Erwerb sprachliche Hürden zu überbrücken. Für die jungen Geflüchteten ist die Verbindung zum Internet zentral, um das Smartphone für das Einleben in Deutschland zu nutzen. Insbesondere für die sprachliche Bewältigung der Orientierung in der Aufnahmegesellschaft sind das Mobiltelefon und Übersetzungssowie Sprachlern-Apps (teils als Kompensation nicht zugänglicher oder zeitlich begrenzter Sprachkurse) bedeutsam. Die räumliche Orientierung mithilfe von Karten- und Fahrplan-Apps trägt zur Unterstützung von Selbstständigkeit und Handlungsmächtigkeit im Alltag bei (Kutscher/ Kreß 2015). Neben all diesen Nutzungsweisen erweist sich jedoch vor allem das Kontakthalten mit Familie und Freunden in diversen Studien zur Mediennutzung von Geflüchteten als zentrale Funktion digitaler Medien (Emmer et al. 2016; Gillespie et al. 2016; Kutscher/ Kreß 2018). Allerdings ermöglicht dies nicht allen unbegleiteten geflüchteten Kindern und Jugendlichen, Kontakt zu ihren Eltern zu haben, da der Kontakt auch von der Situation, in der sich die Eltern befinden, abhängig ist. So schränken beispielsweise Stromausfälle oder mangelnde Internetverfügbarkeit im Herkunftsland die Verbindung ein. Der Zugang zu mobilen Daten über WLAN in den stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist auch vielfach nicht vorhanden oder zeitlich beschränkt. Trotz der vielfach großen räumlichen Distanz werden - da wo es möglich ist, in Kontakt zu sein - Momente virtueller Nähe im Rahmen von (Video)-Telefonie realisiert. In diesem Zusammenhang werden Praktiken des „Doing Family“, also der gemeinsamen Arbeit an der „Herstellung von Familie“ über die Entfernung, beispielsweise im Kontext des Postens von Familienbildern und dem Austausch dazu sichtbar. Die Erfahrungen des vorliegenden Projekts zeigen, dass auch elterliche Sorge über digitale Medien praktiziert wird. So sind die Eltern trotz der Entfernung durch die Verbindung über Kommunikations-Apps oder soziale Netzwerkdienste mit Rat und Unterstützung präsent, z. B. wenn ein Vater bei der Erledigung der Hausaufgaben berät und hilft oder nach den schulischen Leistungen fragt und eine Mutter aus der Ferne beim Kleiderkauf berät. Digitale Elternarbeit Die beschriebene Nutzung digitaler Medien durch junge Geflüchtete und ihre Eltern machen deutlich, dass die Eltern auf digitalem Wege in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen präsent sind und auch Einfluss nehmen. Im Gegensatz dazu werden die Eltern der geflüchteten Kinder und Jugendlichen seitens 72 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen nicht strukturell in Hilfegestaltung und -planung einbezogen. Durch den fehlenden Kontakt der Institutionen mit den Eltern besteht hier eine signifikante Leerstelle. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt „Digitale Elternarbeit in der Jugendhilfe mit Geflüchteten“ entwickelt. Mit der „digitalen Elternarbeit“ sollte es ermöglicht werden, dass die Familienangehörigen, die bisher in der Hilfegestaltung wenn überhaupt nur randständig Beachtung fanden, systematisch einbezogen werden und ein direkter Kontakt zwischen ihnen und den Fachkräften etabliert wird. Auf diesem Wege sollten unter anderem auch mögliche Spannungsfelder zwischen den Kindern und Jugendlichen, deren Eltern und den Fachkräften durch den Austausch abgebaut werden, um beispielsweise zu verhindern, dass die Eltern Erziehungspositionen vertreten, die den Vorstellungen und Zielen der Fachkräfte zuwiderlaufen. Spezifische