eJournals Motorik49/3

Motorik
7
0170-5792
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/mot2026.art24d
7_049_2026_3/7_049_2026_3.pdf71
2026
493

Fachbeitrag: Deutschschweizer Psychomotoriktherapie " Handlungsprinzipen im Fokus

71
2026
Stephanie Fink
Anja Solenthaler
Melanie Nideröst
Myrtha Häusler
Judith Sägesser Wyss
Handlungsprinzipien leisten einen zentralen Beitrag zur Orientierung professionellen Handelns in der Psychomotoriktherapie. Für die Deutschschweizer Psychomotoriktherapie fehlt bislang jedoch eine systematische Zusammenführung dieser Prinzipien. Der vorliegende Beitrag schließt diese Lücke, indem relevante Handlungsprinzipien auf der Grundlage normativer, curricularer und fachlicher Dokumente analysiert und in einem strukturierten Bezugsrahmen zusammengeführt werden. Das entwickelte Modell veranschaulicht die zentralen Prinzipien in ihrer relationalen Anordnung und bietet eine theoriegeleitete Orientierung für Praxis, Ausbildung und Forschung. Damit wird ein konzeptioneller Beitrag zur fachlichen Profilierung und zur nachhaltigen Professionalisierung der Psychomotoriktherapie im deutschschweizerischen Kontext geleistet.
7_049_2026_3_0006
Zusammenfassung / Abstract Handlungsprinzipien leisten einen zentralen Beitrag zur Orientierung professionellen Handelns in der Psychomotoriktherapie. Für die Deutschschweizer Psychomotoriktherapie fehlt bislang jedoch eine systematische Zusammenführung dieser Prinzipien. Der vorliegende Beitrag schließt diese Lücke, indem relevante Handlungsprinzipien auf der Grundlage normativer, curricularer und fachlicher Dokumente analysiert und in einem strukturierten Bezugsrahmen zusammengeführt werden. Das entwickelte Modell veranschaulicht die zentralen Prinzipien in ihrer relationalen Anordnung und bietet eine theoriegeleitete Orientierung für Praxis, Ausbildung und Forschung. Damit wird ein konzeptioneller Beitrag zur fachlichen Profilierung und zur nachhaltigen Professionalisierung der Psychomotoriktherapie im deutschschweizerischen Kontext geleistet. Schlüsselbegriffe: Psychomotoriktherapie, Handlungsprinzipien, Bezugsrahmen, Deutschschweiz, Professionalisierung Psychomotor therapy in German-speaking Switzerland-- Focus on principles of action. A new frame of reference for psychomotor therapy in German-speaking Switzerland Principles of action play a central role in guiding professional practice in psychomotor therapy. However, there has been no systematic compilation of these principles for psychomotor therapy in German-speaking Switzerland to date. This article closes this gap by analyzing relevant principles of action based on normative, curricular, and technical documents and compiling them in a structured frame of reference. The model developed illustrates the central principles in their relational arrangement and offers a theory-based orientation for practice, training, and research. The article thus makes a conceptual contribution to the professional profiling and sustainable professionalization of psychomotor therapy in the German Swiss context. Keywords: psychomotor therapy, principles of action, frame of reference, German-speaking Switzerland, professionalization [ 134 ] 3| 2026 motorik, 49. Jg., 134-141, DOI 10.2378 / mot2026.art24d © Ernst Reinhardt Verlag [ FACHBEITRAG ] Deutschschweizer Psychomotoriktherapie-- Handlungsprinzipen im Fokus Ein neuer Bezugsrahmen für die Psychomotoriktherapie in der Deutschschweiz Olivia Gasser-Haas, Stephanie Fink, Anja Solenthaler, Melanie Nideröst, Myrtha Häusler, Judith Sägesser Wyss Einleitung Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Psychomotorik in Europa als interdisziplinärer Ansatz etabliert, der die Wechselwirkungen zwischen Körper, Psyche und sozialem Erleben in den Mittelpunkt stellt. Ihre Entwicklung war von Beginn an von unterschiedlichen fachlichen Perspektiven geprägt und wurde in den jeweiligen Ländern durch spezifische gesellschaftliche, bildungspolitische und institutionelle Gegebenheiten beeinflusst. In der Schweiz nahm die Psychomotoriktherapie in der Westschweiz ihren Anfang, wo Suzanne Naville und Julián de Ajuriaguerra ab den späten 