motorik
7
0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mot2025.art05d
7_048_2025_1/7_048_2025_1.pdf11
2025
481
Fachbeitrag: Zwischen reflexiven Optimierungsbemühungen und erschöpftem Abwarten
11
2025
Ina Hunger
Janine Selonke
Im Mittelpunkt des Beitrags stehen empirische Befunde zum elterlichen Umgang mit kindlicher Bewegung. In einer Verbundstudie wurden 196 Leitfadeninterviews und 108 teilnehmende Beobachtungen durchgeführt, die angelehnt an die Grounded Theory ausgewertet wurden. Im Beitrag werden zwei von vier ausgearbeiteten Typen elterlicher Praktiken beschrieben: Ein Typ Eltern, der Bewegung als wertvolle Ressource zur kindlichen Entwicklungsförderung deutet, ein anderer, der kaum Notwendigkeit zur Entwicklungsförderung der Kinder sieht und Bewegung oftmals stilllegt. Bei der Darlegung der Typen werden die sozialen Hintergründe gleichsam erläutert. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit familienspezifischer Interventionen.
7_048_2025_1_0006
Zusammenfassung / Abstract Im Mittelpunkt des Beitrags stehen empirische Befunde zum elterlichen Umgang mit kindlicher Bewegung. In einer Verbundstudie wurden 196 Leitfadeninterviews und 108 teilnehmende Beobachtungen durchgeführt, die angelehnt an die Grounded Theory ausgewertet wurden. Im Beitrag werden zwei von vier ausgearbeiteten Typen elterlicher Praktiken beschrieben: Ein Typ Eltern, der Bewegung als wertvolle Ressource zur kindlichen Entwicklungsförderung deutet; ein anderer, der kaum Notwendigkeit zur Entwicklungsförderung der Kinder sieht und Bewegung oftmals stilllegt. Bei der Darlegung der Typen werden die sozialen Hintergründe gleichsam erläutert. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit familienspezifischer Interventionen. Schlüsselbegriffe: Elterliche Denk- und Handlungsmuster, Bewegung, frühe Kindheit, soziale Ungleichheit, qualitative Forschung Between reflexive optimisation efforts and exhausted waiting A qualitative study on parental practices in the context of everyday physical activity in early childhood This article focuses on empirical findings on parental dealings with children’s physical activity. In a collaborative study, 196 guided interviews and 108 participant observations were realised, which were analysed based on grounded theory. The article describes two of four identified types of parental practices: One type of parent who interprets physical activity as a valuable resource for supporting children’s development; another who sees little need to support children’s development and often stops physical activity. The social backgrounds are explained in the presentation of the types. The study underlines the need for family-specific interventions. Keywords: parents’ patterns of thought and action, physical activity, early childhood, social inequality, qualitative research [ 26 ] 1 | 2025 motorik, 48. Jg., 26-33, DOI 10.2378 / mot2025.art05d © Ernst Reinhardt Verlag [ FACHBEITRAG ] Zwischen reflexiven Optimierungsbemühungen und erschöpftem Abwarten Eine qualitative Studie zu elterlichen Praktiken im Kontext des frühkindlichen Bewegungsalltags Ina Hunger, Janine Selonke Im Kontext der Diskussionen um frühkindliche Bildungs- und Entwicklungsförderung wird Bewegung ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Sowohl aus gesellschaftspolitischer, wissenschaftlicher als auch praxiserfahrener Sicht wird regelmäßig darauf verwiesen, dass kindlichen Bewegungsaktivitäten ein hohes Maß an kognitiven, psychischen, sozialen, emotionalen, körperlich-motorischen und gesundheitlichen Entwicklungspotenzialen innewohne (Fischer 2010; Hunger 2022; Ungerer-Röhrich 2011; Zimmer 2020). Ob bzw. welche Kinder allerdings von den zugeschriebenen Bildungs- und Entwicklungspotenzialen profitieren können, hängt in der Regel von den sozialen Konstellationen ab, in denen sie aufwachsen. Insbesondere die (sozialen) Eltern (gemeint sind alleinerziehende oder gemeinsam erziehende, leibliche und nichtleibliche Väter, Mütter, Erziehungsberechtigte), geraten hier in den Fokus, insofern sie es sind, die als primäre Erziehungs- und Sozialisationsinstanz bewegungsbezogene Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten eröffnen, begrenzen, erweitern