Motorik
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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mot2025.art25d
7_048_2025_3/7_048_2025_3.pdf71
2025
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Forum Psychomotorik: Das Potenzial von Psychomotorik für Kinder mit Komplexer Behinderung
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2025
Anna Keil
Stephanie Bahr
Die Erkenntnis von Selbstwirksamkeitserfahrungen als Bestandteil zum Aufbau eines positiven Selbstkonzepts ist vor allem dann bedeutsam, wenn Menschen in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit nicht unmittelbar eigenständig machen können. Menschen mit Komplexer Behinderung leben in einem ständigen Abhängigkeitsverhältnis, das die eigenständige Gestaltungsmöglichkeit auf ein Minimum reduziert. Die nachgehende Ausführung stellt dar, wie eine psychomotorische Praxis aussehen kann, die eine der vulnerabelsten Gruppen unserer Gesellschaft in den Fokus nimmt.
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Zusammenfassung / Abstract Die Erkenntnis von Selbstwirksamkeitserfahrungen als Bestandteil zum Aufbau eines positiven Selbstkonzepts ist vor allem dann bedeutsam, wenn Menschen in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit nicht unmittelbar eigenständig machen können. Menschen mit Komplexer Behinderung leben in einem ständigen Abhängigkeitsverhältnis, das die eigenständige Gestaltungsmöglichkeit auf ein Minimum reduziert. Die nachgehende Ausführung stellt dar, wie eine psychomotorische Praxis aussehen kann, die eine der vulnerabelsten Gruppen unserer Gesellschaft in den Fokus nimmt. Schlüsselbegriffe: Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Psychomotorik, Kinder, Komplexe Behinderung The potential of psychomotricity for children with complex disabilities. Implementation options for self-determination and self-efficacy Taking self-efficacy as an element of positive self-concept is especially significant when being restricted in your own actions. People with complex disabilities live in a constant dependency relationship that reduces the possibility of independent decisions to a minimum. The following exemplification engages in psychomotor practice that focuses on one of the most vulnerable groups in our society. Keywords: self-determination, self-efficacy, psychomotricity, children, complex disabilities [ 130 ] 3 | 2025 motorik, 48. Jg., 130-138, DOI 10.2378 / mot2025.art25d © Ernst Reinhardt Verlag [ FORUM PSYCHOMOTORIK ] Das Potenzial von Psychomotorik für Kinder mit Komplexer Behinderung Umsetzungsmöglichkeiten für Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit Anna Keil, Stephanie Bahr persönliche Erfolge erzielen, verantwortlich dafür, wie zukünftige Herausforderungen bewältigt werden. Das Zurückführen erfolgreicher Erlebnisse auf die eigenen Kompetenzen unterstützt das positive Selbstbild des Kindes (Behrens 2015, 134). Wie können nun aber Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt und in ihrem Alltag fundamental von anderen Menschen abhängig sind, diese Erfahrungen machen? Demgegenüber steht die Psychomotorik, die sich auf einem humanistischen Menschenbild begründet und das eigenständige Handeln des Individuums als Ausgangspunkt für die Gesamtpersönlichkeitsentwicklung anerkennt (Zimmer 2022, 39). Mit der Psychomotorik wird daher mit diesem Beitrag eine neue Disziplin in dem Forschungsfeld dargestellt, welche Selbstbestimmungspotenziale anerkennt und Menschen mit Komplexer Behinderung einen geeigneten Rahmen bietet. Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit bei Menschen mit Komplexer Behinderung Der Personenkreis steht grundlegenden Einschränkungen der selbstbestimmten Teilhabe gegenüber und ist in den meisten Lebensbereichen des alltäglichen Lebens abhängig von Jeder Tag besteht aus kleinen oder großen Entscheidungen, die die eigene Lebensrealität betreffen. Durch diese Erfahrungen der Einflussnahme erlebt sich der Mensch als selbstwirksam und eigenmächtig. In der frühen Kindheit sind vor allem eigentätige Handlungen, die [ 131 ] Keil, Bahr • Das Potenzial von Psychomotorik für Kinder mit Komplexer Behinderung 3 | 2025 anderen Menschen (Klauß 2014, 16 f ). Das erschwert Selbstwirksamkeitserfahrungen, macht sie aber gleichzeitig notwendig. Zusätzlich kann zu einer geringen Auswahl an Handlungsmöglichkeiten eine eingeschränkte Mobilität zum Tragen kommen, die ein direktes Erfahren von eigenen Handlungen auf ein Minimum reduziert. Für einige Menschen mit Komplexer Behinderung besteht kaum die Möglichkeit, eigenaktiv den Körper zu spüren oder ihn in seiner Ganzheit zu bewegen. Findet der Großteil des Alltags liegend oder sitzend statt, verändert sich das Körpergefühl. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers wirkt taub, das Spüren von einzelnen Körperteilen verschwimmt und hat Auswirkungen auf das Selbstbild (Bienstein / Fröhlich 2021, 22). Im Diskurs um Selbstbestimmung von Menschen mit Komplexer Behinderung kann es nicht darum gehen, das bestehende Abhängigkeitsverhältnis komplett aufzulösen, sondern eher im Abhängigkeitsverhältnis viel Selbstwirksamkeit zu ermöglichen und damit die Teilhabe und Selbstbestimmung zu gewähren. Psychomotorische Umsetzungsmöglichkeiten zur Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit bei Kindern mit Komplexer Behinderung Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit gelten in der Psychomotorik als wesentliche Bestandteile der Entwicklungsförderung (Kuhlenkamp 2022; Fischer 2024; Zimmer, 2022). Im Folgenden werden grundlegende Dimensionen vorgestellt (Abb. 1), die in der psychomotorischen Praxis notwendig sind, damit Kindern mit Komplexer Behinderung Selbstwirksamkeitserfahrung sowie Selbstbestimmungsmöglichkeiten eröffnet werden können. Sie bilden keine bestimmte Reihenfolge, vielmehr stehen sie nebeneinander. Als Fundament für die praktische Arbeit mit dieser Zielgruppe gelten die Haltung der Fachkraft sowie das Körper- und Bewegungsverständnis. Grundhaltung und Menschenbild Die pädagogische Haltung und das zugrundeliegende Menschenbild erhalten eine gesonderte Rolle. Die Balance zwischen Eigenaktivität und Abb. 1: Dimensionen psychomotorischer Praxis für Kinder mit Komplexer Behinderung (Anna Keil) Grundhaltung Körper- und Bewegungsverständnis Diagnostik Setting/ Übergangs objekte Kommunikation Rituale Raum Zeit Material Lagerung Methodenform Umsetzungsmöglichkeiten zur Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit bei Kindern mit Komplexer Behinderung [ 132 ] 3 | 2025 Forum Psychomotorik notwendiger fremder Hilfe stellt die psychomotorische Arbeit in diesem Setting vor eine besondere Herausforderung und bedarf der Notwendigkeit von Flexibilität und Sicherheit seitens der Fachkraft (Mayr 2022, 86). Die Aufgabe besteht darin, eine ausgewogene Balance zu finden zwischen Aktivierung und Motivation und eine gleichzeitige Überforderung zu verhindern. Die Orientierung am Kind erhält Aufmerksamkeit, da es darum gehen muss, die sensiblen Signale wahrzunehmen und einem Handeln gegen den Willen des Kindes entgegenzuwirken (Mayr 2012, 78 f ). Impulse müssen daher verstehbar und subjektiv bedeutsam sein (Mayr 2022, 86). Körper- und