eJournals unsere jugend73/11+12

unsere jugend
4
0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2021.art68d
4_073_2021_11+12/4_073_2021_11+12.pdf111
2021
7311+12

Editorial

111
2021
Monika Feist-Ortmanns
Michael Macsenaere
Liebe Leserinnen und Leser, ressourcenorientierte Methoden in der Kinder- und Jugendhilfe sind mittlerweile weit verbreitet: Von Psychomotorik und tiergestützter Pädagogik über Kunstpädagogik, Theaterprojekte und Erlebnispädagogik bis hin zu religionssensibler Pädagogik werden vielfältige Methoden eingesetzt, die gezielt an den Interessen und Stärken und nicht primär an den Defiziten der jungen Menschen ansetzen. [...]
4_073_2021_11+12_0002
449 Editorial unsere jugend, 73. Jg., S. 449 (2021) DOI 10.2378/ uj2021.art68d © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Liebe Leserinnen und Leser, ressourcenorientierte Methoden in der Kinder- und Jugendhilfe sind mittlerweile weit verbreitet: Von Psychomotorik und tiergestützter Pädagogik über Kunstpädagogik, Theaterprojekte und Erlebnispädagogik bis hin zu religionssensibler Pädagogik werden vielfältige Methoden eingesetzt, die gezielt an den Interessen und Stärken und nicht primär an den Defiziten der jungen Menschen ansetzen. Trotz dieses ermutigenden Bildes zeigen empirische Studien aber auch Grenzen der aktuellen Praxis auf: So kommen ressourcenorientierte Methoden seltener bei jungen Menschen mit hochproblematischen Ausgangslagen zum Einsatz und dies häufiger auch erst zu einem späten Zeitpunkt im Hilfeverlauf. Daher widmet sich diese Ausgabe der Fragestellung, welche ressourcenorientierten Angebote unter welchen Rahmenbedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe sinnvoll genutzt werden können. Den Beginn macht Klaus Fischer, indem er in das weite Feld der Psychomotorik einführt und zentrale Wirkfaktoren dieses Konzeptes aufzeigt. Michael Klein richtet dann den Fokus auf Kinder in sucht- und psychisch belasteten Familien: Er zeigt auf, wie hier auf Grundlage eines ressourcenorientierten Vorgehens Resilienz gefördert werden kann. Ressourcenorientierte Pädagogik kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Dies verdeutlicht Eckhart Knab am Beispiel musik- und sportpädagogischer Verfahren. Hans und Marie-Theres Scholten lassen uns an einer Exkursion an die Ostsee mit fünf Lamas teilhaben. Anhand dieses Beispiels skizzieren sie Methoden und Ergebnisse der tiergestützten Pädagogik. Danach zeigt Gerwin Karafiol auf, wie die Rückkehr aus individualpädagogischen Hilfen im Ausland - auch ressourcenorientiert - ausgestaltet werden sollte. Last but not least befasst sich Pascal Wassermann mit den psychosozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche. Zwei Rezensionen von Dieter Kreft sowie Leon Möllmann und Ulf Gebken aus dem Bereich der Sportsozialarbeit vervollständigen diese Ausgabe. Wir wünschen Ihnen beim Lesen dieser Beiträge und dem Auseinandersetzen mit den darin skizzierten Facetten ressourcenorientierter Pädagogik viel Freude. Monika Feist-Ortmanns und Michael Macsenaere Monika Feist-Ortmanns, Michael Macsenaere