unsere jugend
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Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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www.jael-elearning.ch: Online lernen - im Alltag wirken
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Nils Jenkel
Daniela Neichl
Meryem Oezdirek
Ulrike Hoffmann
Marc Schmid
Ein Online-Kurs, der Wirkung zeigt: Über 1.300 Fachpersonen haben während des Modellversuchs JAEL („Jugendhilfeverläufe: Aus Erfahrung lernen“) am webbasierten Weiterbildungsangebot www.jael-elearning.ch teilgenommen – ein Angebot, das aus zentralen Erkenntnissen der Befragungen der ehemals außerfamiliär untergebrachten jungen Menschen entstand (d’Huart et al., 2025/ Jenkel et al., 2025/ Leiting et al., 2025/ Schmid et al., 2025). Die Fortbildung sensibilisiert für Risiko- und Schutzfaktoren bei außerfamiliärer Unterbringung von Kindern und Jugendlichen – und zeigte messbare Effekte auf Wissen, Haltung und Handlungskompetenz. Für interessierte Institutionen und Einzelpersonen steht das Angebot nun seitens der UPK Basel Klinik für Kinder und Jugendliche (UPKKJ) sowie dem Schweizer Fachverband für Sozial- und Sonderpädagogik (Integras) seit Herbst 2025 der Praxis dauerhaft zur Verfügung.
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498 unsere jugend, 77. Jg., S. 498 - 508 (2025) DOI 10.2378/ uj2025.art58d © Ernst Reinhardt Verlag www.jael-elearning.ch: Online lernen - im Alltag wirken Wie eine digitale Weiterbildung Fachpersonen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe stärkt Ein Online-Kurs, der Wirkung zeigt: Über 1.300 Fachpersonen haben während des Modellversuchs JAEL („Jugendhilfeverläufe: Aus Erfahrung lernen“) am webbasierten Weiterbildungsangebot www.jael-elearning.ch teilgenommen - ein Angebot, das aus zentralen Erkenntnissen der Befragungen der ehemals außerfamiliär untergebrachten jungen Menschen entstand (d’Huart et al., 2025; Jenkel et al., 2025; Leiting et al., 2025; Schmid et al., 2025). Die Fortbildung sensibilisiert für Risiko- und Schutzfaktoren bei außerfamiliärer Unterbringung von Kindern und Jugendlichen - und zeigte messbare Effekte auf Wissen, Haltung und Handlungskompetenz. Für interessierte Institutionen und Einzelpersonen steht das Angebot nun seitens der UPK Basel Klinik für Kinder und Jugendliche (UPKKJ) sowie dem Schweizer Fachverband für Sozial- und Sonderpädagogik (Integras) seit Herbst 2025 der Praxis dauerhaft zur Verfügung. von Nils Jenkel Jg. 1978; lic. phil. Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter (www.equals.ch, www.jael-elearning.ch) in der Forschungsabteilung der Klinik für Kinder und Jugendliche der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPKKJ ) Basel (Schweiz) Daniela Neichl Jg. 1991; Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination und E-Learning“ an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Ulm Meryem Oezdirek Jg. 1987; Master of Science in Soziale Arbeit, Co-Geschäftsführerin Fachverband Integras für Sozial- und Sonderpädagogik (www.integras.ch) 1. Einleitung JAEL war von Anfang an mehr als nur ein Forschungsprojekt. Ein zentrales Ziel des Modellversuchs war, zu einer Verbesserung der langfristigen Wirkung der stationären Kinder- und Jugendhilfe Ulrike Hoffmann PD Dr., Diplom-Sozialwissenschaftlerin, Leitung der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination, E-Learning“ an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Universitätsklinik Ulm PD Dr. Marc Schmid Jg. 1971; Psychotherapeut und Supervisor, Leitender Psychologe in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik der UPK Basel, Universität Basel 499 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings (KJH) beizutragen, indem Fachpersonen in der Praxis gestärkt werden. Vor diesem