Bewegungsverständnis In der Arbeit mit Menschen mit Komplexer Behinderung greift Psychomotorik auf Wahrnehmungsangebote zurück, die über Körpersinne intensiv erlebt werden können. Der Körper gilt dabei als »Mittler von Selbstständigkeit« (Zimmer 2014, 30) und ist bei Menschen mit Komplexer Behinderung zentraler Ausgangspunkt ihrer Erfahrungen (Lietz 2019, 150). Bei psychomotorischen Angeboten wird Eigenstimulation angeregt sowie Fremdstimulation nötig gehalten, um den Adressat: innen ein passendes Angebot an Reizen entgegenzubringen. Es entsteht ein Dialog zwischen Psychomotoriker: in und Kind, der ein hohes Maß an Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen bedarf, da Mimik und Gestik des Kindes richtig interpretiert werden müssen. Wichtig hierbei ist, dass das Kind eine Reaktion auf sein Verhalten erhält und somit erste Selbstwirksamkeitserfahrungen erlebt. Die psychomotorische Förderung richtet sich daher nicht nach vermeintlichen Störungen oder Defekten, sondern fokussiert sich auf die Person mit ihren Ressourcen und Fähigkeiten. Dabei zählt neben Sensibilität auch ein erhöhtes Maß an Geduld zu den wesentlichen Faktoren (Lietz 2019, 258 ff ). Der dargestellte Personenkreis und vor allem das beschriebene Abhängigkeitsverhältnis erfordern ein kontinuierliches Bewusstmachen des unausgewogenen Machtgefüges. Begegnungen so zu gestalten, dass selbstbestimmte Teilhabe ermöglicht wird, muss Grundprämisse einer Zusammenarbeit sein (Mayr 2012, 78 f ). Generell wird davon ausgegangen, dass alle Kinder über Bewegungsfreude verfügen und die Motivation mitbringen, ihr Bewegungsrepertoire zu erweitern (Beudels et al. 2019, 29). Dabei geht es weniger um das motorische Einüben von Bewegungsabläufen, sondern vielmehr kann die vermeintlich kleine Bewegung des Greifens zu bedeutsamen Erlebnissen der Selbstwirksamkeit führen. Diagnostik Um Fremdbestimmung so gering wie möglich zu halten, bedarf es einer ausführlichen Diagnose- und Aufnahmephase. Daher empfiehlt es sich, u. a. sich auch mit der Vernetzung und Betrachtung der Systeme des Kindes zu beschäftigen (Kuhlenkamp 2022, 186). Ziel ist es, aus den unterschiedlichen Informationen, Arztberichten, Entwicklungsberichten etc. schlussendlich ein ganzheitliches Bild des Kindes zu erhalten. Dabei ist nicht aus den Augen zu verlieren, dass diese Akteneinsicht nur einen Bruchteil der Realität des Kindes abbildet und darüber hinaus eine fremde Perspektive darstellt (Schäfer 2019, 403). Bei Kindern, die sich nicht verbalsprachlich ausdrücken, ist das Erfassen von biografischen Informationen von Bedeutung, um das Kind in seiner individuellen Entwicklung greifen zu können (Fornefeld et al. 2020, 94). Als beispielhafte Diagnostik können hier die ›Förderdiagnostik mit Kindern und Jugendlichen mit schwerster Beeinträchtigung‹ (Schäfer et al. 2022) genannt werden, die ›STEP-Diagnostik‹ (Passolt/ Pinter-Theiss 2006) sowie die ›Individuumszentrierte Diagnostik‹ (Eggert 2007). Setting und Übergangsobjekte Für das Setting empfehlen Fischer und Behrens (2014, 261) eine Einzelförderung, um den Ansprüchen des Personenkreises gerecht zu wer- Vielmehr kann die vermeintlich kleine Bewegung zu bedeutsamen Erlebnissen der Selbstwirksamkeit führen. [ 133 ] [ 133 ] Keil, Bahr • Das Potenzial von Psychomotorik für Kinder mit Komplexer Behinderung 3 | 2025 den und sicherzustellen, dass die Kommunikationsformen des Kindes korrekt gedeutet werden. Dennoch sollten soziale Erfahrungen in Form von Gruppenförderungen nicht ausgeschlossen werden. Die Beziehungsgestaltung zwischen psychomotorischer Fachkraft und Kind nimmt