oder verschließen, bewegungsbezogene Fördermaßnahmen bzw. -therapien annehmen, unterstützen, abbrechen etc. Die Verbundforschung »Zur sozialen Bedingtheit von Bildungs- und Entwicklungschan- [ 27 ] Hunger, Selonke • Elterlicher Umgang mit kindlicher Bewegung 1 | 2025 cen durch Bewegung. Empirische Studien und Transfers unter dem Fokus von Diversität« setzt genau an diesem Punkt an. Sie hat (u. a.) zum Ziel, in Zusammenhang mit den jeweiligen sozialen Konstellationen, innerhalb derer ein Kind in den ersten Lebensjahren aufwächst, differenziert die typischen Strukturen der Bewegungssozialisation und seiner Potenziale aufzuzeigen sowie das handlungsorientierende Alltagswissen der Eltern und ihre Fördermotive in Bezug auf die frühkindlichen Bewegungsaktivitäten zu rekonstruieren. Die Forschung fokussiert dabei u. a. auf Familien unterschiedlicher sozialer Herkunft. Die interdisziplinär ausgerichtete Verbundforschung besteht aus drei Teilstudien mit unterschiedlichen Fokussierungen: (1) Frühkindliche Bewegungssozialisation, -erziehung und -förderung, (2) Passungsverhältnis im Rahmen von Entwicklungsberatung und (3) Sozialpädiatrische Untersuchungen zum Entwicklungsstand. Im folgenden Beitrag werden-- nach kurzer Skizzierung des thematischen Forschungsstands- - ausgewählte Befunde der ersten Teilstudie vorgestellt. Befunde der anderen beiden Teilstudien werden in diesem Beitrag nicht berücksichtigt. Soziale Herkunft und Bewegungsförderung Die Art und Weise, wie Eltern im Alltag mit kindlicher Bewegung umgehen bzw. das hierbei wirksam werdende Alltagswissen, ist nicht beliebig, sondern verweist im Kern auf die gesellschaftlichen Strukturen und das soziale und ethnischkulturelle Milieu, innerhalb derer die Familien leben (Hunger 2022). Einzelne Untersuchungen verweisen bereits darauf, dass u. a. die körperlich-motorische und gesundheitliche Entwicklung eng an die soziale Herkunft der Familien geknüpft ist (Kuntz et al. 2018; Schmidt 2015), Kinder aus Familien mit niedrigem soziökonomischen Status weniger körperlich aktiv sind (Mutz 2020), sie deutlich seltener an institutionellen Sportangeboten teilnehmen (Schmiade / Mutz 2012), ihnen weniger Bewegungsmaterialien in ihrem Alltag zur Verfügung stehen (Schmidt 2015) und sie von ihren Eltern weniger entwicklungsunterstützende Bewegungsimpulse im Alltag (Brandl-Bredenbeck/ Brettschneider 2010) erhalten. Auch die Einstellung der Eltern zu Bewegung spielt eine entscheidende Rolle bei der körperlich-motorischen und gesundheitlichen Entwicklung von Kindern (Kader et al. 2015). Eltern, denen die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung bewusst ist, versuchen entsprechend Bewegungspraktiken ihrer Kinder gezielt zu fördern und mit entsprechenden Materialien und Aktivitäten zu unterstützen (Miquelote et al. 2012). Angezeigt werden bei diesen Studien vor allem Häufigkeit und Verteilung der beobachteten Phänomene (Nutzung von Bewegungsangeboten, Bewegungs- und Gesundheitsverhalten, Einstellung zu Bewegung) sowie empirisch-korrelative Ursache- und Wirkungszusammenhänge zwischen Bewegung, sozialer Herkunft und Entwicklung (siehe u. a. Brandl-Bredenbeck/ Brettschneider 2010; Kuntz et al. 2018; Mutz 2020; Schmiade / Mutz 2012; Schmidt 2015). Viele dieser quantitativen Studien setzen zudem erst im Grundschulalter an. Qualitative Studien, die sich auf das frühe Kindesalter beziehen und ihren Fokus auf die spezifischen familiären Praktiken richten, gibt es unseres Wissens bislang nicht. Da diese familiären Bewegungspraktiken die Entwicklung von Kindern allerdings nachhaltig beeinflussen, indem sie unterschiedliche frühkindliche Lern- und Erfahrungsgelegenheiten und Entwicklungsimpulse- - bewusst oder unbewusst- - zulassen, proaktiv eröffnen, begrenzen, verschließen usw., ist es durchaus entscheidend, auch den Blick auf die elterliche Vorstrukturierung von Bildungs- und Entwicklungschancen durch Bewegung zu legen. Zielsetzung und methodisches Design der Studie Aus der disziplinären Perspektive empirischer Sportpädagogik und in Anlehnung an das Konzept der Grounded Theory (Breuer et al. 2017) ging es bei der Studie um die Rekonstruktion und Analyse der frühkindlichen