Motorik
7
0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mot2026.art05d
7_049_2026_1/7_049_2026_1.pdf11
2026
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Fachbeitrag: Effekte von Bewegungsprogrammen im Kindergarten
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2026
Lukas Sonnet
Andrea Dincher
Diese Studie untersucht, ob ein spezifisches Bewegungsprogramm im Kindergarten einen Effekt auf die motorischen Basiskompetenzen (MOBAK) erzielen kann. Insgesamt 63 Kinder aus einem randomisiert ausgewählt deutschen Kindergarten (5.17±0.61 Jahre, 32 m) wurden entsprechend eines gestaffelten Crossover-Designs in vier Gruppen aufgeteilt und über einen Zeitraum von 12 Wochen mit 3 Messzeitpunkten beobachtet. Zwei verschiedene Bewegungsaufgaben (Turnen & Ballsport) wurden verwendet, die Dokumentation erfolgte mit dem MOBAK-KG im Kindergarten. Es wurden signifikante Entwicklungen der MOBAK (p < .001) unabhängig der Bewegungsmethode festgestellt. Ein positiver Effekt konnte somit nachgewiesen werden.
7_049_2026_1_0006
Zusammenfassung / Abstract Diese Studie untersucht, ob ein spezifisches Bewegungsprogramm im Kindergarten einen Effekt auf die motorischen Basiskompetenzen (MOBAK) erzielen kann. Insgesamt 63 Kinder aus einem randomisiert ausgewählt deutschen Kindergarten (5.17±0.61 Jahre; 32 m) wurden entsprechend eines gestaffelten Crossover-Designs in vier Gruppen aufgeteilt und über einen Zeitraum von 12 Wochen mit 3 Messzeitpunkten beobachtet. Zwei verschiedene Bewegungsaufgaben (Turnen & Ballsport) wurden verwendet, die Dokumentation erfolgte mit dem MOBAK-KG im Kindergarten. Es wurden signifikante Entwicklungen der MOBAK (p < .001) unabhängig der Bewegungsmethode festgestellt. Ein positiver Effekt konnte somit nachgewiesen werden. Schlüsselbegriffe: Kindergarten, motorische Basiskompetenzen, MOBAK, Crossover-Design, Bewegungserziehung, Trainingsintervention Effects of exercise programs in kindergarten This study aims to evaluate whether a specific movement intervention in kindergarten can influence basic motor competencies (MOBAK). A total of 63 participants (5.17±0.61 years old; 32 m) from a randomly selected German kindergarten were divided into four groups in a staggered crossover design and tested over a duration of 12 weeks with 3 measurement points. Two different movement methods (Gymnastics & Ball sports) were used, the measurements were carried out using the MOBAK-KG (Basic motor competencies in kindergarten). The results showed significant improvements in MOBAK (p < .001). A positive effect of the intervention on MOBAK could thus be found. Keywords: kindergarten, basic motor competencies, MOBAK, Crossover-Design, movement education, training intervention [ 24 ] 1| 2026 motorik, 49. Jg., 24-33, DOI 10.2378 / mot2026.art05d © Ernst Reinhardt Verlag [ FACHBEITRAG ] Effekte von Bewegungsprogrammen im Kindergarten Eine Untersuchung motorischer Basiskompetenzen Lukas Sonnet, Andrea Dincher für die motorische Entwicklung (Birnbaum et al. 2016, 1) oder als »golden years of motor skill development« (Lubans et al. 2012, 2) bezeichnet. Laut Schwarz (2014, 9) profitieren Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren am meisten von Bewegung. Dies ist besonders wichtig in Anbetracht der Tatsache, dass eine spätere Kompensation schwierig sei (Živčić et al. 2008, 42). So beeinflussen MOBAK nicht nur die Entwicklung, sondern agieren als auch Fundament für einen aktiven Lebensstil (Herrmann et al. 2020; Lubans et al. 2012; Wälti et al. 2023; Wang et al. 2022). Aus diesem Grund