Fragen und Herausforderungen der Elternarbeit mit fernen Elternteilen im Kontext sprachlicher Hürden und kulturell unterschiedlicher Erfahrungen, die Vermittlung von Informationen über ein den Eltern fremdes Jugendhilfesystem sowie Einbeziehung von weiteren Verwandten (Geschwistern, Großeltern etc.) standen dabei ebenso im Fokus wie die Qualifikation der Fachkräfte im Umgang mit digitalen Diensten und die reflexive Auseinandersetzung mit spezifischen Anforderungen der Elternarbeit in einem transnationalen Kontext. Durchführung und Teilnehmende des Projekts Das Kooperationsprojekt erstreckte sich über ein Jahr und fand in drei Phasen statt. In der ersten Phase verständigten sich Fachkräfte in einem begleiteten Prozess auf die oben genannte Zielsetzung, entwickelten in einer mehrmonatigen Auseinandersetzung mit spezifischen Aspekten und Fragen konzeptionelle Eckpunkte für die digitale Elternarbeit und setzten sich mit konkreten Möglichkeiten der Videotelefonie auseinander. Im zweiten Schritt folgte eine sechsmonatige Erprobungsphase, in der Fachkräfte unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen Gespräche mit den Eltern führten und kontinuierlich unter einer konzeptionellen Perspektive reflektierten. Die abschließende dritte Phase bestand darin, mit den beteiligten AkteurInnen, d. h. den jungen Menschen, den Eltern und den Fachkräften, Auswertungsgespräche zu führen. Am Projekt nahmen sieben Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 18 Jahren teil. Sechs der Teilnehmenden, von denen vier Mädchen und drei Jungen waren, stammten aus Syrien und eine Teilnehmerin aus Afghanistan. Die jungen Geflüchteten lebten zum Zeitpunkt des Projekts im betreuten Jugendwohnen oder stationären Wohngruppen. Ihre Eltern befanden sich im Herkunftsland oder waren selbst auf der Flucht und hielten sich in Griechenland, Kuwait oder der Türkei auf. Der Erstkontakt zu den Eltern wurde in allen Fällen über die Kinder und Jugendlichen hergestellt. Hierbei wurden die bereits von den Teilnehmenden genutzten digitalen Kommunikationswege gewählt. Die Elterngespräche fanden je nach Bedarf innerhalb der sechs Monate in unterschiedlicher Frequenz statt. An allen Gesprächen nahmen ÜbersetzerInnen teil, welche die Sprachmittlung übernahmen, um die Kinder und Jugendlichen von der Verantwortung für Übersetzungsleistungen zwischen Eltern und Fachkräften zu entlasten, da alle Eltern nur die Herkunftssprache sprachen und die Fachkräfte sämtlich nicht die Familiensprache beherrschten. Die Elterngespräche wurden über Videotelefonie-Dienste, wie den Videochat über den Facebook Messenger oder die App imo geführt, sodass sich alle AkteurInnen nicht nur hören, sondern auch sehen konnten. 73 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten Kernaspekte, Erfahrungen und Beobachtungen aus dem Projekt Die Kinder und Jugendlichen nahmen in der Vorbereitung und Durchführung der digitalen Elternarbeit eine zentrale Rolle ein. Das bedeutete, dass die Fachkräfte in der Vorbereitung mit den Kindern und Jugendlichen Themen erarbeitet haben, die im Elterngespräch thematisiert werden sollen. In den Elterngesprächen selbst hatten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, an den Gesprächen teilzunehmen oder sich auch bewusst aus dem Gespräch zu entfernen. So entschied beispielsweise eine Teilnehmerin, an dem Gespräch zwischen dem Vormund und dem Vater nicht teilzunehmen, da Fragen zur Flucht der Familie thematisiert werden sollten