zu Beginn viel Raum ein und ist so nur in der Einzelförderung möglich (Hachmeister 2006, 159). Zusätzlich erscheint die Anwesenheit einer vertrauten Person des Kindes sinnvoll, um dessen Schutz zu gewährleisten. Diese erkennen die Signale des Kindes und können, wenn nötig, nach gemeinsamer Absprache eingreifen (Schäfer et al. 2022, 44). Auch das Einbeziehen von persönlichen Gegenständen, wie z. B. Kuscheltieren, können Kindern den Übergang in eine fremde Umgebung sowie den Zugang zu Stundeninhalten erleichtern (Kuhlenkamp / Schlesinger 2021, 83) Kommunikation Menschen mit Komplexer Behinderung sind darauf angewiesen, dass ihre Kommunikationsmöglichkeiten erkannt und richtig interpretiert werden. Dadurch entwickelt sich ein Gefühl der Sicherheit und Verlässlichkeit. Formen des Dialogs können daher nur entstehen, indem das Umfeld die basalen Signale des Personenkreises beantwortet (Sarimski 2019, 120 ff ). In diesem Fall kann das Spiegeln eine hilfreiche Methode sein, um einen basalen Dialog aufzubauen (ebd., 124 f ). Erhalten Menschen mit Komplexer Behinderung kein adäquates oder aber ein überstimulierendes Kontaktangebot, kann es zu sozialem Rückzug kommen, der von außen als Passivität wahrgenommen wird, ebenso zu einem starken Abwehr- und Ausweichverhalten (ebd., 129). Bestimmte Signale und Kommunikationsformen des Kindes sollten daher bereits während des Aufnahmegespräches abgefragt werden, um somit vor allem Zeichen der Überforderung und Ermüdung frühzeitig zu erkennen. Bei der Kommunikation mit Menschen mit Komplexer Behinderung geht es darum, sie in der aktiven Rolle als Gesprächspartner: in wahrzunehmen und dementsprechend Beziehung aufzubauen. Methoden der Unterstützten Kommunikation (UK) können hilfreiche Umsetzungsbeispiele für die Verständigung mit Menschen geben, die über geringe oder keine Lautsprache verfügen. Dies soll dazu dienen, dem Personenkreis einerseits Teilhabe zu ermöglichen und andererseits in Beziehung zu ihren Mitmenschen treten zu können (Bernasconi / Böing 2015, 162 ff ). Weit verbreitet sind Symbolsammlungen wie ›Metacom‹ und ›Picture Communication Symbols‹ (Goudarzi 2022, 26). Das Aufbereiten von Kommunikation durch Symbolsammlungen ist komplex und folgt bestimmten Regeln (Boenisch 2019, 372). Daher können sie im psychomotorischen Setting nur als unterstützendes Hilfsmittel gedacht werden. Symbolsammlungen können durch Hilfsmittel wie BIGmack erweitert werden. Durch das Betätigen der Taste erlebt das Kind eine unmittelbare Reaktion seiner Umwelt und es kann eine Dialoganbahnung entstehen (Goudarzi 2022, 24 f ). Boenisch (2019, 374) empfiehlt das Besprechen von zwei Tasten mit weiteren Wörtern wie »noch mal und stopp, noch mal und fertig oder mehr und fertig« in Verbindung mit Symbolkarten. Diese Wörter, die Boenisch (ebd., 367) als Kernvokabular bezeichnet, können auch während psychomotorischen Angeboten an Bedeutung gewinnen, da sie die Wiederholung oder den Abbruch einer Handlung einfordern. Boenisch (ebd., 363) empfiehlt, dass Botschaften, die unmittelbar mit dem Körper getätigt werden können, nicht zwingend durch Symbole ersetzt werden müssen, wie etwa Kopfnicken für Ja oder Nein. Gleiches gilt für Materialien, wenn sie in realer Form zur Verfügung stehen. Kommunikation, die sich auf Vergangenes, auf die Zukunft oder auf Gegenstände außerhalb des Raumes bezieht, ist für Menschen mit Komplexer Behinderung nur schwer nachvollziehbar (ebd., 366). Dialoge während der psychomotorischen Einheit sollten daher im Hier und Jetzt stattfinden und präsente Gegenstände miteinbeziehen. Eine beispielhafte