körper tanz bewegung
9
2195-4909
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
10.2378/ktb2025.art25d
9_013_2025_4/9_013_2025_4.pdf101
2025
134
Forum: Riss und Reparatur in der Tanztherapie
101
2025
Susanne Bender
Das Konzept von Riss und Reparatur stammt aus der Beobachtung der Interaktion zwischen Bezugsperson und Kind (Tronick 2007). Dieses Konzept wurde auf die therapeutische Beziehung erweitert (Eubanks et al. 2023). Die Tanztherapie mit ihrem kreativen Ansatz birgt vielfältige Möglichkeiten der Überforderung für die Patient:innen. Durch Irritationen entsteht ein Riss in der Therapeut:in-Klient:in-Beziehung, die wieder repariert werden muss, damit die Therapie erfolgreich weitergeführt werden kann. Es wird dabei in Konfrontationsrisse und Rückzugsrisse unterschieden. Während die erste Form meist leicht zu erkennen ist, entzieht sich der Rückzug oft den Tanztherapeut:innen. Die empfohlene Haltung der Therapeut:innen zur Reparatur der Beziehung wird vorgestellt, genauso wie das Bewusstsein für die Ko-Konstruktion von Rissen. In den Stufen der Reparatur kann sich jede/r Tanztherapeut:in orientieren, wie die therapeutische Beziehung wieder hergestellt werden kann.
9_013_2025_4_0005
Forum: Aus der Praxis 188 körper-- tanz-- bewegung 13. Jg., S. 188-197 (2025) DOI 10.2378 / ktb2025.art25d © Ernst Reinhardt Verlag Riss und Reparatur in der Tanztherapie Susanne Bender Das Konzept von Riss und Reparatur stammt aus der Beobachtung der Interaktion zwischen Bezugsperson und Kind (Tronick 2007). Dieses Konzept wurde auf die therapeutische Beziehung erweitert (Eubanks et al. 2023). Die Tanztherapie mit ihrem kreativen Ansatz birgt vielfältige Möglichkeiten der Überforderung für die Patient: innen. Durch Irritationen entsteht ein Riss in der Therapeut: in-Klient: in-Beziehung, die wieder repariert werden muss, damit die Therapie erfolgreich weitergeführt werden kann. Es wird dabei in Konfrontationsrisse und Rückzugsrisse unterschieden. Während die erste Form meist leicht zu erkennen ist, entzieht sich der Rückzug oft den Tanztherapeut: innen. Die empfohlene Haltung der Therapeut: innen zur Reparatur der Beziehung wird vorgestellt, genauso wie das Bewusstsein für die Ko-Konstruktion von Rissen. In den Stufen der Reparatur kann sich jede/ r Tanztherapeut: in orientieren, wie die therapeutische Beziehung wieder hergestellt werden kann. Schlüsselbegriffe Tanztherapie, Riss, Reparatur, therapeutische Beziehung Rupture and Repair in Dance Therapy The concept of rupture and repair originates from the observation of the interaction between caregiver and child (Tronick 2007). This concept has been extended to include the therapeutic relationship (Eubanks et al. 2023). Dance therapy, with its creative approach, offers many opportunities for patients to be overwhelmed. Irritations cause a rupture in the therapist-client relationship, which must be repaired for the therapy to continue successfully. A distinction is made between confrontation ruptures and withdrawal ruptures. While the first form is usually easy to recognize, withdrawal usually eludes the dance therapist. The recommended therapist‘s attitude towards repairing the relationship is presented, as is the awareness of the co-construction of rupture. In the stages of repair, every dance therapist can orient himor herself as to how the therapeutic relationship can be restored. Key words dance therapy, rupture, repair, therapeutic relationship A nmerkung: In diesem Artikel wird zur besseren Lesbarkeit und grammatikalischen Genauigkeit zwischen der weiblichen und männlichen Form im Singular gewechselt. Therapeut: innen streben danach, in der Beziehung zu ihren Klient: innen / Patient: innen ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen, um Verletzlichkeit zuzulassen und Raum für Erkundungen zu bieten. Die Beziehung zur Therapeutin Riss und Reparatur in der Tanztherapie 4 | 2025 189 ist einzigartig und entwickelt sich weiter, denn wie in allen Beziehungen bringen Menschen sowohl fassbare als auch nicht fassbare Qualitäten in jede Interaktion ein. Wenn eine Klientin eine Therapeutin gefunden hat, die zu ihr passt, kann es beängstigend sein, wenn sie sich zum ersten Mal über sie ärgert oder sogar wütend wird. Ist das nun das Ende der therapeutischen Beziehung? Es ist ein Riss in der Beziehung entstanden, und nur wenn dieser für beide Seiten zufriedenstellend repariert werden kann, vertieft sich die therapeutische Beziehung. Das Konzept von Riss und Reparatur wird schon seit einiger Zeit diskutiert und stammt aus der Beobachtung der Interaktion zwischen Bezugsperson und Kind. „Warum werden manche Kinder traurig, zurückgezogen, unsicher oder wütend, während andere glücklich, liebevoll und selbstbewusst werden? “ Diese Frage stellte sich der Entwicklungspsychologe Edward Tronick (1989). Er charakterisierte menschliche Beziehungen anschaulich als Millionen von Momenten