und sie dies als zu belastend empfand. Im Rahmen der Elterngespräche sollten auch erzieherische Vorstellungen der Eltern in die Hilfeplanung mit einbezogen werden, sofern diese nicht den rechtlichen Rahmen und die fachliche-pädagogische Einschätzung hinsichtlich des Kindeswohls beeinträchtigen. Die Themen, die mit den Eltern besprochen wurden, bezogen sich auf Fragen rund um Alltagsgestaltung, Freizeit, Bildung, Entscheidungen über Gesundheit und Fürsorge etc. So wurde beispielsweise mit den Eltern verhandelt, in welcher Form es möglich wäre, dass die Tochter im Rahmen des Sportunterrichts in der Schule am geschlechtergemischten Schwimmen teilnimmt. Die gemeinsame Aushandlung der kontroversen Perspektiven von Eltern und Fachkräften ermöglichte, dass das Mädchen mit einem Burkini, einer Badebekleidung, die den gesamten Körper bedeckt, am geschlechtergemischten Schwimmunterricht teilnimmt, konnten von allen Beteiligten mitgetragen werden. Es zeigte sich, dass die Kontaktaufnahme mit den Eltern nur über die Kinder und Jugendlichen möglich ist, da die Kontaktdaten der Eltern bei der Einrichtung der Erziehungshilfe nicht grundsätzlich erhoben werden. Daher fungieren die Kinder und Jugendlichen zunächst als Gatekeeper und haben die Entscheidungsgewalt, Zugang zu den Eltern zu gewähren oder zu beschränken. Im Verlauf der Gespräche zeigte sich, dass die Mehrheit der am Pilotprojekt beteiligten Kinder und Jugendlichen die Elterngespräche zunehmend als gewinnbringend erlebten. Dies war insbesondere der Fall, wenn die Eltern die Gespräche als gelingend bewerteten. Dabei wird deutlich, wie relevant die Perspektive der Eltern auch für die Beteiligungsbereitschaft der Kinder in diesem spezifischen Kontext ist. Da das Pilotprojekt mit Jugendlichen durchgeführt wurde, die sich auf Nachfrage bereit erklärt hatten, einen Kontakt zu den Eltern herzustellen, und im Vorfeld keine systematische konzeptionelle Klärung vorlag, wie verpflichtend Elternkontakte im Kontext der Arbeit mit den jungen Geflüchteten installiert werden sollen (oder auch schon alleine aus technischen Gründen können), stieß das Projektteam im Verlauf auf die Frage, inwiefern unter diesen Umständen Elternarbeit somit nur bei Kindern und Jugendlichen praktiziert werden kann, die bereit sind, einen Kontakt mit den Eltern über ihre digitalen Kanäle zu ermöglichen. Denn andererseits entschieden sich einzelne Jugendliche gegen die Teilnahme am Projekt digitale Elternarbeit, da sie nicht wollten, dass im Zuge der Elterngespräche Informationen über ihr hiesiges Leben an die Eltern gelangten, wenn sie die Befürchtung hatten, dass es zu Konflikten kommen könnte, beispielsweise wenn es um Informationen über eine „westliche“ Lebensführung ging und diese von den Vorstellungen der Eltern abwichen. Im Laufe des Projekts zeigte sich, dass Elternarbeit mit Eltern von jungen Geflüchteten spezifische Anforderungen im Vergleich zu „klassischer“ face-to-face-Elternarbeit umfasst. So führt die räumliche Distanz zwischen Eltern und Fachkräften dazu, dass die Fachkräfte die Eltern häufig „ausblenden“, d. h. keinerlei Kontakt mit den Eltern ihrer AdressatInnen haben und eine persönliche Zusammenkunft an einem Ort nicht möglich ist. Trotz bereits länger 74 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten andauernder Sorgeverhältnisse zwischen den Fachkräften und den Kindern und Jugendlichen zeigte sich, dass erstere zumeist nicht einmal den Namen der Eltern kannten, obwohl die