Motorik
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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Astrid Krus
Liebe Leserinnen, liebe Leser, Mit dem Ganztagsförderungsgesetz wird ab dem Schuljahr 2026/27 ein gesetzlich verankerter Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen an Grundschulen eingeführt. Bewegung als elementares kindliches Grundbedürfnis und als Träger von Entwicklungs- und Bildungsprozessen ist dabei Bestandteil der aktuellen Empfehlungen zur Ausgestaltung des Ganztags. Christina Jasmund geht in ihrem Beitrag der Frage nach, inwieweit dien bestehenden Rahmenbedingungen eine qualitativ hochwertige Bewegungsförderung im Ganztag zulassen und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.
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Editorial [ 57 ] motorik, 49. Jg., 57, DOI 10.2378 / mot2026.art09d © Ernst Reinhardt Verlag 2| 2026 Liebe Leserinnen, liebe Leser, Mit dem Ganztagsförderungsgesetz wird ab dem Schuljahr 2026/ 27 ein gesetzlich verankerter Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen an Grundschulen eingeführt. Bewegung als elementares kindliches Grundbedürfnis und als Träger von Entwicklungs- und Bildungsprozessen ist dabei Bestandteil der aktuellen Empfehlungen zur Ausgestaltung des Ganztags. Christina Jasmund geht in ihrem Beitrag der Frage nach, inwieweit die bestehenden Rahmenbedingungen eine qualitativ hochwertige Bewegungsförderung im Ganztag zulassen und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Der Beitrag von Nicole Satzinger und Ida Noetzel schließt unmittelbar daran an, verweist auf fehlende Standards und insbesondere auf heterogene, bewegungsbezogene Qualifikationsstrukturen, aus denen sich aktuelle Bedarfe ableiten lassen. Psychomotorische und motologische Ansätze der Team- und Organisationsentwicklung diskutiert Stefan Schache, die in multiprofessionellen Teams, verbunden mit unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen, einen Ansatzpunkt für Reflexion schaffen, die Strukturen, Erwartungen, Handlungen zu hinterfragen und Impulse für Veränderungen bieten. Diana Chudoba und Susan Burkhardt nehmen die Zielgruppe der Kinder in den Blick, die sich gerade im Grundschulalter in einer bedeutsamen Phase der Identitätsentwicklung befinden. Sie verdeutlichen die Bedeutung von gendersensiblem Handeln und stellen Reflexionsimpulse für die Fach- und Lehrkräfte vor. Astrid Krus setzt sich unter der Prämisse ganztägiger Bildung mit der Frage nach der Bedeutung von Freizeit im Spannungsfeld zum schulischen Unterricht bzw. von Freizeit als Bildungskontext auseinander. Als Antwort auf die Forderung nach qualifizierten Fachkräften im offenen Ganztag stellt Kim Lipinski eine neue Berufsausbildung vor, die Sozialassistenz in der OGS. Die Autorinnengruppe Spielerucksack beschreibt in ihren Praxisbeispielen schnell umsetzbare Bewegungs- und Spielaktivitäten für drinnen und draußen. Greta Dahlke diskutiert in ihrer Qualifikationsarbeit den (erschwerten) Zugang zu Sportvereinen für Kinder aus einkommensschwachen Familien, der vielleicht durch den Ganztag erleichtert werden könnte. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und Inspirationen für die eigene praktische Arbeit sowie den Kindern einen bewegten Ganztag. Astrid Krus
