Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete
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0017-9655
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Der Zusammenhang von Resilienz und protektiven Faktoren bei der Berufswahl von Jugendlichen im Förderschwerpunkt Lernen
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Markus Gebhardt
In diesem Beitrag wird eine Untersuchung des Zusammenhangs von Resilienz, protektiven Faktoren und dem Berufswahlverhalten von 91 Abschlussschülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen vorgestellt. Die Daten zur Berufswahlvorbereitung, zur Resilienz und zu den protektiven Faktoren wurden deskriptiv mittels eines dafür entwickelten Fragebogens in den Abschlussklassen von sieben Förderschulen in München und Umgebung erhoben. Wichtige Ergebnisse zeigen, dass der weitere Weg nach der Schule meist in ein Berufsvorbereitungsjahr (45,1%) führt und dass die Anzahl der Bewerbungen zwischen null (44,4%) und einem bis fünf Schreiben (38,5%) liegt. Des Weiteren besteht ein positiv linearer Zusammenhang zwischen Resilienz, protektiven Faktoren und der Selbsteinschätzung zur Berufswahl. In Bezug auf eine Änderung der Selbsteinschätzung zur Berufswahl hatte die Resilienz einen großen Effekt, die protektiven Faktoren einen geringen Effekt. Als Helfer in der Berufswahl nannten die Jugendlichen vor allem Lehrkraft und Eltern.
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227 Fachbeitrag VHN, 78. Jg., S. 227 - 235 (2009) © Ernst Reinhardt Verlag München Basel Der Zusammenhang von Resilienz und protektiven Faktoren bei der Berufswahl von Jugendlichen im Förderschwerpunkt Lernen Eine empirische Untersuchung in München und Umgebung Markus Gebhardt Franz-Marc-Schule Geretsried n Zusammenfassung: In diesem Beitrag wird eine Untersuchung des Zusammenhangs von Resilienz, protektiven Faktoren und dem Berufswahlverhalten von 91 Abschlussschülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen vorgestellt. Die Daten zur Berufswahlvorbereitung, zur Resilienz und zu den protektiven Faktoren wurden deskriptiv mittels eines dafür entwickelten Fragebogens in den Abschlussklassen von sieben Förderschulen in München und Umgebung erhoben. Wichtige Ergebnisse zeigen, dass der weitere Weg nach der Schule meist in ein Berufsvorbereitungsjahr (45,1 %) führt und dass die Anzahl der Bewerbungen zwischen null (44,4 %) und einem bis fünf Schreiben (38,5 %) liegt. Des Weiteren besteht ein positiv linearer Zusammenhang zwischen Resilienz, protektiven Faktoren und der Selbsteinschätzung zur Berufswahl. In Bezug auf eine Änderung der Selbsteinschätzung zur Berufswahl hatte die Resilienz einen großen Effekt, die protektiven Faktoren einen geringen Effekt. Als Helfer in der Berufswahl nannten die Jugendlichen vor allem Lehrkraft und Eltern. Schlüsselbegriffe: Berufswahl, Bewerbungsverhalten, Resilienz, protektive Faktoren The Impact of Resilience and Protective Factors on the Career Choice of Young Persons with Learning Difficulties n Summary: In this article the author presents a study on the relations between resilience, protective factors and career choice performances of 91 students of final classes, who are in need of special support due to their learning difficulties. By means of a specifically designed questionnaire descriptive data on the preparation of occupational choice, on resilience and protective factors have been collected in the final years of seven special schools in and around Munich. Some important outcomes show, that most of these young persons get prepared for their work life during an additional preparatory year (45,1 %) and that the number of applications ranges from no (44,4 %) to one to five (38,5 %) letters. Furthermore a positive linear relation between