unsere jugend
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Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Stabile Pflegeverhältnisse
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Timo Herrmann
Martin Janning
Unter welchen Bedingungen kann die Vermittlung von traumatisierten Vor- und Grundschulkindern in Pflegefamilien gelingen? Wie stabil sind solche Pflegeverhältnisse? Was führt zu einem Abbruch? Diesen Fragen ging das Caritas-Kinder- und Jugendheim in Rheine für sein hochspezialisiertes Angebot der Therapeutischen Übergangshilfe mit z.T. sehr überraschenden Ergebnissen nach.
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123 unsere jugend, 71. Jg., S. 123 - 133 (2019) DOI 10.2378/ uj2019.art21d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel von Timo Herrmann Jg. 1967; Diplom-Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Hilfen zur Erziehung“ im Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz Stabile Pflegeverhältnisse Ein Ergebnis professioneller Arbeit in der Therapeutischen Übergangshilfe mit traumatisierten Vor- und Grundschulkindern Unter welchen Bedingungen kann die Vermittlung von traumatisierten Vor- und Grundschulkindern in Pflegefamilien gelingen? Wie stabil sind solche Pflegeverhältnisse? Was führt zu einem Abbruch? Diesen Fragen ging das Caritas-Kinder- und Jugendheim in Rheine für sein hochspezialisiertes Angebot der Therapeutischen Übergangshilfe mit z. T. sehr überraschenden Ergebnissen nach. Einleitung „Damit es auf Dauer gelingt“: unter diesem Titel führte das Caritas-Kinder- und Jugendheim Rheine in Kooperation mit dem Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) in Mainz von 2009 bis 2014 ein Forschungsprojekt zur Ambulanten Familienarbeit (AFA) und zur Therapeutischen Übergangshilfe (TÜ) durch (Caritas-Kinderheim gGmbH 2015). Das Design sah vor, dass die Hilfen prospektiv zu Beginn, im Verlauf, zum Abschluss und im Idealfall katamnestisch nach ein, drei und fünf Jahren dokumentiert wurden. Zum Einsatz kamen eine Vielzahl von Instrumenten, mit denen Belastungen, Ressourcen, Aussagen zur Bindung und zur Traumatisierung sowie zur familiären Situation und den Eltern erhoben wurden. Lagen in der Forschung die Schwerpunkte zunächst auf einem Vergleich der Klientel in den beiden Hilfesystemen und auf den während der Hilfe erzielten Effekten/ Veränderungen, geriet die Frage der Prognosen zur Stabilität der Anschlussperspektiven der Kinder aus der TÜ und damit der „Zuweisungsqualität“ der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Projektdurchführung zusätzlich in den Fokus. Daher wurde beschlossen, über das Ende der Projektlaufzeit hinaus bis 2016 weiterhin Daten zur Katamnese, insbesondere zu Pflegeverhältnissen, zu erheben. Martin Janning Jg. 1962; Diplom-Psychologe, Leiter des Heilpädagogischen und Psychologischen Dienstes des Caritas-Kinder- und Jugendheimes in Rheine 124 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse Die Therapeutische Übergangshilfe Die 1989 gegründete Therapeutische Übergangshilfe mit insgesamt 25 Plätzen des Caritas-Kinder- und Jugendheimes in Rheine ist eine stationäre Spezialeinrichtung für traumatisierte Kinder, die verwahrlost, vernachlässigt oder den Aggressionen der eigenen Eltern oft schutzlos ausgeliefert waren. Das ständig weiterentwickelte Konzept ist in verschiedenen Veröffentlichungen dargestellt (vgl. Dörnhoff 1994; Janning 1995; Caritas-Kinderheim gGmbH Rheine 2015; Temke/ Tippkötter 1997; Dörnhoff/ Janning 2010; Dörnhoff 2018). Pro 10 Kinder steht eine ganze Stelle des Heilpädagogischen und Psychologischen Dienstes für Diagnostik, Therapie, Förderung, Klärung mit den Eltern und Beratung zur Verfügung. Alle Kinder leben vorübergehend in Gruppen mit 5 bis 7 Plätzen so kurz wie möglich und so lange wie nötig im Kinderheim, bis sie wieder einen Wunsch nach elterlichen Bezugspersonen entwickelt haben, bis Symptome verstanden und erste Wunden geheilt sind, bis der dauerhafte Verbleib geklärt ist und