Methode der Formen des Dialogs können nur entstehen, indem das Umfeld die basalen Signale des Personenkreises beantwortet. [ 134 ] 3 | 2025 Forum Psychomotorik Kommunikationsanbahnung mit Menschen mit Komplexer Behinderung ist die der Intensive Interaction (Reisenberger 2019, 132). Rituale Da Menschen mit Komplexer Behinderung in ihrem alltäglichen Leben in hohem Maße fremdbestimmt sind, benötigen sie intensive Begleitung bei Übergängen und es bedarf an Orientierungsmöglichkeiten. Rituale ermöglichen ihnen, sich auf den Ablauf einer bestimmten Situation einzustellen (Fath 2012, 193). Das Konzept der Basalen Stimulation nutzt wiederkehrende Berührung, um Beginn und Ende einer Maßnahme zu signalisieren. So wird durch Berührung (z. B. der Hand) eine klare Struktur geschaffen. Bienstein und Fröhlich (2021, 51) weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Berührungen niemals unangekündigt erfolgen sollten und einer verbalen Begleitung bedürfen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, im Blickfeld zu bleiben, um dem Personenkreis die Möglichkeit zu geben, das Geschehene zu verfolgen. So könnte der Einstieg / das Beenden einer psychomotorischen Stunde oder die Begrüßung bzw. Verabschiedung zwischen Psychomotoriker: in und Kind beispielsweise mit einer wiederkehrenden Berührung gestaltet werden (ebd.). Fath (2012, 194) nutzt die Methode des ›Körperaufweckens‹ als weiteren Bestandteil des Ankommens. Dabei werden, in verbaler Begleitung, einzelne Körperteile berührt und ausgestrichen. Begrüßungsrituale der Psychomotorik, wie Lieder oder Klangschalen, sind ebenfalls denkbar und können auch miteinander kombiniert werden. Manche Kinder mit Komplexer Behinderung reagieren jedoch schreckhaft auf laute, plötzlich einsetzende Geräusche oder Töne (Schäfer 2019, 419). Daher sollte bei akustischen Signalen oder Musik auf eine geringe Lautstärke geachtet werden. Musik stellt einen weiteren Reiz dar, der verarbeitet und eingeordnet werden muss. Das bewusste Einsetzen von Musik in Form von (Bewegungs-)Liedern und / oder Tänzen kann jedoch zur Erlebnisqualität der Angebote beitragen. Das Einbeziehen von Musik erscheint erst dann sinnvoll, wenn es eine gewisse Zweckmäßigkeit erfüllt und nicht automatisiert im Hintergrund läuft (Mayr 2012, 85). Zeit Für den Großteil der Kinder kann eine psychomotorische Stunde eine enorme physische und kognitive Anstrengung bedeuten. So kann beispielsweise das wiederholte Heben eines Armes schnell zur Ermüdung führen oder vorgegebenes Material reizüberflutend sein. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, ausreichend Zeit für die Durchführung aufzubringen und auf Verzögerungen vorbereitet zu sein. Schäfer et al. (2022, 44) weisen darauf hin, dass bei Anzeichen von Überforderung das Setting sowie die Inhalte der Stunde angepasst oder komplett abgebrochen werden müssen. Raum Aufgrund der reduzierten Aufmerksamkeitsspanne, der verlangsamten Informationsverarbeitung sowie der erschwerten Fähigkeit neue, fremde Situationen zu erfassen, sind Menschen mit Komplexer Behinderung darauf angewiesen, dass ihre Umgebung möglichst reizarm gestaltet ist und sie sich dennoch als ein Teil dieser wahrnehmen (Sarimski 2019, 129). Ein Raum, der klar strukturierte Angebote zulässt und möglichst neutral gestaltet ist, bietet eine gewisse Verlässlichkeit und hilft dabei, Vertrauen aufzubauen (Fröhlich 2014, 236). Die Architektur eines Raumes ist nicht veränderbar, dennoch bieten sich Möglichkeiten der Gestaltung. So verfügen Turnhallen in den meisten Fällen über Raumtrenner, die den Raum verkleinern können. Materialien