Motorik
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0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Rezension: Jessel, H. (2026): Psychomotorische Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen. Ernst Reinhardt Verlag, München, 978-3-497-03170-2 (Print), 32,99 €
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Rabea Wienholt
Das neueste Buch von Holger Jessel kann Vieles: Auf den ersten Blick wirkt es wie ein unkompliziertes Handbuch, ergänzt durch eine Material- und Beispielsammlung (das zusätzliche online-Material umfasst sehr viele Spiele und Anregungen), die es den Leser:innen leichtmacht, die psychomotorische Arbeit in ihrer Wirkung zu ergründen, ideenreich vorzubereiten und durchzuführen. Gleichzeitig wird der aktuelle wissenschaftliche Diskurs zu den Themen des Titels dargestellt. Adressat:innen sind psychomotorische Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen oder Familien arbeiten. Außerdem kann dieses Buch auch für Forschung und Lehre als ein Basiswerk dienen.
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[ 96 ] 2| 2026 Medien & Materialien Jessel, H. (2026): Psychomotorische Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen. Ernst Reinhardt Verlag, München; 978-3-497-03170-2 (Print); 32,99 € Das neueste Buch von Holger Jessel kann Vieles: Auf den ersten Blick wirkt es wie ein unkompliziertes Handbuch, ergänzt durch eine Material- und Beispielsammlung (das zusätzliche online-Material umfasst sehr viele Spiele und Anregungen), die es den Leser: innen leichtmacht, die psychomotorische Arbeit in ihrer Wirkung zu ergründen, ideenreich vorzubereiten und durchzuführen. Gleichzeitig wird der aktuelle wissenschaftliche Diskurs zu den Themen des Titels dargestellt. Adressat: innen sind psychomotorische Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen oder Familien arbeiten. Außerdem kann dieses Buch auch für Forschung und Lehre als ein Basiswerk dienen. Es werden hier zwei Bereiche pädagogisch-therapeutischer Arbeit zusammengebracht: die Gewaltprävention als Teil der Demokratiebildung und Psychomotorische Gruppenarbeit als professioneller Raum für Interaktionen, leibliches Spüren und Reflexion der Teilnehmenden. Beim Lesen dieses Buches fällt der in der Praxis und Lehre tätigen Autorin auf, wie groß der Anteil gewaltpräventiver Arbeit im psychomotorischen Setting ohnehin schon ist, ohne, dass dies in der Vorbereitung immer ein explizit benanntes Handlungsfeld ist. Vor diesem Hintergrund erscheint es umso sinnvoller, den Themen Gewalt und Gewaltprävention in der Psychomotorik eine eigene Betrachtung zu ermöglichen. Das Buch ist in fünf Hauptkapitel unterteilt. Der Haupttext umfasst 173 Seiten. Die einzelnen Kapitel dienen zunächst der Begriffsklärung (Kapitel 1 und 2), wobei der Autor von Beginn an wissenschaftliche Erkenntnisse mit Beispielen, mit Reflexionsfragen, Übungen und weiterführender Literatur verknüpft. Es ist also auch für solche Fachkräfte ein geeignetes Buch, die sich neu in diese wahrnehmungs- und erlebensorientierte Arbeit einarbeiten wollen. Die Kapitel 3 bis 5 sind mit Inhalten gefüllt, die evidenzbasiert aus der Praxis für die Praxis zusammengestellt und diskutiert werden. Die Inhalte werden dabei pointiert und abwechslungsreich dargestellt und verknüpft. Die Leser: innen erhalten mit diesem Buch die Chance, sich kompakt mit einem Themenbogen von Aggression, Kriminalität, Emotionsregulation, hin zu Lösungsperspektiven, Körpersprache und psychomotorischem Dialog zu beschäftigen. Ein inhaltsdichtes, kurzweiliges Fachbuch mit motivierenden Aufträgen, Verstehensmomenten und Inspirationen. Rabea Wienholt DOI 10.2378 / mot2026.art19d