bis passende Hauptbezugspersonen gefunden sind. Vorteile der Heimunterbringung mit Schichtdienst gegenüber der Bereitschaftspflege bestehen darin, dass Kinder, für die die Abhängigkeit zu Eltern hoch frustrierend und beängstigend war, nicht gleich wieder mit Eltern konfrontiert werden und nicht die Phantasie haben müssen, Elternerwartungen erfüllen zu müssen. Sie können selbst Nähe und Distanz bestimmen und leichter Zugang zu ihren Gefühlen gewinnen (vgl. Bettelheim 1971; Nienstedt/ Westermann 2007). Die Kinder wissen, dass kein Kind auf Dauer in der Gruppe bleibt. Sie erleben Solidarität mit den anderen Kindern. Im Schichtdienst können auch schwer belastende Verhaltensweisen von einem Team ausgehalten und hilfreich beantwortet werden. Pädagogisch ausgebildete Fachkräfte können zusammen mit diagnostisch und psychotherapeutisch ausgebildeten Fachkräften die Frage nach der Lebensperspektive klären. Nienstedt und Westermann weisen darauf hin, „dass ein Kind nicht in eine Ersatzfamilie integriert werden kann, solange es noch nicht beziehungsfähig ist, es sei denn, man riskiert, dass es wieder aus der Familie ausgestoßen wird, oder aber, dass es, wenn es in der Familie bleibt, ein Fremdkörper, bestenfalls ein gelittener Gast in der Familie sein wird“ (2007, 279). Neben dem vorübergehenden, an den Entwicklungsbedingungen des Kindes orientierten Betreuungssystem kennzeichnen vier weitere Konzeptbausteine die Therapeutische Übergangshilfe: 1. Diagnostik und Hilfe bei der Klärung 2. Ein heilpädagogisches Milieu in der Gruppe sowie Kinderpsychotherapie und Förderung außerhalb der Gruppe 3. Am Kind orientierte Eltern- und Familienarbeit 4. Perspektiventwicklung In diesem Sinne steht Heimerziehung nicht gegen Familienerziehung, sondern stellt sich in ihren Dienst. Sie will Familienerziehung für schwer emotional gekränkte Kinder überhaupt erst ermöglichen. Bisherige Forschungsergebnisse zur Therapeutischen Übergangshilfe In einer retrospektiven Längsschnittuntersuchung mit 127, bei Aufnahme durchschnittlich 5,4 Jahre alten Kindern, die seit 1990 vermittelt wurden, sind Ende der 90er Jahre bereits die „Effekte der Therapeutischen Übergangshilfe“ in Zusammenarbeit mit dem IKJ untersucht worden. Nach einer durchschnittlich etwa 14-monatigen Unterbringungsdauer konnten die schwer vernachlässigten und misshandelten Kinder in den Bereichen „Psychosoziale Belastung“, „Störungen und Symptome“, „Bindung“ und „Ressourcen“ eine deutlich positive Entwicklung aufweisen. Die Kontinuität der 125 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse Anschlussperspektiven „Rückführung“, „Stationäre Unterbringung“ und „Pflegevermittlung“ betrug 79 %. Diese Stabilität der Anschlussperspektiven wurde damals allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach Ende der Hilfe in der TÜ ermittelt. Von den 59 Kindern, die in einer Pflegefamilie untergebracht wurden, lebten zum Ende des Untersuchungszeitraums noch knapp 90 % (89,3 %) in der Familie (Dörnhoff/ Janning 2010). Nach einer weiteren 2014 abgeschlossenen prospektiven Forschungsstudie zusammen mit dem IKJ, in der die Hilfen von 55, bei Aufnahme durchschnittlich 6,2 Jahre alten Kindern aus der Therapeutischen Übergangshilfe in den Jahren zwischen 2009 und 2013 untersucht wurden, weisen 86 % der Kinder ein mangelndes Bindungsverhalten auf, 44 % Distanzlosigkeit und über 33 % Rollenumkehr. 94,5 % der Kinder sind traumatisiert, die meisten über Jahre schwer depriviert oder misshandelt. Täter lebten fast ausschließlich innerhalb der Familie. 