unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Editorial
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Michael Macsenaere
Monika Feist-Ortmanns
Liebe Leserinnen und Leser, eine erfolgreiche Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Schule ist von zentraler Bedeutung insbesondere für die Entwicklung benachteiligter junger Menschen. Dennoch berichten LehrerInnen und Fachkräfte der Jugendhilfe immer wieder, dass dieses wichtige Hand-in-Hand-Arbeiten beider Systeme oft holprig verläuft oder gar scheitert. Als Gründe hierfür werden unterschiedliche Kulturen, Arbeitsweisen und Zielsetzungen genannt, aber auch rechtliche, organisatorische und bürokratische Barrieren. Hinzu kommen Aspekte, die die AkteurInnen betreffen, wie Personalmangel in Verbindung mit hoher Arbeitsbelastung, Kommunikationsprobleme und ein fehlendes gemeinsames Verständnis.
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357 Editorial unsere jugend, 76. Jg., S. 357 (2024) DOI 10.2378/ uj2024.art45d © Ernst Reinhardt Verlag Liebe Leserinnen und Leser, eine erfolgreiche Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Schule ist von zentraler Bedeutung insbesondere für die Entwicklung benachteiligter junger Menschen. Dennoch berichten LehrerInnen und Fachkräfte der Jugendhilfe immer wieder, dass dieses wichtige Hand-in-Hand- Arbeiten beider Systeme oft holprig verläuft oder gar scheitert. Als Gründe hierfür werden unterschiedliche Kulturen, Arbeitsweisen und Zielsetzungen genannt, aber auch rechtliche, organisatorische und bürokratische Barrieren. Hinzu kommen Aspekte, die die AkteurInnen betreffen, wie Personalmangel in Verbindung mit hoher Arbeitsbelastung, Kommunikationsprobleme und ein fehlendes gemeinsames Verständnis. In Anbetracht dieser Herausforderungen setzt das vorliegende Heft gezielt an den Schnittstellen zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Schule an: So zeigt Katharina Gosse Rahmenbedingungen und Wege auf, wie eine Verantwortungsgemeinschaft zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschule gestaltet und gelebt werden kann. Corinna Memenga und Peter Wolters belegen die hohe Bedeutung der Schulsozialarbeit im Kontext des Kinderschutzes und geben wertvolle Hinweise zu Handlungsoptionen bei Vernachlässigung. Sarah Böhm, Harald Karutz und Viktoria K. Munk-Oppenhäuser berichten über die Ergebnisse einer aktuellen empirischen Studie, die zeigt, dass ein Screeninginstrument im Schulalltag die PädagogInnen unterstützen kann. Zudem beleuchten Heinrike Horster und Anja Stiller in einem freien Beitrag die Auswirkungen von Pornokonsum auf junge Menschen und geben Empfehlungen, wie Fachkräfte darauf reagieren sollten. Abgerundet wird das Heft durch zwei Rezensionen. Vera Birtsch bespricht das Buch „Methodenlehre in der Sozialen Arbeit“ von Spatscheck und Kreft und Andreas Länge das Buch „Junge Wohnungslose. Eine Einführung in die Soziale Arbeit“ von Claudia Daigler. Wir hoffen, dass diese Ausgabe der uj Ihnen Anregungen bietet, um die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Schule zu fördern. Mit besten Grüßen Michael Macsenaere und Monika Feist-Ortmanns Monika Feist-Ortmanns, Michael Macsenaere