gelten »als zentrale Lernziele des Unterrichts im Kindergarten und Primarschule … die curricular verankerten [MOBAK], die Kindern eine aktive Teilhabe an der Sport- und Bewegungskultur ermöglichen« (Herrmann et al. 2020, 3). Der Begriff »Unterricht« wird hier im Sinne von strukturierten pädagogischen Angeboten verstanden. Was sind nun MOBAK? »Motorische Kompetenzen, die mindestens nötig sind, um Kindern die Teilhabe an der Sport- und Bewegungskultur zu ermöglichen, werden als [MOBAK] bezeichnet (Herrmann / Gerlach / Seelig 2016). Beispielsweise kann ein Kind nur dann aktiv an Ballspielen teilnehmen, wenn es ausreichend sicher mit Bällen umgehen kann (z. B. Werfen, Dribbeln). Des Weiteren bilden [MOBAK] die Grundlage für die Entwicklung höherer Kompetenzniveaus und Bewegung ist wichtig für die gesamte Entwicklung der Kinder. Hierbei wird das Alter von ungefähr drei bis sechs Jahren als kritischer Zeitraum [ 25 ] Sonnet, Dincher • Effekte von Bewegungsprogrammen im Kindergarten 1| 2026 sportspezifischen Fertigkeiten (z. B. Schlagwurf im Handball), wie sie in spezifischen, vornehmlich außerschulischen sportlichen Handlungsfeldern benötigt werden (Clark/ Metcalfe [sic] 2002). Im Vergleich zu motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten beziehen sich [MOBAK] auf die funktionale Bewältigung motorischer Aufgaben (z. B. Zielwerfen)« (Herrmann / Seelig 2018, 1). Zusätzlich ist die Effektivität verschiedener Ansätze zur Förderung motorischer Kompetenzen umstritten. So zeigen Wälti und Kolleg: innen (2023, 2 f ), dass ein größerer Umfang des regulären Sportunterrichts nicht automatisch mit Verbesserungen der MOBAK einhergeht. Im Gegensatz berichten Birnbaum und Kolleg: innen (2016) von positiven Effekten eines gezielten Kindergartenprogramms (ToyBox-Intervention). Lubans und Kolleg: innen (2012, 2) schreiben, dass das Schulumfeld ein ideales Setting ist, um eine Intervention durchzuführen. Birnbaum und Kolleg: innen interpretieren dies so, dass auch der Kindergarten ein ideales Setting ist, um ein solches Projekt durchzuführen (2016, 1). Unter Berücksichtigung all dieser Elemente kam dieses Konzept im Rahmen einer Bachelorarbeit (Sonnet 2024) zustande: Ein Kindergarten-basiertes, mehrgruppiges Bewegungsangebot, wobei sich Datenerhebungen und Interventionen über insgesamt 3 Monate erstreckten. Die angebotenen Inhalte sind im Sinne der Bedeutungsdimensionen von Bewegung (Fischer 2016) als Lerngelegenheiten zu verstehen, in welchen Bewegungen erprobt und erfahren werden können. Hierbei wollen wir die Fragen beantworten: Verbessert ein Bewegungsprogramm die MOBAK der Kinder? Gibt es Unterschiede zwischen den Bewegungsangeboten? Methodik Studienziel Ziel dieser Studie ist die Evaluation und der Vergleich von zwei Bewegungsprogrammen, und zwar ein turnorientiertes und ein ballsportorientiertes Stundenprogramm, in Bezug auf die MO- BAK von vierbis sechsjährigen Kindergartenkindern. H1a: Wenn Kindergartenkinder über vier Wochen hinweg zweimal wöchentlich eine 45-minütige Bewegungsintervention (entweder Ball- oder Turnprogramm) absolvieren, verändern sich die MOBAK, gemessen durch den MOBAK- KG über die Zeit. H1b: Die Veränderungen der MOBAK über die Zeit unterscheiden sich je nach Bewegungsintervention (Turnvs. Ballprogramm). Studiendesign Bei dem Design dieser Studie handelt es sich um ein gestaffeltes Crossover-Design mit vier verschiedenen Gruppen in einem randomisiert ausgewählten Kindergarten (ohne Zusatzzertifizierung wie z. B. Sportkindergarten). Diese vier Gruppen wurden über einen