eJournals unsere jugend78/5

unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2026.art26d
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Editorial

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Onno Husen
Liebe Leser:innen, Kinder- und Jugendhilfe ist eng mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und Krisen verknüpft und befindet sich in einem stetigen Wandel. Die Beiträge dieses Heftes beleuchten zentrale Herausforderungen und Entwicklungen der Kinder- und Jugendhilfe: Sie reichen von langfristigen Folgen der Corona-Pandemie bis hin zu Fragen von Bildung, Teilhabe und Vielfalt.
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197 Editorial unsere jugend, 78. Jg., S. 197 (2026) DOI 10.2378/ uj2026.art26d © Ernst Reinhardt Verlag Liebe Leser: innen, Kinder- und Jugendhilfe ist eng mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und Krisen verknüpft und befindet sich in einem stetigen Wandel. Die Beiträge dieses Heftes beleuchten zentrale Herausforderungen und Entwicklungen der Kinder- und Jugendhilfe: Sie reichen von langfristigen Folgen der Corona-Pandemie bis hin zu Fragen von Bildung, Teilhabe und Vielfalt. Der erste Beitrag von Roland Merten nimmt den 90. Geburtstag von Dieter Kreft zum Anlass und würdigt sein Wirken und seine Leistungen für die Soziale Arbeit. Im zweiten Beitrag werfen Sven Riegler und Jens Dreger einen subjektiven Blick auf die Coronazeit und deren bis heute spürbaren Folgen für die Hilfen zur Erziehung. Der dritte Beitrag von Katharina Gosse widmet sich der Frage, wie das Mittagessen an Ganztagsschulen im Sinne einer bildungsorientierten Kinder- und Jugendhilfe gestaltet werden kann. Für ein besseres Verständnis greift sie auf ethnografische Forschungsergebnisse zurück und zeigt sowohl Möglichkeiten als auch Hindernisse auf. Christin Heger verdeutlicht im vierten Beitrag, dass trans*, queere und nicht binäre Lebensweisen und Bedarfe in der Kinder- und Jugendhilfe häufig nicht mitgedacht werden, und formuliert Handlungsimpulse für einen offenen und selbstverständlichen Umgang. Im fünften Beitrag wirft Wolfgang Lattwein einen kritischen Blick auf das Förderprogramm „Aufholen nach Corona“ und kommt zu dem Schluss, dass konstante Förderangebote im Bereich der Schulsozialarbeit sowie der Integrationshilfen nötig sind. Zum Abschluss lenkt Jochen Hotstegs unseren Blick auf die europäische Ebene und die Folgen der Brüssel-II b-Verordnung, die zwar dem Schutz von Kindern und der Wahrung der elterlichen Verantwortung dienen soll, zugleich jedoch mit erheblichen bürokratischen Hürden und Einschränkungen für junge Menschen verbunden ist. Gemeinsam zeigen die Beiträge, dass Kinder- und Jugendhilfe nicht nur reagieren, sondern aktiv soziale Teilhabe, Schutz und Anerkennung sichern muss. Wir verstehen unsere jugend als zentralen Ort eines Fachdiskurses, der dies unterstützt. Eine anregende Lektüre wünschen Ihnen Onno Husen & das Redaktionsteam