67,7 % der Kinder befanden sich in hoher Abhängigkeit zum Täter. Im Durchschnitt lebten sie über 20 Monate mit dem Täter zusammen. Über 70 % der Eltern und damit auch der Kinder erlebten Gewalt oder Erniedrigung eines Partners durch den anderen Partner, über 78 % Paarkonflikte. Im Verlauf der Hilfe profitierten alle Kinder überdurchschnittlich stark in Bezug auf den „Abbau von Symptomen“ (Symptomindex: -13,1; EVAS-Vergleichsstichprobe: -1,3) und den „Aufbau von Ressourcen“ (Ressourcenindex: 14,1; EVAS-Vergleichsstichprobe: 5,1). Die Werte liegen teilweise um ein Mehrfaches über den Werten der parallelisierten EVAS-Stichprobe (Institut für Kinder- und Jugendhilfe 2017). Bei EVAS handelt es sich um ein Evaluationsverfahren, mit dem seit 1999 erzieherische Hilfen im Einzelfall dokumentiert werden (Macsenaere/ Knab 2004). Neben diesen Kennwerten entwickelte sich die Bindungs- und Beziehungsbereitschaft während der Unterbringung sehr positiv. Die „Bindungsstärke“ nahm deutlich zu. Verhaltensweisen von Bindungsmuster D (desorganisiert) nahmen ab, von Bindungsmuster B (sicher) nahmen zu. Bindungsstörungen, insbesondere „keine Anzeichen von Bindungsverhalten“, „Distanzlosigkeit“ und „gehemmtes Bindungsverhalten“ nahmen ab. Es wird messbar, dass eine Entwicklung in Gang kam. Forschungsergebnisse zur Stabilität von Pflegeverhältnissen Wie hoch ist die Stabilität der Pflegeverhältnisse? Welche Kriterien und Bedingungen lassen eine dauerhafte, gesunde und ungestörte Entwicklung erwarten und welche nicht? Wann gibt es die meisten Abbrüche? Diese Fragen gewinnen angesichts einer 2016 veröffentlichten Studie (van Santen, 387f ) bei einer Stichprobengröße von 7.571 Pflegekindern besondere Relevanz. Demnach bleiben nur maximal 40 % der Kinder, die zum Zeitpunkt der Vermittlung bis zu 10 Jahre alt sind, bis zum 18. Lebensjahr in der Pflegefamilie. Dabei wurden nur die Kinder berücksichtigt, die schon mindestens zwei Jahre lang in der Pflegefamilie lebten. Nahezu jedes vierte zwischen 0 und 3 Jahren vermittelte Kind lebte bis zum maximal 7. Lebensjahr nicht mehr in der Pflegefamilie. Bis zum maximal 13. Lebensjahr wurden in dieser Gruppe ca. 46 % der Pflegeverhältnisse beendet (van Santen 2016, 389). „Auch bei der Gruppe der 3bis unter 6-Jährigen werden bis zum maximal 13. Lebensjahr (bis zum Monat 84 nach Beginn des Pflegeverhältnisses) 40 % und bis zum maximal 16. Lebensjahr (Monat 120 nach Beginn des Pflegeverhältnisses) 49 % der Pflegeverhältnisse beendet. Bei der Gruppe, die zu Anfang der Platzierung zwischen 6 und 9 Jahre alt waren, sind bis zum maximal 16. Lebensjahr (Monat 84 nach Beginn der Platzierung) 43 % der Pflege- 126 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse verhältnisse beendet“ (van Santen 2016, 389). Für all diese Zahlen gilt, dass in der Studie Hilfen mit Beginn oder Ende durch Zuständigkeitswechsel oder Platzierungen, die abweichend vom Hilfeplan durch die Herkunftseltern beendet wurden, ausgeschlossen waren. Allgemein fasst van Santen (2017, 105) den Forschungsstand folgendermaßen zusammen: „Die Befunde der internationalen Studien stimmen in der Regel mit den Ergebnissen der deutschen Studien überein. Als besonders bedeutend für die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs erweisen sich das Alter der Pflegekinder zu Beginn der Hilfe, Verhaltensauffälligkeiten der Pflegekinder, die professionelle Unterstützung der Pflegeverhältnisse, die Beziehungsqualität der Stakeholder des Pflegeverhältnisses sowie die bisherige Hilfekarriere.“ In einer eigenen Analyse von 20.695 Vollzeitpflegeverhältnissen, die in den zwei Jahren vom 1. 1. 2012 bis 31. 12. 2013 beendet wurden, kam van Santen (2017) zu folgenden Ergebnissen: Die stärksten Einflüsse für einen Abbruch hängen mit dem Alter und mit den Gründen für die Hilfegewährung zusammen. Die Abbruchwahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter der Kinder bei Vermittlung in die Pflegefamilie. Je jünger die Kinder sind, umso eher können sie eine gegenseitige Bindung aufbauen, die das Risiko eines Abbruchs reduziert. Je schwieriger die Problemlagen des Kindes sind, desto wahrscheinlicher scheint eine Überschreitung der Problemlösekompetenz der Pflegeeltern. Insbesondere externalisierendes Problemverhalten stellt einen der größten Risikofaktoren für Abbrüche dar. Das Wissen über Risikofaktoren kann die Abbruchwahrscheinlichkeit von Pflegeverhältnissen reduzieren. Lohaus, Heinrichs, Konrad, Chodura, Ehrenberg, Job, Möller, Reindl und Symanzik (2017) verglichen Pflegefamilien von 94 Pflegekindern im Alter von zwei bis sieben Jahren, die maximal 24 Monate in der Pflegefamilie waren, mit 159 Familien mit leiblichen Kindern des gleichen Alters. Sie untersuchten, ob es in der Entwicklung von Pflegekindern zu den erwarteten Erholungseffekten kommt und welche Faktoren dabei hilfreich sind. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die internalisierenden und externalisierenden Symptome in der Pflegekindergruppe über die Zeit deutlich stabiler wahrgenommen wurden als in den Vergleichsfamilien. Sie schließen daraus, dass ein Wechsel in die Pflegefamilie nicht notwendigerweise eine Abnahme der Symptome bedeutet. Sie empfehlen frühzeitige Interventionen, um einer Stabilisierung entgegenzuwirken. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Heimgruppen haben daher die Aufgabe, den Kindern so zu helfen, dass die eigene Entwicklung in Gang kommt und Symptome sich nicht verfestigen. Zu welchem Zeitpunkt aber sind die meisten Abbrüche zu erwarten? Van Santen kommt zu folgenden Ergebnissen: „Bisherige Analysen haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit des Beendens einer Platzierung während des ersten Jahres der Vollzeitpflege besonders hoch ist, dann geringer wird und in der Adoleszenzphase wieder zunimmt. Dies gilt unabhängig vom Alter zu Beginn der Platzierung“ (2016, 387). Werden die von Nienstedt und Westermann (2007) beschriebenen Integrationsphasen eines traumatisierten Kindes in Pflegefamilien (Anpassungs-, Übertragungs- und Regressionsphase) betrachtet, so wäre zu vermuten, dass sich Pflegeeltern insbesondere dann mit ihrer Aufgabe überfordert fühlen und das Pflegeverhältnis abbrechen, wenn Pflegekinder in der zweiten Phase der Integration ihre im Herkunftssystem entstandenen Ängste auf die Pflegeeltern übertragen. Werden diese nicht ausreichend verstanden und hilfreich beantwortet, entwickeln schwer gekränkte Kinder Symptome mit hoher energetischer Ladung. Daher sind Abbrüche vor allem innerhalb der ersten Jahre oder bei nicht gelungener Integration in der Jugendzeit mit großen Fremdheitsgefühlen zu erwarten. 127 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse Vor dem Hintergrund der dargestellten Forschungsbefunde sollten in der vorliegenden Untersuchung folgende Fragen beantwortet werden: ➤ Wie stabil sind die Pflegeverhältnisse nach der „Therapeutischen Übergangshilfe“ nach einem, drei und fünf Jahren? ➤ Welche Kriterien führen zu Stabilität oder Abbruch von Pflegeverhältnissen? Erhebungsdesign Den Ausgangspunkt zur Beantwortung dieser beiden Fragen bildete die oben erwähnte 5-jährige Forschung. Diese sah vor, alle ab Januar 2009 begonnenen Hilfen prospektiv zu dokumentieren. Auf dieser Grundlage sollten die Effekte/ Veränderungen während der TÜ bestimmt werden. Zusätzlich zu diesen Daten bemühten sich die Fachkräfte in der TÜ zu drei Katamnesezeitpunkten (nach einem, drei und fünf Jahren) Angaben von allen jungen Menschen zu erhalten, deren Hilfen ab Januar 2005 beendet worden waren. Mit der Katamnese sollte vor allem überprüft werden, wie stabil diese empfohlenen Anschlusshilfen bzw. die Rückkehr in die Herkunftsfamilie waren. Wenn man bedenkt, dass die Forschung „nur“ über fünf Jahre lief, fiel es sehr schwer, eine ausreichend große Zahl an Fällen zum Zeitpunkt der 5-Jahres-Katamnese zu befragen. Daher wurde beschlossen, die katamnestischen Erhebungen über das eigentliche Projektende fortzuführen und sich dabei auf die Kinder und Jugendlichen zu konzentrieren, die nach der TÜ in ein Pflegeverhältnis vermittelt worden waren. Bis Ende 2016 wurden die Pflegefamilien, in die die Kinder nach der TÜ gewechselt waren, telefonisch gebeten, einige Fragen zur aktuellen Situation zu beantworten. Dazu wurde im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Zeitressourcen ein kurzer, ökonomisch zu bearbeitender, standardisierter Fragebogen entwickelt. Stichprobe Insgesamt liegen