Zeitraum von 12 Wochen, beginnend im September 2023, mit drei Messzeitpunkten (MZP) getestet, um quantitative Daten zu erhalten. Die Spätgruppen (T2 & B2) agierten als Kontrollgruppen (KG) in der ersten Hälfte der Untersuchung, während Gruppe T1 mit dem Hauptverfahren, einem Turnprogramm, und Gruppe B1 mit dem Nebenverfahren, einem Ball- und Staffelspielprogramm basierend auf Spielvorschlägen des Deutschen Fußball-Bundes, Bewegungserfahrungen sammeln konnten. In der zweiten Hälfte der Untersuchung nahm Gruppe T2 am Haupt- und Gruppe B2 am Nebenverfahren teil, während die Frühgruppen T1 & B1 keine weiteren Interventionen erfuhren. Somit lief die Datenerhebung über 3 Monate insgesamt, wovon jeweils 2 x 4 Wochen Intervention erfolgten. Die Intervention erfolgte, ähnlich wie andere Studien (Birnbaum et al. 2016; Pranoto et al. 2021), zweimal wöchentlich mit einer Dauer von jeweils 45 Minuten. Dies resultierte in genau acht Bewegungseinheiten pro Gruppe. Aufgrund von Personal- und Raumkapazitäten des Kindergartens wurden sämtliche Gruppen halbiert. Die aufgeteilten Gruppen führten die Übungen mit demselben Schema und aufeinanderfolgend durch. Die Zuteilung zu den Gruppen erfolgte teilweise randomisiert. Die acht bestehenden Gruppen des Kindergartens blieben unverändert und wurden den acht Gruppen der Studie zufällig zugewiesen. [ 26 ] 1| 2026 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis Tab. 1 : Statistischer Versuchsplan, MZP = Messzeitpunkt, KG = Kontrollgruppe Gruppe Prä-Test MZP1 Intervention Test MZP2 Intervention Test MZP3 T1 Turnprogramm KG B1 Ballsportprogramm KG T2 KG Turnprogramm B2 KG Ballsportprogramm Tab. 2: Population der Stichprobe; M±SD = Mittelwert ± Standardabweichung N Alter M±SD Geschlecht Gesamt 63 5.17 ± 0.61 32 m, 31w Nach Ausschluss (4+ Fehltermine & fehlende Testungen) 40 5.20 ± 0.57 20 m, 20w T1 13 4.92 ± 0.50 5 m, 8w B1 8 5.29 ± 0.63 5 m, 3w T2 11 5.51 ± 0.51 6 m, 5w B2 8 5.14 ± 0.54 4 m, 4w Population Teilnahmeberechtigt an dieser Studie sind Kinder des ausgewählten Kindergartens, welche die folgenden drei Kriterien erfüllen: (1) Sie müssen sich im Alter von vier bis sechs Jahren befinden, (2) die schriftliche Erlaubnis der Erziehungsberechtigten besitzen und (3) gesund sein. Es gibt keine Einschränkungen in Bezug auf das Geschlecht, die ethnische Zugehörigkeit oder den sozioökonomischen Status der Kinder. Die vollständige Untersuchungsgruppe besteht aus 63 Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren (M = 5.17; SD = 0.61). Nachdem Kinder mit vier oder mehr Fehlterminen (n = 10) und Kinder, welche nicht an den Sportstunden teilnehmen konnten (n = 2) ausgeschlossen wurden, blieben 51 Datensätze für die Datenauswertung übrig (Alter: M = 5.15; SD = 0.59). Ausfälle traten vor allem aufgrund von Familienurlaub, Krankheiten, Verletzungen oder sonstigen Verweigerungen auf, sodass die Kinder nicht an den jeweiligen Testungen oder Bewegungseinheiten teilnehmen konnten. Da für die Varianzanalyse nur vollständige Datensätze mit allen drei MZP verwendet können, reduzierte sich die Stichprobe auf n = 40 Kinder (Alter: M = 5.20; SD = 0.57; 20 m; siehe Tab. 2). Datenerhebung Die Datenerhebung erfolgt mittels des MOBAK- KG Testmanuals. Infolgedessen werden von der Versuchsleitung vor jeder Datenaufnahme die Bewegung demonstriert sowie verbale Anweisungen gegeben. Die acht Stationen des MO- BAK-KG (Werfen, Fangen, Prellen, Dribbeln, Balancieren, Rollen, Springen & Laufen) werden standardisiert durchgeführt. Diese 8 Disziplinen werden in zwei Teilbereiche