1950er-Jahren zentrale Grundlagen entwickelten (Ajuriaguerra 1970, 235 ff; Sägesser Wyss / Gasser-Haas 2021, 161). Mit Navilles Umzug nach Zürich im Jahr 1969 und der Gründung des ersten deutschsprachigen Ausbildungsgangs am Heilpädagogischen Seminar 1972 wurde die Psychomotoriktherapie in der Deutschschweiz etabliert und eng mit dem schulischen Kontext verbunden (Brändli / HfH 2024, 97 f ). Durch die Tertiarisierung der Ausbildung an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) im Jahr 2001 sowie die Anerkennung der Psychomotoriktherapie als integraler Bestandteil der sonderpädagogischen Grundversorgung durch die Schweizerische Kon- [ 135 ] Gasser-Haas et al. • Deutschschweizer Psychomotoriktherapie 3| 2026 ferenz der kantonalen Erziehungsdirektionen (EDK 2007) fand sie eine dauerhafte Verankerung im schulischen Kontext und festigte ihren Status als professionelles Angebot im Bildungssystem. Diese schulnahe Ausrichtung war und ist bis heute prägend für das Berufsverständnis und die inhaltlich-methodische Gestaltung der Psychomotoriktherapie in der Deutschschweiz. Im deutschsprachigen Raum wurden wiederholt Bestrebungen unternommen, Handlungsprinzipien im Sinne theoretischer Prämissen in Lehrbüchern und Fachpublikationen systematisch zu erfassen (vgl. Irmischer 1987, 18 f; Keßel 2014 / 2019, 23 ff; Krus 2015, 61 f; Kuhlenkamp 2022, 121 ff; Zimmer 2019, 141 ff ). Bisher existieren jedoch keine Prinzipien, die gezielt auf den Kontext der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie ausgerichtet sind. Im fachlichen Diskurs wird zudem kontrovers diskutiert, ob die Formulierung von Prinzipien sinnvoll ist: Seewald (2007, 116) hinterfragt beispielsweise, ob Prinzipien tatsächlich als »Garanten einer bestimmten Arbeitsweise« dienen oder eher zu »Verkürzungen und Missverständnissen« führen. Angesichts des steigenden Bedarfs an Professionalisierung in der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie erscheint die Entwicklung kontextspezifischer Handlungsprinzipien dennoch notwendig und begründet. In den letzten Jahren zeigt sich ein deutliches Bestreben, die Profession empirisch fundiert weiterzuentwickeln und theoretisch zu konsolidieren (Gasser- Haas / Steiner 2022; Hurschler Lichtsteiner et al. 2023; Sägesser Wyss / Vetter 2024; Vetter 2021). Handlungsprinzipien stellen ein strukturierendes Instrument dar, das die Verbindung zwischen theoretischer Fundierung und praktischer Umsetzung gewährleistet, ohne die erforderliche Flexibilität therapeutischen Handelns zu beschneiden. Gemäß Kessel (2019) sind sie nicht als normative oder dogmatische Vorgaben zu verstehen, sondern als orientierender Bezugsrahmen. Dieser ermöglicht die Abbildung zentraler Prämissen der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie und unterstützt deren nachhaltige Professionalisierung der Psychomotoriktherapie. Der vorliegende Beitrag präsentiert erstmals eine systematische Analyse dieser Handlungsprinzipien und trägt damit zur theoretischen Schärfung sowie zur Weiterentwicklung des Fachgebiets bei. Die Ergebnisse sind für Ausbildung, Praxis, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung gleichermaßen relevant und tragen zur fundierten Professionalisierung der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie bei. Methodisches Vorgehen Zur Beantwortung der Forschungsfrage nach den Handlungsprinzipien der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie wurde eine qualitative Dokumentenanalyse durchgeführt. Für die Analyse wurde ein Korpus von n = 28 Dokumenten im Rahmen des Theoretical Sampling ausgewählt: das Reglement der EDK (2023) (n = 1), das Berufsbild von Psychomotorik Schweiz (2021) (n = 1), praxisorientierte Beschreibungen der Psychomotoriktherapie von Webseiten der Deutschschweizer Psychomotoriktherapiestellen (Stand 31.12.2023, n = 15) sowie Modulkonzepte und Ausbildungsbeschreibungen der deutschschweizerischen Ausbildungsstätte, der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik, Zürich (n = 11). Die Auswertung der Dokumente erfolgte mittels der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2024) und orientierte