Daten von maximal 76 jungen Menschen vor. Da das Hilfeende schon unterschiedlich lange zurücklag, war es nur für Teilmengen möglich, Informationen für die Katamnese nach drei und fünf Jahren zu erheben (vgl. Tabelle 1). Leider lagen aber nicht zu allen Erhebungszeitpunkten alle Daten vor, sodass die Stichprobe bei manchen Auswertungen kleiner ausfällt. Die tatsächliche Fallzahl wird bei den Ergebnissen jeweils gesondert ausgewiesen. Die Kennwerte zur Stichprobe finden sich in Tabelle 2. Bei den Pflegeverhältnissen handelte es sich ausschließlich um Dauerpflegeverhältnisse ohne Rückkehroption, es gab also keine Bereitschafts- oder Verwandtenpflege. Katamnesezeitpunkte Anzahl % nach einem Jahr nach drei Jahren nach fünf Jahren 76 66 50 100,0 % 86,8 % 65,8 % Tab. 1: Stichprobengrößen Merkmale Alter bei Aufnahme in die TÜ (Mittelwert, Standardabweichung) 5,2 Jahre (2,5 Jahre) Alter bei Hilfeende in der TÜ bzw. beim Beginn des Pflegeverhältnisses (Mittelwert, Standardabweichung) 7,0 Jahre (2,5 Jahre) Geschlecht ( / ) 52,6 %/ 47,4 % Hilfedauer in der TÜ (Mittelwert, Standardabweichung) 20,8 Monate (7,0 Monate) Tab. 2: Ausgewählte Kennwerte der Stichprobe 128 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse Für eine Teilmenge von 56 Kindern und Jugendlichen liegen zum ersten Katamnesezeitpunkt zusätzlich Informationen aus EVAS vor. Schaut man sich die Veränderung der Ressourcen und Symptome dieser Kinder während ihrer Zeit in der TÜ an, fällt eine äußerst positive Entwicklung auf. Operationalisiert wurde dies über zwei Indices, in die verschiedene EVAS-Items einbezogen werden. Diese Indices können jeweils Werte zwischen 0 (minimale Symptomatik bzw. Ressourcen) und 100 (maximale Symptomatik bzw. Ressourcen) annehmen (vgl. Abbildung 1). Demnach erzielen die Kinder auf dem Symptomindex während der Hilfe eine signifikante Verbesserung von 16,3 und auf dem Ressourcenindex von 14,6 Punkten und liegen damit noch über den schon weiter oben erwähnten Werten für alle Kinder in der TÜ. Cohens d liegt über einem Wert von 0,8 und die Ergebnisse sind somit hoch bedeutsam. Betrachtet man die Ausgangslagen zu Beginn der Pflegeverhältnisse und vergleicht sie mit den Ausgangslagen der parallelisierten EVAS- Stichprobe für Hilfen nach § 34 SGB VIII, sieht man, dass die jungen Menschen trotz dieser enormen Verbesserung am Ende der TÜ „nur“ bzw. „endlich“ die Ausgangslage der Kinder erreichen, die sonst in stationären Angeboten betreut werden. Ergebnisse In Bezug auf die Stabilität in der Pflegefamilie betrachten wir die Stichproben für jedes Jahr einzeln. Aus Tabelle 3 wird ersichtlich, dass über die fünf Jahre relativ hohe Stabilitäten von mindestens 80,0 % erreicht wurden. Gleichzeitig wird deutlich, dass Beendigungen/ Abbrüche überwiegend im ersten Jahr des Pflegeverhältnisses erfolgen. 100 80 60 40 20 0 Indexpunkte Symptomindex Ressourcenindex 66,2 40,2 54,8 49,9 Hilfebeginn TÜ Hilfeende TÜ 0 = minimale Symptome/ Ressourcen, 100 = maximale Symptome/ Ressourcen Abb. 1: Veränderung der Symptome und Ressourcen während der Unterbringung in der Therapeutischen Übergangshilfe 129 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse Abgebrochene Hilfen, zumal zu einem so frühen Zeitpunkt, sind sowohl für das vermittelte Kind als auch für die betroffenen Pflegeeltern sehr belastende Situationen. Insofern wurde untersucht, ob es bestimmte Wirkfaktoren gibt, die eine Stabilität der Hilfe innerhalb des ersten Jahres begünstigen. Aus statistischer Sicht wäre es natürlich wünschenswert, dieses Thema mithilfe von multivariaten Methoden anzugehen. Allerdings lässt die insgesamt noch geringe Stichprobengröße befürchten, dass keine verlässlichen Berechnungen möglich wären. Im Wesentlichen sind es fünf Faktoren, die als Wirkfaktor angesehen werden können, drei davon werden signifikant, zwei weitere sind tendenziell signifikant (p < 0,1). 