Hintergrund wurde auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Befragungen der ehemals außerfamiliär untergebrachten jungen Erwachsenen (d’Huart et al., 2025; Jenkel et al., 2025; Leiting et al., 2025; Schmid et al., 2025) die webbasierte Weiterbildung www.jael-elearning.ch entwickelt und auf ihre Wirkung hin evaluiert. Anhand des Online-Kurses sollten Fachpersonen auf niederschwellige Weise für Risiko- und Schutzfaktoren sowohl positiver als auch negativer Entwicklungsverläufe sensibilisiert werden. Er stand in Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung. Inhaltlich wurde dabei verstärkt auf Fragen im Abklärungsprozess des Fallverstehens eingegangen und wurden pädagogische Interventionsmöglichkeiten für ähnliche Situationen aufgezeigt. Insgesamt sollte die webbasierte Weiterbildung zu einer reflektierten Haltung im Umgang mit außerfamiliär platzierten Kindern und Jugendlichen beitragen. Bei der aufwendigen Entwicklung von www. jael-elearning.ch arbeitete die UPK Basel Klinik für Kinder und Jugendliche (UPKKJ) eng mit der Arbeitsgruppe „Wissenstransfer, Dissemination, E-Learning“ der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) des Universitätsklinikums Ulm unter Leitung von Prof. Jörg M. Fegert zusammen. Diese Arbeitsgruppe verfügt über einen umfangreichen Erfahrungsschatz und ausgewiesene Expertise im Bereich des webbasierten Wissenstransfers. Sie hat bisher rund 30 E-Learning- Angebote für Fachpersonen zu Themen des Kinderschutzes und der Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher erarbeitet. Auch die Evaluation von www.jael-elearning.ch, deren zentrale Ergebnisse in diesem Beitrag vorgestellt werden, wurde von der Ulmer Arbeitsgruppe durchgeführt. Wie der Beitrag zeigen wird, wurde der Effekt des Kurses auf die Teilnehmenden systematisch untersucht (siehe Kapitel 4) und die Ergebnisse fielen in mehrfacher Hinsicht hervorragend aus (siehe Kapitel 5). Dies ist einerseits der erfolgreichen technischen Umsetzung der Online- Plattform durch die Firma Soon-Systems GmbH (https: / / soon-systems.de) zu verdanken. Andererseits trugen insbesondere die Mitwirkung zahlreicher Expert: innen, die Fachtexte und Interviews beisteuerten (zu den Inhalten des Kurses siehe Kapitel 3), sowie die Zusammenarbeit mit Theaterschaffenden, die realistische Filmclips zu Best- und Worst-Case-Beispielen gestalteten, ganz wesentlich zur Qualität des Kurses bei. Die überzeugenden Evaluations-Ergebnisse sowie die seither weiter bestehende Nachfrage führten weiter zur Entscheidung, dass www.jaelelearning.ch der Praxis weiterhin zur Verfügung steht. Nähere Informationen zu diesem Angebot finden sich in Kapitel 6. Zunächst wird jedoch im nächsten Kapitel kurz erörtert, welche Rolle E-Learning in der stationären KJH spielen kann und welche Chancen sich daraus ergeben. 2. Warum E-Learning für Fachpersonen in der stationären KJH? Die kontinuierliche Qualifizierung von Fachpersonen in der stationären KJH ist von zentraler Bedeutung, um den komplexen Anforderungen des Arbeitsfeldes gerecht zu werden. Neben einer fundierten Ausbildung benötigen sie fortlaufende Impulse, die ihnen helfen, vorhandenes Wissen zu vertiefen, neue Perspektiven einzunehmen und konkrete Handlungsstrategien für die Praxis zu entwickeln. Traditionelle Weiterbildungsformate stoßen hierbei häufig an Grenzen, da sie zeit- und ortsgebunden sind und nicht immer ausreichend auf die heterogenen Voraussetzungen und Bedarfe der Zielgruppe eingehen. E-Learning stellt in diesem Kontext eine vielversprechende Alternative dar (Cook & Steinert 2013; Means, Toyama, Murphy, Bakia & Jones 2009; 500 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings Salas, Tannenbaum, Kraiger & Smith-Jentsch 2012). Es bietet die Möglichkeit, Inhalte zeit- und ortsunabhängig zu