eJournals unsere jugend78/1

unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2026.art01d
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2026
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Editorial

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2026
Anna Bea Burghard
Katrin Hermsen
Onno Husen
Eva van Koolwijk
Melissa Manzel
Anna Silberg
Madeleine Sygor
Liebe Leser:innen, mit dieser Ausgabe beginnt für unsere jugend ein neues Kapitel. Eine neue Redaktion hat die Arbeit aufgenommen - neugierig, engagiert und mit großem Respekt vor dem, was die bisherige Redaktion geschafft und geschaffen hat. Über viele Jahre hinweg haben Monika Feist-Ortmanns und Michael Macsenaere unsere jugend ermöglicht, geprägt, Diskurse angestoßen und vertieft und somit in besonderer Weise Räume für Auseinandersetzungen um Jugend(en) und Kinder- und Jugendhilfe eröffnet. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihr Einsatz und ihr Gespür für die Themen der Zeit bilden das Fundament, auf dem wir nun weiterarbeiten dürfen.
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1 Editorial unsere jugend, 78. Jg., S. 1 - 2 (2026) DOI 10.2378/ uj2026.art01d © Ernst Reinhardt Verlag Liebe Leser: innen, mit dieser Ausgabe beginnt für unsere jugend ein neues Kapitel. Eine neue Redaktion hat die Arbeit aufgenommen - neugierig, engagiert und mit großem Respekt vor dem, was die bisherige Redaktion geschafft und geschaffen hat. Über viele Jahre hinweg haben Monika Feist-Ortmanns und Michael Macsenaere unsere jugend ermöglicht, geprägt, Diskurse angestoßen und vertieft und somit in besonderer Weise Räume für Auseinandersetzungen um Jugend(en) und Kinder- und Jugendhilfe eröffnet. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihr Einsatz und ihr Gespür für die Themen der Zeit bilden das Fundament, auf dem wir nun weiterarbeiten dürfen. Gerne möchten wir - die neue Redaktion - uns kurz vorstellen. Die Redaktion setzt sich aus Mitgliedern des Lehrstuhls für Theorie und Praxis der Sozialpädagogik an der Universität Münster zusammen und wird von Prof. Dr. Onno Husen geleitet. Die Forschungsinteressen der Redaktion liegen im Feld der Sozialpädagogik mit einem besonderen Fokus auf für die Kinder- und Jugendhilfe relevanten Themen. Zentrale Schwerpunkte bilden die Analyse von Ungleichheit, Armut und Benachteiligung sowie die Bedeutung von Migration, Flucht und Diversität für pädagogische Handlungsfelder. Das Team arbeitet zudem zu Inklusion, Partizipation und Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe und setzt sich mit Professionalisierung, Gender- und Diversitysowie intersektionalen Perspektiven auf soziale Ungleichheitsverhältnisse auseinander. Wir verstehen unsere jugend als einen Ort lebendiger Auseinandersetzung - über und mit Jugendlichen in ihren lebensweltlichen Bezügen, über und mit (angehenden) Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe, mit Wissenschaftler: innen über und zu Themen wie dem Aufwachsen in sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnissen, über Bildung, Jungsein, Politik, Digitalisierung, Sozialpädagogik, gesellschaftliche Entwicklungen und die Vielfalt jugendlicher Lebenswelten. Diese Vielfalt möchten wir auch in Zukunft sichtbar machen. Unsere Redaktion bringt hierfür ganz unterschiedliche Hintergründe, Erfahrungen und Blickwinkel mit - und genau diese Heterogenität soll sich in den kommenden Ausgaben widerspiegeln. Besonders wichtig sind uns Themen, die gesellschaftlich wie sozialpädagogisch von hoher Relevanz sind: Wir möchten uns mit Fragen von sozialer Ungleichheit beschäftigen, mit Geschlechtervielfalt und Queerness, mit Flucht und Migration, mit Beschwerde und Partizipation in pädagogischen Kontexten - und mit vielem mehr, was junge Menschen und Fachkräfte bewegt und herausfordert. Uns interessiert, wie junge Menschen sich in einer komplexen, manchmal widersprüchlichen Welt orientieren, und welche Antworten Pädagogik, Wissenschaft und Praxis darauf finden oder noch suchen. 2 uj 1 | 2026 Editorial Für unsere erste Ausgabe haben wir Beiträge in verschiedenen Formaten ausgewählt: ➤ Im Interview „Zuversicht braucht Vertrauen“ mit Prof. Dr. Karin Böllert zum 17. Kinder- und Jugendbericht bekommen Sie Einblicke in die zentralen Inhalte des aktuellen Kinder- und Jugendberichts. ➤ Mit Fragen nach der Wahrnehmung und den Bedürfnissen „unserer Jugend“ befassen sich Eva van Koolwijk und Melissa Manzel in ihrem Beitrag „Unsere Jugend“ - Impulse aus einer Befragung Jugendlicher und ChatGPT. Dafür haben sie Jugendliche und ChatGTP befragt und so spannende Einsichten gewinnen können. ➤ Im Artikel von Ina Schniedermann und ihren Kolleg: innen Hürden und Herausforderungen bei der beruflichen Unterstützung junger Menschen mit psychischen Erkrankungen erhalten Sie einen Einblick in das Forschungsprojekt „Start in Ausbildung und Beruf“ (StAB). ➤ Das Theaterstück Begegnung im Wartesaal von Julius Daven und Andreas Schrenk thematisiert die Frage nach konstanten Beziehungen in der Jugendhilfe vor dem Hintergrund des Projektes Ehrenamtliche Wegbegleitung Deutschland e.V. ➤ Im Artikel Jugendliche Geflüchtete in Aufnahmeeinrichtungen setzen sich Katrin Hermsen und Onno Husen mit den Folgen wohlfahrtsstaatlicher Kategorisierungen für die Lebenswelten von begleiteten jugendlichen Geflüchteten in Aufnahmeeinrichtungen auseinander. Wir hoffen, dass Ihnen ,unser‘ erstes Heft gefällt und wir Sie neugierig auf weitere Hefte machen konnten. Wir freuen uns ganz besonders, mit Ihnen pädagogische Praxis und Forschung in einen produktiven Dialog zu bringen, indem wir gemeinsam neue Impulse setzen, bestehende Ansätze reflektieren und Zukunftsperspektiven entwickeln. In diesem Sinne laden wir Sie herzlich ein, mitzudenken, mitzudiskutieren und mitzugestalten - denn unsere jugend lebt vom Austausch! Wenn Sie Vorschläge oder Rückmeldungen haben oder einen Beitrag schreiben möchten, erreichen Sie uns unter uj-schriftleitung@reinhardt-journals.de. Eine anregende Lektüre wünschen Ihnen Anna Bea Burghard, Katrin Hermsen, Onno Husen, Eva van Koolwijk, Melissa Manzel, Anna Silberg & Madeleine Sygor