1. Als erster Faktor konnte „Aggressives Verhalten“ zum Hilfeende in der Therapeutischen Übergangshilfe identifiziert werden. Dieses Symptom wird mit den EVAS-Bögen erfasst. Da die EVAS-Daten nicht für alle Kinder der TÜ vorliegen, beruht diese Aussage auf 55 Hilfen. Von den 32 Kindern, die keinerlei aggressive Symptomatik zeigten, dauerte bei 31 Kindern (96,9 %) die Anschlussperspektive nach einem Jahr noch an, bei den 13 Kindern mit einer leichten Ausprägung des aggressiven Verhaltens waren es noch 76,9 %, bei einer mittleren Ausprägung 83,3 % und bei schwerem aggressivem Verhalten nur noch die Hälfte (50,0 %). Diese Unterschiede sind mit einem χ 2 -Test (Wert 8,997, p = 0,029) signifikant. Interessanterweise ist das Vorliegen eines aggressiven Verhaltens zum Ende der TÜ auch bei der 3-Jahreskatamnese ein signifikanter Wirkfaktor. 2. Der zweite Einflussfaktor ist auf Aspekte der Pflegefamilie zurückzuführen. Aufgrund der Befunde aus der TÜ-Forschung kann davon ausgegangen werden, dass die Kinder, die aus der TÜ in eine Pflegefamilie vermittelt werden, in stärkerem Maße traumatisiert und bindungsgestört sind als andere Pflegekinder und somit besonders hohe Anforderungen an die Pflegeeltern stellen. Empirisch lässt sich das leider jedoch aufgrund fehlender Zahlen zum Pflegekinderwesen nicht belegen. So zeigte sich auch in den Ergebnissen, dass Kinder aus der TÜ, die das erste Pflegekind in der Familie waren, ein höheres Risiko auf einen frühen Abbruch des Verhältnisses hatten (15,6 % verließen die Pflegefamilie innerhalb der ersten 12 Monate). Während alle Kinder, die in Familien platziert werden konnten, in Katamnese nach … einem Jahr drei Jahren fünf Jahren Fallzahl 76 66 50 ➤ davon befindet sich noch in der Pflegefamilie n % 66 86,8 % 55 83,3 % 40 80,0 % ➤ davon befindet sich nicht mehr in der Pflegefamilie n % 10 13,2 % 11 16,7 % 10 20,0 % • davon innerhalb des ersten Jahres • davon zwischen einem und drei Jahren beendet • davon zwischen drei und fünf Jahren beendet n n n 10 - - 8 3 - 5 3 2 Tab. 3: Stabilität der Anschlussperspektive und Zeitpunkt der Beendigung 130 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse denen bereits ein Pflegekind lebt oder gelebt hat und die Eltern somit eine entsprechende Erfahrung in der pädagogischen Arbeit mit Pflegekindern aufwiesen, nach einem Jahr noch im Pflegeverhältnis verblieben waren (Unterschied signifikant mit χ 2 = 4,321; p = 0,038). 3. Der dritte bedeutsame Faktor ist in der Entwicklung der Kinder während der Zeit in der TÜ begründet. Operationalisiert wurde er über den sogenannten EVAS- Effektindex. Dieser Index ist ein Kennwert für die während der Hilfe erlangten Veränderungen. Es fließen darin der Grad der Zielerreichung, der Aufbau von Ressourcen sowie der Abbau von Defiziten ein. Er kann theoretisch Werte zwischen -50 und +50 annehmen. Auch dieser Wert wurde aus EVAS-Daten abgeleitet und lag für 55 junge Menschen vor. Die Kinder, die sich nach einem Jahr noch im Pflegeverhältnis befanden, erreichten während der Maßnahme in der TÜ einen erstaunlich hohen Effektindexwert von 16,3 Punkten, während die jungen Menschen, deren Anschlussperspektive bereits beendet war, nur einen Mittelwert von 4,7 aufwiesen (t = 2,073, df = 53, p = 0,043). 4. Weiterhin hat die hohe Fachlichkeit der Pädagoginnen und Pädagogen der TÜ einen Einfluss auf die Stabilität der Anschlussperspektiven. Es wurden die installierten Pflegeverhältnisse in der Auswertung danach unterschieden, ob die Fachkräfte des Caritas-Kinder- und Jugendheimes mit dieser Anschlussperspektive einverstanden waren. Diese Information lag in 59 Fällen vor. Bestand ein Einverständnis der Fachkräfte, lebten noch 91,2 % der Kinder nach einem Jahr in der Pflegefamilie, gab es kein Einverständnis, lag diese Quote nur bei 50,0 % (χ 2 = 3,595, p = 0,058). 5. Als weitere Einflussvariable wurde in den Auswertungen die Symptombelastung der Kinder identifiziert. Dies geschah mit dem EVAS-Symptomindex zum Ende der Hilfe (n = 55). Je höher die noch vorhandene Symptomatik, desto größer das Risiko auf ein schnelles Ende des Pflegeverhältnisses. 