eJournals motorik44/1

motorik
7
0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mot2021.art06d
7_044_2021_1/7_044_2021_1.pdf11
2021
441

Fachbeitrag: Der Einfluss von Bewegungs­kindergärten auf die motorische Entwicklung von Kindern

11
2021
Carolin Machens
Peter Keßel
Dagmar Meermann
Der Beitrag greift die Diskussion um mögliche entwicklungsfördernde Effekte von Kindergärten mit einem spezifischen Bewegungsprofil auf und legt Ausschnitte einer eigenen Längsschnittstudie, in der auch Vergleiche mit Normierungsstichproben vorgenommen wurden, dar. Untersucht wurde, ob sich der motorische Entwicklungsstand von 215 Kindern im Alter von 5–6 Jahren während des Besuchs bewegungsfreudiger Kindergärten, der Kinder in Bewegung gGmbH, verbesserte. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Kinder nach acht Monaten einen signifikant höheren motorischen Entwicklungsstand aufwiesen, der sich zudem signifikant von der Norm unterschied.
7_044_2021_1_0007
Zusammenfassung / Abstract Der Beitrag greift die Diskussion um mögliche entwicklungsfördernde Effekte von Kindergärten mit einem spezifischen Bewegungsprofil auf und legt Ausschnitte einer eigenen Längsschnittstudie, in der auch Vergleiche mit Normierungsstichproben vorgenommen wurden, dar. Untersucht wurde, ob sich der motorische Entwicklungsstand von 215 Kindern im Alter von 5-6 Jahren während des Besuchs bewegungsfreudiger Kindergärten, der Kinder in Bewegung gGmbH, verbesserte. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Kinder nach acht Monaten einen signifikant höheren motorischen Entwicklungsstand aufwiesen, der sich zudem signifikant von der Norm unterschied. Schlüsselbegriffe: Bewegungskindergarten, Psychomotorik, motorische Entwicklung, Längsschnittstudie, Zusatzqualifikation Fachkräfte Impacts of movement based nursery attendance on children’s motor development The article takes up the discussion about possible developmental benefits of nurseries with a specific focus on movement. Additionally sections of a longitudinal study are presented, showing comparisons with norming samples. It was examined whether movement based nursery attendance improved the motor skills of 215 children aged 5 to 6 years. The results show that all children had significantly higher motor skills after 8 months, which also differed significantly from the norm. Key words: movement based nurseries, psychomotricity, motor development, longitudinal study, additional qualificatio [ 29 ] motorik, 44. Jg., 29-36, DOI 10.2378 / mot2021.art06d © Ernst Reinhardt Verlag 1 | 2021 [ FACHBEITRAG ] Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung von Kindern Carolin Machens, Peter Keßel, Dagmar Meermann Die Bedeutung von Bewegung für die frühkindliche Entwicklung ist in frühpädagogischen Arbeitsfeldern unumstritten und wird auch im bildungspolitischen Diskurs aufgegriffen: Beispielsweise wird »Körper, Bewegung, Gesundheit« im Gemeinsamen Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen (JMK / KMK 2004) als einer von sechs Bildungsbereichen benannt. Ähnliches spiegeln auch aktuelle Bildungs- und Orientierungspläne der Bundesländer wider: In fast allen wird »Bewegung« als Bildungsbereich aufgegriffen (Voss 2019, 17). Bewegung hat viele Facetten- - entsprechend konnten im Forschungsprojekt BiK (Fischer et al. 2016) vier unterschiedliche Bedeutungsfelder identifiziert und beschrieben werden: Bewegung als Lerngegenstand, Bewegung als Medium des Lernens, Bewegung als Medium der Gesundheitsförderung, Bewegung als Medium der Entwicklungsförderung (Fischer et al. 2016). Innerhalb der Pädagogik wurde der entwicklungsanregende Einfluss von Bewegungserfahrungen auch vorher schon erkannt (z. B. Wehrmann 2003, 300; Zimmer 2020). Daher ist es naheliegend, dass pädagogische Einrichtungen entstanden, die Bewegung als Schwerpunkt in ihrer Bildungsarbeit aufgriffen. 