resilience, protective factors and the self-assessment in terms of career choice could be noticed. Resilience had an important impact on the changes in selfassessment, whereas protective factors only were of minor importance. Teachers and parents seem to be the most important assistants in the process of the occupational choice of the young people. Keywords: Career choice, application behaviour, resilience, protective factors 1 Problemstellung Schröder stellte im Jahre 1983 fest, dass das Berufswahlverhalten von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen nicht zielgerichtet war. Konkret bedeutete dies, dass sie sich meist erst kurz vor dem Ausbildungsbeginn bewarben und bei der Anzahl der Bewerbungen quantitativ zu wenige Versuche starteten (vgl. Schröder 1987). Auch die neuere Forschung zeigt, dass diese Schüler immer noch über eine unzureichende Berufswahlkompetenz verfügen und dass nur ein Viertel dieser Schüler in der 9. Klasse realis- VHN 3/ 2009 228 Markus Gebhardt tische Berufswünsche hat (vgl. Pfriem/ Moosecker 2004). Dieses Verhalten kann sich für einen Start in das Berufsleben negativ auswirken, da Jugendliche mit schlechten Ausgangsbedingungen später kaum Ausbildungsplätze erlangen (vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007). Vor allem für Jugendliche mit Migrationshintergrund und niedrigerem Bildungsstand besteht zum einen ein hohes Risiko, keinen oder nicht den gewünschten Ausbildungsberuf zu bekommen (vgl. Imdorf 2005). Zum anderen werden sie öfter in Berufen mit einem hohen „Berufsverlustrisiko“ (ebd.) ausgebildet. Die Absolventen der Förderschule gehören in dieser Hinsicht zu einer Hochrisikogruppe, auf die mehrere risikosteigernde Faktoren zutreffen (vgl. Grünke 2003), welche die Wahrscheinlichkeit erhöhen, in eine Berufskarriere mit hoher Diskontinuität, mit Zeiten von Erwerbslosigkeit, mit ungesicherten und einkommensriskanten Beschäftigungsverhältnissen und einer prekären Finanzsituation zu geraten (vgl. Bickmann/ Enggruber 2001). Neben diesen risikoerhöhenden gibt es auch risikomildernde Faktoren (vgl. Petermann 2000). Die Resilienzforschung, die sich vor allem auf Hochrisikogruppen bezieht, untersucht die Fragestellung, welche Stärken und Kompetenzen Kindern am besten helfen, Risikolagen in ihrer Entwicklung zu bewältigen (vgl. Opp 2006). Dabei wirkt sich Resilienz „allgemein auf gute Ergebnisse von Entwicklung trotz ernsthafter Gefährdungen für Anpassung oder Entwicklung“ (Masten 2001) aus. Einen Konsens über die Definition von Resilienz oder Widerstandsfähigkeit gibt es bislang noch nicht (vgl. ebd.). Als Voraussetzung für Resilienz müssen jedoch zwei Kriterien erfüllt sein. Zum einen wird gefragt, ob die Person unter bestimmten Bedingungen gut zurechtkommt, zum anderen, ob sie signifikante Herausforderungen irgendwelcher Art in ihrem Leben zu meistern vermag (vgl. Goldstein/ Brooks 2006). Resilienz wird dabei als eine Fähigkeit gesehen, die eine Person erlernt hat (vgl. Egeland u. a. 1993) und die der Person als Eigenschaft zugeschrieben wird (vgl. Scheithauer/ Petermann 1999). Die Schutzfaktoren, auch protektive Faktoren genannt, werden davon abgegrenzt und liegen außerhalb der Person in ihrem direkten Umfeld. Hinsichtlich der Wechselwirkungen von risikomildernden und risikoerhöhenden Faktoren herrscht noch eine gewisse Unklarheit, da hierzu nur wenige gesicherte Erkenntnisse vorliegen (vgl. Petermann 2000). Jedoch stellen sich die beiden Gruppen von Faktoren nicht als die Merkmale zweier Pole oder als die „Extreme eines Kontinuums“ (Holtmann/ Schmidt 2004) dar - wie es kurzzeitig in der Forschung angenommen wurde (vgl. Petermann 2000) -, sondern als „Nachweis einer spezifischen Interaktion von Risiko und Resilienz im Sinne eines Puffereffekts“ (Holtmann/ Schmidt 