erarbeiten, was die Vereinbarkeit von Weiterbildung und beruflichem Alltag erleichtert. Darüber hinaus erlaubt es, Lerninhalte abwechslungsreich, interaktiv und praxisnah zu gestalten. Aus didaktischer Sicht sind E-Learnings dann besonders erfolgreich, wenn sie sogenanntes „träges Wissen“ der Nutzer: innen aktivieren, dieses mit neuen Inhalten verknüpfen und dadurch wieder handlungsrelevant machen (Fegert, Brown, Harsch, Rassenhofen & Hoffmann 2017; Kerres & De Witt 2002). Gerade in der stationären KJH, in der Fachpersonen bereits über ein hohes Maß an praktischer Erfahrung verfügen, geht es weniger darum, gänzlich neues Wissen zu vermitteln. Vielmehr ist es entscheidend, bestehendes Wissen zu aktualisieren, neu zu ordnen und um zusätzliche Perspektiven zu erweitern. Dies stärkt nicht nur die Handlungssicherheit, sondern erhöht auch die Motivation, sich auf ein E-Learning einzulassen. Empirische Befunde zeigen, dass die Bereitschaft zur Teilnahme an webbasierten Weiterbildungen insbesondere dann steigt, wenn Fachpersonen in ihrem bestehenden Handeln bestätigt werden und gleichzeitig konkrete Unterstützung für herausfordernde Alltagssituationen erhalten (Kerres & De Witt 2002). Hingegen sinkt die Motivation, wenn Lernende belehrt werden oder der Fokus einseitig auf Defizite gelegt wird. Wie Winston Churchill treffend formulierte: „Die meisten Menschen sind bereit zu lernen, aber nur die wenigsten, sich belehren zu lassen.“ 3. Die JAEL-Lernplattform im Überblick Der Lernbereich von www.jael-elearning.ch ist modular aufgebaut und besteht aus neun Lerneinheiten, die den vier Modulen „Hintergrund“, „Haltung“, „Umgang mit psychischen Problemen“ und „Übergänge“ zugeordnet sind (siehe Abbildung 1). Abb. 1: Der Lernbereich mit Modulgrafik 501 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings Die Materialien innerhalb einer Lerneinheit sind übersichtlich in Form von Kacheln angeordnet (siehe Abbildung 3). Sie umfassen Fachtexte (E-Book & PDF), Zitate aus den qualitativen Interviews aus der JAEL-Studie, gefilmte Interviews mit Expert: innen, Anwendungsaufgaben (Fallbeispiele und Reflexionsimpulse zur Förderung von Handlungskompetenzen; in der Abbildung unter „Simon Stocker“) und eine Fundkiste, welche auf Zusatzmaterialien wie Arbeitsblätter oder Literaturtipps verlinkt. Die Lernmaterialien können flexibel bearbeitet werden. Während des Modellversuchs hatten alle Teilnehmenden sechs Monate Zeit, um jede Abb. 2: Materialien am Beispiel der Lerneinheit „Traumasensibilität“ 502 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings Lerneinheit mit einer entsprechenden Prüfung abzuschließen (mind. 70 % korrekte Antworten). Für die Bearbeitung des gesamten Kurses ist ein Zeitaufwand von rund 40 Stunden vorgesehen. Nach erfolgreichem Abschluss aller Einheiten erhielten die Absolvent: innen ein Zertifikat. 4. Evaluationsdesign Über die Projektlaufzeit hinweg wurden vier Testkohorten gebildet. Die erste Kohorte diente der Bewertung der initialen Lernplattform- Version, um deren Qualität zu prüfen und möglichen Optimierungsbedarf zu identifizieren. Mit der zweiten und dritten Kohorte wurde die Wirksamkeit des Online-Kurses mittels Warte-Kontrollgruppen-Design untersucht. Dies ist ein gängiges Verfahren in der Evaluationsforschung, gemäß dem die Interessierten zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt wurden: (1) Interventionsgruppe: erhielt den Zugang zum Kurs sofort, (2) Warte-Kontrollgruppe: erhielt den Zugang, nachdem die Interventionsgruppe den Kurs abgeschlossen hatte. Sie dient somit als Vergleichsgruppe, um zu prüfen, ob der Kurs tatsächlich wirkt oder ob allfällige Effekte auf andere Einflüsse (z. B. steigende Berufserfahrung aufgrund der vergehenden Zeit) zurückzuführen sind. In der vierten Kohorte lag der Schwerpunkt