1972 wurde in Deutschland der erste Sportkindergarten eröffnet. Im Laufe der Jahre wurde die Perspektive der entwicklungsfördernden Möglichkeiten durch Bewegung statt der anfänglichen Leitidee der Erziehung zum Sport in den Vordergrund gestellt (Zimmer 2013, 12ff ). Mittlerweile gibt es in vielen Bundesländern länderspezifische Zertifikate [ 30 ] 1 | 2021 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis für Bewegungskindergärten, die sich in ihren Voraussetzungen und Ausrichtungen aber sehr heterogen zeigen. Entsprechend stellt sich die Frage, ob und welchen Einfluss diese Einrichtungen auf die kindliche Entwicklung nehmen. Effekte eines Bewegungsprofils in Kindertageseinrichtungen Studien, die Auswirkungen von Kindertageseinrichtungen mit Bewegungsprofil untersuchten, diskutieren sowohl Veränderungen in motorischen Kompetenzen als auch das entwicklungsanregende Potential von Bewegung (Jasmund 2009; Schönrade et al. 2011; Schwarz 2017; Kühnis et al. 2018). Dabei ist einschränkend anzumerken, dass bis dato kein übergeordnetes, einheitliches Konzept von Bewegungskindergärten vorliegt: So zeigte sich in der BeBi-Studie (Schwarz 2017, 11f ) im qualitativen Vergleich der verschiedenen Bewegungszertifikate und Siegel für Kindertageseinrichtungen eine große Heterogenität (z. B. Kriterien wie Kooperation mit einem Sportverein oder aktive Übungsleiter-Lizenzen bei den Fachkräften der Kita). Folglich gelten Studienergebnisse nicht per se für alle Bewegungskindergärten, liefern jedoch eine wichtige empirische Grundlage für weitere Forschung. Beispielsweise konnte Jasmund (2009) in ihrer randomisierten längsschnittlichen Kontrollgruppenstudie u. a. zeigen, dass der Besuch eines Bewegungskindergartens zwar mit signifikanten Zuwächsen in der motorischen Entwicklung der Kinder einherging, jedoch keine signifikanten Unterschiede zur Kontrollgruppe resultierten. Ferner fand sie keine Unterschiede zwischen den Kompetenzen der untersuchten Stichprobe und der Normierungsstichprobe des MOT 4-6 (Zimmer / Volkamer 1987) aus 1985 (Jasmund 2009). Zudem zeigte Jasmund (2009), dass die erhobenen Kompetenzen der Kinder besser ausfielen, wenn ein höheres Ausbildungsniveau aufseiten der Fachkräfte vorlag. Auch Schönrade et al. (2011) kamen in ihrer nicht-experimentellen Querschnittstudie zu dem Ergebnis, dass die untersuchten Kinder vergleichbare Leistungen mit der Normierungsstichprobe des MOT 4-6 aufwiesen. Darüber hinaus fand Schwarz (2017, 13ff ) in der BeBi-Studie, bei der es sich um eine geschichtete, randomisierte, kontrollierte und längsschnittliche Untersuchung handelte, dass sich alle Kinder innerhalb eines Jahres in motorischen Fähigkeiten (hier: Schwerpunkt Koordination) um 47,6 % verbesserten. Dabei bestanden zwischen den untersuchten Altersstufen ebenfalls erwartungskonforme Unterschiede. Bei einer weiteren Betrachtung von Studien, in denen Kindertageseinrichtungen mit unterschiedlichen Profilen verglichen wurden, lässt sich eine heterogene Befundlage konstatieren. Beispielsweise fand Schwarz (2017), dass lizenzierte Bewegungskindergärten anderen Kindergärten in Bezug auf motorische Kompetenzen nicht überlegen waren. Im Unterschied dazu fanden Kühnis et al. (2018) in einer vergleichenden Querschnittsstudie signifikante Leistungsunterschiede zwischen Regel- und Bewegungskindergärten (sogenannten Purzelbaum-Kindergärten) in der Schweiz. Weitere Leistungsunterschiede