eJournals Motorik49/1

Motorik
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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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2026
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Berichte:Das Märchen der drei Psychomotorikerinnen

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2026
Jana Igelmann
Es war einmal in einer lebendigen Stadt namens Mönchengladbach, wo viele Kinder die frohen Hallen eines Schlosses besuchten. Dort, wo Lernen und Spielen eng verbunden waren, herrschte jedoch auch Unruhe. Die Kinder, voller Energie und Bewegungsdrang, fanden manchmal keine Balance zwischen Kopf, Herz und Körper. Doch inmitten dieser aktiven Welt lebten drei weise Psychomotorikerinnen, die wie Zauberinnen des Spiels und der Bewegung die Kräfte der Harmonie zu beschwören wussten.
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[ 50 ] 1| 2026 Aktuelles / Kurz berichtet Das Märchen der drei Psychomotorikerinnen Es war einmal in einer lebendigen Stadt namens Mönchengladbach, wo viele Kinder die frohen Hallen eines Schlosses besuchten. Dort, wo Lernen und Spielen eng verbunden waren, herrschte jedoch auch Unruhe. Die Kinder, voller Energie und Bewegungsdrang, fanden manchmal keine Balance zwischen Kopf, Herz und Körper. Doch inmitten dieser aktiven Welt lebten drei weise Psychomotorikerinnen, die wie Zauberinnen des Spiels und der Bewegung die Kräfte der Harmonie zu beschwören wussten. Die Ankunft am Schloss Das Schloss, in dem sie tätig waren, war nicht gewöhnlich. Es war von der OGS geleitet und getragen von der Stadt Mönchengladbach. Hier waren 150 Kinder in sechs bunten Gruppen vereint. Jede Gruppe wurde von einer Fachkraft und einer Ergänzungskraft begleitet und eine Teamleitung stand bereit, um dafür zu sorgen, dass die Gemeinschaft funktionierte. Die Psychomotorikerinnen waren hier, um die magischen Momente zu bewahren, in denen Körper und Seele sich im Gleichgewicht befanden. Sie waren Hüterinnen des Freispiels, der Pausen und der psychomotorischen Einheiten, die den Alltag der Kinder mit Freude und Stärke füllten. Die Geheimnisse des Tagesablaufs Jeden Morgen begann ihr Tag zur ersten Stunde des Lichts, um 7: 45 Uhr. Von 8: 00 Uhr bis 11: 30 Uhr halfen sie, die Kinder durch das Labyrinth des Schulalltags zu führen, vom Klassenzimmer bis zum Pausenhof. Sie halfen beim Lösen der Hausaufgaben, sorgten für ein fröhliches Mittagessen und begleiteten das Freispiel auf dem verzauberten Pausenhof. Doch die wahre Magie erschien nach dem Mittag: Von 13: 50 Uhr bis 15: 30 Uhr zauberten sie mit den Kindern in kleinen Gruppen. Sie schufen Bewegungswelten, in denen jedes Kind seinen eigenen Weg finden konnte, stets begleitet von einem offenen Ohr, einem wachsamen Blick und einer helfenden Hand. Danach, zwischen 15: 30 Uhr und 16: 00 Uhr, sammelten die drei Heldinnen ihre Erkenntnisse, tauschten sich aus und bereiteten sich auf die nächste Woche vor. Die Quellen der Weisheit Die Psychomotorikerinnen schöpften ihre Kräfte aus den tiefen Brunnen der Theorie. Sie kannten die Lehren des weisen Bowlby über die Bindung, die Entwicklungspfade nach Erikson und die Geheimnisse der motorischen Entwicklung nach Balster. Diese uralten Wissensschätze halfen ihnen, den Kindern Sicherheit, Vertrauen und Mut zu schenken. In ihrer magischen Arbeit folgten sie den Prinzipien der Psychomotorik: Jedes Kind ist einzigartig und jede Bewegung eine Brücke zwischen Körper und Geist. Individualisierung und Differenzierung, Diversität und Ressourcenorientierung waren ihre Zauberformeln, die sie mit Methoden wie Reflexion, Transfer und Dokumentation erwirkten. Die wertvollen Seiten des Menschenbildes Die Psychomotorikerinnen sahen den Menschen als eine Ganzheit aus Körper, Geist und Seele. Sie erkannten die verborgenen Schätze in jedem Kind und halfen ihnen, ihre eigene Selbstwirksamkeit zu entdecken. Durch Bewegung erfuhren die Kinder, dass sie selbst Helden ihres Lebens sein konnten. Sie sollten erleben und verstehen, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirken kann. Eine Zauberkraft, welche hilft, Herausforderungen zu meistern und Grenzen zu überwinden. Die Magie der Wirksamkeit Ohne die Kunst der Psychomotorik, wäre vieles verloren: die freiwillige Freude an Bewegung, die spielerischen Wege des Lernens, die Brücken zwischen Herz und Verstand. Sie schufen einen Raum, in dem Kinder wachsen konnten und gaben ihnen Zauberkräfte, die weit über den Schulhof hinausreichten. So lebten die drei Psychomotorikerinnen, Hüterinnen des Gleichgewichts, im Einklang mit den Kindern. Ihre Magie brachte Harmonie und Freude in die Herzen der Kinder und ihre Weisheit führte die märchenhafte Stadt Mönchengladbach in eine leuchtende Zukunft. Und wenn sie nicht aufgehört haben, zu reflektieren und zu handeln, dann zaubern sie noch heute. Ende Jana Igelmann (jana.igelmann@stud. hn.de), Hilal Kacar (hilal.kacar@stud. hn.de) und Malin Kipp (malin.kipp@ stud.hn.de), Studierende der Hochschule Niederrhein im Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik-- Bildung durch Bewegung