können Begrenzungen aufzeigen oder aufheben. Flure u. v. m. können als zusätzliche Räume miteinbezogen werden (Köckenberger 2023, 100). Ein barrierefreier Zugang zu Räumlichkeiten gilt unbedingt als Voraussetzung (Kuhlenkamp 2022, 150). Da Menschen mit Komplexer Behinderung oftmals Das bewusste Einsetzen von Musik kann zur Erlebnisqualität der Angebote beitragen. [ 135 ] [ 135 ] Keil, Bahr • Das Potenzial von Psychomotorik für Kinder mit Komplexer Behinderung 3 | 2025 schneller dazu neigen zu frieren (Mayr 2012, 83), sollte auf eine angemessene Beheizung der Räumlichkeiten geachtet werden. Material Materialien mit unterschiedlichen Strukturen bieten diverse taktile Informationen und erweisen sich in der Arbeit mit Kindern als nützlich, da sie zum Erschließen des eigenen Körperbildes sowie der Umwelt hilfreich sind. Materialerfahrung gehört zu den Inhaltsbereichen der Psychomotorik und verfolgt das Ziel der Exploration, des kreativen Gestaltens und Ausprobierens. Hilfreich ist es, wenn Material speichelfest und abwaschbar ist. Es sollte jedoch in jedem Fall groß genug sein, damit ein Verschlucken verhindert wird (Kuhlenkamp 2022, 153 f ). Heterogene Gruppen, wie dies auch der genannte Personenkreis ist, benötigen eine Auswahl an unterschiedlichen Hilfsmitteln, die den Zugang zu einem Thema erleichtern können. Das elektronische Rollbrett wurde für Kinder mit motorischer und kognitiver Beeinträchtigung konzipiert. Über eine Taste (ähnlich wie BIGmack) setzt sich das Rollbrett in Bewegung. Sie lässt sich dabei variabel an verschiedenen Standorten befestigen (z. B. Handhöhe, Kopfnähe) und sich somit an die Bewegungsmöglichkeiten des Kindes anpassen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, weitere elektronische Geräte, wie z. B. einen Musikrekorder, an das Rollbrett anzuschließen, woraufhin das Betätigen der Taste nicht nur das Fortbewegen des Rollbretts auslöst, sondern auch das Abspielen des Rekorders. Es entsteht dadurch eine direkte Reaktion auf die eigene Handlung. Durch die Vorbereitung unterschiedlicher Routen können Kinder selbstständig den Weg zu unterschiedlichen Zielen auswählen (Medwenitsch / Reuther-Strauss 2019, 296). Das Fortbewegen durch das eigenständige Betätigen der Tasten bietet im Hinblick auf Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit einen merklichen Vorteil. Basale Aktionsgeschichten sind Mitmachgeschichten, welche an das Konzept der basalen Stimulation anknüpfen. Konkrete Bildungsinhalte für unterschiedliche Leistungsniveaus werden erfahrbar gemacht, indem möglichst viele Angebote zur Annäherung eröffnet werden, die sich an den Bedürfnissen des Kindes orientieren (Goudarzi 2022, 12). In der psychomotorischen Arbeit können sie im Zusammenhang von Bewegungsgeschichten eingesetzt und erweitert werden. Lagerung Das Erschließen einer neuen (Lage-)Position über den eigenen Körper bietet sich bei Kindern mit Komplexer Behinderung an, die in ihrem Alltag größtenteils liegend oder sitzend im Rollstuhl verbringen. Das gelegentliche Herausheben aus dem Rollstuhl ermöglicht neue Erfahrungen der Körper- und Raumlagewahrnehmung (Hachmeister 2006, 110). Transfers oder Lagerungen sind jedoch nur dann erforderlich, wenn dem Kind dadurch die Möglichkeit eigenaktiven Handelns (ebd.) sowie die Vermittlung neuer Körperinformationen geboten wird (Bienstein / Fröhlich 2021, 105). Um solche Positionierungen vorzunehmen, sollte die psychomotorische Fachkraft Expert: in der Behinderung oder des Krankheitsbildes sein, um riskante Bewegungsmuster zu vermeiden (Hachmeister 2006, 105). Anschauliche Erklärungen