familiären Bezüge innerhalb der Hilfemaßnahme einen bedeutsamen Raum einnahmen, wenn es u. a. um die Sehnsucht nach der Herkunftsfamilie geht und damit verbundene Fragen des Familiennachzugs oder wenn Kinder und Jugendliche ihren Familienmitgliedern im Herkunftsland finanzielle Unterstützung zukommen lassen sollen. Im Zusammenhang des Kontakts über digitale Medien bildet der Bildschirm sowohl eine Brücke als auch eine Barriere, die Strategien des Umgangs mit der Medienvermitteltheit erfordert. Die fehlende körperliche Kopräsenz erforderte neue Begrüßungsrituale. So wurde beispielsweise das Händeschütteln bei der Begrüßung zu Beginn eines Gesprächs durch das Winken der Beteiligten in die Kamera ersetzt. Ebenso zeigte sich am Ende der Gespräche, dass sich neue ritualisierte Formen der Verabschiedung auf digitalem Wege entwickelten. Das Sprechen mittels ÜbersetzerInnen bedeutete, dass dadurch, dass den Fachkräften die Herkunftssprache und den Eltern die deutsche Sprache nicht zugänglich ist, während der Äußerungen der einzelnen Beteiligten und der Übersetzungsphasen jeweils Personen in verschiedenen Gesprächssequenzen ausgeschlossen waren. So waren die DolmetscherInnen und teils die Jugendlichen die Einzigen, die das gesamte Gespräch direkt verfolgen konnten. Diese Tatsache bedeutet, dass sich hier eine Informationsmacht verdichtet, die auch Konsequenzen für die thematisierten Inhalte haben konnte. Die Beobachtungen in der Praxis zeigten, dass die Fachkräfte während der Redeanteile der Eltern ein aktives Zuhören sozusagen proaktiv praktizierten, obwohl sie das Gesprochene erst im Nachhinein durch die ÜbersetzerInnen verstehbar gemacht bekamen. Alle AkteurInnen des Projekts gaben in der Auswertung wieder, dass die Distanz, die das Sprechen über einen Bildschirm mit sich brachte, im Laufe der Gespräche abnahm. Dies geschah unter anderem auch dadurch, dass, wie sich im Projektverlauf zeigte, die Eltern und Fachkräfte sich sprachlich annäherten, indem sie sich gegenseitig in der jeweilig anderen Landessprache begrüßten oder eine Verständigungssprache wählten, die für beide Seiten eine Fremdsprache war (z. B. Englisch). Durch den direkten Kontakt zwischen Eltern und Fachkräften entstand ein neuer Interaktionsraum, der von den Jugendlichen auf unterschiedliche Weise betrachtet wurde. Manche Jugendliche hatten Bedenken, dass über die direkte Kommunikation Themen zutage treten könnten, die sie bis dahin in der Kommunikation mit ihren Eltern vermieden und befürchteten, dass dadurch Konfliktfelder geschaffen werden könnten. Andere Jugendliche freuten sich über die Entlastung, die eine direkte Kommunikation zwischen den für sie verantwortlichen Akteuren ermöglichen könnte. Auch die konkrete „Begegnung“ von Fachkräften und Eltern führte dazu, dass die Eltern, die bis dahin von ihren Kindern etwas über die Fachkräfte berichtet bekamen und diese jedoch bis zur Durchführung der Elternarbeit weder gesehen noch gesprochen hatten, zum ersten Mal die Person kennenlernten, die für ihr Kind zuständig war. Die direkte Kommunikation ermöglichte es darüber hinaus, den bis dahin oft genutzten „Umweg“ über die Kinder und Jugendlichen als KommunikationsmittlerInnen zu vermeiden. So konnten die Eltern nun direkt in den Austausch mit den Fachkräften gehen. Auf diese Weise wurden die Kinder von schwierigen Aufgaben entlastet. Beispielsweise standen die Kinder und Jugendlichen immer wieder unter dem Druck, Fragen des Familiennachzugs gegenüber