Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete
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0017-9655
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen
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Silvia Wiedebusch
Christina Seelhorst
In der vorliegenden Studie wurden die Bewältigungsreaktionen von 57 Eltern erfasst, deren Kinder aufgrund einer drohenden Behinderung in einer Frühförderstelle betreut wurden. Als Vergleichsgruppe dienten 285 Eltern von Kindern mit chronischen Erkrankungen. Am häufigsten bewältigten Eltern beider Gruppen ihre Belastungen, indem sie ihre Partnerschaft intensivierten und sich auf das betroffene Kind fokussierten. Ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen bestand lediglich hinsichtlich der Bewältigungsstrategie, soziale Unterstützung zu nutzen, die jedoch von allen Eltern am seltensten eingesetzt wurde. Mütter nutzten signifikant häufiger soziale Unterstützung als Väter; weitere geschlechtsspezifische Unterschiede in den Bewältigungsreaktionen zeigten sich nicht. Die Ergebnisse zum Coping der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen stimmen weitgehend mit vorliegenden Befunden zu den Bewältigungsstrategien von Eltern behinderter und chronisch erkrankter Kinder überein. Auf der Grundlage der Resultate werden Empfehlungen für die Elternarbeit in der Frühförderung ausgesprochen.
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212 VHN, 83. Jg., S. 212 -220 (2014) DOI 10.2378/ vhn2013.art17d © Ernst Reinhardt Verlag FACH B E ITR AG Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen Silvia Wiedebusch, Christina Seelhorst Hochschule Osnabrück Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie wurden die Bewältigungsreaktionen von 57 Eltern erfasst, deren Kinder aufgrund einer drohenden Behinderung in einer Frühförderstelle betreut wurden. Als Vergleichsgruppe dienten 285 Eltern von Kindern mit chronischen Erkrankungen. Am häufigsten bewältigten Eltern beider Gruppen ihre Belastungen, indem sie ihre Partnerschaft intensivierten und sich auf das betroffene Kind fokussierten. Ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen bestand lediglich hinsichtlich der Bewältigungsstrategie, soziale Unterstützung zu nutzen, die jedoch von allen Eltern am seltensten eingesetzt wurde. Mütter nutzten signifikant häufiger soziale Unterstützung als Väter; weitere geschlechtsspezifische Unterschiede in den Bewältigungsreaktionen zeigten sich nicht. Die Ergebnisse zum Coping der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen stimmen weitgehend mit vorliegenden Befunden zu den Bewältigungsstrategien von Eltern behinderter und chronisch erkrankter Kinder überein. Auf der Grundlage der Resultate werden Empfehlungen für die Elternarbeit in der Frühförderung ausgesprochen. Schlüsselbegriffe: Entwicklungsverzögerung, Frühförderung, Eltern, Bewältigungsreaktionen Coping Strategies in Parents of Children with Developmental Delays Summary: In the present study the coping strategies of 57 parents, whose children are treated in an early intervention centre due to their developmental delays, are assessed. 