sich an den sieben Analyseschritten. Diese umfassten die initiierende Textarbeit, die Entwicklung thematischer Hauptkategorien, die Codierung des gesamten Materials mit diesen Kategorien, die Zusammenstellung der codierten Textstellen, die induktive Ausdifferenzierung von Subkategorien, die erneute Codierung mit dem differenzierten Kategoriensystem sowie die Durchführung einfacher und komplexer Analysen einschließlich Visualisierungen (ebd., 132 f ). Dabei folgte die Kategorienbildung einem induktiven Vorgehen und wurde theoriebezogen reflektiert (ebd., 72 / 82 f/ 107 f ). Qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2024) auf Basis von 28 Dokumenten. [ 136 ] 3| 2026 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis Im Ergebnis wurden zehn Handlungsprinzipien, eine übergeordnete Zieldimension sowie ein zentrales professionsbezogenes Verständnis der Psychomotoriktherapie herausgearbeitet. Zur weiteren analytischen Verdichtung und Visualisierung wurde ein Modell der Handlungsprinzipien entwickelt, das die Prinzipien in einer relationalen Anordnung darstellt. Zur Sicherung der internen Studiengüte wurde ein konsensuelles Codieren (ebd., 243) durchgeführt. Ergänzend erfolgte eine kritische Reflexion der Analyse und Ergebnisse im Rahmen von Peer Debriefings mit Expertinnen und Experten (ebd. 250). Die interne Studiengüte wird dabei als notwendige Voraussetzung für die externe Studiengüte verstanden (ebd., 235 f ). Ergebnisse-- Modell der Handlungsprinzipien der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie Die folgenden Ergebnisse stellen das entwickelte Modell der Handlungsprinzipien der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie dar. Abbildung 1 zeigt die konzentrische Struktur des Modells, in der die Prinzipien von der übergeordneten Zieldimension bis zum zentralen Verständnis der Psychomotoriktherapie der Deutschschweiz dargestellt sind. Einleitend ist festzuhalten, dass die Psychomotoriktherapie in der Deutschschweiz als sonderpädagogische Maßnahme ein ganzheitliches pädagogisch-therapeutisches Grundangebot darstellt und fest im Schweizer Bildungssystem verankert ist (EDK 2023). Ein zentraler Aufgabenbereich liegt im schulischen Setting, insbesondere in der Arbeit mit Kindern im Alter von fünf bis acht Jahren (EDK 2023; Widmer / Bräuninger 2020). Psychomotoriktherapeut: innen unterstützen Kinder und Jugendliche, die in ihrer sozialen, emotionalen, motorischen, kognitiven oder sensorischen Entwicklung- - oder in der Wechselwirkung dieser Bereiche- - Auffälligkeiten, Verzögerungen oder Beeinträchtigungen aufweisen (EDK 2023). Ihre professionelle Tätigkeit basiert auf fundiertem Fachwissen in diagnostischen Verfahren, Förderplanung sowie in der Durchführung präventiver, beratender und therapeutischer Interventionen. Ziel der Psychomotoriktherapie ist es, durch Spiel- und Bewegungsangebote die motorisch-sensorischen sowie emotional-sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken und dadurch ihre soziale Teilhabe und Partizipation zu fördern (Psychomotorik Schweiz 2021). Die Therapie wird sowohl in Einzelals auch in Gruppensettings durchgeführt, wobei das Setting gezielt gewählt und evidenzbasiert eingesetzt wird. Bei Bedarf kommen auch die Eltern gemeinsam mit den Kindern zur Therapie (Buchmann 2023; Buchmann Brander 2018). In der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie spielt das Recht auf Mitbestimmung und Freiwilligkeit eine zentrale Rolle. Kinder haben zwar kein uneingeschränktes Entscheidungsrecht, jedoch zu jeder Zeit die Möglichkeit, in Anlehnung an Kessel (2019), aktiv mitzubestimmen und freiwillig an den Angeboten teilzunehmen. Frei gestaltete und geführte Einheiten werden bewusst kombiniert, um den individuellen Bedürfnissen und spezifischen Entwicklungszielen der Kinder gerecht zu werden. Zieldimensionen-- Umrandung Die Umrandung des Modells (beiges Quadrat) verweist auf die übergeordneten Zielgrößen der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie, die sich an den ICF-Dimensionen Aktivität und Partizipation der WHO (2017) orientieren. Aktivität bezeichnet die Durchführung von Aufgaben, Partizipation