Bewegungssozialisation, -erziehung und -förderung. Der Aspekt [ 28 ] 1 | 2025 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis von Diversität, verstanden als Bandbreite an Unterschieden in Bezug auf die soziale und ethnisch-kulturelle Herkunft, das Geschlecht und den angezeigten Förderbedarf des Kindes, spielte dabei eine besondere Rolle. Ziel war es a) die familialen Praktiken, die im Kern die kindliche Bewegungssozialisation und -erziehung ausmachen, aufzuzeigen, b) die jeweiligen auf Bewegung bezogenen (expliziten oder impliziten) Normalitätsvorstellungen, Erziehungsziele sowie Fördermotive der Eltern herauszuarbeiten und c) den Zusammenhang zwischen den eruierten bewegungsbezogenen Praktiken und sozialen Lebensbedingungen zu analysieren. Datenerhebung Im Abstand von ca. sechs Monaten und über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren wurden leitfadenorientierte Interviews sowie teilnehmende Beobachtungen durchgeführt. Der Interviewleitfaden umfasste Fragen zur allgemeinen Familiensituation und zum Tagesablauf der Kinder. Er sah kontinuierlich thematische Fokussierungen in Bezug auf die Beschreibung und Deutung der kindlichen Bewegungsaktivitäten vor und zielte auf bewegungs- und entwicklungsbezogene elterliche Interpretationen, Förderabsichten und erzieherische Intentionen im Rekurs auf das jeweilige Kind und seine jeweiligen Besonderheiten ab. Bei der Rekrutierung der Untersuchungspartner: innen wurde angestrebt, eine Bandbreite an Familien mit Kindern unterschiedlichen Geschlechts sowie mit und ohne Förderbedarf im Alter von zwei bis sechs Jahren zu erreichen, die in unterschiedlichen Familienkonstellationen aufwuchsen (bzgl. Anzahl der Kinder im Haushalt, ein oder beide erziehende Eltern), unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt waren (z. B. Krankheit, Arbeitslosigkeit, Sprachbarrieren) und sich in unterschiedlichen sozioökonomischen Situationen befanden (z. B. ökonomisch und sozial abgesichert, prekäre Beschäftigungsbedingungen, Fluchterfahrungen). Die teilnehmenden Beobachtungen hatten zum Ziel, alltägliche und ausgewählte Bewegungsaktivitäten der Kinder (u. a. exploratives Tun, Spielplatzbesuche, Wegbewältigungen, Therapien) im Hinblick auf ihre soziale und erzieherische Rahmung zu erfassen. Datenauswertung Insgesamt wurden 196 Interviews mit je einem Elternteil (n = 63) geführt und mit einem Aufnahmegerät digital aufgezeichnet. Ergänzend zu den Interviews wurden 108 Beobachtungen von alltäglichen Bewegungssituationen der Eltern mit ihren Kindern (n = 98) sowie Feldgespräche und -beobachtungen durchgeführt, die in Form von Protokollen und Memos schriftlich festgehalten wurden. Im Anschluss wurden die erhobenen Daten zu narrativ-deskriptiven Protokollen verdichtet, zu vorläufigen thematischen Sequenzen aufbereitet und mittels Mikroanalyse (Beobachtungen nach Wagner-Willi 2004) oder sequenzanalytischer Verfahren (Interviews nach Hitzler / Honer 1997) analysiert. Nachfolgend wurden die Daten dreistufig (offen, axial, selektiv) kodiert und das Material im Hinblick auf die aufgeworfenen Fragestellungen und in Bezug zueinander ausgewertet (Breuer et al. 2019). Da in diesem Text notwendigerweise ein Fokus gesetzt werden muss, können nur grobe Einblicke in das methodische Vorgehen der groß angelegten Verbundstudie gewährt werden (zum Prozess der Kodierung vgl. Breuer et al. 2019). Die Daten, die aus den im Studienverlauf zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfindenden Erhebungen resultierten, wurden kontinuierlich ergänzend und vergleichend in den Analyseprozess einbezogen. Übergeordnetes Ziel der Analyse war es, durch ständiges Vergleichen und Schlussfolgern, homologe Strukturen herauszuarbeiten (Hitzler 2005). Im Ergebnis zeigten sich im Sinne von Weber (1985) vier verschiedene Typen elterlicher Umgangsweisen mit kindlicher Bewegung. Um das Spektrum an verschiedenen elterlichen Praktiken im Kontext von Bewegung inklusive seiner Bedingungsstrukturen aufzuzeigen, wurden im Rahmen dieser Ergebnisdarstellung zwei der Familiäre Bewegungspraktiken beeinflussen die Entwicklung von Kindern nachhaltig. [ 29 ] [ 29 ] Hunger, Selonke • Elterlicher Umgang mit kindlicher Bewegung 1 | 2025 