285 parents of chronically ill children were consulted as a comparison group. Parents in both groups dealt with their burdens most frequently by intensifying the relationship with their partner and by focusing on the affected child. A significant difference between both groups was found only with respect to the coping strategy by which social support is used. However, this coping strategy was used most rarely by all parents. Mothers significantly more often made use of social support than fathers, but no further gender-specific differences in parents’ coping strategies were found. The results show that parents of children with developmental delays largely share similar coping strategies to parents of handicapped or chronically ill children. Recommendations for the work with parents in early intervention are given based on the research findings. Keywords: Developmental delay, early intervention, parents, coping 1 Belastungserleben In den letzten zwanzig Jahren ist die Anzahl der in Frühförderstellen betreuten Kinder stetig gestiegen (Sohns 2010). Der Anteil von Kindern mit allgemeinen Entwicklungsverzögerungen unklarer Genese und Kindern mit psychosozialen Auffälligkeiten ist dabei inzwischen höher als der Anteil der Kinder mit klassischen Behinderungsformen, der nur noch ein Viertel der Frühförderleistungen ausmacht (Engel u. a. 2008; Höfer/ Behringer 2009). Die Eltern von entwicklungsverzögerten Kindern, bei denen ein Frühförderbedarf festgestellt VHN 3 | 2014 213 SILVIA WIEDEBUSCH, CHRISTINA SEELHORST Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen FACH B E ITR AG wird und denen eine Behinderung droht, sind verschiedenen psychosozialen Belastungen ausgesetzt. Diese sind begründet n in der unsicheren Prognose und der damit verbundenen Sorge und Ungewissheit, ob und in welchem Umfang bestehende Entwicklungsrückstände aufgeholt werden können (Rudolph u. a. 2004; Sarimski 2009); n im nicht altersangemessenen Entwicklungsstand des Kindes, der zu Problemen bei sozialen Kontakten mit Gleichaltrigen führen kann (Rudolph u. a. 2004); n in der Sorge, die Elternrolle nicht kompetent ausfüllen zu können (Schaunig u. a. 2004), und in Unsicherheiten in Bezug auf angemessene Fördermöglichkeiten sowie n in der Mehrbelastung durch die Inanspruchnahme von Frühfördermaßnahmen, die (vor allem für die Mütter) mit einem zeitlichen und organisatorischen Mehraufwand im Alltag verbunden sind (Sarimski 2008). So verwundert es nicht, dass Mütter von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, Entwicklungs- oder Verhaltensauffälligkeiten im Vergleich zu Müttern von entwicklungsunauffälligen Kindern ausgeprägtere Alltagsbelastungen angeben (Baker u. a. 2003; Doege u. a. 2011; Rudolph u. a. 2004; Schreyer u. a. 2011). Beispielsweise berichteten Eltern von dreibis fünfjährigen Vorschulkindern mit Entwicklungsverzögerungen im Vergleich zu Eltern von entwicklungsunauffälligen Kindern von einem signifikant erhöhten Stresserleben (Lopez u. a. 2008). Über ein erhöhtes Belastungs- und Stresserleben hinaus kommt es bei einem Teil der primären Bezugspersonen zu Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit. So wurde in einer Studie von Feldman u. a. (2007) bei Müttern von zweijährigen Kleinkindern, die eine Entwicklungsverzögerung aufwiesen oder hiervon bedroht waren, eine deutlich erhöhte Prävalenz depressiver Störungen festgestellt. Entsprechende Vergleichsstudien zur Belastung und zur psychischen Befindlichkeit der Väter von Kindern mit Frühförderbedarf liegen nicht vor. Die subjektiv erlebten Belastungen der Eltern werden von mehreren Faktoren moderiert, zu denen beispielsweise die Art und Schwere der Entwicklungsverzögerung, Persönlichkeitsmerkmale des Kindes, familiäre und soziale Ressourcen, aber auch die individuellen Bewältigungsstrategien zählen (Plant/ Sanders 2007; Sarimski u. a. 2012). Aktive und problemorientierte Bewältigungsreaktionen sind in der Regel adaptiv und gehen