dazu bei Medwentisch und Reuther-Strauss (2013). Methodenform Die Ausgestaltung der psychomotorischen Stunde wird mithilfe verschiedener Methoden geformt. Für Kinder mit Komplexer Behinderung bieten sich dabei unterschiedliche Möglichkeiten für Selbstwirksamkeits- und Selbstbestimmungserfahrungen an. Bewegungsgeschichten animieren Kinder im Rahmen einer Erzählung zu Bewegung und Rollenspiel (Köckenberger 2023, 39) und bieten Kindern mit Komplexer Behinderung einen direkten Zugang zu inhaltlichen Themen, die ihren Interessen entsprechen. Oftmals wird aufgrund der Diskrepanz zwischen Entwicklungs- und tat- Bewegungsgeschichten bieten einen direkten Zugang zu inhaltlichen Themen, die ihren Interessen entsprechen. [ 136 ] 3 | 2025 Forum Psychomotorik sächlichem Alter eher auf kleinkindorientierte Literatur oder Angebote zurückgegriffen, die jedoch dem Erfahrungsschatz des Kindes nicht mehr angemessen sind. Bei der Umsetzung sollte aufgrund der geringen Aufmerksamkeitsspanne auf ausufernde, sehr komplexe Erzählungen verzichtet werden (Goudarzi 2022, 9). Vertraute Bereiche aus dem Alltagsleben der Kinder in Bewegungsgeschichten zu involvieren, kann den Zugang erleichtern (Mayr 2012, 84). Materialien wie BIGmack und / oder Symbolkarten unterstützen den Zugang zu Geschichten und beziehen das Kind ein. Basale Aktionsgeschichten können bei der Umsetzung von Bewegungsgeschichten für Kinder mit Komplexer Behinderung eine Orientierung und die Möglichkeit geben, sich aktiv miteinzubringen. Das Darlegen von Bewegungsaufgaben (offen gelenkte Situation), die das Lösen von Problemstellungen als Ziel verfolgen (Köckenberger 2023, 40), kann in veränderter, niedrigschwelligeren Form zum Einsatz kommen. Dabei müssen unbedingt die Lösungsmöglichkeiten der Kinder sinnvoll eingeschätzt werden, da sehr komplexe Aufgaben zu Frust und negativer Selbsteinschätzung führen (Behrens / Fischer 2014, 262). Daher erscheint das Anbieten von Bewegungsaufgaben erst nach einer eingehenden Kennenlernphase zwischen Psychomotoriker: in und Kind sinnvoll. Bewegungsaufgaben, die dem Kind eine direkte Reaktion auf das eigene Handeln vermitteln (im Sinne eines Ursache-Wirkung-Erlebens), sind vor allem im Hinblick auf das Selbstwirksamkeitserleben förderlich. Eine indirekt gelenkte Situation in Form eines Stationsbetriebs setzt eine gewisse Entscheidungsfähigkeit der Kinder voraus. Sie dürfen dabei meist bestimmen, in welcher Reihenfolge sie Stationen ausführen oder einzelne Stationen frei wählen (Köckenberger 2023, 40). In einem von Fremdbestimmung geprägten Leben plötzlich mehrere Auswahlmöglichkeiten zu haben und diese auch als solche zu erkennen, kann manche Kinder mit Komplexer Behinderung überfordern (Reisenberger 2019, 355). Daher scheint die Auswahl an minimierten, klar strukturierten Angeboten eine Umsetzungsmöglichkeit für den Stationsbetrieb. Die Anzahl der Stationsangebote richtet sich nach den individuellen Fähigkeiten des Kindes. Auf eine Überschreitung von drei Stationen sollte jedoch in Anbetracht der reduzierten Aufnahmefähigkeit des Personenkreises verzichtet werden. Ähnlich kann der Bewegungsraum (halboffene Situation) eingesetzt werden, der durch einen vorstrukturierten Raum und / oder diverse Materialangebote gekennzeichnet ist. Gleiches gilt für das Freispiel (offene Situation), dass wenige Vorgaben der psychomotorischen Fachkraft beinhaltet. Durch das Anreichen verschiedener Materialen können Interessen und Vorlieben erkannt und für weitere Überlegungen mit einbezogen werden. Es entsteht dabei ein Setting, das keine Fremdbestimmung beinhaltet und das