eJournals Motorik48/2

Motorik
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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mot2025.art14d
7_048_2025_2/7_048_2025_2.pdf41
2025
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Forum Psychomotorik: Psychomotorik im Kontext sozialer Ungleichheit und Demokratie

41
2025
Stefanie Kuhlenkamp
Der Beitrag beleuchtet die Beziehung zwischen sozialer Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die Demokratie. Anhand des Beispiels gesundheitlicher Ungleichheit wird gezeigt, wie mangelnde Beteiligung und strukturelle Benachteiligungen die Gesundheit armer Bevölkerungsgruppen beeinflussen. Strategien der Gesundheitsförderung zur Bekämpfung dieser Ungleichheiten sowie der potenzielle Beitrag einer sozialraumorientierten PsychoMOTORIK werden skizziert.
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Zusammenfassung / Abstract Der Beitrag beleuchtet die Beziehung zwischen sozialer Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die Demokratie. Anhand des Beispiels gesundheitlicher Ungleichheit wird gezeigt, wie mangelnde Beteiligung und strukturelle Benachteiligungen die Gesundheit armer Bevölkerungsgruppen beeinflussen. Strategien der Gesundheitsförderung zur Bekämpfung dieser Ungleichheiten sowie der potenzielle Beitrag einer sozialraumorientierten Psychomotorik werden skizziert. Schlüsselbegriffe: Psychomotorik, Sozialraumorientierung, Gesundheitsförderung, Partizipation Psychomotor skills in the context of social inequality and democracy The article sheds light on the relationship between social inequality and its impact on democracy. Using the example of health inequality, it shows how a lack of participation and structural disadvantages influence the health of poor population groups. Health promotion strategies to combat these inequalities and the potential contribution of social space-orientated psychomotricity are outlined. Keywords: Psychomotricity, social space orientation, health promotion, participation [ 68 ] 2 | 2025 motorik, 48. Jg., 68-73, DOI 10.2378 / mot2025.art14d © Ernst Reinhardt Verlag [ FORUM PSYCHOMOTORIK ] Psychomotorik im Kontext sozialer Ungleichheit und Demokratie Überlegungen aus der Perspektive einer psychomotorischen Gesundheitsförderung Stefanie Kuhlenkamp Anhand der folgenden Daten wird zunächst das quantitative Ausmaß von Armutslagen ersichtlich: In Deutschland galten 2022 gut 17,3 Millionen Menschen (20,9 % der Bevölkerung) als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht (Statistisches Bundesamt 2023). 2023 traf dies auf 24 % der Kinder und Jugendlichen zu (Statistisches Bundesamt 2024). Die qualitativen Auswirkungen von Armutslagen werden anhand einiger ausgewählter Aspekte in diesem Beitrag näher betrachtet: Ausgehend von Überlegungen zur sozialen Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die Demokratie, wird anhand des Themenkomplexes gesundheitliche Ungleichheit exemplarisch skizziert, wie sich fehlende Teilhabe und strukturelle Nachteile auf die gesundheitliche Situation armutsbetroffener Gruppen auswirken, welche Vorgehensweisen aus Sicht der Gesundheitsförderung geeignet sind, um gesundheitlichen Ungleichheiten zu begegnen, und welchen Beitrag eine sozialraumorientierte Psychomotorik hierzu leisten kann. Soziale Ungleichheit im Kontext Demokratie Durch eine Entkopplung der Wirtschafts- und Armutsentwicklung wächst weltweit der Reichtum einiger weniger Menschen auf der einen und die Zahl armutsbetroffener Menschen auf der anderen Seite. Infolgedessen steigt die durch das Gesellschaftssystem bedingte ungleiche Verteilung von Ressourcen und Lebensbedingungen, die sich negativ auf die Lebens- und Verwirklichungschancen einzelner Menschen und ganzer Bevölkerungsgruppen auswirkt (= soziale Ungleichheit). Diese Auswirkungen lassen sich mit [ 69 ] Kuhlenkamp • Psychomotorik im Kontext sozialer Ungleichheit und Demokratie 2 | 2025 Dorothee Spannagel (2017, 108) wie folgt zusammenfassen: »Wer arm ist, ist im Bildungssystem deutlich benachteiligt. Arme haben tendenziell eine schlechtere Gesundheit, schlechtere Wohn- und Arbeitsbedingungen und ihre politischen Belange finden in der Politik weniger Gehör. Sie sind auch und gerade aufgrund der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Strukturen unserer Gesellschaft von Exklusion betroffen.« In Folge der Exklusion haben die betroffenen Menschen »keine oder sehr eingeschränkte Entscheidungs- und Einflussmöglichkeiten bezüglich der Lebensqualität, des politischen Engagements und der sozialen Akzeptanz« (Puhr 2023, 406). Diese durch soziale Ungleichheit bewirkte fehlende Partizipation und Akzeptanz erweist sich als Gefahr für die Demokratie, indem sie z. B. zu einer Abnahme sowohl des Institutionenvertrauens als auch der Demokratiezufriedenheit führt (ausführlich Brülle / Spannagel 2023; Böhnke / Groh-Samberg / Kleinert 2023; Schäfer 2010). Befunde dieser Art führen den Europarat (2016, 5) zu der Feststellung: »Die demokratische Beteiligung aller Bürger in der Gesellschaft [erfordert] Maßnahmen zur Bekämpfung der sozialen Ungleichheit und der strukturellen Nachteile.« Ausgehend von diesem Zitat wird im Folgenden anhand des Themenkomplexes gesundheitliche Ungleichheit und Gesundheitsförderung exemplarisch skizziert, wie sich soziale Ungleichheit und strukturelle Nachteile auswirken und wie (psychomotorische) Gesundheitsförderung zu deren Bekämpfung (im Sinne des vorhergehenden Zitats des Europarats) beitragen kann. Partizipation in der Gesundheitsförderung Gesundheitsförderung als Paradigma der Psychomotorik im Kontext sozialer Ungleichheit und Demokratie erhält ihre Relevanz auch dadurch, dass sie Empowerment (Selbstbestimmung) und Partizipation (Mitwirkung und Mitbestimmung) als Leitprinzipien verfolgt. Partizipation wird hier definiert als »die individuelle oder auch kollektive Teilhabe an Entscheidungen, die die eigene Lebensgestaltung und die eigene soziale, ökonomische und politische Situation und damit auch immer die eigene Gesundheit betreffen« (Rosenbrock/ Hartung 2012, 9). Partizipation ist zugleich Ziel und Methode der Gesundheitsförderung: Durch Partizipation der Zielgruppen soll einerseits an deren tatsächlichen Bedürfnissen angesetzt werden (= partizipative Gesundheitsförderung). Andererseits wird eine Gesundheitsförderung durch Partizipation angestrebt, »weil der Mangel an Teilhabe an der Gestaltung der eigenen Lebensbedingungen selbst eine Gesundheitsbelastung und einen Ressourcenmangel darstellt, dem mit einer solchen Intervention gerade begegnet werden soll. Die direkte Beteiligung (Partizipation) ist für den Gewinn an Gesundheitsressourcen (Empowerment) vielleicht ebenso wichtig, wie die damit zu erzielenden Veränderungen der Umwelt« (Rosenbrock 2015, 215 f ). Gesundheitliche Ungleichheit »Soziale Unterschiede in der Gesundheit und Lebenserwartung können als eine extreme Ausprägungsform sozialer Ungleichheit erachtet werden« (Lampert 2020, 530). Diese Ungleichheit äußert sich darin, dass mit zunehmendem Einkommen sowohl die Lebenserwartung als auch die bei guter Gesundheit verbrachte Lebenszeit steigen (Kolip 2020). Menschen in Armutslagen haben eine niedrigere Lebenserwartung, eine höhere Morbidität (Krankheitshäufigkeit) und eine höhere Mortalität (Sterberate), was zu insgesamt weniger Lebensjahren in Gesundheit führt (Kohler-Gehrig 2019). Das komplexe Zusammenspiel, das zu diesen Effekten führt, veranschaulicht das medizinsoziologische »Modell zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit« von Andreas