mit einem geringeren Belastungserleben einher, während vermeidungsbetonte und passive Bewältigungsstrategien maladaptiv sind, das Belastungserleben verstärken und mit einem höheren Risiko für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten einhergehen (Rao u. a. 2004; Sarimski 2010). Diese Befunde werden auch in Studien mit Eltern, deren Kinder von einer Entwicklungsverzögerung oder (drohenden) Behinderung betroffen sind, berichtet. So erwies sich bei Müttern entwicklungsverzögerter Kleinkinder ein vermeidendes Coping als Prädiktor für das Auftreten einer depressiven Befindlichkeit (Feldman u. a. 2007). Bei Müttern von Säuglingen und Kleinkindern mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen im Alter von drei bis 24 Monaten beeinflusste die Art des Copings die familiäre Anpassung (Einav u. a. 2012). Das resultierende Belastungserleben der Eltern hat einen indirekten Einfluss auf die weitere Entwicklung des Kindes, denn „Eltern mit hoher subjektiver Belastung haben weniger Ressourcen, um sich auf die kindlichen Hilfebedürfnisse einzustellen, förderungsrelevantes Wissen zu erwerben und dies in der alltäglichen Interaktion mit ihren Kindern umzusetzen“ (Lang u. a. 2012, 114). Langzeitstudien mit Familien von Kindern mit Behinderungen bestätigen, dass die Entwicklung dieser Kinder stark von der Interaktionsqualität zwischen Eltern und Kind abhängig ist (Hauser-Cram u. a. 2001; Neuhäuser 2003; Sarimski 2009). VHN 3 | 2014 214 SILVIA WIEDEBUSCH, CHRISTINA SEELHORST Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen FACH B E ITR AG Demnach kommt den Bewältigungsreaktionen der Eltern eine zentrale Bedeutung im familiären Anpassungsprozess zu. 2 Fragestellung Bei der Durchsicht der bisherigen Studien zum Coping bei Eltern von Kindern mit Frühförderbedarf fällt auf, dass in den meisten Fällen die Bewältigungsstrategien der Eltern von Kindern mit spezifischen oder manifesten Behinderungen untersucht wurden, während Studien zu den Bewältigungsreaktionen von Eltern entwicklungsverzögerter Kinder weitgehend fehlen. Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, wie Eltern die mit einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung ihres Kindes einhergehenden Belastungen bewältigen und ob diesbezüglich Unterschiede zwischen Müttern und Vätern vorliegen. Um die Art und die Intensität der Bewältigungsreaktionen beurteilen zu können, wurde eine Vergleichsgruppe von Eltern chronisch kranker Kinder herangezogen. 3 Stichprobenbeschreibung und Erhebungsinstrument In einer Frühförderstelle wurden 57 Eltern - 32 Mütter (Alter: χ -= 32,5; sd = 5,8) und 25 Väter (Alter: χ -= 36,3; sd = 5,7) - von Kindern im Alter zwischen einem und sechs Jahren mit einem Fragebogen schriftlich zu ihren Bewältigungsreaktionen befragt (Rücklaufquote: 40,7 %). Ihre Kinder erhielten aufgrund einer Entwicklungsverzögerung in einem oder mehreren Entwicklungsbereichen seit einem Monat bis zwei Jahre Frühförderung. Alle Väter und 81,2 % der Mütter waren verheiratet oder lebten in fester Partnerschaft. Die Mehrheit der Eltern verfügte über einen Haupt- oder Realschulabschluss; ca. ein Viertel der Eltern gab einen höheren Bildungsabschluss an. In der Vergleichsstichprobe wurden 285 Eltern (Alter: χ -= 40,3; sd = 6,6) chronisch kranker Kinder im Alter von einem bis 20 Jahre mit den Krankheitsbildern Juvenile idiopathische Arthritis (56,5 %), Typ-1 Diabetes (24,2 %) und Hämophilie (19,3 %) in spezialisierten Behandlungszentren befragt (Rücklaufquote: 44,6 %; Wiedebusch/ Muthny 2009). Die