aufgeteilt: Etwas-Bewegen und Sich-Bewegen. Hierbei repräsentieren die ersten vier Disziplinen (Werfen, Fangen, Prellen & Dribbeln) den Bereich Etwas- Bewegen mit Fokus auf die Bewegung eines Ge- [ 27 ] [ 27 ] Sonnet, Dincher • Effekte von Bewegungsprogrammen im Kindergarten 1| 2026 genstandes. Sich-Bewegen mit den letzten vier Disziplinen ist auf das Bewegen des eigenen Körpers fokussiert. Die Bewertung erfolgt anhand der Kriterien des Beurteilungsbogens: Die ersten beiden Übungen, Werfen & Fangen, besitzen ihr eigenes Punkteschema im Testmanual, welches die Anzahl der erfolgreichen Würfe / des erfolgreichen Fangens (jeweils sechs Bälle) in eine Punktzahl von null bis zwei Punkten konvertiert. Die letzteren sechs Übungen werden zweifach durchgeführt. Dem Manual entsprechende Bewegungskriterien werden mit einem Punkt bewertet, Abweichungen erhalten null Punkte. Somit kann eine Maximalpunktzahl von 16 Punkten und eine Minimalpunktzahl von null Punkten in diesem Test erreicht werden. Nach Herrmann et al. (2020, 4) spiegelt die erreichte Punktzahl die MOBAK der Teilnehmer: innen differenziert wider. Statistik Zur Überprüfung der Hypothese wurde eine dreifaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) mit Messwiederholung auf einem Faktor (drei MZP) durchgeführt. Als Zwischensubjektfaktoren wurden die Bewegungsart (Ballvs. Turnprogramm) sowie der Zeitpunkt der Intervention (Früh vs. Spät) eingebunden. Bei signifikanten Haupteffekten oder Interaktionen wurden einfache paarweise Mittelwertvergleiche (Post-hoc-Tests) durchgeführt. Es erfolgte für alle Post-hoc-Tests eine Bonferroni- Korrektur. Das Signifikanzniveau wurde auf α = 0.05 festgelegt. Alle Analysen wurden mittels der Software SPSS (Version 28.0.1.1) durchgeführt. Ergebnisse Die Voraussetzung der Sphärizität wurde durch den Mauchly-Test nicht verletzt (W = .978; p = .683). Auch die Voraussetzung der Varianzhomogenität wurde für alle Gruppen durch den Levene-Test nicht verletzt (alle p > .05). Eine dreifaktorielle ANOVA zeigt einen signifikanten Haupteffekt der Zeit (F (2,72) = 22.84, p < .001, η²p = .388). Darüber hinaus zeigte sich eine signifikante Zeit x Zeitpunkt Interaktion (F (2,72) = 9.69, p < .001, η²p = .212). Jedoch ergaben sich keine signifikanten Interaktionen zwischen Zeit x Bewegungsart (F (2,72) = 0.16, p = .853, η²p = .004) sowie Zeit x Zeitpunkt x Bewegungsart (F (2,72) = 0.06, p = .941, η²p = .002). Post-hoc-Tests Zur weiteren Differenzierung wurden paarweise Mittelwertvergleiche mit Bonferroni-Korrektur durchgeführt. Dabei zeigte sich zwischen MZP 1 und MZP 2 (p = .002), MZP 2 und MZP 3 (p = .008), sowie zwischen MZP 1 und MZP 3 (p < .001) ein signifikanter Unterschied (siehe Tab. 4). Tab. 3: Haupt- und Interaktionseffekte der dreifaktoriellen ANOVA F p η²p Zeit F (2,72) = 22.84 < .001 *** .388 Zeit x Zeitpunkt F (2,72) = 9.69 < .001 *** .212 Zeit x Bewegungsart F (2,72) = 0.16 .853 .004 Zeit x Zeitpunkt x Bewegungsart F (2,72) = 0.06 .941 .002 Tab. 4: Post-hoc: Veränderung über die Zeit p-Wert MZP 1 vs. MZP 2 .002 ** MZP 2 vs. MZP 3 .008 ** MZP 1 vs. MZP 3 < .001 *** [ 28 ] 1| 2026 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis Des Weiteren zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den Zeitpunkten der Intervention (Früh vs. Spät) zu MZP 1 (p = .031) sowie zu MZP 3 (p = .015). Keine signifikanten Unterschiede lagen zu MZP 2 vor (p = .953; siehe Tab. 5). Ferner zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den MZP innerhalb der Interventionszeitpunkte (Früh vs. Spät). In der