vier eruierten Typen ausgewählt, die sich in besonders starkem Maße voneinander unterscheiden (maximale Kontrastierung). Ergebnisdarstellung: Erzieherische Perspektive, alltägliche Bewegungspraxis und soziale Hintergründe Die erwähnten, maximal kontrastiven Typiken werden im Folgenden auf Basis der aufwändigen Analysen in ihren markanten Strukturen beschrieben. Dabei geht es thematisch um 1. die jeweiligen erzieherischen Perspektiven (frühe Kindheit als optimierbare Entwicklungsphase versus frühe Kindheit als natürliche Entwicklungsphase), 2. den alltäglichen Umgang mit Bewegung (gezielte Beobachtung und reflexive Förderung von Bewegung versus spontan-intuitiver, durch elterliche Tagesform bedingter Umgang mit Bewegung), und 3. die jeweiligen sozialen Hintergründe, die die jeweiligen Praktiken mitbedingen (stabile Lebensbedingungen und reflexive Haltung versus prekäre Lebensbedingungen und begrenzte psychosoziale Ressourcen). Typ 1: »Wir versuchen eigentlich immer die Entwicklung zu fördern«- Optimierung kindlicher Entwicklung als elterlicher Auftrag Als zentrales Merkmal des ersten Typs lässt sich festhalten, dass die Eltern die frühe Kindheit als eine beeinflussbare und damit vor allem optimierbare Entwicklungsphase interpretieren. Sie verfügen über eine hohe Bewusstheit darüber, dass dem Kind und den kindlichen Bewegungsaktivitäten ein besonderes Entwicklungspotenzial innewohnt und bemühen sich, dieses durch entsprechende Angebote und bewusstes erzieherisches Handeln zu unterstützen (»Ich lege großen Wert darauf, dass die Kinder vielfältige Bewegungserfahrungen machen. Ich glaube, das ist für die Entwicklung einfach total wichtig«). In diesem Sinne ist ihr Blick auf das Kind nicht nur gegenwartsorientiert (»Was macht mein Kind? «), sondern gleichsam auch (reflexiv) mit auf die Zukunft gerichtet (»Was bedeutet dies für mein Kind? «) und damit entwicklungsbezogen. Mit Verweis auf die entwicklungsförderliche Wirkung sind diese Eltern im Kontext von Bewegung grundsätzlich bemüht, einerseits Bewegung in den Alltag zu integrieren (z. B. bei Wegbewältigungen (»Wir fahren immer mit Fahrrad oder Laufrad oder Roller oder sie läuft manchmal«)) bzw. zuzulassen (z. B. spontanes Toben (»Wir raufen auch als Erwachsene mit den Kindern, wenn sie es möchten«)), andererseits aber auch gezielt anzubieten (Bewegungsangebote in der Wohnung und im Freien, Spielplatzbesuche, Schwimmbadbesuche, institutionelle Bewegungsangebote etc. (»Dann machen wir so einen Outdoor-Day, Turnhallentag oder gehen in die Ballettschule«; »Es gibt noch zwei Termine in der Woche, Kinderturnen und Schwimmen«)). Entwicklungsbezogene Werte wie Selbstständigkeit, positives Selbstwertgefühl, hohe Eigenaktivität und Gesundheit, werden aus ihrer Sicht im Kontext von Bewegung par excellence wirksam (»Er ist auch ganz stolz, wenn er sich getraut hat. Das trägt ihn dann auch so drei Tage dieses Gefühl«; »Weil Bewegung nicht nur Spaß macht, sondern auch wichtig für den Körper und als Bewältigungsstrategie für den Alltag ist«). In diesem Sinne geben sie an, die kindlichen Bewegungsaktivitäten immer wieder zu beobachten und ihr eigenes Handeln dazu reflexiv in Rechnung zu stellen (bewusstes ›nicht zu frühes Eingreifen‹ bei unsicheren Bewegungssituationen, Ermunterung zu Bewegungsexplorationen, positive Rückmeldungen auf das Bewegungsverhalten etc.). Auch wenn die Eltern vornehmlich den psychosozialen Mehrwert der kindlichen Bewegungsaktivitäten für ihre Kinder betonen (Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, Risikobewältigung etc.), sind sie gleichermaßen an motorischen Entwicklungsschritten interessiert. Dabei sind selbstsicheres Bewegungsverhalten, Die sozialen Hintergründe der Familien beeinflussen ihren alltäglichen Umgang mit der kindlichen Bewegung. [ 30 ] 1 | 2025 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis Laufrad oder Roller fahren, Schwimmen lernen etc. für sie nicht nur wichtige Merkmale einer erfolgreichen Entwicklung, sondern auch der sozialen Teilhabe. Den Eltern ist gemein, dass sie in vergleichsweise ›stabilen sozialen Verhältnissen‹ leben, also sich in Lebenslagen befinden, die weder von Krisen noch von existenziellen Unwägbarkeiten