auf der Evaluation der französischen und italienischen Kursversion. Für alle Kohorten wurde ein umfassendes Befragungskonzept entwickelt, das die Effektivität des Kurses, die Qualität der Lernmaterialien und die Zufriedenheit erfasste. Die Befragungen erfolgten zu drei Zeitpunkten: (T1) Prä-Befragung zu Kursbeginn, (T2) Post-Befragung nach Abschluss, (T3) freiwillige Katamnese sechs Monate nach Kursende. In der Warte-Kontrollgruppe gab es zusätzlich eine Baseline-Erhebung (T0). Teilnehmende, die den Kurs nicht innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen hatten, wurden zu einer Dropout-Befragung eingeladen. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Befragungsinhalte und deren zeitliche Erhebung. Befragungsinhalte Beschreibung Zeitpunkt Berufliche Qualifikation Berufsgruppe, Berufssetting, Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen T0, T1 Subjektives Wissen Einschätzung des subjektiven Wissens zu Risiko- und Schutzfaktoren in der stationären KJH T0, T1, T2, T3 Objektives Wissen Wissenstest zu zentralen Themen des Online-Kurses T0, T1, T2, T3 Handlungskompetenzen Einschätzung der eigenen Handlungskompetenzen im Umgang mit Risiko- und Schutzfaktoren in der stationären KJH T0, T1, T2, T3 Selbstwirksamkeit Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung (Jerusalem & Schwarzer 1999) T0, T1, T2, T3 Pädagogische Selbstwirksamkeit Einschätzung der Selbstwirksamkeit im pädagogischen Alltag T0, T1, T2, T3 Arbeitszufriedenheit Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen T0, T1, T2, T3 Transfer in die Praxis Einschätzung, inwieweit die Lerninhalte im beruflichen Alltag Anwendung finden T2, T3 Revisionsbefragung Beurteilung der Qualität und Akzeptanz des Online-Kurses T2 Dropout Erfassung der Gründe, warum der Kurs nicht abgeschlossen wurde T2 Tab. 1: Auflistung der Befragungsinhalte zur Evaluation von www.jael-elearning.ch 503 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings 5. Evaluationsergebnisse Eine vollständige Darstellung aller durchweg positiven Evaluationsergebnisse ist an dieser Stelle nicht möglich. Im Folgenden wird daher eine Auswahl der wichtigsten Befunde präsentiert - mit besonderem Schwerpunkt auf den Erhebungen im Warte-Kontrollgruppen- Design, da diese besonders belastbare Aussagen zur Wirksamkeit des Online-Kurses ermöglicht (Mohr et al., 2009). 5.1 Zusammensetzung der Teilnehmenden Insgesamt nahmen während des Modellversuchs 1.349 Personen an der webbasierten Weiterbildung teil. Die Mehrheit stammte aus Deutschland (56 %), gefolgt von der Schweiz (37 %), Österreich (4 %) und Luxemburg (3 %). Weitere 0,7 % kamen aus anderen Ländern. Drei Viertel (78 %) der Teilnehmenden waren Frauen, das Durchschnittsalter lag bei 39.7 Jahren. Über die Hälfte (55 %) gehörte zur Berufsgruppe der Sozialpädagog: innen und Erzieher: innen; rund 10 % arbeiteten als Sozialarbeiter: innen oder Psycholog: innen. Im Mittel verfügten die Teilnehmenden über 13.5 Jahre Berufserfahrung, davon 6.6 Jahre im aktuellen Berufskontext. Etwa die Hälfte war in Teilzeit tätig, fast ebenso viele in Vollzeit. Eine kleine Gruppe war zum Zeitpunkt der Teilnahme arbeitssuchend, in Elternzeit oder studierte. Rund 28 % der Teilnehmenden hatten eine Leitungsfunktion inne. 5.2 Ergebnisse der Evaluation im Warte-Kontrollgruppen-Design In der Interventionsgruppe starteten 234 Personen aktiv in den Kurs und 125 (53.4 %) schlossen diesen erfolgreich ab. In der Warte-Kontrollgruppe waren es 203 Personen, 106 (52.2 %) von ihnen erlangten den Abschluss mit Zertifikat. Die beiden Gruppen unterschieden sich in zentralen demografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht oder Berufserfahrung nicht signifikant - eine ideale Ausgangsbasis für belastbare Vergleiche. Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg zeigte sich ein durchgängiges Muster: Unmittelbar nach Kursabschluss verzeichnete die Interventionsgruppe deutliche Verbesserungen in allen untersuchten Bereichen - von Wissen und Handlungskompetenz bis hin zu Selbstwirksamkeit und Arbeitszufriedenheit. Die Warte-Kontrollgruppe blieb zunächst unverändert und erreichte erst nach Absolvieren des Kurses ein vergleichbares Niveau. Dieses klare Vorher-Nachher-Profil unterstreicht die hohe Wirksamkeit des Online-Kurses. In Abbildung 3 sind die Ergebnisse beider Gruppen dargestellt. Die drei Messzeitpunkte bedeuten im Einzelnen: ➤ T1: Erste Befragung - bei der Interventionsgruppe unmittelbar vor Kursstart, bei der Warte-Kontrollgruppe sechs Monate davor. ➤ T2: Bei der Interventionsgruppe direkt nach Kursabsolvierung, bei der Warte- Kontrollgruppe unmittelbar vor deren Kursstart. ➤ T3: Direkt nach Kursende der Warte- Kontrollgruppe. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde für die Interventionsgruppe hier der Wert von T2 übernommen („last observation carried forward“). Zu jedem Messwert ist das zugehörige 95 %- Konfidenzintervall dargestellt. Dieses gibt den Bereich an, in dem der tatsächliche Mittelwert mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % liegt. Überlappen sich die Konfidenzintervalle zweier Gruppen nicht, deutet dies auf einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Interventions- und Warte-Kontrollgruppe hin. 504 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings Die stärksten Zuwächse wurden im Wissensbereich zu Risiko- und Schutzfaktoren außerfamiliär untergebrachter Kinder und Jugendlicher erzielt. Sowohl die Selbsteinschätzung der Teilnehmenden (starker Effekt) als auch ein objektiver Wissenstest mit 18 Multiple-Choice-Fragen (mittelstarker Effekt) bestätigten diese Entwicklung. Auch die wahrgenommene Handlungskompetenz - gemessen über sieben Selbsteinschätzungsfragen - stieg signifikant an (starker Effekt). Selbst in Bereichen, die oft nur schwer veränderbar sind, wie allgemeine und pädagogische Selbstwirksamkeit sowie Arbeitszufriedenheit, ließen sich statistisch signifikante Verbesserungen nachweisen (schwache Effekte). Dies zeigt: Die Weiterbildung vermittelt nicht nur Wissen, sondern wirkt sich nachhaltig auf die Handlungskompetenz und das persönliche Erleben im Berufsalltag aus. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang: alle positiven Effekte hielten auch sechs Monate nach Kursende an. 5.3 Dropout-Rate und Abbruchgründe Über sämtliche Teilnehmenden hinweg schloss etwa die Hälfte (49 %) den Online-Kurs nicht Mittelwert 5,0 4,5 4,0 3,5 Subjektives Wissen T1 T2 T3 Prozent richtiger Antworten 80 75 70 Objektives Wissen T1 T2 T3 Mittelwert 5,0 4,5 4,0 3,5 Handlungskompetenz T1 T2 T3 Mittelwert 3,2 3,1 3,0 2,9 Allgemeine Selbstwirksamkeit T1 T2 T3 Mittelwert 5,0 4,9 4,8 4,7 4,6 Pädagogische Selbstwirksamkeit T1 T2 T3 Mittelwert 4,8 4,7 4,6 4,5 Arbeitszufriedenheit T1 T2 T3 Abb. 3: Durchschnittliche Ausprägungen der erhobenen Maße getrennt nach Interventions- und Wartekontrollgruppe zu den Messzeitpunkten T1, T2 & T3 505 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings mit einem Zertifikat ab - eine Dropout-Rate, die vergleichbar ist mit allen anderen E-Learning- Projekten, die über das Ulmer Universitätsklinikum entwickelt und evaluiert wurden und die zugleich am unteren Ende der international berichteten Spannbreite von 40 % bis 80 % liegt (Rahmani, Groot & Rahmani, 2024). Bei genauer Betrachtung zeigten sich zwischen Dropouts und Absolvent: innen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Alter, Geschlecht, Berufsgruppe oder Berufserfahrung. Unterschiede gab es nur in zwei anderen Bereichen: (1) Dropouts hatten zu Kursbeginn eine geringere Teilnahme-Motivation und (2) ein leicht niedrigeres Ergebnis im Wissenstest. Von den Dropouts nahmen zudem 91 Personen (25 %) an einer freiwilligen Befragung teil. Die häufigsten Abbruchgründe lagen im beruflichen oder privaten Umfeld. Inhaltliche Gründe - etwa bereits bekannte Inhalte oder belastende Themen - eine mangelnde Userfreundlichkeit oder andere Aspekte, die gegen die hohe Qualität des E-Learnings sprechen könnten, spielten kaum eine Rolle. 