Erkrankungsdauer der Kinder lag zwischen vier Monaten und 19 Jahren (χ -= 61,7; s d = 57,1 Monate). Die meisten Eltern waren verheiratet oder lebten in fester Partnerschaft; der Anteil alleinerziehender Eltern war mit 8,1 % gering. Weitere soziodemografische Merkmale der Eltern sowie der Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder chronischen Erkrankungen können Tabelle 1 entnommen werden. Als Erhebungsinstrument wurde der Fragebogen „Soziale Orientierungen von Eltern behinderter Kinder“ (SOEBEK; Krause/ Petermann 1997) eingesetzt, der 23 Items zu Bewältigungsreaktionen umfasst, die den folgenden vier Subskalen zugeordnet werden können: 1) „Intensivierung der Partnerschaft“ (6 Items, z. B. „In schwierigen Situationen finde ich gemeinsame Lösungen mit meinem Ehe-/ Partner.“), 2) „Nutzung sozialer Unterstützung“ (6 Items, z. B. „Ich frage meine Freunde um Rat.“), 3) „Fokussierung auf das behinderte Kind“ (6 Items, z. B. „Die Sorge für mein Kind ist mir zur Zeit das Wichtigste.“) und 4) „Selbstbeachtung/ Selbstverwirklichung“ (5 Items, z. B. „Ich nehme mir Zeit für mich selbst.“). Das Zutreffen der Items wurde auf einer sechsstufigen Ratingskala eingeschätzt (1 = nie bis 6 = sehr häufig), wobei die zurückliegenden vier Wochen erinnert werden sollten. Cronbach’s a für die vier Subskalen beträgt zwischen .73 und .84 (Krause/ Petermann 1998). Eine weitere im SOEBEK enthaltene „Stressbelastungsskala“ wurde in dieser Untersuchung nicht berücksichtigt, da sie keine Angaben zum Coping der Eltern liefert. VHN 3 | 2014 215 SILVIA WIEDEBUSCH, CHRISTINA SEELHORST Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen FACH B E ITR AG 4 Resultate Im SOEBEK erreichten sowohl die Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen als auch die Eltern von chronisch kranken Kindern die höchsten Skalenmittelwerte auf der Subskala „Intensivierung der Partnerschaft“, gefolgt von den Werten auf der Subskala „Fokussierung auf das behinderte Kind“ (s. Tab. 2). Hinsichtlich der Ausprägung dieser beiden am häufigsten eingesetzten Bewältigungsreaktionen bestanden im Mittelwertvergleich keine signifikanten Gruppenunterschiede (s. Tab. 2). Allerdings gaben Eltern chronisch kranker Kinder signifikant seltener die Bewältigungsstrategie „Nutzung sozialer Unterstützung“ an als Eltern entwicklungsverzögerter Kinder (t (2,328) = 2,20, p ≤ 0.05), wenngleich diese Strategie in beiden Gruppen am seltensten eingesetzt wurde. Bei den Eltern der Kinder mit Entwicklungsverzögerungen bestanden hinsichtlich der am häufigsten eingesetzten Bewältigungsstrategien („Intensivierung der Partnerschaft“ und „Fokussierung auf das behinderte Kind“) keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede. Mütter und Väter entwicklungsauffälliger Kinder unterschieden sich lediglich hinsichtlich der Ausprägung der Bewältigungsreaktion „Nutzung sozialer Unterstützung“ (t = 3,80, p ≤ 0.001) signifikant voneinander (s. Tab. 3). Auswertungen auf der Ebene der Einzelitems zeigten, dass Mütter häufiger das Gespräch mit anderen Eltern, Freunden und Familienangehörigen suchen als Väter. Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerung Mütter (N =32) Väter (N =25) Eltern von chronisch kranken Kindern (N =285) Alter 19 -49 Jahre Ø 32,5 Jahre 23 -44 Jahre Ø 36,3 Jahre 21 -65 Jahre Ø 40,3 Jahre Anzahl der Kinder in der Familie 1 -5 Kinder Ø 2,3 Kinder 1 -5 Kinder Ø 2,5 Kinder 1 -7 Kinder Ø 2,4 Kinder Familienstand der Eltern ledig/ alleinerziehend verheiratet/ in Partnerschaft lebend 18,8 % 81,2 % - 100 % 7,8 % 92,2 % Bildungsstand der Eltern Hauptschule Realschule Gymnasium Hochschulabschluss 27,3 % 69,1 % 10,7 % 3,0 % 52,2 % 34,8 % - 13 % 21,0 % 36,0 % 13,6 % 29,4 % Angaben zum Kind Alter des Kindes 1 -6 Jahre Ø 4,5 Jahre 1 - 6 Jahre Ø 4,5 Jahre 1 -20 Jahre Ø 9,9 Jahre Geschlecht des Kindes n weiblich n männlich 28,1 % 71,9 % 36,0 % 64,0 % 55,0 % 45,0 % bisherige Dauer der Frühförderung bzw. Krankheitsdauer 1 -24 Monate Ø 9,6 Monate 1 -20 Monate Ø 9,7 Monate 4 Monate -19 Jahre Ø 61,7 Monate Tab. 1: Soziodemografische Parameter der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und der Eltern chronisch kranker Kinder VHN 3 | 2014 216 SILVIA WIEDEBUSCH, CHRISTINA SEELHORST Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen FACH B E ITR AG 5 Diskussion Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen sind diversen psychosozialen Belastungen ausgesetzt, die sie am häufigsten dadurch bewältigen, dass sie zum einen in ihrer Partnerschaft emotionalen Halt und Unterstützung suchen und sich zum anderen im Alltag auf die Bedürfnisse ihres betroffenen Kindes fokussieren. Diese beiden Bewältigungsreaktionen wurden auch in der Vergleichsstichprobe von Eltern chronisch kranker Kinder am häufigsten vorgefunden (Wiedebusch u. a. 2008). Die Nutzung sozialer Unterstützung war dagegen die Bewältigungsstrategie, auf die sowohl die Eltern entwicklungsverzögerter Kinder als auch die Eltern chronisch kranker Kinder am seltensten zurückgreifen. Ein Vergleich der vorliegenden Daten mit den in der Normierungsstichprobe des SOEBEK erzielten Werten war nicht möglich, da im Manual keine Normtabellen aufgeführt sind, die sich auf eine - über alle Bewältigungsreaktionen hinweg - einheitliche Stichprobe von Eltern behinderter Kinder beziehen (vgl. Krause/ Petermann 1997). Jedoch wurde der in der vorliegenden Studie eingesetzte Fragebogen SOEBEK bereits in einer Reihe von Studien zu den Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit einem besonderen Förder- und Unterstützungsbedarf eingesetzt. Bei Eltern von Kindern mit Behinderungen wurde ein vergleichbares Muster von Bewältigungsstrategien erhoben wie in der vorliegenden Studie. So reagierten zum Beispiel Eltern von Kindern und Jugendlichen mit infantiler Cerebralparese im Alter von 7 bis 20 Jahren (Wagatha 2006), Eltern von Kindern, die unterschiedliche geistige Behinderungen aufwiesen (Alter: χ - = 12,9 Jahre; Doege u. a. 2011), sowie Mütter zweibis 17-jähriger Kin- Bewältigungsreaktionen Eltern von entwicklungsverzögerten Kindern (N =57) Eltern von chronisch kranken Kindern (N =285) χ- sd χ- sd t (2,328) p Intensivierung der Partnerschaft Nutzung sozialer Unterstützung Fokussierung auf das behinderte Kind Selbstbeachtung/ Selbstverwirklichung 4,51 3,10 3,91 3,52 1,07 0,78 0,85 0,80 4,25 2,81 4,01 3,39 0,97 0,87 1,05 0,85 1,73 2,20 -0,61 0,94 0,084 0,028 0,541 0,349 Tab. 2: Bewältigungsreaktionen von Eltern entwicklungsverzögerter Kinder und Eltern chronisch kranker Kinder (SOEBEK; Range 1 bis 6) Bewältigungsreaktionen Mütter (N =32) Väter (N =25) χ- sd χ- sd t (2,52) p Intensivierung der Partnerschaft Nutzung sozialer Unterstützung Fokussierung auf das behinderte Kind Selbstbeachtung/ Selbstverwirklichung 4,51 3,43 4,03 3,56 1,18 0,60 0,79 0,92 4,51 2,68 3,76 3,47 0,95 0,78 0,93 0,65 -0,007 3,80 1,09 0,379 0,995 0,000 0,280 0,706 Tab. 3: Bewältigungsreaktionen von Müttern und Vätern entwicklungsverzögerter Kinder (SOEBEK; Range 1 bis 6) VHN 3 | 2014 217 SILVIA WIEDEBUSCH, CHRISTINA SEELHORST Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen FACH