eJournals motorik48/1

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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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2025
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Bericht: »Harald Luckert darf geh’n«. Ein Abschied mit Dankbarkeit

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2025
Kim Lipinski
Am 04.07.2024 war es soweit: wir verabschiedeten die Motopädie-Legende ­Harald Luckert in den wohlverdienten Ruhestand! Im Rahmen unserer schulinternen Verabschiedung kamen dafür aktuelle und ehemalige Wegbegleiter:innen zusammen und blickten auf die gemeinsame Zeit im Rahmen der Motopädie-Weiterbildung zurück. Und was waren das doch für bewegte und bewegende Zeiten!
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[ 46 ] 1 | 2025 Aktuelles / Kurz berichtet »Harald Luckert darf geh’n«. Ein Abschied mit Dankbarkeit Am 04.07.2024 war es soweit: wir verabschiedeten die Motopädie-Legende Harald Luckert in den wohlverdienten Ruhestand! Im Rahmen unserer schulinternen Verabschiedung kamen dafür aktuelle und ehemalige Wegbegleiter: innen zusammen und blickten auf die gemeinsame Zeit im Rahmen der Motopädie-Weiterbildung zurück. Und was waren das doch für bewegte und bewegende Zeiten! An das Studium der Erziehungswissenschaft in Bielefeld schloss sich für Harald Luckert damals nahtlos die Weiterbildung zum staatlich geprüften Motopäden am Ernst-Kiphard-Berufskolleg in Dortmund, der Wiege der Motopädie und der ersten motopädischen Fachschule in Deutschland, an. Nach einem Zwischenstopp in der Frühförderung ging es schon 1991 für ihn erneut an das Ernst-Kiphard-Berufskolleg, nur dieses Mal als Studienrat und Bildungsgangleitung. Fast 20 Jahre begleitete er dort in Theorie und Praxis die angehenden Motopädie-Studierenden auf ihrem ganz eigenen Weg in die Motopädie. Im Jahr 2011 erfolgte dann die Schließung der Fachschule für Motopädie in Dortmund und der Umzug an das Märkische Berufskolleg in Unna. Hier stand Harald Luckert zu Beginn nicht mehr ausschließlich Motopädie-Studierenden gegenüber, sondern durfte in unterschiedlichen Bildungsgängen unterrichten (u. A. Heilerziehungspflege in den Berufsfachschulklassen). Als Bildungsgangbeauftragter war es ihm immer ein Anliegen, die Motopädie in der Schule und weit darüber hinaus bekannt zu machen. Dafür war er an unzähligen Abendterminen in ganz NRW unterwegs. Im Rahmen einer Projektarbeit der Vollzeitklassen entstand dann auch noch der Kontakt zur Lokalzeit beim WDR und er wurde 2024, kurz vorm Ende seiner Dienstzeit, zum Motopädie-Fernsehstar! Harald Luckert war ununterbrochen für die Motopädie, die Studierenden und die Absolvent: innen engagiert. Insgesamt hat er über 3.000 Motopäd: innen weitergebildet. Darunter waren z. B. auch Olympiasieger und Studierende aus dem Ausland (u. a. Südkorea und Frankreich). Der Kontakt zu den Motopäd: innen und die damit verbundene berufspolitische Arbeit war ihm eine Herzensangelegenheit. Hier stand er im regelmäßigen Austausch mit dem Deutschen Berufsverband der MotopädInnen / MototherapeutInnen (DBM e. V.) und arbeitete zeitgleich engagiert im Rahmen des Bundesverbandes der Ausbildungsstätten für Motopädie (BAM) an zahlreichen Schreiben für Ministerien und Fachausschüssen sowie dem Motopädie-Curriculum mit. Die Anerkennung und Etablierung der Motopädie in unterschiedlichen Arbeitsfeldern standen dabei ebenso an vorderster Stelle, wie der Blick auf gesellschaftspolitische Entwicklungen und die damit verbundenen strategischen Ausrichtungen der Weiterbildung. Im Rahmen zahlreicher weiterer Kooperationen und Mitwirkungen stand er im stetigen kollegialen Austausch auch über die eigenen fachlichen Grenzen hinaus. Doch nicht nur im Rahmen der Motopädie engagierte sich Harald Luckert. Auch in der Schule und im Kollegium stand er stets als kompetenter, zugewandter, aktiver, kritischer und unglaublich vernetzter Kollege zur Verfügung. Nach nunmehr 33 Jahren im Dienste der Motopädie (und im Schuldienst) geht es in den wohlverdienten Ruhestand mit neuen Herausforderungen und Aufgaben wie dem Enkelkind und der Arbeit im Tischtennisverein. Doch auch fachlich bildet sich Harald Luckert noch im Bereich der Beratung weiter, sodass es vielleicht eher ein Unruhestand werden wird. Wir blicken auf ereignisreiche Jahre, aktivierende Impulse und eine bewegte Schulzeit zurück und sagen: Danke für die gemeinsame Zeit! Danke für das offenes Ohr! Und Danke für die Expertise- - und wir wissen ja, dass er nur ein Telefonat oder eine Mail weit entfernt ist! In diesem Sinne wünschen wir Harald Luckert für die Zukunft alles erdenklich Gute, bewegende Momente und ganz viel Zeit für die Dinge, die für ihn bedeutsam sind oder es noch werden! Kim Lipinski und das Team der Fachschule für Motopädie am Märkischen Berufskolleg Unna