Frühgruppe wurden signifikante Unterschiede zwischen MZP 1 und MZP 2 (p < .001) sowie zwischen MZP 1 und MZP 3 (p = .001) festgestellt. Zwischen MZP 2 und MZP 3 konnten keine signifikanten Unterschiede identifiziert werden (p = 1.000). In der Spätgruppe konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen MZP 1 und MZP 2 beobachtet werden (p = 1.000). Jedoch lagen zwischen MZP 1 und MZP 3 sowie zwischen MZP 2 und MZP 3 signifikante Unterschiede vor (p < .001; siehe Tab. 6). Weitere Daten Eine Übersicht der Deskriptiven Statistik (M, SD, n) für alle Gruppen und MZP ist in Tab. 7, Abb. 1 und Abb. 2 dargestellt. Eine Häufigkeitsverteilung der Einzelergebnisse (0 / 1 / 2 Punkte) getrennt nach Früh- und Spätgruppe und MZP zeigt, dass zu Studienbeginn die Spätgruppe einen höheren Anteil maximaler Einzelergebnisse (41.4 % vs. 27.4 %) hat. Diskussion Interpretation Diese Studie versuchte, den Effekt von zwei Bewegungsprogrammen mit jeweils acht Einheiten auf die MOBAK von vierbis sechsjährigen Kindern zu untersuchen. Hierbei sollte überprüft werden, ob die Interventionen die MOBAK der Kinder stärker verändert als die der KG. Tab. 5: Post-hoc: Gruppenunterschiede nach MZP Messzeitpunkt (MZP) Früh vs. Spät MZP 1 .031 * MZP 2 .953 MZP 3 .015 * Tab. 6: Post-hoc: Veränderung über die Zeit innerhalb der Gruppen Gruppe MZP 1 vs. MZP 2 MZP 2 vs. MZP 3 MZP 1 vs. MZP 3 Früh < .001 *** 1.000 .001 *** Spät 1.000 < .001 *** < .001 *** Tab. 7: Deskriptive Statistik der vier Gruppen Gruppe (n) M±SD MZP 1 MZP 2 MZP 3 T1 (13) 5.69 ± 3.25 8.23 ± 3.39 7.69 ± 4.21 B1 (8) 6.88 ± 3.64 9.38 ± 4.81 9.13 ± 5.08 T2 (11) 9.09 ± 3.73 9.00 ± 3.55 11.64 ± 2.91 B2 (8) 8.38 ± 2.77 8.75 ± 3.28 11.50 ± 2.67 [ 29 ] [ 29 ] Sonnet, Dincher • Effekte von Bewegungsprogrammen im Kindergarten 1| 2026 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 Turngruppe 1 (T1) Ballgruppe 1 (B1) Turngruppe 2 (T2) Ballgruppe 2 (B2) Durchschnittliche Punktzahl Verlauf der durchschnittlichen Mittelwerte und Standardabweichung nach Gruppen MZP1 MZP2 MZP3 *** * ** * *** ** ** ** Turngruppe 1 (T1) Ballgruppe 1 (B1) Turngruppe 2 (T2) Ballgruppe 2 (B2) 0 2 4 6 8 10 12 14 1 2 3 Durchschnittliche Gesamtpunktzahl im MOBAK-KG Messzeitpunkt (MZP) Punktzahlverlauf der vier Gruppen über alle 3 MZP (Linien dienen der Orientierung) Intervention T1 & B1 Intervention T2 & B2 Abb. 1: Veränderung der Gesamtpunktzahl aller vier Gruppen über alle drei Messzeitpunkte Abb. 2: Verlauf der durchschnittlichen Mittelwerte und Standardabweichung nach Gruppen [ 30 ] 1| 2026 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis Ein signifikanter Haupteffekt der Zeit wurde beobachtet. Die Post-hoc-Tests zeigen einen gleichmäßigen Verlauf über die Studie. Weitere Studien wie Kobel und Kolleg: innen (2020, 2) sowie Timmons und Kolleg: innen (2012, 773) zeigen ebenfalls eine positive Entwicklung der MO- BAK aufgrund eines Interventionsprogrammes. Die Ergebnisse sind somit konkordant mit bestehender Literatur. Unsere H1a wird akzeptiert. Keine signifikante Interaktion wurde zwischen Zeit und Bewegungsart bzw. den Inhalt der Intervention gefunden. Demnach kann keine Aussage über den Unterschied beider Interventionsformen gemacht werden. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Form der Intervention nur eine geringe Rolle spielt und der Effekt vielmehr dadurch ausgelöst wird, dass sich Kinder aktiv bewegen und entfalten können. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass Kinder aufgrund des höheren Medienkonsums (Lan / Guo 2021; Paulus et al. 2024) weniger Bewegung im häuslichen Umfeld haben und eine Intervention im Kindergarten diesen Mangel teilweise ausgleicht. Dementsprechend wird H1b der Studie abgelehnt. Eine signifikante Interaktion wurde zwischen Zeit und Zeitpunkt der Intervention (Früh vs. Spät) gefunden. Post-hoc-Analysen zeigen, dass sich die Frühgruppe zwischen MZP 1 und 2 signifikant verbessert, dies hingegen bei der Spätgruppe erst zwischen MZP 2 und 3 der Fall ist. Dieser differenzierte Verlauf spiegelt das gewählte Studiendesign wider. Keine dreifache Interaktion mit der Bewegungsart konnte im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt festgestellt werden. Obwohl Birnbaum und Kolleg: innen (2016, 1) sowie Lubans und Kolleg: innen (2012, 2) betonen, dass das Kindergartenalter ein wichtiger Zeitraum für die Entwicklung der Kinder ist und somit eine natürliche Verbesserung der MO- BAK in diesem kritischen Zeitraum zu erwarten wäre, sind keine signifikanten Test- oder Reifungseffekte für die hier gemessenen Kompetenzen in den Analysen zu finden. Aus diesem Grund werden biologisch-phylogenetisch bedingte Reifungsprozesse und Testeffekte nicht als Haupteinfluss auf die Punktzahl in dieser Studie gewertet. Dies bedeutet nicht, dass keine Reifung stattfand, sondern lediglich, dass sie im Rahmen dieses Tests keine messbare Wirkung hatte. Zusammengefasst wird H1a dieser Studie akzeptiert, während H1b abgelehnt wird. Das Interventionsprogramm führt zu einem signifikanten Effekt auf die MOBAK der teilnehmenden Kindergartenkinder, wobei sich dieser Effekt je nach Interventionszeitpunkt unterscheidet. Limitationen Diese Studie weist einige Limitationen auf: Jede Bewegungseinheit und jede Testung wurde von derselben Versuchsleitung durchgeführt. Jedoch musste während der Bewegungseinheiten eine pädagogische Fachkraft zur Unterstützung und vor allem Aufsichtspflicht herbeigezogen werden. Diesen Fachkräften wurde jedoch keine explizite Aufgabe zugewiesen. Somit kristallisierte sich heraus, dass manche Fachkräfte aktiv teilgenommen und unterforderten Kindern zusätzliche Herausforderungen gestellt haben, während andere Fachkräfte 45 Minuten lang unbeteiligt auf einer Bank saßen. Dass dies die Partizipation der Kinder beeinflussen kann, wird durch mehrere Studien aufgezeigt (Patrick et al. 2000; Skaalvik/ Skaalvik 2014). Diese Studie weist zwar ein optimales Geschlechterverhältnis (20 m; 20w) auf, jedoch stellt die geringe Stichprobengröße (n = 40) eine Herausforderung dar, vor allem aufgrund der Aufteilung in vier Gruppen, und vermindert somit die Aussagekraft der Ergebnisse. Der hohe Drop-Out (36 %) dieser Studie stellt eine Limitation dar, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die ausgeschiedenen Kinder sich systematisch von den verbliebenden unterscheiden. So scheiden Kinder mit normalgewichtigen oder adipösen Eltern wahrscheinlicher aus (Hassan et al. 2022), was die Übertragbarkeit auf die Gesamtpopulation einschränkt. Das Interventionsprogramm verbesserte die motorischen Basiskompetenzen der Kinder. [ 31 ] [ 31 ] Sonnet, Dincher • Effekte von Bewegungsprogrammen im Kindergarten 1| 2026 Des Weiteren ist diese Studie auf das Umfeld Ensdorf / Saar mit den dortigen Vereinen und Bewegungsmöglichkeiten beschränkt. Unterschiede in den Ergebnissen in einem Umfeld mit höherem sozioökonomischem Status sind ebenfalls nicht auszuschließen. Die Interventionsdauer dieser Studie betrug vier Wochen (zweimal wöchentlich 45 Minuten). Andere Arbeiten wie Wang und Kolleg: innen (2022, 12) planen ein 16-wöchiges