B E ITR AG der mit einem Mikrodeletionssyndrom (Briegel u. a. 2009) am ausgeprägtesten mit einer Intensivierung der Partnerschaft auf die Belastungen, gefolgt von der Fokussierung auf das behinderte Kind. Am seltensten bewältigten die Eltern in diesen Studien die Belastungssituation durch die Inanspruchnahme sozialer Unterstützung (Wagatha 2006; Doege u. a. 2011) oder die Selbstbeachtung eigener Bedürfnisse (Briegel u. a. 2009). Die vorliegenden Befunde belegen die Beobachtung, dass Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen häufig mehrere Coping-Strategien gleichzeitig verfolgen (z. B. Sullivan-Bolyai u. a. 2002). Während die Intensivierung der partnerschaftlichen Beziehung als adaptive Bewältigungsreaktion bewertet wird, die sich günstig auf die Lebensqualität der Eltern und die familiäre Anpassung an die Lebenssituation mit einem beeinträchtigten Kind auswirkt, kann sich eine ausgeprägte Fokussierung der Eltern auf die Bedürfnisse des betroffenen Kindes imHinblick auf das Wohlbefinden der Eltern als ungünstig erweisen. So gaben beispielsweise Mütter chronisch kranker Kinder, die ihre eigenen Bedürfnisse beachteten, bei der Therapiedurchführung mit dem Partner zusammenarbeiteten und im Alltag nicht auf das erkrankte Kind fokussiert waren, eine höhere Lebensqualität an als Mütter, die andere Bewältigungsreaktionen zeigten (Tröster 2005). Ebenso war die Bewältigungsstrategie, beim Partner Unterstützung zu suchen, bei Eltern von Kindern mit Hämophilie und bei Eltern von Kindern mit chronischen Nierenerkrankungen ein Prädiktor ihrer Lebensqualität (Wiedebusch u. a. 2008; 2010). Dagegen ging bei Eltern von Kindern mit chronischen Nierenerkrankungen eine ausgeprägte Fokussierung auf das erkrankte Kind mit einer niedrigeren Lebensqualität einher (Wiedebusch u. a. 2010). Ein entsprechender Zusammenhang ist auch bei Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen zu vermuten, jedoch bislang empirisch nicht belegt. 6 Bewältigungsreaktionen von Müttern und Vätern In der vorliegenden Studie unterschieden sich Mütter und Väter hinsichtlich ihrer Bewältigungsstrategien kaum voneinander. Signifikante geschlechtsspezifische Unterschiede bestanden lediglich in Bezug auf die Inanspruchnahme sozialer Unterstützung. Demnach nutzen sowohl Mütter von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen als auch Mütter chronisch kranker Kinder (vgl. Wiedebusch u. a. 2008) häufiger Hilfe und Unterstützung aus ihrem sozialen Umfeld als Väter. Weitere Studienergebnisse bestätigen ebenfalls, dass Mütter von Kindern mit Behinderungen (Wagatha 2006) sowie Mütter chronisch erkrankter Kinder (z. B. Goldbeck 2001; Streisand/ Tercyak 2004) häufiger soziale Unterstützung suchen und nutzen. Insgesamt betrachtet sprechen die vorliegenden Befunde jedoch dafür, dass die Gemeinsamkeiten der Bewältigungsreaktionen von Müttern und Vätern größer sind als die Unterschiede. Die Aussagekraft der dargestellten Ergebnisse wird durch methodische Einschränkungen limitiert. Zum einen konnte aufgrund der anonymen Datenerhebung in der Untersuchungswie in der Vergleichsgruppe nicht geprüft werden, ob sich Eltern, die an der Befragung teilnahmen, von Non-Respondern unterschieden. Die Stichprobencharakteristika lassen zwar keine Hinweise auf systematische Verzerrungen erkennen, dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Bias in Bezug auf die Bewältigungsreaktionen der Eltern vorliegt. Zum anderen ist die Stichprobengröße der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen begrenzt, und es