Mielck (Abb. 1). Auch für Kinder, die eine der größten armutsbetroffenen Bevölkerungsgruppen bilden, sind in Deutschland die Gesundheitschancen ungleich verteilt. Das Risiko, sich in einem nur mittelmäßigen bis sehr schlechten Gesundheitszustand zu befinden, ist für Kinder aus armen Familien gegenüber anderen Kindern um das [ 70 ] 2 | 2025 Forum Psychomotorik Vierfache erhöht (Spannagel 2017). Dabei wird davon ausgegangen, dass eine Verbesserung der kindlichen Gesundheit in armutsbetroffenen Familien auch eine Gesundheitsförderung der Eltern erfordert (Mielck 2001, 252), was u. a. dafür spricht, psychomotorische Angebote nicht nur für Kinder, sondern auch für deren Eltern zu gestalten. Unter dem Paradigma der Gesundheitsförderung (Haas 2014; Kuhlenkamp 2022; Seewald 2012) stellt sich die Frage, wo und wie sich die Psychomotorik verorten muss, um einen Beitrag zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheit leisten zu können. Da es in der Gesundheitsförderung vor allem darum geht, Lebenswelten aufzubauen, die die individuellen Gesundheitschancen sozial benachteiligter Menschen verbessern, wird nachstehend die kommunale Gesundheitsförderung vorgestellt, die sich durch eine starke Lebensweltorientierung auszeichnet. Psychomotorische Förderung im Rahmen kommunaler Gesundheitsförderung Kommunale Gesundheitsförderung »beschreibt die systematische Planung und Herstellung gesundheitsfördernder Lebensbedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner einer Kommune zur Förderung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit« (Quilling / Leimann / Tollmann 2022, o. S.). Als wichtige Strategien in der kommunalen Gesundheitsförderung werden u. a. der Settingansatz und damit einhergehende Lebensweltorientierung, Präventionsketten / intersektorale Strategien sowie Netzwerkarbeit genannt (Quilling / Leimann / Tollmann 2022, o. S.). Settingansatz und Präventionsketten Im Sinne des Settingansatzes wird individuelle Gesundheit im Alltag hergestellt und aufrechterhalten, daher muss eine Gesundheitsförderung Gesundheitlicher Versorgung Kuration, Prävention, Rehabilitation und Pflege Gesundheitsrelevanten Lebensstilen Risikoverhalten, Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Substanzkonsum, Gesundheits- und Krankheitsverhalten GESUNDHEITLICHE UNGLEICHHEIT Krankheitslast und Sterblichkeit SOZIALE UNGLEICHHEIT Unterschiede in Wissen, Macht, Geld und Prestige Unterschiede in: Bewältigungsressourcen z. B. Erholungsmöglichkeiten, soziale Unterstützung Gesundheitlichen Belastungen z. B. physische und psychische Belastungen Abb. 1: Modell zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit (Mielck 2005 in Mielck / Wild 2021, 176) [ 71 ] [ 71 ] Kuhlenkamp • Psychomotorik im Kontext sozialer Ungleichheit und Demokratie 2 | 2025 am Lebensalltag ansetzen und eine Teilhabe aller Akteur: innen im jeweiligen Setting anstreben (Richter 2010, 210). Der Begriff Setting bezeichnet dabei einen »Sozialzusammenhang, in dem Menschen sich in ihrem Alltag aufhalten und der Einfluss auf ihre Gesundheit hat. Dieser soziale Zusammenhang ist relativ beständig und seinen Mitgliedern auch bewusst. Er drückt sich aus durch formale Organisationen (z. B. Betrieb, Schule, Kita), regionale Situationen (z. B. Kommune, Stadtteil, Quartier), gleiche Lebenslagen (z. B. Rentner / Rentnerinnen), gemeinsame Werte oder Präferenzen (z. B. Religion, sexuelle Orientierung) bzw. durch eine Kombination dieser Merkmale« (Hartung / Rosenbrock 2022, o.S.). Für die psychomotorische Arbeit bedeutet dies, sich zunächst bewusst darüber zu werden, wen sie adressieren möchte, in welchem Setting dies am sinnvollsten geschieht, wie die Adressat: innen zu erreichen und zu beteiligen sind. Angebote werden prinzipiell im sozialen Nahraum (z. B. im Setting Quartier) platziert. Eine Ausrichtung kann für Menschen in gleichen Lebenslagen (z. B. junge Familien, Hochaltrige) erfolgen, die psychomotorische Arbeit kann eingebunden sein in formale Settings wie z. B. Schule, Kita, Pflegeheim. Da individuelle Lebenswelten in der Regel aus verschiedenen Settings bestehen, ist eine intersektorale Vernetzung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung z. B. im Sinne von kommunalen Präventionsketten sinnvoll (Dadaczynski 2022). »Als Präventionsketten werden integrierte kommunale Gesamtstrategien bezeichnet, die die vielfältigen fördernden und unterstützenden Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention strategisch und zielorientiert aufeinander abstimmen« (Richter-Kornweitz / Kilian / Holz 2023, o. S.). Einen Überblick über die Handlungsprinzipien der Arbeit in Präventionsketten gibt Abbildung 2. Die Beteiligung an kommunalen Präventionsketten bietet zum einen die Möglichkeit psychomotorische Angebote dort zu etablieren, wo sie bisher fehlen. Zum anderen kann die psychomotorische Expertise im Bereich Bewegung, Spiel, Körperlichkeit sowie deren Bedeutung für die Gesundheitsförderung eingebracht werden, um auf kommunaler Ebene alle Netzwerkpartner: innen hierfür zu sensibilisieren. Ein verbreitetes Beispiel für kommunale Präventionsketten sind die »Netzwerke Frühe Hilfen« (ausführlich Nationales Zentrum Frühe Hilfen o. J.). Sozialraumorientierte Psychomotorik Um psychomotorische Ideen und Angebote im Kontext Sozialer Benachteiligung und Gesundheitsförderung zu etablieren, können die Perspektiven und Orientierungen einer sozialraumorientierten Psychomotorik (ausführlich Kuhlenkamp 2023) herangezogen werden. »Sozialraumorientierte Psychomotorik ist ein Konzept der ganzheitlichen Gesundheitsförderung über die Lebensspanne durch Bewegung und Körperlichkeit. Ihr liegt ein Verständnis der Einheit von Bewegen, Wahrnehmen, Erleben und Handeln in bedeutungsvollen sozialen Kontexten zu Grunde. Neben individuellen Zielsetzungen wird die Entwicklung sozialer und räumlich strukturierter Kontexte angestrebt« (Kuhlenkamp 2023, 15, unter Bezug auf Becker 2020 und Krus 2015). Eine sozialraumorientierte Psychomotorik ist Teil eines sozialräumlichen Netzwerks der Gesundheitsförderung. Sie stärkt die Verwirklichungschancen für gesundheitsförderliche Lebenslagenorientiert Lebenslauforientiert Lebensweltorientiert Partizipativ Praxisbezogen Netzwerkorientiert Abb. 2: Handlungsprinzipien der Arbeit in Präventionsketten (Richter-Kornweitz et al. 2022, 18) [ 72 ] 2 | 2025 Forum Psychomotorik Lebensweisen im Sozialraum, in dem sie u. a. die Netzwerkakteur: innen für die Bedeutung von Bewegung und Körperlichkeit im Kontext der Gesundheitsförderung sensibilisiert und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung auf der Verhaltenssowie Verhältnisebene schafft. Während die Verhaltensprävention zur Stärkung von individuellen und sozialen Ressourcen beitragen kann, können im Rahmen der Verhältnisprävention strukturelle Aspekte (z. B. fehlende Bewegungsmöglichkeiten / -angebote) verändert werden. Darüber hinaus können psychomotorische Fachkräfte und Institutionen über die Mitwirkung in kommunalen Netzwerken der Gesundheitsförderung Lobbyarbeit für die Belange der Menschen leisten, die aufgrund sozialer Ungleichheiten kein Gehör finden und gleichzeitig durch ihre Angebote demokratische Kompetenzen (wie z. B. Empathie, Perspektivübernahme, Selbstwirksamkeit, siehe Abb. 3) fördern, die eine Partizipation an gesellschaftlichen Strukturen wahrscheinlicher machen. Literatur Brülle, J., Spannagel, D. (2023): Einkommensungleichheit als Gefahr für die Demokratie. WSI-Verteilungsbericht 2023. In: www.boeckler.de/ data/ impuls_2023_17_S1-2.pdf, 30.08.2024 Böhnke, P., Groh-Samberg, O., Kleinert, C. (2023): Folgen sozialer Ungleichheit. Informationen zur politischen Bildung Nr. 354 / 2023. In: www.bpb. de/ shop/ zeitschriften/ izpb/ soziale-ungleichheit-354/ 520847/ folgen-sozialer-ungleichheit, 30.08.2024 Dadaczynski, K. (2022): Prävention und Gesundheitsförderung in Settings und Lebenswelten. In: Haring, R. (Hrsg.): Gesundheitswissenschaften. 