das Einbezogensein in Lebenssituationen. Ziel ist es, durch gezielte psychomotoriktherapeutische Maßnahmen soziale Teilhabe, Integration und Inklusion im schulischen und gesellschaftlichen Alltag zu fördern (Psychomotorik Schweiz, 2021). Kontextuelle Leitprinzipien-- Äußere Ebene Die äußere Ebene des Modells (grüner Kreis) umfasst drei Prinzipien, die eine integrative und disziplinübergreifend anschlussfähige Betrachtung therapeutischer Prozesse ermöglichen (Reichenbach et al. 2023). Das erste Prinzip, [ 137 ] [ 137 ] Gasser-Haas et al. • Deutschschweizer Psychomotoriktherapie 3| 2026 Ressourcenorientierung und Resilienzförderung, richtet den Blick auf die individuellen Stärken, Interessen und Kompetenzen der Kinder. Ressourcenorientierung beschreibt dabei eine grundlegende Sichtweise psychomotorischer Praxis, die vorhandene und entwickelbare Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt, während Resilienzförderung als übergeordnete Zielperspektive auf die Stärkung von Schutzfaktoren und adaptiven Bewältigungsressourcen abzielt (Bandura 1997; Masten et al. 1990; Rutter 1990). Durch diese Ausrichtung können Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und ein positives Selbstkonzept unterstützt werden, wodurch Bedingungen geschaffen werden, die positive Entwicklungsverläufe begünstigen. Das zweite Prinzip, Orientierung am Individuum in seinen sozialen Systemen, betrachtet das Kind in familiären, schulischen und weiteren sozialen Kontexten (Bronfenbrenner 1981). Es ermöglicht eine systemübergreifende Unterstützung durch die Zusammenarbeit mit Bezugspersonen und Fachpersonen. Dies umfasst sowohl die Familien- und Elternarbeit (Buchmann 2023; Buchmann Brander 2018) als auch die enge Kooperation mit der Klassenlehrperson und der gesamten Klasse, um die Bedingungen für Entwicklung, Teilhabe und Lernen bestmöglich zu gestalten. Das dritte Prinzip, die Orientierung am bio-psycho-sozialen Modell, betrachtet Gesundheit und Entwicklung als Wechselwirkung biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (WHO 2017) bietet hierfür eine gemeinsame, fachübergreifende Sprache. Übergeordnete Handlungsprinzipien-- Mittlere Ebene Die mittlere Ebene (rosa Kreis) umfasst die übergeordneten Handlungsprinzipien, die das pädagogisch-therapeutische Handeln strukturieren Psychomotoriktherapie AKTIVITÄT PARTIZIPATION Wechselwirkung zwischen motorischen, sensorischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Bereichen Beziehungs- und Dialogorientierung Bewegungs- und Körperorientierung Spielorientierung Erlebnisorientierung Ziel- und Prozessorientierung Entwicklungsorientierung Evidenzorientierung Orientierung am Individuum in seinen Systemen Ressourcenorientierung und Resilienzförderung Orientierung am bio-psycho-sozialen Modell Abb. 1: Handlungsprinzipien der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie [ 138 ] 3| 2026 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis und lenken. Sie sind prozessorientiert und bieten Orientierung für Planung, Reflexion und flexible Anpassung therapeutischer Maßnahmen. Ein zentrales Prinzip ist die Entwicklungsorientierung. Die Psychomotoriktherapie orientiert sich am aktuellen Entwicklungsstand und individuellen Tempo des Kindes. Dabei greift sie auf das Konzept der Zone der nächsten Entwicklung (Wygotski 1987, 83) zurück und fördert gezielt jene Bereiche, in denen Kinder mit gezielter Begleitung neue Kompetenzen erwerben können. Ein weiteres Prinzip ist die Ziel- und Prozessorientierung. Die Deutschschweizer Psychomotoriktherapie arbeitet mit klaren therapeutischen Zielen, die unter Berücksichtigung des Entwicklungsstands des Kindes sowie in Abstimmung mit ihm selbst sowie seinem sozialen Umfeld, etwa Schule und Familie, formuliert werden und sich an den individuellen Entwicklungsprozessen des Kindes orientieren (Bronfenbrenner 1981; Wygotski 1987, 83). Diese Ziele dienen als Orientierungspunkte, die sich im Verlauf der Intervention weiterentwickeln (Kessel 2019). Der therapeutische Prozess wird kontinuierlich beobachtet, reflektiert und angepasst, sodass die Angebote lebensnah und an den aktuellen