unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2019.art57d
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2019
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Editorial
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2019
Karsten Speck
Carmen Wulf
Susanne Tübel
Martina Schiebel
Liebe Leserinnen und Leser, nach heftiger Kritik an unzureichenden Beteiligungsmöglichkeiten und geplanten Änderungen wurde die ursprünglich sehr ambitionierte SGB-VIII-Reform im Jahr 2017 im Bundesrat gestoppt. Die Erwartungen an eine Modernisierung des SGB VIII sind in der Fachöffentlichkeit aber nach wie vor groß. Das vorliegende Heft bietet daher einen Einblick in das aktuelle Dialogverfahren zur Reform des SGB VIII und der Kinder- und Jugendhilfe. Zu Wort kommen beteiligte Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft, den Verbänden und den Jugendämtern.
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353 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, nach heftiger Kritik an unzureichenden Beteiligungsmöglichkeiten und geplanten Änderungen wurde die ursprünglich sehr ambitionierte SGB-VIII-Reform im Jahr 2017 im Bundesrat gestoppt. Die Erwartungen an eine Modernisierung des SGB VIII sind in der Fachöffentlichkeit aber nach wie vor groß. Das vorliegende Heft bietet daher einen Einblick in das aktuelle Dialogverfahren zur Reform des SGB VIII und der Kinder- und Jugendhilfe. Zu Wort kommen beteiligte Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft, den Verbänden und den Jugendämtern. Im einführenden Beitrag gehen Eva Dittmann und Heinz Müller auf das Dialogverfahren zur SGB VIII Reform ein. Sie verweisen darauf, dass die Reform nur dann erfolgreich ist, wenn sich am Ende die Teilhabechancen für junge Menschen und Familien in prekären Lebenslagen spürbar verbessern. Cordula Lasner-Tietze widmet sich im zweiten Beitrag den Kindergrundrechten. Sie formuliert aus Sicht des Kinderschutzbundes Forderungen an den Gesetzgeber zur Stärkung der Rechte von Kindern. Yvonne Fritz und Stephan Hiller beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit der SGB-VIII-Reform aus der Perspektive eines Fachverbandes für Erziehungshilfen. Die nachfolgenden drei Beiträge spiegeln die Sicht unterschiedlicher Jugendämter wider: Stefan Mölleney fordert einen stärkeren Dialog bereits bei der Hilfeplanung und Leistungserbringung in der Kinder- und Jugendhilfe. Rolf Diener setzt sich in seinem Beitrag mit konkreten SGB-VIII-Änderungen auseinander und geht davon aus, dass sich notwendige Investitionen im präventiven und sozialräumlichen Bereich in der Kinder- und Jugendhilfe und der Volkswirtschaft rechnen. Der abschließende Beitrag von Daniel Thomsen stellt bereits erprobte sozialraumorientierte und inklusive Lösungen in der Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe vor. Wir wünschen Ihnen einen interessanten Einblick in aktuelle Entwicklungen Karsten Speck, Carmen Wulf, Susanne Tübel und Martina Schiebel unsere jugend, 71. Jg., S. 353 (2019) DOI 10.2378/ uj2019.art57d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Susanne Tübel, Karsten Speck, Carmen Wulf und Martina Schiebel