ihren Eltern zu vertreten, bei denen sie nach Auskunft über Sachverhalte gefragt wurden, die sie teils nicht beantworten konnten. Somit ermöglichte die Etablierung der Elterngespräche, Themen wie beispielsweise die Zu- 75 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten ständigkeit von Jugendhilfe im Kontext von Asylverfahrensprozessen auf der Ebene der Erwachsenen zu klären. Über die Elterngespräche wurden die Eltern erstmals auch in die Hilfegestaltung einbezogen, sodass auf diese Weise dabei gemeinsam getroffene Entscheidungen mit ihnen ausgehandelt und von ihnen mitgetragen werden konnten. Im Fall eines syrischen Mädchens, dessen Mutter mit den Geschwistern in der Türkei gestrandet und dessen Vater nach Kuwait geflüchtet war, ging es um die Frage, wo das Mädchen zukünftig aufwachsen sollte. Das Mädchen stand vor der Frage, ob sie sich mit Legitimation durch die Eltern in Deutschland einleben darf oder ob sie zur Mutter in die Türkei reisen sollte, da zunächst kein Familiennachzug bewilligt wurde bzw. nur für die Mutter, aber nicht die beiden anderen minderjährigen Geschwister. Das Problem wurde gemeinsam mit beiden Eltern beraten, wo der zukünftige Lebensmittelpunkt des Mädchens, mit allen damit verbundenen Konsequenzen, sein sollte, und somit das Mädchen entlastet. Im Rahmen der digitalen Elternarbeit wurde die Möglichkeit eröffnet, die räumliche Distanz der Familie auf medialem Wege zu überbrücken. Da die Mehrheit der teilnehmenden Familien darunter litt, keinen gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben, konnten die Fachkräfte mit den Familienmitgliedern dieses Thema bearbeiten. So wurde sichtbar gemacht, dass die Familien trotz der räumlichen Distanz gemeinsam Tagesrituale pflegten, wie beispielsweise gemeinsam während der Videotelefonie zu essen oder Alltagssituationen medial vermittelt miteinander zu teilen. Für die Fachkräfte wurde durch die Kommunikation mit den Eltern deutlich, unter welcher Erziehungspraxis die Kinder und Jugendlichen bis dahin aufgewachsen waren. Darüber hinaus konnten die fernen Eltern im Sinne der pädagogischen Arbeit auch bewusster als Ressource eingesetzt werden, indem sie u. a. das Erledigen der Hausaufgaben unterstützten oder lebenspraktische Dinge, wie Kochen, vermittelten. Widersprüche Digitale Elternarbeit bewegt sich zwischen Entlastung und neuem Druck. Auf der einen Seite versprachen sich die Fachkräfte durch die Kommunikation mit den fernen Eltern und die damit verbundenen gemeinsamen Vereinbarungen eine Vereinfachung der Arbeit. Auf der anderen Seite brachte der Einbezug der Eltern und ihrer Perspektiven auf das Leben ihres Kindes in Deutschland neue Herausforderungen mit sich, bspw. hinsichtlich der Frage, welche Entscheidungsgewalt die Eltern haben, obwohl die Personensorge auf einen Vormund übertragen wurde, was es bedeutet, das für die Eltern unbekannte Jugendhilfesystem in Deutschland und seine Funktionsweisen, Akteursrollen und rechtlichen Dimensionen zu vermitteln. Für alle Beteiligten stellte sich immer wieder die Frage, was innerhalb der Elterngespräche thematisierbar ist und was für die verschiedenen AkteurInnen in den Bereich des Nichtsagbaren fällt. In diesem Zusammenhang waren die räumliche Distanz, aber auch die durch das Rechtssystem bedingten Machtverhältnisse, relevant. So ist durch die Entfernung der direkte erzieherische Zugriff der Eltern auf ihre Kinder beschränkt, was dazu führt, dass die Eltern keine andere Wahl haben, als