Anliegen, Interessen und Themen des Kindes ausgerichtet sind. Die Angebote werden offen gestaltet, beziehen den Entwicklungsprozess des Kindes sowie sein soziales Umfeld ein und eröffnen Raum für kreatives Ausprobieren, intuitives Handeln und die Entwicklung individueller Kompetenzen. Fachpersonen nutzen ihre Beobachtungen und Erfahrungen gezielt, um das Kind individuell zu unterstützen und Lern- und Entwicklungsprozesse flexibel zu begleiten. Ein weiteres Prinzip ist die Evidenzorientierung. Psychomotoriktherapeutische Maßnahmen basieren auf der Triangulation von externer Evidenz (wissenschaftliche Grundlagen), interner Evidenz (Fachwissen und Erfahrung der Therapeut: innen) sowie sozialer Evidenz (Bedürfnisse des Kindes und seines sozialen Umfelds) (Dolloghan 2007). Diese wird laufend reflektiert und evaluiert, um bestmögliche Therapiequalität zu gewährleisten. Obwohl die Umsetzung laut Gasser-Haas und Steiner (2022) noch lückenhaft ist, sollte diese Praxis künftig Standard sein, was fundierte Forschung und Therapeut: innenkompetenzen erfordert. Spezifische Handlungsprinzipien-- Innere Ebene Die innere Ebene (hellbeiger Kreis) umfasst die spezifischen Handlungsprinzipien, die die praktische Umsetzung der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie charakterisieren und ihre besonderen Merkmale verdeutlichen. Ein zentrales Prinzip ist die Bewegungs- und Körperorientierung. Bewegung und Körpererleben dienen als zentrales Medium im therapeutischen Prozess und unterstützen nicht nur die motorische Entwicklung, sondern eröffnen auch Zugänge zu emotionalen, sozialen und kognitiven Lernprozessen. Die gezielte Auseinandersetzung mit Körper und Bewegung eröffnet Kindern Erfahrungsräume zur Förderung ihrer Körperwahrnehmung, des Selbstbewusstseins sowie emotionaler und sozialer Kompetenzen (Kemel et al. 2022; Singh et al. 2019). Zur theoretischen Einordnung wird auf das Drei-Wege-Wirkmodell von Thimme, Deimel und Hölter (2021) Bezug genommen, das die Puffer- und Mediatoreneffekte von Bewegung beschreibt und die Wirkungsweise dieses Prinzips systematisch einordnet. Ein weiteres Prinzip ist das Prinzip der Beziehungs- und Dialogorientierung. Therapeut: innen schaffen einen sicheren Rahmen und begegnen den Kindern mit Empathie, Wertschätzung und mentalisierender Haltung, wodurch epistemisches Vertrauen aufgebaut wird (Link et al. 2023; Maier Diatara et al. 2026; Nolte 2018). Kinder werden als aktive Gestalter: innen ihrer Entwicklung betrachtet, deren Selbstwahrnehmung und soziale Fähigkeiten in Interaktion mit Fachpersonen und Gleichaltrigen gefördert werden. Kommunikation umfasst nicht nur verbale Äußerungen, sondern auch Körpersprache, Gestik, Mimik und subtile tonische Botschaften, die Übergeordnete Handlungsprinzipien strukturieren und lenken das pädagogisch-therapeutische Handeln. [ 139 ] [ 139 ] Gasser-Haas et al. • Deutschschweizer Psychomotoriktherapie 3| 2026 Stimmungen und Affekte sichtbar machen und die Beziehung prägen (Bate et al. 2019; Kessel 2019; Lapierre / Aucouturier 2002; Sägesser Wyss / Vetter 2024). Das Prinzip der Erlebnisorientierung nimmt die kindlichen Erfahrungen bewusst in den therapeutischen Prozess auf, um nachhaltige Entwicklungsprozesse zu fördern und die Übertragbarkeit des Gelernten in den Alltag zu erleichtern. Ziel ist es, über erlebte Situationen Veränderungen zu ermöglichen und die Lebenswelt der Kinder als Ressource in der Therapie zu nutzen (Seewald 2007). Dabei soll die Therapie laut Kessel (2019) motivierend und anregend sein, so dass die Kinder aktiv teilnehmen und eigene Spielwelten entwickeln. Therapeut: innen greifen diese Initiativen auf, erweitern sie im Dialog und unterstützen so die aktive Auseinandersetzung der Kinder mit ihrer Lebenswelt (ebd.). Schließlich ist das Prinzip der Spielorientierung zentral. Das Spiel wird als selbsttätige Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt verstanden, die Kinder in ihrer Selbstbestimmung, Kreativität und sozialen Interaktion unterstützt. Die Spieltätigkeit vereint emotionale, soziale, kognitive und motorisch-sensorische Aspekte und besitzt durch diese Multidimensionalität