körper tanz bewegung
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2195-4909
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/ktb2015.art20d
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Rezension: Daria Halprin: Was der Körper zu erzählen hat. Expressive Arts Therapy in Theorie und Praxis
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Martina Piff
In ihrem praxisorientierten Buch beschreibt Daria Halprin zuerst sehr anschaulich, wie sie durch ihr Leben und ihre eigene langjährige Erfahrung mit Tanz, Kreativität und Therapie beeinflusst worden ist. Dabei geht sie auf die unterschiedlichen Stationen von Tanz, Ausdruck, Kreativität, Aufbau und Zerstörung in ihrem Lebensweg ein, ohne dabei zu persönlich zu werden.
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3 | 2015 125 Medien & Materialien Daria Halprin: Was der Körper zu erzählen hat. Expressive Arts Therapy in Theorie und Praxis K. Kieser, 2013, München, 238 Seiten, 22,00 € (D) In ihrem praxisorientierten Buch beschreibt Daria Halprin zuerst sehr anschaulich, wie sie durch ihr Leben und ihre eigene langjährige Erfahrung mit Tanz, Kreativität und Therapie beeinflusst worden ist. Dabei geht sie auf die unterschiedlichen Stationen von Tanz, Ausdruck, Kreativität, Aufbau und Zerstörung in ihrem Lebensweg ein, ohne dabei zu persönlich zu werden. Es gelingt ihr aufzuzeigen, wie ihre Erfahrungen sie beeinflussten und wie ihr diese aus Lebenskrisen heraus nutzten und sie zu Lösungsstrategien führten. Nach diesem kurzen autobiographischen Teil folgt ein Schwenk zu psychologischen und therapeutischen Themen sowie die Schilderung der Expressive Arts zugrunde liegenden Methoden und Ideen. Durch die ausgewählte Darstellung von verschiedenen Ansätzen und Kernaussagen aus Psychologie, Philosophie, Somatopsychologie, Pädagogik und einigen Formen der Tanztherapie wird die Verbindung dieser unterschiedlichen Strömungen aufgezeigt und verdeutlicht. Die kontinuierliche Bezugnahme auf Kunst und Kreativität hilft dem Leser, diese Verbindung nachzuvollziehen. Das Grundkonzept für Halprins Methode basierend auf den dargestellten Ausführungen wird im folgenden Praxisteil ausführlich beschrieben. Im Praxisteil wird besonderer Wert auf die Darstellung des künstlerischen, kreativen Ansatzes der Methode und auf die phänomenologische Betrachtungsweise der Dinge gelegt. In diesem Kapitel des Buches finden sich sowohl methodische Hinweise als auch in der Praxis erprobte Modelle und Vorgehensweisen mit konkreten Bewegungsübungen und Ritualen. Insgesamt ist „Was der Körper zu erzählen hat“ ein leicht zu konsumierendes Buch mit viel fundiertem Hintergrundwissen und praxistauglichen Anregungen, das für alle eine Bereicherung ist, die im kreativtherapeutischen Bereich arbeiten. Martina Piff DOI 10.2378 / ktb2015.art20d