2. Aufl. Springer, Berlin, 403-412, https: / / doi. org/ 10.1007/ 978-3-662-65219-0_37 Werte • Wertschätzung der Menschenwürde und Menschenrechte • Wertschätzung kultureller Diversität • Wertschätzung von Demokratie, Gerechtigkeit, Fairness, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit Haltungen • Aufgeschlossenheit gegenüber kultureller Diversität und unterschiedlichen Überzeugungen, Weltanschauungen und Praktiken • Respekt • Gemeinwohlorientierung • Verantwortung • Selbstwirksamkeit • Ambiguitätstoleranz • Fähigkeiten und Fertigkeiten zu selbstständigem Lernen • Fähigkeiten und Fertigkeiten zu analytischem und kritischem Denken • Fähigkeiten und Fertigkeiten des Zuhörens und Beobachtens • Empathie • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit • Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten und Mehrsprachigkeit • Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Kooperation • Konfliktlösungsfähigkeiten Fähigkeiten und Fertigkeiten • Wissen und kritisches Selbstverstehen • Wissen und kritische Bewertung von Sprache und Kommunikation • Wissen und kritisches Verstehen der Welt: Politik, Recht, Menschenrechte, Kultur, Kulturen, Religionen, Geschichte, Medien, Wirtschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit Wissen und kritisches Verstehen Kompetenz Abb. 3: Kompetenzen für eine demokratische Kultur (Europarat 2016, 7) [ 73 ] [ 73 ] Kuhlenkamp • Psychomotorik im Kontext sozialer Ungleichheit und Demokratie 2 | 2025 Europarat (2016): Kompetenzen für eine demokratische Kultur. Gleichberechtigtes Zusammenleben in kulturell unterschiedlichen demokratischen Gesellschaften. Kurze Zusammenfassung. In: https: / / rm.coe.int/ 16806ccc0b, 30.08.2024 Haas, R. (2014): Psychomotorische Gesundheitsförderung-- eine Einführung. In: Haas, R., Golmert, C., Kühn, C. (Hrsg.): Psychomotorische Gesundheitsförderung in der Praxis. Hofmann, Schorndorf, 11- 33 Hartung, S., Rosenbrock, R. (2022). Settingansatz- - Lebensweltansatz. In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention, https: / / doi. org/ 10.17623/ BZGA: Q4-i106-2.0 Kuhlenkamp, S. (2023): Sozialraumorientierte Psychomotorik. Ernst Reinhardt Verlag, München, https: / / doi.org/ 10.36198/ 9783838588209 Kuhlenkamp, S. (2022): Lehrbuch Psychomotorik. 2. Aufl. Ernst Reinhardt Verlag, München, https: / / doi.org/ 10.36198/ 9783838588209 Kohler-Gehrig, E. 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Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V., Hannover Rosenbrock, R. (2015): Prävention in Lebenswelten-- der Setting-Ansatz. Zeitschrift für Allgemeinmedizin 91 (5), 213-219 Rosenbrock, R., Hartung, S. (2012): Partizipation und Gesundheit. Hans Huber, Bern Schäfer, A. (2010): Die Folgen sozialer Ungleichheit für die Demokratie in Westeuropa. Zeitschrift für vergleichende Politikwissenschaft (4), 131-156, https: / / doi.org/ 10.1007/ s12286-010-0075-9 Seewald, J. (2012): Motologisch orientierte Gesundheitsförderung. Konzeptionelle Überlegungen und praktische Konsequenzen. motorik 35(2), 54-60 Spannagel, D. (2017): Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status- - Armut und Teilhabe. In: Diehl, E. (Hrsg.): Teilhabe für alle? ! Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 86-114 Statistisches Bundesamt (2024): Jedes siebte Kind in Deutschland armutsgefährdet. 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