2004, 196). Puffereffekt bedeutet hier einerseits, dass ein Schutzfaktor und die Resilienz besonders oder sogar ausschließlich wirken, wenn eine Gefährdung vorliegt. Andererseits darf das Fehlen von Risiken nicht als ein risikomildernder Faktor gewertet werden (vgl. Scheithauer/ Petermann 1999). Für die pädagogische Praxis ist es somit wichtig, dass für eine erfolgreiche Intervention oder Förderung zuerst ein konkretes, zukünftiges Risiko diagnostiziert werden muss. Für dieses Risiko müssen sowohl risikoerhöhende als auch risikomildernde Faktoren einzeln erhoben werden. Zum anderen muss die Grundlage der risikomildernden Faktoren zeitlich bereits vor dem Ereignis des Risikos bestehen, um in der Interaktion zwischen dem aktuellen Risiko und den risikomildernden Faktoren wirken zu können (vgl. ebd). Erst unter diesen Voraussetzungen kann die Resilienz als ein „dynamischer und kompensatorischer Prozess“ (Holtmann/ Schmidt 2004, 196) wirken. Damit Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Berufswahl und deren Herausforderungen erfolgreich bewältigen können, ist es zweckmäßig, neben den risiko- VHN 3/ 2009 229 Berufswahl von Jugendlichen erhöhenden Faktoren auch ihre risikomildernden Faktoren zu beachten. Eine solche Förderung wurde in der Interventionsstudie von Oser, Gamboni, Düggeli und Masdonati (2004) zur Erhöhung von Resilienz bei drohender und erfahrener Erwerbslosigkeit von unterqualifizierten Jugendlichen evaluiert. Dabei konnten eine Trainierbarkeit der Resilienz und eine positive Wirkung auf die Berufswahl nachgewiesen werden. 2 Forschungsdesign 2.1 Fragestellung In ihrer Interventionsstudie bezogen Oser u. a. (2004) die protektiven Faktoren nicht mit ein, sodass die Grundfrage nach dem Zusammenhang von Berufswahl, protektiven Faktoren und Resilienz nicht beantwortet wurde. Dieser Grundfrage der sonderpädagogischen Forschung im Bereich der beruflichen Rehabilitation wurde bisher noch nicht nachgegangen. Deshalb sollen diese Aspekte in der vorliegenden Untersuchung durch folgende Fragestellungen bearbeitet werden: n Wie ist das Bewerbungsverhalten bei Abschlussschülern im Förderschwerpunkt Lernen? n Wie ist der Zusammenhang zwischen Resilienz, protektiven Faktoren und Berufswahl? 2.2 Forschungsmethoden Die Untersuchung wurde im Mai 2007 in den Abschlussklassen von sieben Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen in München und Umgebung durchgeführt. Die Befragung der Schüler und Lehrer erfolgte mit einem schriftlichen Fragebogen. Der Schülerfragebogen bestand aus drei Abschnitten. Im ersten Teil wurde die Resilienz ermittelt, und zwar mit Hilfe der Resilienzskala R 11 von Schuhmacher u. a. (2005) sowie zwei Items nach Gerber (1999), welche die realistische Kontrollüberzeugung und die Zielorientierung abfragten. Im zweiten Abschnitt des Schülerfragebogens wurden die protektiven Faktoren erhoben. Hier wurden das unterstützende Erziehungsklima, das Monitoring durch die Eltern, die Beziehung zum Freund und zur Lehrkraft (vgl. Schwarz u. a. 1997), die Einstellung zu Schule, Gesellschaft sowie zu Religion abgefragt (vgl. Werner 2006). Der dritte Abschnitt des Fragebogens untersuchte die Berufswahl der Jugendlichen. Gegliedert war dieser Teil in drei allgemeine Fragen, eine Skala zur Selbsteinschätzung in der Berufswahl, Fragen zum Bewerbungsverhalten und zum Verhalten bei Absagen. Dieser Abschnitt wurde anhand der Faktoren in der Berufswahl nach Golisch (2002) und den Ergebnissen von Pfriem/ Moosecker (2004) entwickelt. Der Lehrerfragebogen diente der Erfassung möglicher Störvariablen sowie einer genauen Beschreibung der Stichprobe und der Interpretation der Ergebnisse. Gefragt wurde nach aktueller Klassengröße, Vertrautheit und Umsetzung im berufsvorbereitenden Unterricht sowie nach dem Engagement. 