konnten vergleichsweise wenige Väter zur Teilnahme an der Studie motiviert werden. Des Weiteren wurden ausschließlich Eltern befragt, die mit ihren Kindern in derselben Frühförderstelle behandelt wurden, sodass behandlungsspezifische Effekte VHN 3 | 2014 218 SILVIA WIEDEBUSCH, CHRISTINA SEELHORST Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen FACH B E ITR AG auf die Bewältigungsreaktionen der Eltern nicht ausgeschlossen werden können, wenngleich im Rahmen der Elternberatung keine spezifischen Interventionen zur Förderung der Belastungsverarbeitung durchgeführt wurden. 7 Empfehlungen für die Praxis Die Leistungen der Frühförderung umfassen neben Fördermaßnahmen für die Kinder auch die Elternberatung (Engel u. a. 2008), die zum Ziel hat, Elternkompetenzen bezüglich des Umgangs mit dem Kind zu stärken sowie die familiäre Bewältigung zu unterstützen (Sarimski 2008; Thurmair/ Naggl 2010; Sarimski u. a. 2012). Durch diese Zielvorgaben wird explizit eingefordert, dass Frühförderteams sich mit den Bewältigungsreaktionen der Eltern auseinandersetzen und ein angemessenes elterliches Coping unterstützen. Feldman u. a. (2007) weisen darüber hinaus auf die Notwendigkeit hin, in der Frühförderung die Interaktion zwischen kind- und elternbezogenen Faktoren, zu denen auch die Coping-Strategien gehören, bei der Planung von Interventionen zu beachten. Auf der Grundlage der vorliegenden Ergebnisse zu den Bewältigungsreaktionen der Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen lassen sich folgende Schlussfolgerungen für die Praxis der Frühförderung ziehen: n Betreuungsangebote für Eltern: Die Art und Intensität von Bewältigungsreaktionen sind bei Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen ähnlich ausgeprägt wie bei Eltern behinderter oder chronisch kranker Kinder. Dies deutet darauf hin, dass auch das Erleben einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung mit unklarer Prognose zu bedeutsamen Belastungen führt, die Bewältigungsreaktionen evozieren, wie sie bei Eltern von Kindern mit lebenslangen Beeinträchtigungen vorgefunden werden. Versorgungsangebote für Eltern von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen sollten daher nicht hinter Angeboten für andere Elterngruppen zurückstehen. n Screening von Bewältigungsreaktionen: Das Frühförderteam sollte im Rahmen der Elternarbeit das Coping der Eltern thematisieren. Bei Eltern, die sich stark auf ihr entwicklungsverzögertes Kind fokussieren, ist in besonderem Maße auf das Wohlbefinden der Mütter und Väter zu achten. Sollten sich negative Auswirkungen maladaptiver Bewältigungsstrategien auf die Lebensqualität erkennen lassen, ist eine Elternberatung erforderlich. n Geschlechtsspezifische Versorgungsangebote: Da Mütter zur Bewältigung ihrer Belastungen häufiger nach Gesprächsmöglichkeiten suchen als Väter, ergibt sich für die Betreuung von Müttern in Frühförderstellen ein erhöhter Bedarf an Gesprächsangeboten, durch die sie ihrem Wunsch nach sozialem Austausch und Entlastung nachkommen können. Väter können durch Versorgungsangebote, im Rahmen derer sie die Gelegenheit erhalten, sich mit anderen über ihre Sorgen und Belastungen auszutauschen (z. B. Vätergruppen), den persönlichen Nutzen dieser adaptiven Bewältigungsreaktion kennen- und schätzen lernen. Literatur Baker, B. L.; McIntyre, L. L.; Blacher, J.; Crnic, K.; Edelbrock, C.; Low, C. (2003): Pre-School Children with and without Developmental Delay: Behavior Problems and Parenting Stress Over Time. 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