zwischen Regel- und Bewegungskindergärten fielen in Abhängigkeit der Wohnregion aus. Dabei wiesen Kinder aus ländlicheren Regionen im Vergleich zu Kindern aus einem städtischen Umfeld in mehr als der Hälfte der erhobenen Kompetenzen signifikant bessere Werte auf. Zusammenfassend weisen diese Befunde darauf hin, dass der Besuch eines Bewegungskindergartens mit verbesserten, wenngleich normentsprechenden motorischen Kompetenzen einhergeht (Jasmund 2009; Schönrade et al. 2011; Schwarz 2017). Dabei scheinen das Ausbildungsniveau der Fachkräfte (Jasmund 2009), das Umfeld der Einrichtung (Schwarz 2017; Kühnis et al. 2018) sowie der Wohnort der Kinder (Kühnis et al. 2018) mitbestimmend. Ferner legen die Befunde von Schwarz (2017) nahe, das Konzept eines Bewegungskindergartens differenziert zu betrachten. In Bezug auf die vorliegende Studie soll daher das Konzept der Kindergärten des Trägers Kinder in Bewegung gGmbH näher erläutert werden. Das Konzept »bewegungsfreudiger Kindergarten« (KiB) In Berlin existiert aktuell kein Siegel oder Zertifikat für einen Bewegungskindergarten, dennoch berücksichtigen einige Kindertageseinrichtungen Bewegung konzeptuell. So wurde in 2005 der Träger »Kinder in Bewegung gGmbH (KiB)« gegründet, [ 31 ] Machens • Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung 1 | 2021 [ 31 ] Machens et al. • Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung 1 | 2021 der inzwischen 21 Einrichtungen des Berliner Senats in sieben Stadtbezirken in seine Trägerschaft übernommen hat. Ziel der KiB-Einrichtungen ist es, Bewegung als pädagogisches Prinzip in ihren Kita-Alltag zu integrieren. Mit der Berliner Sportjugend und damit ebenso mit dem Landessportbund Berlin als Gesellschafter ist auch auf struktureller Ebene ein unmittelbarer Bezug zur Bewegung gegeben. Die KiB gGmbH bezeichnet ihre pädagogischen Einrichtungen bewusst als »bewegungsfreudig«. In diesem Rahmen werden die Kindergärten als gesundheits- und entwicklungsfördernde Handlungsbzw. Lebensräume verstanden, die Kindern eine individuelle (Weiter-)Entwicklung ihrer Persönlichkeit über vielfältige Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen ermöglichen sollen. Zentral dafür ist eine auf ganzheitliche Prozesse ausgerichtete Pädagogik, die alle Räume (innen wie außen) hinsichtlich Gestaltung, Materialauswahl und Lernangebot umfassend einbindet. Darin inbegriffen ist eine weitestgehend offene Angebotsbzw. Tagesstruktur, die verschiedene Anlässe und Zeitpunkte im Tagesablauf berücksichtigt und darüber hinaus auch Netzwerke wie die Kooperation mit Sportvereinen nutzt. Entscheidend für die Begleitung und Bildung der Kinder ist eine aufmerksam abwartende Haltung, die Impulse als Erweiterung kindlicher Ideen versteht und aufnimmt (Bergmann et al. 2007, 15ff ). Neben Bewegung ist auch Sprachbildung eine der Säulen, auf denen das Konzept des Trägers fußt. Beide werden in ihrer unmittelbaren Wechselwirkung aufeinander und ihrem Bezug zu allen anderen Bildungsbereichen des Berliner Bildungsprogramms gesehen (SENBJW 2014; Zimmer 2019). Mit ihrem Konzept versucht die KiB gGmbH, die individuellen Schutzfaktoren der Kinder zu stärken und dem Einfluss von Risikofaktoren auf die Gesundheit und die kindliche Entwicklung entgegenzuwirken. Ein weiterer Vorteil, den die Trägerstruktur birgt, ist die Möglichkeit der engen, langfristigen Prozessbegleitung der Einrichtungen. Dabei haben auch die trägerinterne Qualifizierung von Fachkräften, u. a. für Bewegung sowie die für alle MitarbeiterInnen verpflichtenden Fortbildungen zu den Themen Raum und Psychomotorik, einen hohen Stellenwert für die pädagogische Arbeit