Interventionsprogramm und weisen dennoch darauf hin, dass selbst diese Dauer möglicherweise nicht ausreichend ist. Darüber hinaus schreibt Cole (2008, 67) auch, dass es genügend Zeit bedürfe, bis Reinforcement einsetzt. Dies kann manchmal bis zu einem Jahr erfordern (Kobel et al. 2017, 6). Das gestaffelte Crossover-Design wurde ausgewählt, um möglichem Frust von Eltern oder Kindern zu vermeiden, da ansonsten Kinder der KG keine Intervention erfahren würden. Ein Design ohne Früh- & Spätgruppierung würde zu höheren Gruppengrößen und wahrscheinlich Effekten führen. Bindung an den festgelegten Zeitplan des Kindergartens: Der ausgewählte Kindergarten hat einen strikten Zeitplan, um welchen die Intervention gebaut werden musste. Problematisch wurde dies an besonderen Tagen wie Wandertagen. Hier musste abgewägt werden, ob das Kind am Wandertag teilnimmt, wodurch eine Bewegungseinheit verpasst wird, oder es an der Bewegungseinheit teilnimmt, was zu Frustration der Kinder führen kann. Möglicherweise könnten dieser Frust und die Emotionalität der Kinder Einfluss auf deren Teilnahme und somit die gesammelten Bewegungserfahrungen im Rahmen der Programme haben. Kritik kann ebenfalls an der Randomisierung der Population ausgeübt werden. So wurde keine vollständige Randomisierung durchgeführt, vor dem Hintergrund, Komplikationen im festgelegten Zeitplan des Kindergartens zu minimieren und die Bindung der Kinder an ihre Gruppe zu erhalten, sondern lediglich eine Randomisierung des Treatments. Jedoch, wie in den Ergebnissen ersichtlich, unterscheiden sich die Früh- und Spätgruppen signifikant vor jeglicher Intervention. Dies erschwert, ein Fazit zwischen Früh und Spät zu ziehen. Trotz signifikanter Eingangsunterschiede sind die prozentualen Zuwächse zwischen den Gruppen ähnlich (33.8 % vs. 32.4 %). Jedoch zeigt sich bei den Frühgruppen nach MZP 2 ein Rückgang. Betrachtet man nur die Interventionszeiträume, unterscheiden sich die Zuwächse deutlicher (40.1 % vs. 30.3 %). Dies lässt sich als ein erwarteter Deckeneffekt interpretieren: Subdisziplinen können mit maximal 2 Punkten bewertet werden. Kinder, mit zu Beginn maximaler Punktzahl, können sich dort nicht weiter steigern. Da die Spätgruppe signifikant höhere Startwerte aufwies, ist anzunehmen, dass sie nur weniger verbleibende Subdisziplinen hatten, in welchen Fortschritt möglich war. Dadurch ergibt sich ein geringerer prozentualer Gesamtzuwachs. Die Häufigkeitsanalyse unterstützt diese Annahme: Die Spätgruppe erzielte bereits zu Beginn häufiger Maximalwerte. Gleichzeitig konnten die Spätgruppen verbleibende, nichtmaximale Subtests in der späteren Phase verbessern, sodass die absoluten Punktezuwächse vergleichbar blieben. Mögliche Ursachen können passendere Item-Schwierigkeiten, eine zielgenauere Wirkung der Intervention auf die offenen Subtests oder eine bessere Lernfähigkeit aufgrund höherer motorischer Variabilität sein (López-Fernández et al. 2025). Saisonale Varianz ist auch nicht auszuschließen. So weisen Weaver und Kolleg: innen (Weaver et al. 2022, 686) darauf hin, dass Studien beeinträchtigt werden können, wenn die Basis- und Ergebnismessung in einer anderen Jahreszeit durchgeführt werden. In dieser Studie konnten die ersten Gruppen im Herbst Bewegungserfahrungen sammeln, für die letzten Gruppen erfolgte dies in der Übergangszeit zum Winter, welche vermehrt mit Infekten und Krankheiten einhergeht. Diese saisonalen Veränderungen könnten Ergebnisse verzerren und sollten bei der Interpretation berücksichtigt werden. Unser Testinstrument MOBAK-KG nutzt zur