5.4 Nachhaltiger Praxistransfer und berufliche Wirkung Direkt nach Kursabschluss bestätigten über 95 % der Absolvent: innen, dass die Weiterbildung zu einer positiven Veränderung ihres beruflichen Alltags beigetragen habe. Das erworbene Wissen wurde laut eigenen Angaben aktiv angewendet, mit Kolleg: innen geteilt und in Diskussionen eingebracht. Auch sechs Monate nach Kursabschluss blieb die Zustimmung hoch - über 90 % berichteten weiterhin von einer erfolgreichen Umsetzung der Kursinhalte in der Praxis. Zwar wurden die Materialien seltener genutzt als direkt nach Kursabschluss, was allerdings daher rühren könnte, dass sich viele Lerninhalte bereits im Arbeitsalltag verfestigt hatten und daher nicht mehr nachgeschlagen werden mussten. Außerdem würden über 98 % der Absolvent: innen den Kurs weiterempfehlen. Auch in den offenen Rückmeldungen zeigte sich dieses Bild deutlich. Zahlreiche Teilnehmende schilderten, wie der Kurs ihre Arbeit nachhaltig beeinflusst hat. Die folgenden beiden Beispiele stehen stellvertretend für viele ähnliche Rückmeldungen: „Super Weiterbildungsangebot! Viele relevante Themen der Kinder und Jugendhilfe sehr verdichtet, praxisnahe und mit wissenschaftlichem Hintergrund zusammengetragen und ansprechend aufbereitet. Dieses Wissen ist für alle, die in diesem Bereich arbeiten, zwingend notwendig. Vielen Dank für dieses tolle Angebot! “ (Sozialpädagoge, 39, aus der Schweiz) „Mein ,Schlüsselerlebnis‘ in diesem Kurs war die Frage nach dem ,guten Grund‘, welchen ich bislang so nicht präsent hatte. Mir fällt auf, dass ich seit dieser Fortbildung sehr viel offener in Gespräche mit Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen gehe und hier verständnisvoller agieren kann. Die im Kurs erhaltenen Unterlagen nutze ich aktiv in meinem beruflichen Alltag und konnte bereits viele erlernte und erfahrene Inhalte in meinem Berufsalltag einsetzen. Vielen Dank dafür! “ (Sozialpädagogin, 28, aus Deutschland) „Ich habe gerade ein CAS (= berufsbegleitendes Hochschulzertifikat in der Schweiz) in Kinderpsychiatrie […] absolviert, das Fr. 5000. gekostet hat - ich muss sagen, dass mir das JAEL-Studium mehr gebracht hat als das CAS. Ich fand wichtige theoretische Inputs und Tipps und Strategien, um im Alltag zu handeln. Die Texte sind sehr gut geschrieben und leicht zu verstehen. Ich fand den Kurs sehr umfassend.“ (Erzieherin, 47, aus der Schweiz) 506 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings 6. Ausblick - www.jael-elearning.ch geht weiter Die Evaluationsergebnisse zeichnen ein eindeutiges Bild: Die im Rahmen des Modellversuchs JAEL entwickelte webbasierte Weiterbildung ist nicht nur wirksam, sondern überzeugt auch durch ihre hohe Qualität. Sowohl das subjektiv eingeschätzte als auch das objektiv gemessene Wissen der Teilnehmenden stiegen durch den Kurs signifikant an. Ebenso verbesserten sich die subjektiven Handlungskompetenzen - eine Entwicklung, die darauf hoffen lässt, dass sie sich im beruflichen Alltag der Fachpersonen bemerkbar macht. Der hohe Praxistransfer und die große Zufriedenheit der bisherigen Absolvent: innen verdeutlichen das Potenzial des Angebots für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in stationären Settings. In Kooperation mit dem Schweizer Fachverband Integras für Sozial- und Sonderpädagogik (www.integras.ch) wird der Online-Kurs der Praxis nun nach Abschluss des