48 Kinder befanden sich nach einem Jahr noch in der Pflegefamilie, der Symptomindex lag dabei am Ende der TÜ bei einem Wert von 47,5. Die 7 Kinder, die nicht mehr in der Anschlussperspektive lebten, wiesen hingegen am Hilfeende im Caritas-Kinder- und Jugendheim einen Wert von 71,0 auf (t = 1,88, df = 53, p = 0,066). Interessanterweise wird dieser Einflussfaktor auf die Stabilität der Anschlussperspektive auch nach drei und nach fünf Jahren signifikant bzw. tendenziell signifikant (nach drei Jahren: p = 0,009, nach fünf Jahren: p = 0,063). Erstaunlich war, dass die Adressatenmerkmale (Alter bei Hilfeende, Geschlecht, Anzahl bisheriger Hilfen) keinen Einfluss auf die Stabilität der Anschlussperspektive innerhalb des ersten Jahres haben. Offen war jedoch noch, inwieweit die gefundenen Stabilitäten im Bundesvergleich zu bewerten sind. Vergleichszahlen veröffentlichte van Santen (2016) in einer Aufbereitung der Mikrodaten der Amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Diese Daten selektierte er so, dass nur die jungen Menschen berücksichtigt wurden, die bereits mindestens zwei Jahre bei ihrer aktuellen Pflegefamilie waren. Weiterhin schloss er alle Fälle von der Analyse aus, bei denen es zu einem Abbruch durch Sorgeberechtigte gekommen war. Die gefundenen Stabilitäten stellte er differenziert nach Altersklassen zum Beginn des Pflegeverhältnisses dar. Um einen direkten Vergleich ziehen zu können, wurde die Stichprobe der TÜ-Fälle des Caritas-Kinder- und Jugendheimes nach denselben Kriterien selektiert. Es verblieben 56 Fälle, deren Hilfeende so weit zurücklag, dass Aussagen zur 3-Jahreskatamnese vorlagen, und 45 Fälle, bei denen sogar die 5-Jahres-Katamnese durchgeführt werden konnte. In den Abbildungen 2 und 3 sind die Stabilitäten für diese beiden Stichproben dargestellt, differenziert nach Altersklassen. 131 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse 100 % 80 % 60 % 40 % 20 % 0 % Anteil junger Menschen, die sich nach drei Jahren noch in der Pflegefamilie befinden Amtliche Statistik TÜ 100,0 % 100,0 % 100,0 % 93,3 % 92,0 % 83,9 % 84,6 % 85,8 % 83,7 % 80,3 % 0 - 2 Jahre 3 - 5,9 Jahre 6 - 8,9 Jahre 9 - 11,9 Jahre 12 - 14,9 Jahre Alter bei Vermittlung in die Pflegefamilie Abb. 2: Anteil junger Menschen, die sich nach drei Jahren noch in der Pflegefamilie befinden, differenziert nach Alter bei Beginn der Pflege (nur Platzierungen mit einer Verweildauer von mehr als zwei Jahren) 100 % 80 % 60 % 40 % 20 % 0 % Anteil junger Menschen, die sich nach fünf Jahren noch in der Pflegefamilie befinden Amtliche Statistik TÜ 100,0 % 100,0 % 0,0 % 90,0 % 86,4 % 69,5 % 70,0 % 68,8 % 63,8 % 31,6 % 0 - 2 Jahre 3 - 5,9 Jahre 6 - 8,9 Jahre 9 - 11,9 Jahre 12 - 14,9 Jahre Alter bei Vermittlung in die Pflegefamilie Abb. 3: Anteil junger Menschen, die sich nach fünf Jahren noch in der Pflegefamilie befinden, differenziert nach Alter bei Beginn der Pflege (nur Platzierungen mit einer Verweildauer von mehr als zwei Jahren) 132 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse Die Fälle, die nach der TÜ aufgrund der Expertise der Fachkräfte in eine Pflegefamilie vermittelt wurden, weisen in dieser Anschlussperspektive eine deutlich höhere Stabilität sowohl nach drei als auch nach fünf Jahren auf. Der Unterschied wird nach fünf Jahren sogar nochmals größer als nach drei Jahren. In der Gruppe der jungen Menschen, die zum Beginn der Pflege zwischen 12 und 15 Jahre alt waren, befand sich nur ein Jugendlicher. Dieser war zum Zeitpunkt der Vermittlung 12,8 Jahre alt und blieb insgesamt 51 Monate in der Pflegefamilie. Bei den ohnehin schon insgesamt sehr hohen Stabilitäten fallen insbesondere die Altersgruppen der ganz jungen Kinder auf, die beim Beginn der Pflege jünger als drei Jahre alt waren, und diejenigen der Kinder, die bei der Vermittlung 9 bis einschließlich 11 Jahre alt waren. Gerade die letzte Gruppe ist umso bemerkenswerter, da davon auszugehen ist, dass sie zu diesem Zeitpunkt unmittelbar vor Beginn der