der KiB- Einrichtungen. Fragestellungen und Hypothesen Vor dem Hintergrund der präsentierten Forschungsbefunde und des dargestellten Konzepts eines bewegungsfreudigen Kindergartens stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit der pädagogischen Arbeit in den KiB-Einrichtungen. In Anlehnung an die Querschnittsuntersuchung zum motorischen Entwicklungsstand der Kinder im Alter zwischen 4-6 Jahren von Schönrade et al. (2011) wurde ein Forschungsdesign entwickelt, das eine Evaluation im Längsschnitt vorsah. Dabei war erneut von Interesse, ob sich Kinder durch den Besuch einer KiB- Einrichtung in ihren motorischen Kompetenzen verbessern und welche Unterschiede zu Normierungsstichproben bestehen. Letzteres sollte eine Einordnung bzw. einen Vergleich der motorischen Leistungen von Kindern aus KiB-Kindergärten zu aktuellen, repräsentativen Stichproben (Zimmer 2016) erlauben. Ferner sollte geprüft werden, ob in Studien identifizierte Risikofaktoren wie der Bezug zu sozial-benachteiligten Regionen und ein vorliegender Migrationshintergrund (Bös et al. 2009) Unterschiede bedingen. Aufgrund der vielschichtigen Zuwanderungsbewegungen und der damit verbundenen uneinheitlichen Operationalisierung (Chudaske 2012) wurde in der vorliegenden Studie anstelle des Migrationshintergrundes der Zweitspracherwerb des Deutschen fokussiert. Entsprechend wurden drei Hypothesen aufgestellt. Dabei sollte Hypothese 1 in Anlehnung an bisherige Forschungsbefunde gerichtet untersucht werden und wird- - bezugnehmend auf Bortz und Schuster (2010)-- mit einer Alternativhypothese kontrastiert. Hypothese 2 und 3 werden als ungerichtete Nullhypothesen formuliert (Bortz / Schuster 2010): ■ Hypothese 1: Die motorischen Leistungen von Kindern, die eine KiB-Einrichtung besuchen, fallen zum zweiten Messzeitpunkt signifikant höher aus als zum ersten. ■ Hypothese 2: Die motorischen Leistungen von Kindern, die eine KiB-Einrichtung besuchen, unterscheiden sich nicht von denen der Normierungsstichprobe (Zimmer 2016) zum ersten (Hypothese 2a) bzw. zweiten Messzeitpunkt (Hypothese 2b). ■ Hypothese 3: Kinder aus KiB-Einrichtungen, die Risikofaktoren aufweisen (Bezug zu sozialbenachteiligten Regionen und Zweitspracher- [ 32 ] 1 | 2021 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis werb), unterscheiden sich in ihren motorischen Leistungen weder zum ersten (Hypothese 3a) noch zum zweiten Messzeitpunkt (Hypothese 3b) von Kindern aus KiB-Einrichtungen ohne Risikofaktoren. Methodik Die aufgestellten Hypothesen wurden in einem Längsschnittdesign mit zwei Messzeitpunkten, die einen Abstand von durchschnittlich acht Monaten (SD = .85 Monate) aufwiesen, untersucht. Dabei wurden zu beiden Erhebungszeiträumen (Herbst 2017, Sommer 2018) Unterschiede zwischen der Stichprobe der KiB-Kindergärten und den Normstichproben des verwendeten Verfahrens (Zimmer 2016) geprüft. Dieses Vorgehen ermöglichte es, Kompetenzzuwächse im Untersuchungszeitraum mit erwartbaren, entwicklungsbedingten Veränderungen zu vergleichen. Der Einbezug einer Kontrollgruppe bzw. von Einrichtungen mit anderem Profil hätte diesbezüglich differenzierter Aufschluss geben können (Döring / Bortz 2016), war jedoch aus ökonomischen Gründen nicht möglich. Um die Kompetenzzuwächse allein auf den Besuch der KiB-Kindergärten zurückführen zu können, fand zwischen den Messzeitpunkten in den pädagogischen Einrichtungen keine spezifische Intervention statt, die über das bewegungsfreudige Konzept hinausging. Verfahren Zur Ermittlung der motorischen Kompetenzen kam der MOT 4-6 (Zimmer 2016) zum Einsatz. Ziel ist die Feststellung des Motorikquotienten (MQ), der die