Modellversuches weiterhin angeboten. Dabei versteht Integras www.jael-elearning.ch als wichtige Ergänzung zu bestehenden Aus- und Weiterbildungsangeboten für Fachpersonen in der stationären KJH. Als Fachverband setzt sich Integras dafür ein, dass wissenschaftlich fundiertes Wissen unmittelbar und praxisnah in den Berufsalltag einfließen kann. Fachpersonen in der stationären KJH sind häufig mit komplexen Anforderungen, hohen Belastungen und einer hohen Personalfluktuation konfrontiert. In der Praxis zeigt sich, dass dies dazu führen kann, dass professionelles Fachwissen und eine reflektierte Haltung zugunsten von pragmatischen, jedoch nicht immer fachlich fundierten Handlungsweisen in den Hintergrund geraten. Integras sieht darin - zumindest in der Schweiz - ein Anzeichen einer zunehmenden De-Professionalisierung, der aktiv entgegengewirkt werden muss. Denn De-Professionalisierung hat nicht nur Auswirkungen auf die Fachpersonen selbst, sondern auch auf die Lebensverläufe der Kinder und Jugendlichen. Eine schwache fachliche Verankerung kann dazu führen, dass Risiken nicht erkannt, Schutzfaktoren nicht gestärkt und Entwicklungsverläufe negativ beeinflusst werden. Die webbasierte Weiterbildung aus JAEL bietet demgegenüber eine qualitätsgesicherte, niederschwellige Möglichkeit zur fachlichen Weiterentwicklung. Durch die dauerhafte Bereitstellung kann der Kurs gezielt in Einarbeitungsprozesse, Teamsupervisionen oder Fallbesprechungen integriert werden. Dies stärkt die Fachkompetenz nachhaltig und trägt zur Qualitätsentwicklung in der sozialpädagogischen Praxis bei. Das Angebot steht ab Herbst 2025 der stationären KJH kostengünstig zur Verfügung - mit unbegrenztem Zugang für die jeweilige Institution. So kann der Kurs flexibel in Einarbeitungsprozesse integriert, im Team genutzt oder als Nachschlagewerk bei konkreten Fällen herangezogen werden - ganz im Sinne vieler Rückmeldungen, etwa dieser Teilnehmerin: „Ich würde nachträglich auf jeden Fall etwas für diesen Kurs bezahlen. Im Vorfeld hätte ich das jedoch niemals getan, weil E-Learning mir erst mal nicht so liegt. Für die Institution, in der ich arbeite, bietet der Kurs eine gute Grundlage. Es wäre wünschenswert, dass es für Institutionen einen ,Einsteigerkurs‘ gäbe, den sie neuen Mitarbeitenden zur Verfügung stellen könnten.“ (Sozialpädagogin, 34, Schweiz) Auch Einzelpersonen können auf den Kurs zugreifen. Für sie steht er mit vollem Funktionsumfang, jedoch mit einem auf ein Jahr befristeten Zugang zur Verfügung. 507 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings Erfreulicherweise war das Interesse an www. jael-elearning.ch bereits in der Übergangszeit zwischen Projektabschluss und Start des offiziellen Angebots sehr groß. Viele Fachpersonen und Institutionen haben sich frühzeitig gemeldet - mit der klaren Rückmeldung, wie wertvoll sie den Kurs finden und wie sehr sie ihn auch künftig nutzen möchten. Diese starke Nachfrage ist nicht nur ein schönes Zeichen der Wertschätzung, sondern schafft auch eine wichtige Grundlage: Dank der damit generierten Mittel kann der Kursbetrieb langfristig gesichert und können die Inhalte laufend weiterentwickelt werden. So besteht die Möglichkeit, den Online-Kurs um Themen zu erweitern - orientiert an aktuellen Herausforderungen und praktischen Bedarfen. Damit wird JAEL zu einer lebendigen Lernplattform, die sich stetig weiterentwickelt - getragen durch das Engagement derjenigen, für die sie gemacht ist. Weitere Informationen sowie einen kurzen Filmclip finden Sie unter: www.jael-elearning.ch Nils Jenkel UPK Basel Klinik für Kinder und Jugendliche Wilhelm Klein-Str. 27 CH-4002 Basel Daniela Neichl Universitätsklinikum Ulm Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie Steinhövelstr. 5 D-89075 Ulm Meryem Oezdirek Integras - Fachverband Sozial- und Sonderpädagogik Pfingstweidstr. 