geprägt sind. Vor allem aber zeichnen sich die Eltern durch eine reflexive Haltung aus, die mit dem Begriff ›Bildung‹ assoziiert werden kann. Gemeint ist damit die Fähigkeit, immer wieder in reflexive Distanz zu sich und den Dingen in der Welt zu treten, um so zu einer höheren Bewusstheit gegenüber ihrem Kind oder auch zu neuen Erkenntnissen oder Entscheidungen zu gelangen. Teilweise, so wird in den Analysen deutlich, erachten die Eltern ihre Haltung anderen Einstellungen gegenüber als moralisch überlegen und gehen davon aus, dass sie den Kindern damit die bestmöglichen Startchancen für ihr Leben bieten. Die ökonomische Lage ist bei diesem Typ von keiner entscheidenden Bedeutung. Können Eltern es sich beispielsweise finanziell nicht leisten, entsprechende Anschaffungen zu tätigen oder wohnen sie nicht in einem entsprechend bewegungsaffinen Umfeld (kleine Wohnung, kein Garten etc.), so sind sie bereit, aufwändige Busfahrten für Schwimmbadbesuche auf sich zu nehmen, entsprechend günstige Bewegungsangebote zu recherchieren etc. Der Eintritt in einen Sportverein und der Besuch von bewegungsbezogenen Eltern-Kind-Gruppen ist für sie sozial naheliegend (»Man merkt jetzt schon, unser Umfeld ist sehr interessiert an Bewegung«; »Eigentlich alle, die ganze Peergroup von [ihr] macht Sport, also bewegt sich irgendwie im Alltag und ist in irgendeinem Verein«). Eltern des Typs setzen darauf, dass sie bei diesen Angeboten auf Eltern treffen, die eine ähnliche Einstellung haben wie sie und erhoffen sich für sich selbst und für ihre Kinder neue soziale Kontakte. Typ 2: »Bewegung … Naja, wie es so passt.«-- tagesaktuelle Ausbalancierung kindlicher und eigener Bedürfnisse Als zentrales Merkmal von Typ 2 lässt sich festhalten, dass die Eltern den Entwicklungsverlauf ihrer Kinder als einen mehr oder weniger natürlichen Verlauf anerkennen und ihren Einfluss auf die Entwicklung des Kindes kaum berücksichtigen. Sie gehen davon aus, dass eine Art ›inneres Programm‹ den Entwicklungsverlauf steuert und sind zufrieden, wenn dieses Programm ›selbstständig läuft‹ und das Kind Fortschritte macht. Ihre eigenen Handlungen sind zwar an den wahrgenommenen veräußerten Bedürfnissen der Kinder orientiert (»Wenn die so sagen, Mama ich will rausgehen oder wir gehen jetzt raus oder so, dann gehen wir halt raus«), gleichsam ist jedoch auch die eigene jeweilige Tagesform (Elan, Geduld, Erschöpfung, Laune etc.) entscheidend (»Kommt auch auf meine Lust und Laune oder auf meine Müdigkeit an, wie ich halt drauf bin«). In diesem Sinne variieren ihre Reaktionen auf kindliche Bedürfnisse vielfach in Abhängigkeit ihrer eigenen momentanen Befindlichkeiten. Einen expliziten Auftrag der Entwicklungsförderung sehen die Eltern vor dem Hintergrund, dass sich das Kind ›von allein entwickelt‹, nicht für sich. Entwicklungsförderung verorten sie vielmehr explizit bei Institutionen, wie der Kita oder auch Professionsgruppen, wie Kinderärzt: innen, Therapeut: innen etc. (»Im Kindergarten wird er gefördert. Da wird er unterstützt«). Bewegung wird auch in diesen Familien positiv konnotiert und gehört aus ihrer Sicht zur Lebensphase Kindheit dazu (»Bewegung ist für mich das A und O«; »Bewegung tut einfach gut«); Bewegungsanlässe werden jedoch kaum proaktiv gesucht, Bewegungsaktivitäten nicht mit Blick auf das Kind ausgelegt oder forciert. Eine Integration von Bewegung aus pädagogischen Gründen, beispielswiese bei Wegbewältigungen o. Ä., wird kaum in Erwägung gezogen, wenn praktische Gründe (z. B. schnelleres Vorankommen), Stimmungslagen, Wetterbedingungen o. Ä. dagegensprechen (»Wenn die aufstehen, sind die noch kaputt und müde«; »Wenn es kalt ist, windig, es schneit oder regnet, dann bringt er die mit dem Auto«). Selbstsicheres Bewegungsverhalten ist für sie wichtiges Merkmal einer erfolgreichen Entwicklung und sozialen Teilhabe. [ 31 ] [ 31 ] Hunger, Selonke • Elterlicher Umgang mit kindlicher Bewegung 1 | 2025 Alles in allem kommt Bewegung tendenziell dann in Frage, wenn ›es passt‹, bzw. wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind (z. B. gutes Wetter, eigene gute Befindlichkeit, ausgeprägte Bewegungsunruhe der Kinder) (»Hinterm Haus ist so ein Spielplatz. Da gehe ich manchmal