2.3 Stichprobenbeschreibung Von den 91 Abschlussschülern besaßen 64,8 % die deutsche Staatsbürgerschaft und 62,6 % waren männlichen Geschlechts. Dies entspricht auch anderen Ergebnissen aus der Fachliteratur (vgl. Schröder 2005). Das Alter der Jugendlichen lag zwischen 14 und 17 Jahren. Die soziale und materielle Lage der jungen Menschen wurde anhand des Besitzes eines eigenen Zimmers gemessen. So hatten 74,7 % ein eigenes Zimmer, 19,8 % teilten es mit einer Person, und 5,5 % teilten es mit mehreren Personen. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland ist die Anzahl der Jugendlichen mit eigenem Zimmer erschreckend niedrig (vgl. Behnken u. a. 1991), stimmt aber mit anderen Ergebnissen von Förderschülern überein (vgl. Winkler 2005). Insgesamt sprechen die vorliegenden Ergebnisse für eine repräsentative Stichprobe. VHN 3/ 2009 230 Markus Gebhardt 3 Ergebnisse zum Bewerbungsverhalten Im Bewerbungsverhalten ergaben sich bei den Jugendlichen deutliche Unterschiede. So planten nach dem Schulabschluss von den 91 Jugendlichen 13,2 % eine Ausbildung, 2,2 % eine Berufstätigkeit, 6,6 % eine weiterführende Schule, 45,1 % ein Berufsvorbereitungsjahr in einer bestimmten Berufsrichtung, 25,3 % eine berufsvorbereitende Maßnahme und 1,1 % den Eintritt in die Bundeswehr. 5,5 % der Jugendlichen hatten sich noch nicht entschieden, und bei 1,1 % fehlte eine Angabe. Alle Antworten wurden von der jeweiligen Lehrkraft als wahrscheinlich bestätigt. Insgesamt schrieben 44,4 % der Jugendlichen keine Bewerbungen. 38,5 % hatten zum Zeitpunkt der Befragung zwischen einer und fünf Bewerbungen geschrieben. 12,1 % hatten sich mehr als sechsmal beworben. Betrachtet man nun die Ausbildung (A.), das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und die berufsvorbereitenden Maßnahmen (ber. M) sowie die jeweilige Anzahl der geschriebenen Bewerbungen (siehe Abb. 1), so zeigen sich zwischen den Gruppen signifikante Unterschiede nach dem Chi-Quadrat-Test (Wert = 9,88, df = 4, p = 0,042). Die niedrige Anzahl an Bewerbungen mag erstaunen, ist doch in Bayern durch den neuen Lehrplan die Lerntätigkeit „Bewerbungsunterlagen sach- und formgerecht sowie entsprechend der persönlichen Berufszielplanung anfertigen“ (Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus 2004) als Lernziel im Bewerbungstraining vorgegeben. Die 16,7 % der Jugendlichen mit Ausbildung, die keine Bewerbung schrieben, hatten ihre Lehrstelle von der Lehrkraft vermittelt bekommen. Somit bestand die Restgruppe, die keine Bewerbung verschickt hatte, zum einen aus den 23 Jugendlichen, die ein BVJ besuchen würde und zum anderen aus den 13 Jugendlichen, die vorhatten, eine berufsvorbereitende Maßnahme des Arbeitsamtes in Anspruch zu nehmen. Abb. 1: Kreuztabelle zur Bewerbungsanzahl VHN 3/ 2009 231 Berufswahl von Jugendlichen Anhand von qualitativen Aussagen im Lehrerfragebogen wurde bekannt, dass einige Schüler keine Bewerbungen geschrieben hätten, da ihre Zukunft zunächst durch weitere berufliche Fördermaßnahmen geregelt sei. Eine weitere Aussage im Lehrerfragebogen erklärte die Bewerbungsanzahl der Jugendlichen mit Ausbildungen, welche zwischen einer und fünf Bewerbungen verschickt hatten: Manche Bewerbungen seien pro Forma und nicht zum eigentlichen Bewerbungszweck weggeschickt worden, da die Jugendlichen bereits eine Einstellungszusage gehabt hätten. Diese hätten sie ihren Erfahrungen im Praktikum sowie den guten Kontakten von Schule oder Familie zu der jeweiligen Firma zu verdanken. Des Weiteren gaben die Jugendlichen an, dass sie vor allem von ihren Familien und Lehrkräften bei der Berufswahl unterstützt würden. So leisteten bei 23 Jugendlichen vorwiegend die Lehrer und bei 24 Jugendlichen hauptsächlich die Familie Hilfe beim Schreiben und Verschicken der Bewerbungen. Bezogen auf die Forschungsfrage lässt sich also zusammenfassend sagen, dass das selbstständige Bewerbungsverhalten der Jugendlichen eher passiv als aktiv ist, da ihnen viele schwierige Entscheidungen von helfenden Dritten abgenommen werden. 