Motorik
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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mot2025.art20d
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Rezensionen: Kuhlenkamp, S. (2023): Sozialraumorientierte Psychomotorik. Psychomotorische Praxis im Kontext sozialer Benachteiligung. Ernst Reinhardt, München ISBN: 978-3-497-03171-9 (Print), 29,90 €
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Richard Hammer
Der zweite Band der Buchreihe zur »psychomotorischen Praxis«, die von Astrid Krus und Aida Kopic im Reinhardt Verlag herausgegeben wird, zeigt, wie breit die PsychoMOTORIK inzwischen aufgestellt ist. Bewegt sich die PsychoMOTORIK im Buch von Thorsten Späker in der Natur, so führt uns nun Stefanie Kuhlenkamp in die Sozialräume unserer Gesellschaft. Das Buch geht den Fragen nach: Wie können psychomotorische Angebote sozial benachteiligte Menschen erreichen? Was bedeutet es, armutssensibel in der PsychoMOTORIK zu arbeiten? Und welche Chancen bietet psychomotorisches Handeln speziell für die Gesundheitsförderung in prekären Lebenslagen? Diese Fragen werden anhand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Settings beleuchtet - von Kindertagesstätten, offenen Ganztagsgrundschulen, Vereinen bis hin zu Präventionsketten und Service Learning.
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[ 96 ] 2 | 2025 Medien & Materialien • Menschenbild in der Psychomotorik • Potenziale bewegungsorientierter Sprachförderung • Themenheft Motodiagnostik • Effektivität von Bewegungsprogrammen in der Kita • Handlungsprinzipien deutsch-schweizer Psychomotoriktherapie Vorschau auf die nächsten Hefte Kuhlenkamp, S. (2023): Sozialraumorientierte Psychomotorik. Psychomotorische Praxis im Kontext sozialer Benachteiligung. Ernst Reinhardt, München ISBN: 978-3-497-03171-9 (Print); 29,90 € Der zweite Band der Buchreihe zur »psychomotorischen Praxis«, die von Astrid Krus und Aida Kopic im Reinhardt Verlag herausgegeben wird, zeigt, wie breit die Psychomotorik inzwischen aufgestellt ist. Bewegt sich die Psychomotorik im Buch von Thorsten Späker in der Natur, so führt uns nun Stefanie Kuhlenkamp in die Sozialräume unserer Gesellschaft. Das Buch geht den Fragen nach: Wie können psychomotorische Angebote sozial benachteiligte Menschen erreichen? Was bedeutet es, armutssensibel in der Psychomotorik zu arbeiten? Und welche Chancen bietet psychomotorisches Handeln speziell für die Gesundheitsförderung in prekären Lebenslagen? Diese Fragen werden anhand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Settings beleuchtet- - von Kindertagesstätten, offenen Ganztagsgrundschulen, Vereinen bis hin zu Präventionsketten und Service Learning. Dargestellt werden im ersten Teil zunächst das psychomotorische Grundverständnis und die Gesundheitsförderung als Paradigma einer sozialraumorientierten Psychomotorik sowie die Bedeutung der Begriffe Sozialraum, Sozialraumorientierung und Sozialraumanalyse für psychomotorisches Handeln. Das 3. Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema der »Armutslage«, wobei auch hier wieder der Begriff geklärt und auf die verschiedenen Dimensionen, insbesondere der Situation der Kinder eingegangen wird. Das 4. Kapitel stellt die grundlegenden Perspektiven und Orientierungen der Gesundheitsförderung sowie die spezifischen Aspekte der Arbeit in Armutskontexten dar und schließt damit den Orientierungsrahmen für die praktische Arbeit einer sozialraumorientierten Psychomotorik ab. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit der »Praxis sozialraumorientierter Psychomotorik«, mit ihren Zugängen und Ansatzpunkten. Zahlreiche Literaturverweise, Linkadressen und konkrete Anregungen zeigen Wege auf für die Arbeit mit lokalen Akteur: innen der Gesundheitsförderung und für die soziale Netzwerkarbeit und Netzwerkorientierung und sie geben Hilfestellungen zur Finanzierung psychomotorischer Arbeit im Sozialraum. Im Folgenden wird ebenfalls sehr konkret dargestellt, was die Psychomotorik beitragen kann im Kontext kommunaler Präventionsketten, in den Frühen Hilfen, im Kontext der Primärprävention und der Gesundheitsförderung, bei der Organisation von Angeboten zur Förderung von Bewegung und Spiel in benachteiligten Sozialräumen, bei der Unterstützung der pädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen, in der Offenen Ganztagsgrundschule, an Hochschulen und Fachschulen, in Fördervereinen und auch in der Stadtplanung. Stefanie Kuhlenkamp, die an der Fachhochschule Dortmund lehrt und den Förderverein Bewegungsambulatorium an der Universität Dortmund e. V. leitet, legt uns hier ein kompaktes Grundlagenwerk vor für alle pädagogischen, sozialen und motologischen Fachkräfte, die mit sozial benachteiligten Menschen arbeiten. Es zeichnet sich aus durch eine theoretische Fundierung, vor allem aber durch eine Vielfalt an praktischen Anregungen, die zur psychomotorischen Arbeit in Sozialräumen motiviert und qualifiziert. Richard Hammer DOI 10.2378/ mot2025.art20d