mit ihr hin, wenn ich mal kurz Zeit habe. 10, 20 Minuten«; »Wenn sie unausgelastet sind, zerlegen sie uns dann auch die ganze Wohnung. Dann müssen wir raus«). So geht man (ggf. mit Fahrzeugen) spazieren, auf den Spielplatz, in den Park o. Ä. Bewegt sich das Kind hier an Geräten oder setzt es sich mit bewegungsaffinen Geräten auseinander, so sind die Eltern zufrieden, dass das Kind mit der Bewegungstätigkeit beschäftigt ist, Spaß hat und überlassen es weitgehend sich selbst. Solange ›nichts passiert‹, wird dem Kind vielfach ein größtmöglicher Freiraum gestattet. ›Passiert etwas‹ (Verletzungen, Verstöße gegen soziale Normen o. Ä.), wird eben jene Tätigkeit unterbunden. So zeigt sich auf Basis der rekonstruierten widersprüchlichen Formulierungen, dass das Kind für die gleiche Aktivität manchmal Zuspruch, manchmal einen Abbruch der Spielgelegenheit erfährt. Institutionelle Bewegungsangebote sind für die Eltern weniger naheliegend: Kommerzielle Angebote werden als zu teuer ausgewiesen, Vereinsangebote kommen mit dem Verweis auf die Dominanz dort vermuteter, ihnen fremder Milieus und Abläufe häufig nicht infrage. Jenseits des Wohnumfelds werden etwaige Bewegungsangebote vielfach mit Blick auf die Aufwändigkeit ihrer Realisierung verworfen. Auf veräußerte Bewegungsbedürfnisse zu Hause wird tendenziell mit Medienkonsum reagiert. Die Lebenssituationen sind tendenziell geprägt von belasteten sozialen Verhältnissen. Finanzielle Sorgen (auch ihres sozialen Umfelds), prekäre Beschäftigungsverhältnisse, problematische soziale Beziehungen oder auch psychische Belastungen der Familienmitglieder (u. a. bedingt durch Krankheit, Gewalterfahrungen, unsichere Aufenthaltstitel) sind häufig zu konstatieren. Vor dem Hintergrund einer mehr oder weniger subtilen Erschöpfung, oft auch Resignation ihrer prekären Lebensbedingungen, weisen diese Eltern ihre psychosozialen Ressourcen selbst häufig als begrenzt aus (»Es ist alles anstrengend bei mir«; »So ist mein Leben. Schwer, schwer, schwer«). Sie scheinen primär auf die Ausbalancierung der eigenen sozialen Situation fokussiert. Eine reflexive Haltung einzunehmen, sich also gedanklich bewusst von den eigenen Handlungen zu distanzieren und dadurch gedanklich bewusst eine ›andere Betrachtung der Dinge‹ einzunehmen, ist einigen Eltern kognitiv schwer möglich; anderen durchaus, aber bedingt durch die Annahme der vermeintlichen Unabänderlichkeit ihrer Situation oder mit Blick auf eine ›automatische Entwicklung‹ des Kindes kaum lohnenswert bzw. ausgeprägt. Im Übrigen sehen die Eltern ihre Praktiken als vergleichbar mit denen ihres sozialen Umfeldes an. Diskussion und Fazit Bezogen auf die beiden dargestellten Typen zeigt sich, dass Bewegung auf einer deklarativen Ebene als grundsätzlich wichtig für das Kind erachtet wird. Formulierungen, wie »Kinder brauchen Bewegung« oder »Bewegung fördert die Entwicklung«, sind heutzutage offensichtlich Teil eines Standardwissens. Die positive Bedeutungszuschreibung ist jedoch losgelöst vom praktischen Umgang mit Bewegung zu betrachten. Ob und wie Bewegung im Alltag praktisch verhandelt wird, hängt vielmehr von der erzieherischen und sozialen Hintergrundfolie der Eltern ab bzw. den sozialen Praktiken im familialen Alltag, die sich daraus ergeben. Während auf der einen Seite Eltern des Typ 1 (in vergleichsweise stabilen sozialen Verhältnissen lebend) quasi stets darum bemüht sind, die Bildungs- und Entwicklungschancen ihrer kleinen Kinder im Alltag zu optimieren und in der Ermöglichung und Bereitstellung von Bewegung eine wertvolle Ressource sehen, sind auf der anderen Seite Eltern des Typ 2 primär damit beschäftigt, die (fragilen) sozialen Grundlagen ihrer familialen Lebensbedingungen auszutarieren. Letztere Solange nichts passiert, erfährt das Kind einen größtmöglichen (Bewegungs-)Freiraum. [ 32 ] 1 | 2025 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis (vielfach in unsicheren oder sozial benachteiligten Lagen lebende) Familien sehen auf Basis eines naturalistischen Verständnisses von Entwicklung tendenziell weniger Notwendigkeiten, Kinder explizit zu fördern. Bewegung wird hier nicht als Entwicklungsressource gedeutet, sondern als ein normaler Teil der kindlichen