Pubertät standen. Fazit Auch wenn es sich bei der vorliegenden Stichprobe um eine sehr selektive Gruppe von Kindern, die in ein Pflegeverhältnis vermittelt wurden, handelt, sind einige allgemeine Ableitungen möglich. Eine vorübergehende Unterbringung von traumatisierten Vor- und Grundschulkindern in einem fachlich versierten Kinderheim/ Setting verhindert nicht etwa, sondern ermöglicht neue Eltern-Kind-Bindungen mit besonders hoher Aussicht auf Stabilität. Hinsichtlich der Wirkfaktoren ist vor Vermittlung in eine Pflegefamilie zu klären, ob während der Unterbringung in einem Kinderheim bereits eine positive Entwicklung in Gang kommt und ob ein Kind seine Angst noch mit hoher ungekonnter Aggression zu bewältigen versucht. Eine aggressive Symptomatik hat in der vorliegenden Untersuchung den stärksten Einfluss auf einen Abbruch. Weiterhin ist auf die Vorbereitung, Fachlichkeit und Erfahrung der aufnehmenden Pflegefamilie zu achten, um frustrierende Erfahrungen bis zu einem Abbruch des Verhältnisses zu vermeiden. Prognosen und Empfehlungen qualifizierter Fachkräfte, die die Bedürfnisse des Kindes kennengelernt und hilfreiche Antworten gefunden haben, sollten besondere Berücksichtigung finden. Häufig können sie sehr gut einschätzen, ob ein Kind in eine ausgewählte Pflegefamilie passt oder ob eine alternative Form der Fremdplatzierung in Anspruch genommen werden sollte. Timo Herrmann IKJ Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH Saarstraße 1 55122 Mainz E-Mail: herrmann@ikj-mainz.de Martin Janning Caritas-Kinder- und Jugendheim Unlandstraße 101 48431 Rheine E-Mail: martin.janning@caritas-rheine.de 133 uj 3 | 2019 Stabile Pflegeverhältnisse Literatur Bettelheim, B. (1971): Liebe allein genügt nicht. Die Erziehung emotional gekränkter Kinder. Stuttgart: Klett-Cotta Caritas-Kinderheim gGmbH Rheine (Hrsg.) (2015): Damit es auf Dauer gelingt. Ambulante Familienarbeit und stationäre Therapeutische Übergangshilfe des Caritas-Kinder- und Jugendheimes Rheine im Vergleich. Rheine: Eigenverlag Dörnhoff, N. (2018): Klärende Übergangshilfen. In: Stiftung zum Wohl des Pflegekindes (Hrsg.): 7. Jahrbuch des Pflegekinderwesens. Idstein: Schulz-Kirchner-Verlag Dörnhoff, N. (1994): Kleine Kinder im Heim. In: Deutscher Caritasverband (Hrsg.): Caritas-Jahrbuch 1994 (S. 357 - 360) Dörnhoff, N. & Janning, M. (2010): Effekte in der Therapeutischen Übergangshilfe. In: Macsenaere, M., Hiller, S. & Fischer, K. (Hrsg.): Outcome in der Jugendhilfe gemessen (S. 107 - 112). Freiburg: Lambertus Verlag Institut für Kinder- und Jugendhilfe (2017): EVAS-Datenbericht 2016 § 34. Mainz: Eigenverlag Janning, M. (1995): Kleine Kinder im Heim - Familienerziehung contra Heimerziehung? In: Mörsberger, H. (Hrsg.): Europa. Herausforderungen für die Erziehungshilfe, (S. 341 - 351) Freiburg: Lambertus Verlag Lohaus, A., Heinrichs, N., Konrad, K., Chodura, S., Ehrenberg, D., Job, A.-K., Möller, C., Reindl, V. & Symanzik, T. (2016): Zur Entwicklung von Kindern in Pflegefamilien: Erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes. In: PFAD. Fachzeitschrift für die Pflege- und Adoptivkinderhilfe. 32. Jahrgang, Heft 4, S. 19 - 20 Macsenaere, M. & Knab, E. (Hrsg.) (2004): Evaluationsstudie erzieherischer Hilfen (EVAS). Eine Einführung. Freiburg im Breisgau: Lambertus Nienstedt, M. & Westermann, A. (2007): Pflegekinder und ihre Entwicklungschancen nach frühen traumatischen Erfahrungen. Stuttgart: Klett-Cotta Temke, F. & Tippkötter, A. (1997): Bestehende und abgebrochene Pflegeverhältnisse: Integrationsverläufe und Unterscheidungskriterien. Diplomarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Van Santen, E. (2017): Determinanten der Abbrüche von Pflegeverhältnissen - Ergebnisse auf der Basis der Einzeldaten der Kinder- und Jugendhilfestatistik. In: Neue Praxis. Heft 2, 2017, S. 99 - 123 Van Santen, E. (2016): Sind Dauerpflegeverhältnisse wirklich von Dauer? In: Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., 96. Jahrgang, Heft 9, 2016, S. 387 - 389