4 Ergebnisse zur Resilienz und zu den protektiven Faktoren Die Voraussetzungen für die Berechnung des Zusammenhangs von Resilienz und protektiven Faktoren bei der Berufswahl waren erfüllt. Sowohl die Resilienzskala ( a = 0,852) als auch die Skala der protektiven Faktoren ( a = 0,776) waren reliabel. Die Skala zur Selbsteinschätzung der Berufswahl ( a = 0,652) war akzeptabel für die Untersuchung, da zu diesen Fragen noch kein standardisierter Fragebogen zur Verfügung stand. Die Korrelation von Resilienz und protektiven Faktoren ergibt mit r = 0,549 einen mittleren positiven Wert und ist signifikant (p = 0,001). Dieser positive lineare Zusammenhang zeigt, dass die risikomildernden Faktoren sich gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängig sind. Um den Zusammenhang von Resilienz, protektiven Faktoren und der Selbsteinschätzung zu berechnen, wurden zuerst varianzanalytische Verfahren verwendet und danach eine Regression durchgeführt. Anhand eines Mediansplits der Variablen Resilienz und protektive Faktoren wurden jeweils zwei Gruppen gebildet, um mit 40 Jugendlichen „mit vielen protektiven Faktoren“, mit 43 Jugendlichen „mit wenig protektiven Faktoren“, mit 41 „hoch resilienten“ und 45 „niedrig resilienten“ Jugendlichen Unterschiede in der Selbsteinschätzung zur Berufswahl festzustellen. Dieses Verfahren ist kritisch zu betrachten, da die Gruppen nicht verschiedene Pole der Variable darstellen, sondern am mittleren Wert getrennt wurden. Ein trennschärferes Verfahren war jedoch aus ökonomischen Gründen nicht möglich. Nachdem die Varianzhomogenität als Voraussetzung bei allen Tests gegeben war, ergaben sich, bezogen auf die abhängige Variable Selbsteinschätzung zur Berufswahl, folgende Ergebnisse: Bei der Variable Selbsteinschätzung hat die „hoch resiliente“ Gruppe (AM = 20,9) einen signifikant höheren Wert (F = 34,53, df = 1, p = 0,00) erzielt als die „niedrig resiliente“ Gruppe (AM = 16,62). Die Gruppe „mit vielen protektiven Faktoren“ (AM = 20,18) ist im Unterschied zur Gruppe „mit wenig protektiven Faktoren“ (AM = 17,70) signifikant besser (F = 10,503, df = 1, p = 0,002). Ein hoher Wert in der Variable Selbsteinschätzung in der Berufswahl bedeutet, dass die Interessen und die Eignung gewahrt werden konnten. So war die Bereitschaft, den Beruf für einen Ausbildungsplatz zu wechseln, vorhanden, und die Anzahl der Ausbildungsplätze wurde als ausreichend empfunden. Um die Ursache eines Interaktionseffektes auszuschließen, wurde eine zweifaktorielle Varianzanalyse berechnet. Auch hier waren die Hauptfaktoren protektive Faktoren (F = 21,2, df = 1, p = 0,01) und Resilienz (F = 4,3, df = 1, p = 0,04) mit p < 0,05 signifikant, der Interak- VHN 3/ 2009 232 Markus Gebhardt tionsfaktor nicht signifikant. Das Interaktionsdiagramm zeigt beide Haupteffekte als ordinale Interaktion an, die somit global interpretiert werden dürfen. Resilienz und protektive Faktoren klären folglich einen eigenen Teil der Varianz auf. Um eine solche Varianz genau zu messen, wurde im Folgenden eine Regression durchgeführt. Nachdem die Voraussetzung der Homoskedastizität der Residuen, der Linearität des Zusammenhangs und der Normalverteilung der Residuen erfüllt waren, ergaben sich bei einer hierarchischen linearen Regression mit 81 Jugendlichen für die abhängige Variable „Selbsteinschätzung zur Berufswahl“ die in Tabelle 1 dargestellten Ergebnisse. Dieses Ergebnis bedeutet, dass die Heranwachsenden, welche eine niedrige Selbsteinschätzung bei der Resilienz oder bei den protektiven Faktoren