unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Editorial
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2025
Michael Macsenaere
Monika Feist-Ortmanns
Liebe Leserinnen und Leser, mit 2025 steht uns ein (welt-)politisch sicherlich herausforderndes Jahr bevor. Doch auch die Kinder- und Jugendhilfe wird sich in diesem Jahr einer Reihe von Herausforderungen stellen müssen. Eine davon betrifft die Frage, wie sich insbesondere die stationären Hilfen zur Erziehung in Bezug auf digitale Medien fachlich angemessen positionieren sollen: Wie lässt sich einerseits das Potenzial digitaler Medien pädagogisch nutzen und andererseits die damit verbundenen Risiken minimieren? Genau an dieser Fragestellung setzt Benjamin Hantke mit seinem Beitrag zur Handynutzung an: Er zeigt Wege auf, wie der weitverbreiteten Angst vor digitalen Medien konstruktiv begegnet und deren Chancen pädagogisch genutzt werden können. Dies ist unerlässlich, um digitale Ungleichheit in der Heimerziehung abzubauen. Das Ausmaß dieser digitalen Ungleichheit in der Heimerziehung belegen Andreas Mairhofer, Liane Pluto und Christian Peucker eindrücklich in ihrer repräsentativen Studie. Auf Basis dieser Befunde fordern sie eine weitergehende Digitalisierung der Heimerziehung, und zwar nicht nur hinsichtlich der digitalen Ausstattung der Einrichtungen.
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1 Editorial unsere jugend, 77. Jg., S. 1 (2025) DOI 10.2378/ uj2025.art01d © Ernst Reinhardt Verlag Liebe Leserinnen und Leser, mit 2025 steht uns ein (welt-)politisch sicherlich herausforderndes Jahr bevor. Doch auch die Kinder- und Jugendhilfe wird sich in diesem Jahr einer Reihe von Herausforderungen stellen müssen. Eine davon betrifft die Frage, wie sich insbesondere die stationären Hilfen zur Erziehung in Bezug auf digitale Medien fachlich angemessen positionieren sollen: Wie lässt sich einerseits das Potenzial digitaler Medien pädagogisch nutzen und andererseits die damit verbundenen Risiken minimieren? Genau an dieser Fragestellung setzt Benjamin Hantke mit seinem Beitrag zur Handynutzung an: Er zeigt Wege auf, wie der weitverbreiteten Angst vor digitalen Medien konstruktiv begegnet und deren Chancen pädagogisch genutzt werden können. Dies ist unerlässlich, um digitale Ungleichheit in der Heimerziehung abzubauen. Das Ausmaß dieser digitalen Ungleichheit in der Heimerziehung belegen Andreas Mairhofer, Liane Pluto und Christian Peucker eindrücklich in ihrer repräsentativen Studie. Auf Basis dieser Befunde fordern sie eine weitergehende Digitalisierung der Heimerziehung, und zwar nicht nur hinsichtlich der digitalen Ausstattung der Einrichtungen. Eine weitere Herausforderung für die fremdunterbringenden Hilfen zur Erziehung ist der fachlich angemessene Umgang mit psychosozial hochbelasteten jungen Menschen. Norbert Beck zeigt in seinem grundlegenden Beitrag auf, welche Möglichkeiten eine Therapeutische Heimerziehung bietet, die die Hilfen im Sinne eines Therapeutischen Milieus ausgestaltet. Last but not least skizzieren Sabine Triska und Mone Welsche eine Reihe aktueller Tendenzen in der Heimerziehung - wie Inklusion, Elternarbeit, psychische Belastungen bei jungen Menschen, geschlechtersensible Pädagogik, politische Bildung, Ökonomisierung, Fachkräftemangel, Digitalisierung und KI - und formulieren Empfehlungen für die Praxis und Lehre. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und hoffen, dass die vorgestellten Beiträge hilfreiche Impulse für einige der anstehenden Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe bieten. Michael Macsenaere und Monika Feist-Ortmanns Monika Feist-Ortmanns, Michael Macsenaere