sich auf die Begleitung der pädagogischen Fachkräfte zu verlassen. Das bedeutet aber auch, dass seitens der Eltern nur beschränkt Kritik gegenüber den Fachkräften geäußert wurde, da sie u. a. befürchteten, dass andernfalls negative Konsequenzen gegenüber ihrem Kind zu befürchten sein könnten oder gemeinsame Anliegen wie der künftige erwünschte Familiennachzug dadurch potenziell gefährdet werden könnte. Digitale Elternarbeit mit Eltern von Geflüchteten ist damit auch mit der Frage konfrontiert, wie freiwillig die Eltern an den Elterngesprächen teilnehmen können oder ob der machtvolle Rahmen, in dem sie sich bewegen, eine Ablehnung oder kritische Ausgestaltung des Kontakts zu den Fachkräften in Deutschland von vorneherein schwer oder sogar unmöglich macht. 76 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie die Eltern auf ein Gespräch vorbereitet bzw. begleitet werden. Für sie ist der gesamte Zusammenhang sowohl rechtlich als auch praktisch nur begrenzt bekannt oder vertraut und damit schwer einschätzbar, welche Befugnisse und Rechte sie dabei haben. Für die Fachkräfte und die Jugendhilfeeinrichtungen zeigt sich das Erfordernis, die eigenen Motive für die Einbeziehung der Eltern zu reflektieren und entsprechend auch die eigene Rolle in diesem Zusammenhang zu betrachten. Dabei geht es auch darum zu klären, welche Interessen und Ziele dahinterstehen, ferne Eltern einzubeziehen, sodass diesen eine echte Beteiligung ermöglicht wird und nicht nur eine durch die Fachkräfte angezielte Funktionalisierung oder Instrumentalisierung der Eltern für eigene pädagogische Ziele stattfindet. Wenn im „klassischen Fall“ Eltern AntragstellerInnen der Hilfen zur Erziehung sind, dann sind sie in der Regel von Beginn der Hilfe im direkten Kontakt mit den pädagogischen Fachkräften. Der Zugang zu den Eltern der unbegleiteten Geflüchteten ist nur über die jungen Menschen selbst möglich. Die Kinder und Jugendlichen haben somit auch die Möglichkeit, einen Kontakt nicht entstehen zu lassen. Mit Blick auf Kindeswohl und Kindeswillen ist zu überdenken, wie legitim die Nichtermöglichung solch eines Kontaktes ist bzw. ob diese Option ausschließlich von der Entscheidung der Kinder abhängig gemacht werden kann und soll. Daran schließt sich die Frage an, inwieweit konflikthafte Themen aufgrund des Wunsches der AdressatInnen aus Gesprächen der Elternarbeit ausgeschlossen werden sollen. Von den Kindern und Jugendlichen im Projekt wurden hier beispielsweise als kritische (und lieber nicht anzusprechende) Themen der Umgang mit Ramadan-Regeln, Probleme in der Schule und Liebesbeziehungen benannt. In den begleiteten Elterngesprächen zeigte sich, dass die ÜbersetzerInnen, wenn sie mehrfach die gleichen Elterngespräche begleiteten, ebenso wie die Fachkräfte eine Beziehung zu den Eltern aufbauten. Dies führte dazu, dass die DolmetscherInnen sich eigenständig an den Gesprächen beteiligten und ihre Rolle verließen, indem sie eigene Begrüßungsbzw. Seitengespräche mit den Eltern führten und das Gesprochene nicht übersetzten. Ein weiterer Aspekt, der für den Kontext Kinder- und Jugendhilfe und deren Anforderungen an Datenschutz weiter zu verfolgende Fragen aufwarf, war, dass in der Kommunikation zwischen Fachkräften und Eltern Dienste wie WhatsApp und Facebook genutzt wurden, die hinsichtlich der Sicherheit von klientInnenbezogenen Daten zu hinterfragende Kommunikationswege darstellen. Empfehlungen für die Kinder- und Jugendhilfe Vor dem Hintergrund