Einordnung des Testergebnisses im Vergleich zur durchschnittlichen Leistung in der betreffenden Altersgruppe ermöglicht. Stichprobe In den Analysen konnten 215 Datensätze ausgewertet werden, weitere wurden aufgrund extremer (> 3SD; N = 4) oder fehlender Werte zum zweiten Messzeitpunkt ausgeschlossen. Von den 215 untersuchten Kindern waren 99 weiblichen und 111 männlichen Geschlechts (N = 5 ohne Angabe zum Geschlecht). Im Mittel wiesen die untersuchten Kinder zum ersten Messzeitpunkt ein Alter von 5-Jahren und 3.5 Monaten (SD = 2.7 Mon.) und zum zweiten Messzeitpunkt ein Alter von 5 Jahren und 11.3 Monaten (SD = 2.8 Mon.) auf. Bei 180 Kindern lag ein Erstspracherwerb (Deutsch als Muttersprache, DaM) vor, während 35 Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) aufwuchsen. Im Hinblick auf die Dauer des KiB-Kitabesuchs befanden sich zum ersten Messzeitpunkt 188 Kinder bereits länger als ein Jahr in der jeweiligen Einrichtung, ausschließlich 26 wiesen eine geringere Besuchsdauer auf (N-= 1 ohne Angabe zum Beginn des Kitabesuchs). Auch der Bezug zu sozial-benachteiligten Regionen, genauer zum sogenannten Quartiersmanagement, wurde erhoben. Dabei wurde ermittelt, ob das Kind in Gebieten des Quartiersmanagements wohnt oder dort eine KiB-Kita besucht. Letzteres lag vor, wenn die KiB-Kita im Umkreis von 2-km zum Quartiersmanagement lag. Den Angaben zufolge wohnten 64 Kinder in Gebieten des Quartiersmanagements und 150 Kinder außerhalb (N- = 1 ohne Angabe). 76 Kinder besuchten eine KiB-Kita, die sich im Umkreis von 2 km zum Quartiersmanagement befand, während 139 in eine andere KiB-Einrichtung gingen. Resultate Die Berechnungen wurden mittels SPSS Statistics 25 durchgeführt und Effektstärken anhand von G*Power 3.1.9.2 bestimmt. Bei allen Analysen waren die statistisch notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Einzige Ausnahme stellte die Verteilung der MQ-Werte der KiB-Stichprobe zum ersten Messzeitpunkt dar, die von der Normalverteilung abwich. Nach Salkind (2010) kann dies jedoch vernachlässigt werden, da die Teststatistiken von Verfahren zur Prüfung auf Mittelwertsunterschiede (posthoc / t-Tests, Varianzanalysen) ausreichend robust sind. Das Signifikanzniveau wurde nach Benjamini und Hochberg (1995) korrigiert. Um zu prüfen, ob sich der Motorikquotient (MQ) durch den Besuch eines KiB-Kindergartens innerhalb eines Kita-Jahres verbessert (Hypothese 1), wurden die MQ-Mittelwerte beider Messzeitpunkte verglichen. Dazu lagen die Originaldaten der Normierungsstichprobe des MOT 4-6 (Zimmer 2016) [ 33 ] Machens • Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung 1 | 2021 [ 33 ] Machens et al. • Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung 1 | 2021 vor. Es resultierte ein signifikant höherer mittlerer MQ zum zweiten Messzeitpunkt (t (166) = 7.21, p < .01). Dieser Unterschied bildet einen mittleren Effekt ab (dz = .52) und wird durch den Vergleich mit den altersentsprechenden Normstichproben des MOT 4-6 zu beiden Messzeitpunkten gestützt. Zum ersten Messzeitpunkt ergaben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den untersuchten Stichproben, wenngleich deskriptiv leicht geringere Leistungen in der Stichprobe der KiB-Kindergärten beobachtet werden. Damit sollte Hypothese 2a beibehalten werden. Zum zweiten Messzeitpunkt zeigte sich jedoch ein gegenteiliger Befund, welcher nahelegt, Hypothese 2b zu verwerfen: Kinder aus KiB-Kindergärten erreichten zum zweiten Messzeitpunkt signifikant höhere mittlere MQ-Werte als Kinder der Normierungsstichprobe (t-(315,37) = 4.06, p < .05, d = .33) (Abb.