eine hohe Relevanz für Entwicklung, Lernen, Teilhabe und psychische Gesundheit über die gesamte Lebensspanne (Heimlich 2023, 62). Nach Joseph Levy (1983, zit. nach Heimlich 2023, 31) zeichnet sich Spiel durch intrinsische Motivation, Fantasie und Selbstkontrolle aus. Hans Scheuerl (1994) unterscheidet zwischen freiem und gebundenem Spiel, wobei gebundenes Spiel den pädagogisch wie therapeutisch intendierten Einsatz des Spiels als Medium beschreibt, ohne die grundlegenden Spielmerkmale zu verändern. In der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie werden demgemäß Spielräume gezielt gestaltet, indem Fachpersonen Material, Mitspielen oder Impulse einbringen, während die kindliche Autonomie und die Merkmale von Levy erhalten bleiben. Auf diese Weise entsteht ein offener, selbstbestimmter Prozess, der kreatives Ausprobieren ermöglicht und über Reflexion in reale Lern- und Entwicklungserfahrungen transferiert wird (Pinter-Theiss et al. 2014). Zentrales Verständnis-- Psychomotoriktherapie Der orange markierte Bereich verdeutlicht das zentrale Verständnis der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie, das die Wechselwirkung zwischen motorischen, sensorischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Bereichen fokussiert (EDK 2023; Psychomotorik Schweiz 2021). Über Bewegung, Körpererleben und Spiel werden diese Wechselwirkungen gezielt genutzt, um die ganzheitliche Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Diskussion und Schlusswort Die vorliegende Arbeit leistet einen relevanten Beitrag zur systematischen Auseinandersetzung mit den Handlungsprinzipien der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie. Die qualitative Dokumentenanalyse ermöglichte es, Handlungsprinzipien aus normativen, curricularen und praxisbezogenen Quellen systematisch zu identifizieren und zu konsolidieren. Das Modell berücksichtigt sowohl institutionelle Vorgaben (EDK 2023; Psychomotorik Schweiz 2021) als auch fachliche Leitlinien und praxisrelevante Kontexte. Gleichwohl verbleibt der Beitrag auf einer theoretischen Ebene. Eine systematische empirische Überprüfung der in der Praxis verankerten Handlungsprinzipien ist erforderlich, um das Modell der Handlungsprinzipien zu validieren, praxisnah weiterzuentwickeln und auf aktuelle gesellschaftliche sowie bildungspolitische Anforderungen abzustimmen. Nationale und internationale Vergleiche könnten zusätzlich wertvolle Impulse liefern und die Professionalisierung weiter vorantreiben. Insgesamt bietet das entwickelte Modell einen konsistenten Orientierungsrahmen, der die spezifischen Merkmale der Deutschschweizer Psychomotoriktherapie abbildet und als Basis für Forschung, Praxis, Ausbildung und Weiterbildung dient. Über Bewegung, Körpererleben und Spiel werden Wechselwirkungen gezielt genutzt. [ 140 ] 3| 2026 Fachbeiträge aus Theorie und Praxis Literatur Ajuriaguerra, J. de. (1970): Manuel de psychiatrie de l’enfant. Masson et Cie, Paris Bandura, A. (1997): Self-efficacy: The exercise of control (1997-08589-000). Freeman, New York Bate, J., Hauschild, S., Talia, A. (2019): Vom Tun, als würde man spielen, zum Spielen, als würde man tun: Die Rolle epistemischen Vertrauens in der Mentalisierungsbasierten Therapie mit Kindern. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 68(8), 742-759, https: / / doi.org / 10.13109 / pr kk.2019.68.8.742 Brändli, S., Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (2024): Bildung für alle: 100 Jahre Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. Chronos, Zürich Bronfenbrenner, U. (1981): Die Ökologie der menschlichen Entwicklung. Natürliche und geplante Experimente. 2. Aufl. Klett, Stuttgart Buchmann, T. (2023): Forum Psychomotorik: #elterndabei. Der Einbezug von Mutter und Vater ist mehr als nur eine Option. motorik, 46(1), https: / / doi.org / 10.2378 / motorik20230104 Buchmann Brander, T. (2018): Psychomotoriktherapie mit Eltern. Den Zugang zur Entwicklungsförderung des Kindes ermöglichen. motorik, 41(3), https: / / doi.org / 10.2378 / motorik20180304 Dolloghan, C. A. (2007): The handbook for evidencebased practice in communication disorders. Paul H. Brookes Publishing Company, Baltimore EDK (2007): Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren. In: https: / / www.edk. ch / de / themen / sonderpaedagogik, 24.05.2025 EDK (2023): Anerkennungsreglemente für die pädagogisch-therapeutischen Lehrberufe: Verabschiedung. Beschluss Plenarversammlung, 22.6.2023. Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren, https: / / www.edk.ch / de / dieedk/ news / 11072023, 24.05.2025 Gasser-Haas, O., Steiner, J. (2022): Evidenzbasierte Praxis (EbP) in der Psychomotoriktherapie ist möglich- - auch wenn Studien weitgehend fehlen. motorik, 45 (4), 164-169, https: / / doi. org / 10.2378 / mot2022.art31d Heimlich, U. (2023): Einführung in die Spielpädagogik. 4. Aufl. utb GmbH, Stuttgart, https: / / doi. org / 10.36198 / 9783838560632 Hurschler Lichtsteiner, S., Nideröst, M., Di Brina, C., Marquardt, C., Wyss, S., Buholzer, A., Wicki, W. (2023): Effectiveness of Psychomotor Therapy among Children with Graphomotor Impairment with and without DCD-Diagnosis. Children (Basel), 10(6), 964, https: / / doi.org / 10.3390 / children10060964 Irmischer, T. (1987): Lehrbrief: Grundzüge der Motopädagogik. Verlag Aktionskreis Psychomotorik, Lemgo Kemel, P. N., Porter, J. E., Coombs, N. (2022): Improving youth physical, mental and social health through physical activity: A Systematic literature review. Health Promotion Journal of Australia, 33, 590-601, https: / / doi.org / 10.1002 / hpja.553 Kessel, P. (2014): Prinzipien psychomotorischer Entwicklungsförderung- - Überlegungen für die fachschulische Erzieherausbildung. motorik 37 (1), 23-27 Kessel, P. (2019): Prinzipien der Psychomotorik und ihr Bezug zum pädagogischen Alltag. In: Krus, A., Hammer, R. (Hrsg.): Wir bewegen was! Spielräume psychomotorisch gestalten. Verlag Aktionskreis Psychomotorik, Lemgo, 23-42 Kuhlenkamp, S. (2022): Lehrbuch der Psychomotorik. 2. Aufl. Ernst Reinhardt, München, https: / / doi. org / 10.36198 / 9783838588209 Kuckartz, U., Rädiker, S. (2024): Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Umsetzung mit Software und künstlicher Intelligenz. 6. Aufl. Juventa Verlag, Weinheim Krus, A. (2015): Methodisch-didaktische Prinzipien professionellen psychomotorischen Handelns. In: Krus, A., Jasmund, C. (Hrsg.): Psychomotorik in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, Kohlhammer, Stuttgart, 57-64 Lapierre, A., Aucouturier, B. (2002): Die Symbolik der Bewegung. Psychomotorik und kindliche Entwicklung. Ernst Reinhardt, München Link, P.-C., Behringer, N., Maier, L., Gingelmaier, S., Kirsch, H., Nolte, T., Turner, A., Müller, X., Schwarzer, N.-H. (2023): »Wer mentalisiert, versteht den anderen besser«-- Mentalisieren als entwicklungsorientierte Professionalisierungsstrategie. In: Burk, W., Stalder, C. (Hrsg.): Entwicklungsorientierte Bildung in der Praxis, Beltz, Weinheim, 49-66 Maier Diatara, L., Gasser-Haas, O., Link, P.-C. (2026, im Druck): Mentalisieren in der Psychomotoriktherapie: Gelingende Beziehung mit sich selbst und anderen. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen Masten, A. S., Best, K. M., Garmezy, N. (1990): Resilience and development: Contributions from the study of children who overcome adversity. Development and Psychopathology, 2(4) 425-444, https: / / doi.org / 10.1017 / S0954579400005812 Nolte, T. (2018): Epistemisches Vertrauen und Lernen. In: Gingelmaier, S., Taubner, S., Ramberg, A. (Hrsg.): Handbuch mentalisierungsbasierte Pädagogik. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen, 157-172 Pinter-Theiss, V., Steiner-Schätz, M., Lukesch, B., Schätz, T., Theiss, C. (2014): Ich tue- - Ich kann- - Ich bin: Psychomotorische Entwicklungsbegleitung in Theorie und Praxis. 1. Aufl. Ed. VaLeo, Graz Psychomotorik Schweiz (2021): Berufsbild Psychomotoriktherapeut*in. Berufsverband der Schweizer Psychomotoriktherapeut*innen, In: https: / / w w w.psychomotorikschweiz.ch/ fileadmin/ redaktion/ public/ infothek/ verbandsdokumente/ 2021 _ DE _ Psychmotorik _ Schweiz _ Berufsbild. pdf, 10.03.2025 Reichenbach, C., Welsche, M., Achilles, G., Bryant, P., Dißmeier, M., Doering, W. E., Hünerbein, M.