eJournals unsere jugend78/6

unsere jugend
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0342-5258
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/uj2026.art34d
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2026
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Editorial

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Onno Husen
Liebe Leser:innen, diese Ausgabe widmet sich in besonderer Weise der staatlichen Anerkennung in der Sozialen Arbeit und beleuchtet kritisch ihre Bedeutung für Ausbildung und Berufspraxis. Es wird deutlich, dass die staatliche Anerkennung ein seit Langem diskutiertes Thema ist, das dennoch weiterhin aktuell und bedeutsam für die Ausbildung und Praxis der Sozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe ist.
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245 Editorial unsere jugend, 78. Jg., S. 245 (2026) DOI 10.2378/ uj2026.art34d © Ernst Reinhardt Verlag Liebe Leser: innen, diese Ausgabe widmet sich in besonderer Weise der staatlichen Anerkennung in der Sozialen Arbeit und beleuchtet kritisch ihre Bedeutung für Ausbildung und Berufspraxis. Es wird deutlich, dass die staatliche Anerkennung ein seit Langem diskutiertes Thema ist, das dennoch weiterhin aktuell und bedeutsam für die Ausbildung und Praxis der Sozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe ist. Roland Merten eröffnet das Heft mit einer kritischen Auseinandersetzung zur staatlichen Anerkennung in der Sozialen Arbeit. Vor dem Hintergrund des europäischen Qualifikationsraums stellt er die Frage, ob dieses traditionsreiche Instrument noch zeitgemäß ist oder vielmehr ein Relikt darstellt, das den Entwicklungen im Zuge des Bologna-Prozesses nicht mehr gerecht wird. Im zweiten Beitrag widmet sich Michael Leinenbach ebenfalls der staatlichen Anerkennung mit einem differenzierten Blick auf ihre Funktion zwischen Qualitätssicherung und Kontrollinstrument. Er zeigt auf, wie sie im Kontext des Fachkräftemangels zunehmend unter Druck gerät, und plädiert dafür, ihre ursprüngliche Bedeutung neu zu bestimmen. Neben der staatlichen Anerkennung umfasst das Heft drei weitere Beiträge, die sich unterschiedlichen und dennoch wichtigen Themen widmen. Ferdinand Klein richtet im dritten Beitrag den Fokus auf eine zutiefst humanistische Perspektive Sozialer Arbeit. In der Auseinandersetzung mit Janusz Korczak plädiert er für eine Pädagogik, die das individuelle Kind - auch und gerade mit schwerer Behinderung - in seiner Ganzheit wahrnimmt und bis zum Lebensende respektvoll begleitet. Der vierte Beitrag von Sven Schneider, Jessica Wollstein und Carolin Breitwieser nimmt ein hochaktuelles Thema in den Blick: sexualisierte Gewalt im Sport. Die Autor: innen analysieren Risiken, Präventions- und Interventionsansätze sowie bestehende Schutzkonzepte und ordnen den aktuellen Umgang mit dieser Problematik im organisierten Sport kritisch ein. Abschließend lenkt Roland Benedikter den Blick auf die Rolle der Jugend in Zeiten globaler Krisen. Er fordert dazu auf, junge Menschen nicht länger zu unterschätzen, sondern sie als aktive Gestalter gesellschaftlicher Zukunft ernst zu nehmen und ihre Stimmen stärker in den Diskurs einzubeziehen. Gemeinsam zeigen die Beiträge, dass Soziale Arbeit und Kinder- und Jugendhilfe gefordert sind, ihre Grundlagen immer wieder neu zu reflektieren und zugleich mutig in die Zukunft zu denken. Eine anregende Lektüre wünschen Ihnen Onno Husen & das Redaktionsteam