-1). Zusätzlich wurde untersucht, ob Unterschiede im durchschnittlichen MQ zwischen Kindern bestehen, die einen Zweitspracherwerb aufweisen (1.- Faktor) und im Quartiersmanagement aufwachsen (2. Faktor) bzw. dort eine KiB-Einrichtung besuchen (3. Faktor) und anderen Kindern (Hypothese 3). Dabei wurden beide Messzeitpunkte (4. Faktor) untersucht und entsprechend eine vierfaktorielle Varianzanalyse mit Messwiederholung gerechnet. Letztere bot den Vorteil, simultan untersuchen zu können, welche der vier Faktoren Unterschiede in der Stichprobe der KiB-Kindergärten bedingen. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Haupteffekt für den Faktor Messzeitpunkt (F (1, 180) = 11.42, p-<-.01, partielles η²/ ω² = .06/ .05) (Abb.-2) sowie eine signifikante Interaktion des Zweitspracherwerbs mit dem Wohnort des Kindes im Quartiersmanagement (F (1, 180) = 7.24, p < .05, partielles η²/ ω² = .04/ .03) (Abb.-3). Diese Wechselwirkung wurde genauer untersucht: Pro Messzeitpunkt wurde eine einfaktorielle Varianzanalyse inkl. post-hoc-Tests gerechnet, um sowohl Hypothese 3a als auch Hypothese 3b beantworten zu können. Beim Vergleich aller vier Gruppen resultieren für den ersten Messzeitpunkt keine signifikanten Unterschiede (F (2, 210) = 1.76, p = .16), sodass Hypothese 3a beibehalten werden sollte. Dagegen konnten zum zweiten Messzeitpunkt signifikante Unterschiede festgehalten werden (F (3, 183) = 3.43, p < .05): Die Ergebnisse der post-hoc Tests weisen auf einen signifikanten und einen tendenziell signifikanten Unterschied hin. Danach erzielten Kinder mit DaM signifikant höhere mittlere MQ-Werte, wenn sie nicht im Quartiersmanagement wohnten, im Vergleich zu Kindern, die dort wohnten und ebenfalls mit DaM aufwuchsen (p < .05, 6.23, 95 % CI [.43- 12.17]). Ebenso erreichten Kinder mit DaZ tendenziell höhere mittlere MQ-Werte, wenn sie im Quartiersmanagement lebten, im Vergleich zu Kindern mit Deutsch als Muttersprache, die ebenfalls dort wohnten (p < .1, 8.54, 95 % CI [-.55-17.64]). Da es sich hierbei jedoch um einen tendenziellen Unterschied handelt, sollte Hypothese 3b beibehalten werden. Diskussion Die Resultate deuten insgesamt darauf hin, dass sich das bewegungsfreudige Konzept der KiB-Einrichtungen positiv auf die motorische Entwicklung der Kinder auswirken könnte. Besonders zu betonen ist zunächst die Verbesserung der motorischen Leistungen aller Kinder über den Untersuchungszeitraum (Haupteffekt Messzeitpunkt). Dieses Ergebnis ist zwar durch die fortschreitende Entwicklung von Kindern erwartungsgemäß (Zimmer 2020), tritt aber durch den Vergleich mit den Normstichproben deutlicher hervor. Zeigt sich zum ersten Messzeitpunkt ein im Vergleich zur Norm geringerer durchschnittlicher Motorikquotient, liegt dieser zum zweiten Messzeitpunkt signifikant über dem Mittelwert der Norm. Wenngleich Unterschiede zu Normierungsstichproben keine belastbaren Ergebnisse zur Wirksamkeit liefern, ermöglichen sie dennoch eine Einordnung der erhaltenen, Abb. 1: Vergleich des mittleren MQ der Stichproben der KiB-Kindergärten mit den MOT-Normgruppen zu beiden Messzeitpunkten [ 34 ] 1 | 2021 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis positiven Veränderungen der untersuchten Kinder (Döring / Bortz 2016). Da in der Zwischenzeit in der pädagogischen Einrichtung keine spezifische Intervention durchgeführt wurde, könnte überlegt werden, ob die Ergebnisse einen Placebobzw. Erwartungseffekt der teilnehmenden Einrichtungen abbilden (Böhm 2002). So besuchten die Kinder, deren Daten in die Analysen eingingen, bereits zum ersten Messzeitpunkt seit über einem Jahr die KiB-Einrichtungen und zeigten zu Beginn der Untersuchung noch normentsprechende motorische