haben, auch eine niedrige Selbsteinschätzung bei der Berufswahl zeigen. Jugendliche mit einer hohen Selbsteinschätzung bei der Resilienz oder bei den protektiven Faktoren verfügen dagegen über eine hohe Selbsteinschätzung in der Berufswahl. Bei diesen positiven Zusammenhängen liegt der korrigierte Determinationskoeffizient R 2 bei der Resilienz bei R 2 = 0,359 und bei den protektiven Faktoren bei R 2 = 0,05. Somit erklärt die Resilienz 36 % der Änderung im Kriterium Berufswahl und hat damit einen großen Effekt. Die protektiven Faktoren erklären 5 % der Änderung der Variable „Selbsteinschätzung zur Berufswahl“ und haben einen kleinen Effekt (vgl. Bortz/ Döring 2006). So wirkt sich auch bei Förderschülern das Umfeld positiv auf die Selbsteinschätzung in der Berufswahl aus. 5 Diskussion Zuerst ist festzustellen, dass die beiden Hauptfragen dieser Untersuchung - das Bewerbungsverhalten der Abschlussschüler im Förderschwerpunkt Lernen sowie der Zusammenhang zwischen Resilienz, protektiven Faktoren und Berufswahl - beantwortet werden konnten. Dieser Zusammenhang, welcher in der Interventionsstudie von Oser u. a. (2004) noch offen gelassen wurde, kann nun als Grundlage für weitere Forschung dienen. Einschränkend muss jedoch hinzugefügt werden, dass eine mögliche Generalisierung erst durch eine zusätzliche Studie bestätigt werden sollte, da der von uns ermittelte statistische Zusammenhang erst einmal nur für Förderschüler in München interpretierbar bleibt. Die Ergebnisse des Bewerbungsverhaltens der vorliegenden Untersuchung sollen im Folgenden im Sinne des Prinzips „Vorsorgen und Entwickeln“ innerhalb der Lebenszentrierten Pädagogik (Wachtel/ Wittrock 1997, S. 237) dargestellt werden. Eine Unterversorgung scheint gemäß unserer Untersuchung nicht zu bestehen, den Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen stehen ausreichende Möglichkeiten offen. Es fragt sich sogar, ob die Fülle von Angeboten und Maßnahmen nicht eventuell gar zu einer Überversorgung führen; die Ergebnisse Prädiktorenvariablen Korrigiertes R 2 Änderung in R 2 F B Alter -0,01 0,01 0,34 0,17 Geschlecht 0,03 0,03 1,96 -0,05 Resilienz 0,39 0,36 45,06** 0,55 Protektive Faktoren 0,44 0,05 6,72** 0,28 Interaktion zwischen Resilienz und protektive Faktoren 0,45 0,02 1,96 0,15 ** Signifikantes Ergebnis mit p < 0,01 Tab. 1: Selbsteinschätzung zur Berufswahl VHN 3/ 2009 233 Berufswahl von Jugendlichen der Selbsteinschätzung in der Berufswahl aller Jugendlichen und die Antworten zur Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen lassen einen solchen Rückschluss durchaus möglich erscheinen. Durch eine zu hohe Versorgung besteht die Gefahr, dass die Eigenaktivität bei der Berufswahl eingedämmt wird und dadurch Resilienz und protektive Faktoren nicht aufgebaut werden können. Denn für diesen Aufbau ist es notwendig, dass die Jugendlichen eigene Erfahrungen bei der Berufswahl und Ausbildungssuche sammeln und verarbeiten. Da sehr wenige Jugendliche unserer Stichprobe Bewerbungen geschrieben haben, ist anzunehmen, dass nur eine geringe Anzahl die Möglichkeit hatte, in einem betreuten Verhältnis zu lernen, wie man mit Absagen umgeht und in seinem Bewerbungsverhalten Ausdauer zeigt. Die Problematik dieses Systems zeigt sich darin, dass sich für Jugendliche, die keine Berufswahl getroffen und keine Bewerbungen verschickt haben, keine negativen Konsequenzen ergeben, da sie durch eine entsprechende Maßnahme aufgefangen werden. Daher ist anzunehmen, dass für die Entwicklung von Resilienz und protektiven Faktoren ein „Schonraum“ im Übergang von der Förderschule zur Ausbildung ein Hindernis darstellt, da wesentliche Erfahrungen in Bezug auf die Berufswahl, die Berufsentscheidung und die Verarbeitung von Absagen auf die Bewerbung nicht erlebt werden können. Aus den