-L., Palmieri, A., Philippson, J., Greving, H. (2023): Handbuch Heilpädagogischer Konzepte und Methoden: Ein Leitfaden für die Praxis. Kohlhammer Verlag, Stuttgart Rogers, C. R. (2016): Eine Theorie der Psychotherapie. Ernst Reinhardt, München Rutter, M. (1990): Psychosocial Resilience and Protective Mechanisms. In: Rolf, J. E., Masten, A. S., Cichetti, D., Nuechterlein, K. H. (Hrsg.): Risk And [ 141 ] [ 141 ] Gasser-Haas et al. • Deutschschweizer Psychomotoriktherapie 3| 2026 Protective Factors in the Development of Psychopathology. Cambridge University Press, 181-214, https: / / doi.org / 10.1017 / CBO9780511752872.013, Sägesser Wyss, J., Gasser-Haas, O. (2021): Entwicklungen in der Schweizer Psychomotoriktherapie. motorik, 161-165, https: / / doi.org / 10.2378 / mot2021. art30d Sägesser Wyss, J., Vetter, M. (2024): Fachbeitrag: Ein Professionsmodell erleichtert den Dialog in Spannungsfeldern der Psychomotorik. motorik, 47(4), https: / / doi.org / 10.2378 / mot2024.art34d Scheuerl, H. (1994): Das Spiel. Untersuchungen über sein Wesen, seine pädagogischen Möglichkeiten und Grenzen. 12. Aufl. Beltz, Weinheim Seewald, J. (2007): Der verstehende Ansatz in Psychomotorik und Motologie. Ernst Reinhardt, München Singh, A. S., Saliasi, E., Berg, V. v., Uijtdewilligen, L., Groot, R. H., Jolles, J., Andersen, L., Bailey, R., Chang, Y.-K., Diamond, A., Ericsson, I., Etnier, J., Fedewa, A., Hillmann, C., McMorris, T., Pesce, C., Pühse, U., Tomporowski, P., Chinapaw, M. (2019): Effects of physical activity interventions on cognitive and academic performance in children and adolescents: a novel combination of a systematic review and recommendations from an expert panel. British Journal of Sports Medicine 53(10), https: / / doi.org/ 10.1136/ bjsports-2017-098136 Thimme, T., Deimel, H., Hölter, G. (2021): Bewegung und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Grundlagen-- Störungsbilder-- Therapie. Schattauer, Stuttgart Vetter, M. (2021): Motologie und Psychomotorik: Standortbestimmung und Einordnung für eine Fachentwicklung. In: Vetter, M., Wuttig, B., Spahn, L., Goehle, U. H. (Hrsg.): Motologie und Psychomotorik. Marburger Beiträge für eine responsive Fachentwicklung, Forschung und Theoriebildung. Gender-- Profession-- Inklusion. WVPM, Marburg, 19-45 WHO, Weltgesundheitsorganisation (2017): ICF-CY. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. 2. Aufl. Huber, Bern Widmer, I., Bräuninger, I. (2020): Bestandsaufnahme der Psychomotoriktherapie zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen von Schulkindern. Ergebnisse einer schweizweiten Online- Umfrage. motorik 43(3), 134-143, https: / / doi. org / 10.2378 / mot2020.art24d Wygotski, L. S. (1987): Ausgewählte Schriften. Arbeiten zur psychischen Entwicklung der Persönlichkeit. Pahl-Rugenstein, Köln Zimmer, R. (2019): Handbuch Psychomotorik. Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung von Kindern. 14. Aufl. Herder, Freiburg im Breisgau Die Autorinnen Dr. phil. Olivia Gasser-Haas Dipl. Psychomotoriktherapeutin EDK, Senior Lecturer, Leiterin MA PMT und stellvertretende Leiterin im Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung an der HfH, Zürich Stephanie Fink, MSc Dipl. Psychomotoriktherapeutin EDK, Advanced Lecturer im Institut für Verhalten, sozioemotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung an der HfH, Zürich Anja Solenthaler, MSc Dipl. Psychomotoriktherapeutin EDK, Advanced Lecturer und fachliche Leiterin des BA PMT im Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung an der HfH, Zürich Melanie Nideröst, MSc Dipl. Psychomotoriktherapeutin EDK, Advanced Lecturer und Co-Leiterin des BA PMT im Institut für Verhalten, sozioemotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung an der HfH, Zürich Lic. phil. Myrtha Häusler Dipl. Psychomotoriktherapeutin EDK, emeritierte Studiengangsleiterin BA PMT im Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung an der HfH, Zürich Dr. phil. Judith Sägesser Wyss Präsidentin Psychomotorik Schweiz, Dozentin Pädagogische Hochschule Bern Anschrift Dr. phil. Olivia Gasser-Haas Schaffhauserstrasse 239 Postfach 5850 CH-8050 Zürich olivia.gasser@hfh.ch