Leistungen. Dass diese zum zweiten Messzeitpunkt signifikant oberhalb der Norm lagen, könnte jedoch-- neben einem Placeboeffekt-- auch daran liegen, dass der Untersuchungszeitraum mit einem Zeitfenster der motorischen Entwicklung zusammenfiel, in welchem Kinder besonders von dem Besuch eines bewegungsfreudigen Kindergartens profitieren. Diese These wird auch durch Er- Abb. 2: Unterschiede zwischen Kindern mit DaZ und DaM getrennt nach deren Wohnort Abb. 3: Interaktionseffekt: Wohnort im Quartiersmanagement und Zweitspracherwerb zu beiden Messzeitpunkten gebnisse vorheriger Studien gestützt. So wurden bereits in der letzten Evaluation der KiB-Einrichtungen (Schönrade et al. 2011) Unterschiede oberhalb der Norm kritisch diskutiert. Schönrade et al. (2011, 30) führten an, dass »die Altersnormen des MOT 4-6 aus dem Jahre 1985 stammen und dass in der sportwissenschaftlichen Diskussion weitgehende Einigkeit darüber herrscht, dass Kinder in der heutigen Zeit insgesamt eine niedrigere motorische Leistungsfähigkeit zeigen als Kinder vor 10 bis 25 Jahren«. Entsprechend werteten sie die Ergebnisse der KiB-Einrichtungen im Vergleich zur Normierungsstichprobe als »gute bis sehr gute Leistungen« (Schönrade et al. 2011, 30). Ähnliches kann für die Befunde von Jasmund (2009) überlegt werden, die zwar ebenfalls auf Verbesserungen deuteten, jedoch keine Unterschiede zu Normierungsstichproben belegten. In der vorliegenden Studie wurden aktuelle Normen (Zimmer 2016) zum Vergleich herangezogen; die erhaltenen Ergebnisse greifen somit die Vermutungen von Schönrade et al. (2011) erfolgreich auf. Auch im Abgleich mit anderen Studien, die u. a. Effekte von Bewegungskindergärten untersuchten, fügt sich dieser Befund passend in den wissenschaftlichen Diskurs ein. So kamen beispielsweise Kühnis et al. (2018) in ihrer Querschnittsanalyse in Schweizer Kindergärten und Schwarz (2017) in der BeBi-Studie erwartungsgemäß zu dem Ergebnis, dass ältere Kinder signifikant höhere motorische Kompetenzen aufwiesen. Ebenso legen die Befunde von Schwarz (2017) nahe, dass der Besuch von Bewegungskindergärten positive Effekte in motorischen Leistungen erwarten lässt, wenn die Zertifizierung der Einrichtung sowie die Besuchsdauer der Kinder einen längeren Zeitraum umfassen. Hieraus ergeben sich v. a. zwei Perspektiven, die im Hinblick auf die vorliegenden Ergebnisse interessant erscheinen. Zum einen scheint die Besuchsdauer der Kinder bedeutsam, zum anderen das Profil der Einrichtung. In Bezug auf Letzteres kann hervorgehoben werden, dass alle KiB-Kindergärten über mindestens zwei pädagogische Fachkräfte mit einer psychomotorischen Zusatzqualifikation verfügen, dies trifft auch auf die Hälfte aller Leitungskräfte zu. Bereits Prohl und Seewald (1998) zeigten, dass das Ausbildungsniveau der pädagogischen Fachkräfte im Bereich der Psychomotorik in Zusammenhang mit kognitiven und mo- [ 35 ] Machens • Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung 1 | 2021 [ 35 ] Machens et al. • Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung 1 | 2021 torischen Entwicklungszuwächsen von Kindern steht. In Anlehnung an die Ergebnisse von Schwarz (2017) könnte geschlossen werden, dass die psychomotorische Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte eine Bedingung darstellt, unter derer sich der Besuch eines bewegungsfreudigen Kindergartens, wie denen der KiB gGmbH, positiv auswirkt. Die Ergebnisse zum Erwerbshintergrund der deutschen Sprache (DaM vs. DaZ) und zum Wohnort bzw. Standort der Kita im Quartiersmanagement fügen sich ebenfalls passend in den aktuellen Forschungsstand ein. So ging aus der MoMo-Studie (Motorik-Modul) hervor, dass Kinder, die einen Migrationshintergrund und bzw. oder einen geringeren sozialen Status ausweisen, schlechtere motorische Leistungen zeigen, als Kinder mit höherem sozialen Status ohne Migrationshintergrund (Bös et al. 2009). Die vorliegenden Ergebnisse zeigen eher Gegenteiliges: So scheinen die KiB-Einrichtungen die motorische Entwicklung bei- - in Anlehnung an Bös et al. (2009)- - risikoarmen bzw. risikoreichen Bedingungsfaktoren in positiver Weise unterstützen zu können. Insofern erzielen Kinder mit DaZ, die im Quartiersmanagement wohnen, ähnliche Leistungen wie Kinder mit Deutsch als Muttersprache, die nicht dort wohnen. Unterschiede in motorischen Leistungen ergeben sich eher im Vergleich zu Kindern mit heterogenen Bedingungsfaktoren, v. a. im Vergleich zu Kindern, die mit DaM aufwachsen und im Quartiersmanagement wohnen. Es ließe sich überlegen, ob diese Kinder in den Einrichtungen subjektiv jeweils überdurchschnittlich gut bzw. risikoarm eingeschätzt und folglich nicht entsprechend ihres Entwicklungsniveaus unterstützt werden. Da sich jedoch auch diese Zielgruppe über den Untersuchungszeitraum motorisch verbesserte und zum zweiten Messzeitpunkt normentsprechende Leistungen erzielte, kann diese These in Bezug auf die vorliegende Studie vernachlässigt werden. An diesem Punkt könnten weitere Forschungsperspektiven ansetzen. Dabei wäre insgesamt der Einbezug von Kontrolleinrichtungen sowie größerer Stichproben- - in Anbetracht des empfohlenen Verhältnisses von Irrtumswahrscheinlichkeit und Teststärke (Bortz / Schuster 2010)- - in Bezug auf Hypothese 3 wünschenswert. Ferner wäre die Erhebung von Hintergrundvariablen zur Primärsozialisation (z. B. Eintritt in einen Sportverein), weiterer Variablen (z. B. auch von sozialen oder kognitiven Kompetenzen) oder die Berücksichtigung unterschiedlicher Quellen (pädagogische Fachkräfte und Eltern) sowie weiterer sozialer Differenzkategorien wie Geschlecht (Gramespacher / Voss 2020) von zukünftigem Forschungsinteresse. So waren eine Involvierung der Eltern oder die Nutzung qualitativer Forschungsmethoden (z. B. um detaillierte inhaltliche Kenntnisse bzgl. des Profils oder des Ausbildungsniveaus zu gewinnen) aus Ressourcengründen nicht möglich. Insgesamt trägt die vorliegende Studie zum aktuellen Diskurs über mögliche Effekte, die durch den Besuch von Kindergärten bzw. Kindertageseinrichtungen mit Bewegungsprofil bedingt sein könnten, bei. Sie liefert weitere Erkenntnisse, dass Kinder in ihrer motorischen Entwicklung von bewegungsfreudigen Kindergärten, wie denen der KiB gGmbH, profitieren. Insbesondere weist die Studie darauf hin, dass die Weiterbildung des pädagogischen Fachpersonals zu den Themen Bewegung und Psychomotorik möglicherweise einen wichtigen Beitrag zur Förderung der motorischen Entwicklung junger Kinder zu leisten vermag. Dieser Beitrag durchlief das Peer Review. Literatur Benjamini, Y., Hochberg, Y. (1995): Controlling the False Discovery Rate: A Practical and Powerful Approach to Multiple Testing. Journal of the Royal Statistical Society. Series B (Methodological) 57 (1), 289-300, https: / / doi.org/ 10.1111/ j.2517-6161.1995.tb02031.x Bergmann, V., Brandi, H., Pilz, H. (2007): Spielen erlaubt! Bildungskonzeption für den »bewegungsfreudigen« Kindergarten. Aktualisierte Version. Sportjugend Berlin, Berlin. In: https: / / kibonline.org/ images/ stories/ Bildungskonzept.pdf, 03.06.2020 Böhm, W. (2002): Der pädagogische Placebo-Effekt. In: Böhm, W. (Hrsg.): Pädagogik- - wozu und für wen? Klett-Cotta, Stuttgart, 100-120 Bortz, J., Schuster, C. 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