16 CH-8005 Zürich PD Dr. Ulrike Hoffmann Universitätsklinikum Ulm Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie Steinhövelstr. 5 D-89075 Ulm PD Dr. Marc Schmid UPK Basel Klinik für Kinder und Jugendliche Wilhelm Klein-Str. 27 CH-4002 Basel Literatur Cook, D. A. & Steinert, Y. (2013): Online learning for faculty development: a review of the literature. Medical teacher, 35 (11), 930 - 937 d’Huart, D., Beck, K., Schmid, M. & JAEL-Team (2025): Höhere Bildung und nachhaltige Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt und von Care Leaver: innen: Eine große Herausforderung für die Jugendhilfe. unsere jugend, 77 (11 + 12), 484 - 497. https: / / doi.org/ 10.23 78/ uj2025.art57d Fegert, J. M., Brown, R., Harsch, D., Rassenhofen, M. & Hoffmann, U. (2017): „Wissenstransfer, Dissemination, E-Learning“. Webbasierter Wissenstransfer an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie Ulm. In K. f. K.u. J. P. Ulm (Ed.), E-Learning Kinderschutz. Ulm: Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie Ulm Jenkel, N., Schröder, M. & Schmid, M. (2025): Ehemals außerfamiliär untergebrachte junge Erwachsene erzählen ihre Geschichte - was können wir Fachkräfte daraus lernen? Ausgewählte qualitative Ergebnisse aus der JAEL-Studie. unsere jugend, 77 (11 + 12), 470 - 483. https: / / doi.org/ 10.2378/ uj2025.art56d Jerusalem, M. & Schwarzer, R. (1999): Skalen zur Erfassung von Lehrer-und Schülermerkmalen. Paper presented at the Dokumentation der psychometrischen Verfahren im Rahmen der Wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs Selbstwirksame Schulen. Berlin: Freie Universität Berlin Kerres, M. & De Witt, C. (2002): Quo vadis Mediendidaktik? Zur theoretischen Fundierung von Mediendidaktik. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 6, 1 - 22. https: / / doi.org/ 10.21240/ mpaed/ 06/ 2002.11.08.X Leiting, M., Beck, K. & Schmid, M. (2025): Fremdplatziert in der Kindheit, benachteiligt im Erwachsenenalter? Zur Bedeutung von Lebensqualität für 508 uj 11+12 | 2025 Implementierung und Evaluation des JAEL-E-Learnings junge erwachsene Care Leaver: innen. unsere jugend, 77 (11 + 12), 509 - 520. https: / / doi.org/ 10.2378/ uj2025. art59d Means, B., Toyama, Y., Murphy, R., Bakia, M. & Jones, K. (2009): Evaluation of evidence-based practices in online learning: A meta-analysis and review of online learning studies Mohr, D. C., Spring, B., Freedland, K. E., Beckner, V., Arean, P., Hollon, S. D., … Kaplan, R. (2009): The selection and design of control conditions for randomized controlled trials of psychological interventions. Psychotherapy and psychosomatics, 78 (5), 275 - 284 Rahmani, A. M., Groot, W. & Rahmani, H. (2024): Dropout in online higher education: a systematic literature review. International Journal of Educational Technology in Higher Education, 2 (1), 19 Salas, E., Tannenbaum, S. I., Kraiger, K. & Smith-Jentsch, K. A. 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Sie erwarten Beiträge unterschiedlichen Formats. Unter anderem: ein Interview mit Karin Böllert zum 17. Kinder- und Jugendbericht. Ein kreativer Artikel, in dem Jugendliche und ChatGPT zum Titel der Zeitschrift unsere jugend sowie zu den damit verbundenen Erwartungen befragt werden und der zudem der Frage nachgeht, was Fachkräfte über Jugendliche wissen sollten. Ein Beitrag, der sich mit der Lebenswelt (begleiteter) Jugendlicher mit Fluchtgeschichte auseinandersetzt. Und ein Drei-Akter-Mini-Drama, das eine Begegnung im Wartesaal skizziert und dabei das (Kinder- und Jugendhilfe-)SYSTEM, einen JUNGEN MENSCHEN sowie eine WEGBEGLEITERIN ins Gespräch bringt. Wir hoffen, mit diesem Heft Denkanstöße zu geben, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die fachliche Diskussion zu beleben.
