Motorik
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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Editorial
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Kim Lipinski
Ricarda Menke
Liebe Leserinnen, liebe Leser, so bunt und vielfältig wie der Sommer – so verschieden und hoffentlich für Sie anregungsreich ist auch diese vorliegende motorik-Ausgabe geworden. Wir freuen uns, Ihnen wie gewohnt aktuelle Beiträge aus Wissenschaft und Forschung zu präsentieren, aber auch die praxisorientierten Themen kommen nicht zu kurz.
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Editorial motorik, 48. Jg., 105, DOI 10.2378 / mot2025.art21d © Ernst Reinhardt Verlag 3 | 2025 [ 105 ] Kim Lipinski Ricarda Menke Liebe Leserinnen, liebe Leser, so bunt und vielfältig wie der Sommer-- so verschieden und hoffentlich für Sie anregungsreich ist auch diese vorliegende motorik-Ausgabe geworden. Wir freuen uns, Ihnen wie gewohnt aktuelle Beiträge aus Wissenschaft und Forschung zu präsentieren, aber auch die praxisorientierten Themen kommen nicht zu kurz. Otmar Weiß setzt sich in seinem Forumsbeitrag mit einem sehr grundlegenden Thema in Psychomotorik und Motologie auseinander-- dem zugrundeliegenden Menschenbild. Er zeichnet die historische Entwicklung pädagogischer Grundhaltungen nach und erläutert u. a. vor dem Hintergrund von Aufklärung und Humanismus das handlungsleitende Menschenbild der Psychomotorik. Im Anschluss daran stellt uns Mone Welsche Ergebnisse einer Fragebogenerhebung zum Thema Bewegungsdiagnostik im Kontext der heilpädagogischen Frühförderung vor. Aus den Ergebnissen leitet sie spannende Fragen für die Psychomotorik und Motologie ab und diskutiert die Entwicklung passender Beobachtungsinstrumente, die über standardisierte Bewegungsdiagnostik hinausgehen. Renate Zimmer zeigt darauffolgend Potenziale einer bewegungs- und handlungsorientierten Sprachförderung auf und fordert eine aktive und alltagsintegrierte Sprachbildung im Kitakontext. Bewegungsaktivitäten werden Impulse für Sprechanlässe, die von sprachsensiblen pädagogischen Fachkräften aufgegriffen und in für die Kinder sinnvolle Spielsituationen integriert werden. Anna Keil und Stephanie Bahr stellen Menschen mit Komplexer Behinderung in den Fokus ihres Beitrags und gehen der Frage nach, wie die psychomotorische Arbeit mit dieser vulnerablen Zielgruppe gestaltet werden kann, damit Erfahrungsmöglichkeiten für Selbstbestimmtheit und Selbstwirksamkeit gegeben sind. Die dargestellte qualitative Untersuchung des Fachbeitrags von Simone Kastel und Wolfram Schulze beschäftigt sich mit möglichen Auswirkungen auf die leiblich-körperliche Selbstwahrnehmung von Frauen nach einem länger zurückliegenden perinatalen Kindstod. Auf Basis der Ergebnisse werden spezifische leib- und körperorientierte Gruppenangebote entwickelt und Maßnahmen im Rahmen multimodaler Gesundheitsförderung diskutiert. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!