Bedürfnisstruktur. Ermöglicht wird Bewegung primär dann, wenn sie von den Kindern explizit eingefordert oder die kindliche Bewegungsunruhe von Seiten der Eltern selbst als störend empfunden wird. Im Gegensatz zu Typ 1, der bemüht ist, die eigenen Handlungsmuster im Rückgriff auf entwicklungsbezogene Argumente zu plausibilisieren und sich in Bezug auf die Erziehung und Sozialisation vielfach auf der ›normativ richtigen‹, teilweise überlegenen Seite wähnt, beziehen sich Eltern des Typ 2 bei der Erläuterung ihres Handelns einerseits auf allgemeine Setzungen, die einer weiteren inhaltlichen Begründungspflicht nicht bedürfen (›man macht das so‹). Andererseits ziehen diese Eltern aber auch ihre soziale Situation und damit verbundene psychosoziale Befindlichkeiten zur Kontextualisierung ihres Handelns heran. Die Studie mit Fokus auf das elterliche Handeln zeigt deutlich auf, wie die kindliche Förderung im Allgemeinen (und damit auch die Ermöglichung von Bewegung im kindlichen Alltag) auf psychosozialen Ressourcen der Eltern angewiesen ist und auch auf deren Bereitschaft bzw. Möglichkeit, in reflexive Distanz zum eigenen Tun zu gehen. Die Konsequenzen unterschiedlicher elterlicher Bewegungsförderung auf die kindliche Entwicklung werden perspektivisch deutlich, sobald standardisierte Entwicklungstests in Beziehung zu den elterlichen Praktiken gesetzt werden. Zwar schlagen sich die ungleichen Startchancen der Kinder in den ersten Lebensjahren noch vergleichsweise unauffällig in Form von Entwicklungsunterschieden nieder (Brockmann 2021). Mit Beginn der Grundschulzeit zeigt sich allerdings, dass sich bewegungssozialisatorische Unterschiede in der körperlichmotorischen Leistungsfähigkeit (konditionellen Fähigkeiten, koordinativen Fähigkeiten, ganzkörperlichen Beanspruchungen) (Kuntz et al. 2018) und der Gesundheit der Kinder (u. a. weniger Adipositas und Übergewicht) (DAK 2018) zunehmend manifestieren. Auch wenn die sozialen Unterschiede im Hinblick auf körperliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Kinder erst mit der Grundschulzeit messbar durchzuschlagen scheinen, etablieren sich bereits in den ersten Lebensjahren bewegungs- und gesundheitsbezogene Gewohnheiten, Präferenzen und Muster in Abhängigkeit zu den sozialen Praktiken, in deren Rahmen Kinder aufwachsen. Damit alle Kinder-- unabhängig ihrer sozialen Herkunft-- bestmögliche Bewegungs- und damit auch Entwicklungschancen erhalten, ist es entscheidend, (auch) an den Herausforderungen von Familien anzuknüpfen. Dabei sollte der Fokus auf den psychosozialen Ressourcen liegen, da diese einen deutlich höheren Erklärungswert bieten als die Struktur der sozioökonomischen Bedingungen. Zudem ist es möglich, innerhalb dieser Logiken zu intervenieren. Unsere Studie unterstreicht die Notwendigkeit, dass Eltern in belasteten Verhältnissen in ihrem Erziehungsalltag Unterstützung benötigen, indem ihre psychosozialen Ressourcen und ihre reflexive Kompetenz zur Ausdeutung von kindlichen Bewegungshandlungen erhöht werden. Dieser Beitrag durchlief das Peer Review. Literatur Brandl-Bredenbeck, H. P., Brettschneider, W.-D. (2010): Kinder heute: Bewegungsmuffel, Fastfoodjunkies, Medienfreaks? Meyer & Meyer, Aachen Breuer, F., Muckel, P., Dieris, B. (2019): Reflexive Grounded Theory. Eine Einführung in die Forschungspraxis. Springer, Heidelberg, https: / / doi.org/ 10.1007/ 978- 3-658-22219-2 Brockmann, K. (2021): Sozialpädiatrische Untersuchungen zum frühkindlichen Entwicklungsstand. In: Hunger, I., Selonke, J., Brockmann, K. (Hrsg.): Abschlussbericht des Verbundprojekts »Zur sozialen Bedingtheit von Bildungs- und Entwicklungschancen durch Bewegung. Empirische Studien und Die reflexive Kompetenz der Eltern zur Ausdeutung von kindlichen Bewegungshandlungen bedarf Unterstützung. [ 33 ] [ 33 ] Hunger, Selonke • Elterlicher Umgang mit kindlicher Bewegung 1 | 2025 Transfers unter dem Fokus von Diversität« (KiBeFa) (unveröffentlicht) DAK (2018): Kinder- und Jugendreport 2018. Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Schwerpunkt: Familiengesundheit. In: www.dak.de/ dak/ download/ kinder-und-jugendreport-2104098.pdf, 05.03.2024 Fischer, K. (2010): Die Bedeutung der Bewegung für Bildung und Entwicklung im (frühen) Kindesalter. In: Schäfer, G. E., Staege, R., Meiners, K. (Hrsg.): Kinderwelten- - Bildungswelten. Unterwegs zur Frühpädagogik. Cornelsen, Berlin, 117-130 Hitzler, R. (2005): The Reconstruction of Meaning. Notes on German Interpretive Sociology. Forum Qualitative Sozialforschung Forum: Qualitative Social Research 6 (3), https: / / doi.org/ 10.17169/ fqs-6.3.7 Hitzler, R., Honer, A. (1997): Einleitung: Hermeneutik in der deutschsprachigen Soziologie heute. In: Hitzler, R., Honer, A. (Hrsg.): Sozialwissenschaftliche Hermeneutik. Eine Einführung. Leske & Budrich, Berlin, 7-27, https: / / doi.org/ 10.1007/ 978-3- 663-11431-4_1 Hunger, I. (2022): Bewegung im Kontext frühkindlicher Bildung und Gesundheitsförderung. Eine Expertise der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) (Band 54). Deutsches Jugendinstitut, München, https: / / doi.org/ 10.36189/ wiff 42022 Kader, M., Sundblom, E., Elinder, L. S. (2015): Effectiveness of universal parental support interventions addressing children’s dietary habits, physical activity and bodyweight: a systematic review. Preventive Medicine 77, 52-67, https: / / doi. org/ 10.1016/ j.ypmed.2015.05.005 Kuntz, B., Waldhauer, J., Zeiher, J., Finger, J. D., Lampert, T. (2018): Soziale Unterschiede im Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland- - Querschnittsergebnisse aus KiGGS Welle 2. Journal of Health Monitoring 3 (2), 45-63, http: / / dx.doi.org/ 10.17886/ RKI-GBE-2018-067 Miquelote, A. F., Santos, D. C., Caçola, P. M., Montebelo, M. I., Gabbard, C. (2012): Effect of the home environment on motor and cognitive behavior of infants. Infant Behavior and Development 35 (3), 329- 334, https: / / doi.org/ 10.1016/ j.infbeh.2012.02.002 Mutz, M. (2020): Sport- und Bewegungsaktivitäten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland- - ein Update des Forschungsstands. In: Breuer, C., Joisten, C., Schmidt, W. (Hrsg.): Vierter Kinder- und Jugendsportbericht. Gesundheit, Leistung, Gesellschaft. Hoffmann Verlag, Schorndorf, 39-50 Schmidt, W. (2015). Verstetigung sozialer Ungleichheiten. In: Schmidt, W., Neuber, N., Rauschenbach, T., Brandl-Bredenbeck, H. P., Süßenbach, J., Breuer, C. (Hrsg.): Dritter Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht. Kinder und Jugendsport im Umbruch. Hofmann, Schorndorf, 78-101 Schmiade, N., Mutz, M. (2012): Sportliche Eltern, sportliche Kinder- - Die Sportbeteiligung von Vorschulkindern im Kontext sozialer Ungleichheit. Sportwissenschaft 42 (2), 115-125, https: / / doi. org / 10.1007 / s12662-012-0239-7 Ungerer-Röhrich, U. (2011): Praxis kompakt: Bewegungsförderung. Angebote und Projekte. Herder, Freiburg Wagner-Willi, M. (2004): Videointerpretation als mehrdimensionale Mikroanalyse am Beispiel schulischer Alltagsszenen. Zeitschrift für Qualitative Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung 5 (1), 182-193 Weber, M. (1985): Wirtschaft und Gesellschaft- - Grundriss der verstehenden Soziologie. Mohr, Tübingen Zimmer, R. (2020): Handbuch Bewegungserziehung. Grundlagen für Ausbildung und pädagogische Praxis. Herder, Freiburg Die Verbundstudie „Zur sozialen Bedingtheit von Bildungs- und Entwicklungschancen durch Bewegung. Empirische Studien und Transfers unter dem Fokus von Diversität" wurde im Rahmen der Förderlinie „Frühkindliche Bildung und Entwicklung - Kooperative Forschung und Praxistransfer" vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur von 06/ 2017 bis 05/ 2022 gefördert. Verbundsprecherin und Projektleiterin war Ina Hunger. Die Schriftleitung und der Verlag freuen sich über Ihr Feedback zu diesem Artikel unter journals@reinhardt-verlag.de Die Autorinnen Prof. Dr. Ina Hunger Professorin für Sportpädagogik und Sportdidaktik, Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften, Universität Bremen ina.hunger@uni-bremen.de Janine Selonke M. Ed., wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Sportpädagogik und Sportdidaktik, Institut für Sportwissenschaften, Georg- August-Universität Göttingen janine.selonke@unigoettingen.de Anschrift Universität Bremen Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften Fach Sport/ Sportwissenschaften Am Fallturm 1 28359 Bremen
