Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete
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0017-9655
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Rezension: Klein, Ferdinand (2016): Handreichung für das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten im Studien- und Forschungsfeld der Heilpädagogik. Berlin: bhp-Verlag. 36 S., € 6,50
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2017
Thomas Maschke
Rezension Klein, Ferdinand (2016): Handreichung für das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten im Studien- und Forschungsfeld der Heilpädagogik Berlin: bhp-Verlag. 36 S., € 6,50
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VHN 2 | 2017 174 REZE NSION E N Klein, Ferdinand (2016): Handreichung für das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten im Studien- und Forschungsfeld der Heilpädagogik Berlin: bhp-Verlag. 36 S., € 6,50 Mit einem sachlich sinnvollen „Auftakt“ in Form der „Handreichung für das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten im Studien- und Forschungsfeld der Heilpädagogik“ beginnt das internationale Archiv für Heilpädagogik die Herausgabe einer wissenschaftlichen Schriftenreihe und positioniert sich damit innerhalb dieses fachlichen Kontextes. VHN 2 | 2017 175 REZE NSION E N Ferdinand Klein schafft im Vorwort eine Analogie von wissenschaftlichem Arbeiten und Selbstbildung, welche als ein Leitmotiv verstanden werden kann, denn alle inhaltlichen wie formalen Hinweise zur Entwicklung einer „Good Scientific Practice“ müssen von den Forschenden ergriffen und angewandt werden und wirken damit auch zurück. Mit Motiven wie „Mut und Demut“ (u. a.) als forscherisch handlungsleitende Maximen wird der Autor dem Anspruch von „Heilpädagogik als wertegeleiteter Wissenschaft“ gerecht (Kap. 1) und gibt diesem Leitfaden einen spezifischen Duktus. Der Autor benennt zunächst in einer prägnanten Darstellung die „Hauptformen wissenschaftlicher Arbeit“ (Kap. 2). In Kapitel 3 stellt er dann die notwendigen Schritte wissenschaftlichen Arbeitens am Beispiel der Dissertation dar. Dass die hier formulierten hohen und klaren Ansprüche auch auf Arbeiten eines formal niedrigeren Levels angewendet werden können und sollen, gibt dieser Systematik einen besonderen Wert, wird doch so das „Abenteuer Forschung“ nicht begrenzt, sondern ein weiter und kreativer Begriff wissenschaftlichen Arbeitens geschaffen. Ferdinand Klein bezieht Stellung, auch und gerade auf dem vermeintlich klaren und vielleicht als „trocken“ wahrgenommenen Gebiet. Mit dem Enthusiasmus seiner langen forschenden Tätigkeit weist er der schriftlichen Arbeit eine spezifische Qualität zu, indem er einerseits z. B. „thematische Disziplinierung“ (durch Begrenzung des Umfanges einer Dissertation auf 150 Seiten) fordert, andererseits qualitative Maßstäbe einer achtungsvollen Pädagogik (s. o.) in die gesamte Handreichung integriert. Mit ihren praktischen und klaren Ratschlägen und Anweisungen für Aufbau, Formulierungen, Zitation u. a. ist die vorliegende Handreichung sehr hilfreich. Darüber hinaus legt der Autor wertleitende Maßstäbe für wissenschaftliche Arbeiten vor, welche das Büchlein zu einem besonders kostbaren und empfehlenswerten machen! Thomas Maschke D-68167 Mannheim DOI 10.2378/ vhn2017.art17d