der Erfahrungen des dargestellten Pilotprojekts können verschiedene relevante Aspekte benannt werden, die für eine konzeptionelle Umsetzung und Weiterentwicklung einer fachlich qualifizierten digital gestützten Elternarbeit bedeutsam sind. Es zeigt sich, dass eine - erstaunlicherweise oftmals kaum reflektierte - Frage ist, ob und wie Eltern von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten wie andere Eltern nach Möglichkeit in die Planung und Gestaltung von Jugendhilfemaßnahmen eingebunden werden. Dies bedarf jedoch auch der Reflexion der spezifischen Rahmenbedingungen und Anforderungen und einer bewussten Gestaltung der Umsetzung dieser Form der Elternarbeit, die sowohl „klassische“ Fragen der Zusammenarbeit als auch darüber hinausgehende besondere Themen fokussiert. Dazu gehört unter anderem eine systematische Einbindung aller AkteurInnen sowie die Reflexion, inwieweit machtvolle Strukturen bzw. ungeklärte rechtliche und praktische Verhältnisse (so u. a. die zentrale Rolle der Jugendlichen dafür, ob Kontakt zustande kommt oder nicht) die Teilhabe der Eltern am Hilfeprozess beschränken. 77 uj 2 | 2019 Digitale Elternarbeit mit Geflüchteten Als wirkmächtiger Kontext der Gespräche gilt es, die vorherrschenden Machtstrukturen insofern zu reflektieren, dass beispielsweise die Fachkräfte als RepräsentantInnen der Aufnahmegesellschaft wahrgenommen werden. Die Rolle der ÜbersetzerInnen ist nicht zu unterschätzen. Durch ihre Sprachmittlerrolle nehmen sie eine machtvolle Position ein und sind in ihrer Ausgestaltung der Qualität der Übersetzungsleistung maßgeblich für die kommunikative Verbindung zwischen Eltern und Fachkräften verantwortlich. Neben den spezifischen Anforderungen zeigt sich auch im Kontext der digitalen Elternarbeit, dass fachliche Grundanforderungen wie die Fall- und Gesprächsdokumentation oder Zielvereinbarungen von Hilfeplangesprächen im Sinne einer partizipativen Gestaltung des Hilfeprozesses auch den Eltern zugänglich gemacht werden können. Auch die Gestaltung des Settings der Elterngespräche ist zu bedenken. Eine Grundanforderung Sozialer Arbeit ist es, die persönlichen Daten der AdressatInnen vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Daher ist eine relevante Frage, welche technischen Kommunikationswege für digitale Elternarbeit gewählt werden und wie Dokumente wie beispielsweise Geburtsurkunden auf datensicheren Wegen ausgetauscht werden können. Auf struktureller Ebene ist darüber hinaus zu klären, wie strukturell abgesichert werden kann, dass ÜbersetzerInnen finanziert werden können, Fachkräfte im Umgang mit digitalen Medien geschult sind und andererseits auch, dass die Eltern technische Ressourcen besitzen. Lisa-Marie Kreß, M. A. Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart Fakultät Sozialwesen Rotebühlstr. 131 70197 Stuttgart E-Mail: lisa-marie.kress@dhbw-stuttgart.de Prof. Dr. Nadia Kutscher Universität zu Köln Humanwissenschaftliche Fakultät Department Heilpädagogik und Rehabilitation Klosterstr. 79 b 50931 Köln E-Mail: nadia.kutscher@uni-koeln.de Literatur Brinks, S., Dittmann, E., Müller, H. (2016): Handbuch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe. IGFH Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen Deutscher Bundestag (2018): Bericht über die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in Deutschland. Drucksache 19/ 4517 Emmer, M., Richter, C., Kunst, M. (2016): Flucht 2.0. 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