dargestellten Forschungsergebnissen lassen sich zwei Lösungsmöglichkeiten ableiten, um die Eigenständigkeit und den langfristigen Erfolg im Berufswahlverhalten der Schüler zu fördern. Der eine Weg führt über neue Schwerpunkte der Lernziele in Schule und Unterricht. Beispiele dafür sind das Konzept der „Sonderpädagogischen Diagnose-Werkstattklassen“ und der Lehrplan „Berufs- und Lebensorientierung“, die in Bayern bereits im Einsatz sind (vgl. Schor 2004). Diese Konzepte setzen auf eine Erweiterung des externen Lernortes außerhalb der Schule, auf mehr betreute Praktika der Jugendlichen und eine innere Schulentwicklung mit einer Flexibilisierung der Stundentafel und den Aufbau von Partnerschaften (Schor/ Schweiggert 2003). Der andere Weg besteht darin, die Art des Wechsels zwischen Schule und Beruf bzw. Schule und berufsvorbereitender Maßnahme zu überdenken. So sollte dieser Wechsel zum größten Teil durch die Selbstbestimmung des Schülers geprägt sein, denn nur die eigenen Erfahrungen können eine positive Bewältigung dieses Übergangs gewährleisten. Die Rolle der Lehrkraft sollte vor allem die des Beraters sein, der dem Jugendlichen bei Misserfolgen unterstützend zur Seite steht. Gerade die Fähigkeit, mit Misserfolgen umzugehen und sich seine Selbstsicherheit zu bewahren, ist für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf für die schwierige zukünftige Berufskarriere besonders notwendig, da für sie der berufliche Werdegang meist durch häufige Wechsel und Abbrüche gekennzeichnet ist (vgl. Bickmann/ Enggruber 2001). Um die genannte Fähigkeit in der Förderschule zu verbessern, sollte entsprechend den Ergebnissen der „hoch resilienten“ Gruppe vor allem in den letzten Schuljahren die Resilienz gefördert werden, was nach dem Konzept von Oser u. a. (2004) geschehen kann. Die protektiven Faktoren sollten im direkten Umfeld gesucht werden und können durch eine verstärkte Eltern- und Schulsozialarbeit ausgebaut werden. Als weitere bewährte Förderungen haben sich Patenprojekte etabliert wie zum Beispiel das Programm „Big Brother/ Big Sister“ in den USA (vgl. Werner 2006) oder das Konzept der Alltagsbegleitung (vgl. Hiller 1999). Das Ziel der Förderschule in Bezug auf die Berufswahl sollte also - neben dem Angebot von betreuten Praktika und dem Darstellen von Berufsfeldern - das Vermitteln von Bewältigungsstrategien und das Aufzeigen von eigenen sozialen Netzen und möglichen Hilfen sein. Dies muss vor der eigentlichen Berufswahl passieren, da die risikomildernden Faktoren insbesondere dann wirksam werden, wenn sie zeitlich vor den belastenden Situationen liegen. Für die praktische Umsetzung wäre es wünschenswert, standardi- VHN 3/ 2009 234 Markus Gebhardt sierte Konzepte auf wissenschaftlicher Basis zur Verfügung zu haben. Weiterführender Forschungsbedarf besteht also insbesondere in der Entwicklung, Durchführung und Evaluation verschiedener Interventionsmöglichkeiten, welche Resilienz und protektive Faktoren fördern. Literatur Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (2004): Lehrplan für den Lernbereich Berufs- und Lebensorientierung (BLO). München: Verlag Alfred Hintermaier Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (2007): Förderdiagnostik im Lernbereich „Berufs- und Lebensorientierung“ (BLO). Anlage zum Schreiben vom 7. 2. 2007, KMS Nr. IV.7-5S8410-4.5 214 Behnken, I.; Günther, C.; Job, O.; Keiser, S.; Karig, U.; Krüger, H.; Lindner, B.; von Wensierski, H.-J.; Zinnecker, J. (1991): Schülerstudie ’90. Jugendliche im Prozess der Vereinigung. Weinheim: Juventa Bickmann, J.; Enggruber, R. (2001): Karriereverläufe von Jugendlichen im Anschluss an das Berufsvorbereitende Jahr. In: Enggruber, R. (Hrsg.): Berufliche Bildung benachteiligter Jugendlicher. 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