Kind selbstbestimmt eigene Interessen verfolgen kann (Köckenberger 2023, 40 f ). Auch hier gilt eine begrenzte Auswahl an Materialien, die zwar Aufforderungscharakter besitzen, jedoch eine Überforderung minimieren. Weiterhin bietet die psychomotorische Fachkraft bei Kindern mit Komplexer Behinderung verstärkte Anregung und Begleitung an. Fazit und Ausblick Menschen mit Komplexer Behinderung, die geringe gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten, standen im Mittelpunkt dieses Beitrags. Um ihnen Selbstbestimmungs- und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu eröffnen, wurden psychomotorische Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt, die Kinder mit Komplexer Behinderung ganzheitlich betrachten und nicht nur auf die »Geschichte einer Krankheit« (Jantzen / Lanwer 2012, 3) reduzieren. Der Anspruch, das Kind mit seinen Interessen und Bedürfnissen wahrzunehmen, kommt vor allem dann zum Tragen, wenn Kinder diese Bedürfnisse aufgrund von körperlicher und / oder kognitiver Beeinträchtigung nicht augenscheinlich vermitteln können. Materialien unterstützen den Zugang zu Geschichten und beziehen das Kind ein. [ 137 ] [ 137 ] Keil, Bahr • Das Potenzial von Psychomotorik für Kinder mit Komplexer Behinderung 3 | 2025 In der psychomotorischen Arbeit mit Menschen mit Komplexer Behinderung bedarf es einer Reflexion der eigenen Person, des eigenen Systems, der eigenen Haltung und der Beziehungsgestaltung im Sinne einer ableismkritischen Perspektive (Giese 2023, 190 f ). Angrenzende Abhandlungen müssen sich daher tiefergehend mit einer psychomotorischen Praxis beschäftigen, die Ein- und Ausschlussmechanismen berücksichtigt. In der Begegnung mit dem Personenkreis müssen persönliche Grenzwahrung des Kindes und Konzepte der Gewaltprävention unbedingt Teil der psychomotorischen Arbeit sein. Eine eingehende Diagnostik, die das Kind in seiner Gänze sowie seine Kommunikationsformen erfasst, ist dabei der erste Schritt. Die genannten Arbeitshilfen können den Pool der psychomotorischen Möglichkeiten erweitern, ohne jedoch das Ziel zu verfolgen, als absolutes Muss zu gelten. Literatur Behrens, M. 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Hofmann, Schorndorf, 24-33 Die Schriftleitung und der Verlag freuen sich über Ihr Feedback zu diesem Artikel unter journals@reinhardt-verlag.de Die Autorinnen Anna Keil M. A. Rehabilitationswissenschaftlerin, Fachkraft für Psychomotorik (dakp) anna.keil-3@hotmail.de Dr.in Stephanie Bahr M. A. Sportwissenschaftlerin und Motologin, akademische Rätin an der Universität zu Köln am Arbeitsbereich Bewegungsentwicklung und Psychomotorik. Forschungsschwerpunkt Bewegung und Psychomotorik im Übergang Kita und Schule, Frühförderung als Brückeninstitution Anschrift Dr.in Stephanie Bahr Universität zu Köln Arbeitsbereich Bewegungsentwicklung und Psychomotorik Frangenheimstr. 4 D-50931 Köln sbahr1@uni-koeln.de Information und Anmeldung: ZAPPA • Professor-Neu-Allee 6 • 53225 Bonn Fon 0228 - 479 76 13 • info@zappa-bonn.de www.zappa-bonn.de Zentrum für Aus- und Fortbildung in Psychomotorischer Praxis Aucouturier Nächstes Grundlagenseminar Psychomotorische Praxis Aucouturier - Oktober 2025 in Frankfurt am Main, 8 Wochenendseminare - Frühjahr 2026 in Plüderhausen bei Stuttgart Spielraum für Bewegung - Einführung in die Psychomotorische Praxis Aucouturier im pädagogischpräventiven Bereich (Alternativtermine! ! ) 24.-25.10.2025, Stefan Cohn, Biberach / Riß Beweg-Gründe - Einführung in die Psychomotorische Praxis Aucouturier in Prävention und Therapie 29.-31.08.2025 Marion Esser, Bonn - Anzeige -