Generierung von Ergebnissen eine Skalen- Die Bindung an den Kindergartenzeitplan begrenzte die Durchführung der Intervention. [ 32 ] 1| 2026 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis transformation: Die Ergebnisse werden zunächst dichotom ordinal erfasst; die Kinder absolvieren die gestellte Übung oder nicht (Ordinalskala mit Ausprägungen ›bestanden‹ und ›nicht bestanden‹). Anschließend werden die Daten in eine Kardinalskala transformiert (0, 1 oder 2 Punkte). Durch diese Transformation gehen wichtige Informationen, wie der Fortschritt in der jeweiligen Übung, verloren. Somit handelt es sich nicht um akkurate kardinalskalierte Daten. Fazit und Ausblick Diese Studie untersuchte die Auswirkung eines vierwöchigen Bewegungsprogrammes mit zwei Bewegungsformen auf die MOBAK von Kindergartenkindern, gemessen durch den MOBAK- KG. Die Methodik umfasste eine detaillierte Datenerhebung und statistische Analysen. Die Ergebnisse zeigen signifikante Steigerungen der Punktzahl im MOBAK-KG, wodurch die Hypothese H1a bestätigt wird. Eine Interaktion zwischen der Zeit und Bewegungsart wurde nicht gefunden, somit wird H1b abgelehnt. Diese Befunde erweitern das Verständnis über MOBAK. Die Erkenntnisse dieser Arbeit können anonymisiert an den Kindergarten weitergeleitet werden, um Einblicke in Ausbaupotenziale zu ermöglichen. Des Weiteren können die Stundenschemata zur Festigung (Reinforcement) der MOBAK oder als Ausgangspunkt für weitere Stundenpläne genutzt werden. Die Studie gibt auch Aufschlüsse über den MOBAK-KG und kann als Referenz für weitere Studien dienen. Zukünftige Forschung sollte einen längeren Untersuchungszeitraum im Kindergarten einkalkulieren, Saisonalitäten berücksichtigen, Geschlechtsunterschiede herausarbeiten und weiter die Methodik verfeinern. Trotz methodischer Einschränkungen bietet diese Studie wertvolle Einblicke und legt eine solide Basis für weiterführende Untersuchungen. Dieser Beitrag durchlief das Peer Review. Literatur Birnbaum, J., Geyer, C., Kirchberg, F., Manios, Y., Koletzko, B., ToyBox-study Group (2016): Effects of a kindergarten-based, family-involved intervention on motor performance ability in 3to 6-year-old children: The ToyBox-study. Journal of Sports Sciences 35 (4), 377-384, https: / / doi.org / 10.1080 / 0 2640414.2016.1166390 Clark, J., Metcalf, J. S. (2002): The Mountain of Motor Development: A Metaphor. In: Clark, J. E., Humphrey, J. H. (Hrsg.): Motor Development: Research and Review: Vol. 2, NASPE, Reston, 62-95 Cole, N. (2008): How long should a training program be? A field study of »rules-of thumb«. Journal of Workplace Learning 20(1), 54-70, https: / / doi.org / 10.1108 / 13665620810843647 Fischer, K. (2016): Kategorisierung der Bedeutungsdimensionen von Bewegung. In: Fischer, K., Hölter, G., Beudels, W., Jasmund, C., Krus, A., Kuhlenkamp, S. (Hrsg.): Bewegung in der frühen Kindheit: Fachanalyse und Ergebnisse zur Aus- und Weiterbildung von Fach- und Lehrkräften, Springer, Wiesbaden, 43-44, https: / / doi.org/ 10.1007/ 978-3- 658-05116-7_3 Hassan, H., Snoeck Henkemans, S. V. J., van Teeffelen, J., Kornelisse, K., Bindels, P. J. E., Koes, B. W., van Middelkoop, M. (2022): Determinants of dropout and compliance of children participating in a multidisciplinary intervention programme for overweight and obesity in socially deprived areas. Family Practice 40(2), 345-351, https: / / doi. org / 10.1093 / fampra / cmac100 Herrmann, C., Ferrari Ehrensberger, I., Wälti, M., Wacker, S., Kühnis, J. 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