der Verbunden- und Unverbundenheit. Wie beim Kestenberg Movement Profile (KMP) (Bender 2024) meint er mit Einstimmung (attunement) die Übereinstimmung von verbalem und nonverbalem Ausdruck, die in dyadischen Interaktionen auftreten kann. Er wies nach, dass eine Fehlanpassung unvermeidlich ist und in 70 % der Fälle vorkommt und dass eine Wiederanpassung oder Reparatur für Wachstum und Kreativität unerlässlich ist (Tronick 2007). Genau das Gleiche gilt auch für die Therapie. Die künstlerischen Therapien sind im besonderen Maße für Störungen anfällig, weil sich die Klient: innen in einem unsicheren Terrain bewegen. Während sie in der Musik- und Kunsttherapie noch etwas Distanz zu der Therapieform haben können, weil sie mit einem Medium arbeiten, ist die Tanztherapie eine unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Körper und seinen Botschaften. Nicht selten können emotionale Verwundbarkeiten zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber wahrgenommener Kritik, Ablehnung und Verlassenheit führen, was die Wahrscheinlichkeit eines Risses in der therapeutischen Allianz erhöht. Des Weiteren haben wir in der therapeutischen Beziehung meist ein Ungleichgewicht im Erleben von Tanz und Bewegung. Der Tanztherapeut hat diese Therapieform gewählt, weil er gerne tanzt, während die Patient: innen meist unsicher in ihrem Bewegungsverhalten sind. Von daher ist eine Sensibilität für die Gefahr von Rissen in der therapeutischen Beziehung besonders notwendig. Es geht nicht darum, die perfekte Therapeutin zu sein, sondern sensibel für mögliche Anzeichen eines Risses zu sein, der dann hoffentlich die Beziehung stärkt. Der Riss ist zu einem Marker für die Unordnung in der Beziehung zwischen Patientin und Therapeutin oder der Allianz geworden. Im Laufe der Jahre wurde er auf vielfältige Weise beschrieben. Von Brüchen, Zusammenbrüchen, Herausforderungen, Entgleisungen, Verschlechterungen, Dissoziationen, Störungen, Unterbrechungen, Konflikten, Misserfolgen, Sackgassen, Fehlallianzen, Fehlabstimmungen, Fehlkoordinationen, Missverständnissen, Negationen, Zerrungen, Widerständen, Spaltungen, Belastungen und Bedrohungen bis hin zu Schwächungen. Dies ist der Kern der Unordnung. Menschen kämpfen darum, ihre Bedürfnisse nach Handlungsfähigkeit oder Selbstdefinition zu erfüllen (sich effektiv und wertvoll zu fühlen), und nach Gemeinschaft oder Verbundenheit zu suchen (sich mit einem anderen verbunden oder von ihm anerkannt zu fühlen). Es gibt eine inhärente dialektische Spannung, die bei der Verfolgung dieser beiden Motivationen auftritt. Der Patient, der Therapeut oder das therapeutische Paar können Risse nur dann vermeiden, wenn die Arbeit so oberflächlich und so weit von den Konflikten und Verletzlichkeiten entfernt ist, um die es in der Arbeit gehen sollte, dass alles reibungslos, aber unwirksam verläuft (Eubanks et al. 2023). Von daher sollte sich niemand bei einer „glatt“ laufenden The- 190 4 | 2025 Susanne Bender rapie in zu großer Sicherheit wiegen, dass die Arbeit auch veränderungsrelevant ist. Im Englischen heißt dieses Konzept so klangvoll „rupture and repair“ (Eubanks et al. 2023; Stevens 2024). Im Deutschen wird oft von „Bruch und Reparatur“ gesprochen. Um den Klang beizubehalten und das Potenzial der Reparatur deutlich zu machen, spreche ich von Riss und Reparatur. Risse in der tanztherapeutischen Beziehung Wenn Risse in der therapeutischen Beziehung auftreten, sind dies Schwierigkeiten im Arbeitsbündnis Klient-Therapeut, sei es durch eine Fehlkommunikation, einen Fehler der Therapeut: innen, eine Inkongruenz zwischen den Erwartungen der Klient: innen und den Grenzen der Therapeut: innen oder durch etwas anderes. Solche Vorkommnisse in der Therapie können sowohl für die Klientin als auch für die Therapeutin eine Quelle großer Ängste sein. Manchmal bleibt ein Riss ungelöst, und die Klientin entscheidet sich, die Beziehung zu beenden, manchmal wird ein erfolgloser Versuch unternommen, die Beziehung zu reparieren, und sehr oft können Risse aufgearbeitet und erfolgreich gelöst werden. Dies gelingt allerdings nur, wenn die Therapeutin und die Klientin mutig sind, den Riss zu thematisieren, zu analysieren und sich auf eine Reparatur einigen können. So kann es gelingen, dass eine Lücke im Verständnis Bereiche erhellen kann, die sowohl der Therapeutin als auch der Klientin in der Beziehungsdynamik nicht bewusst waren. Wenn man mit Akzeptanz und Achtsamkeit an die Sache herangeht, kann es oft ein Potenzial für Wachstum und Heilung geben (Stevens 2024). Tanztherapie als störanfällige Therapieform In der Tanztherapie zeigen sich meist bereits vor Beginn der eigentlichen Therapie viele Potenziale für eine Störung: ● Die Patient: innen habe eine diffuse Vorstellung von der Therapieform, die sich meist nicht mit dem realen therapeutischen Geschehen deckt. ● Der Tanztherapeut ist eine tanzaffine Person, die auf Patient: innen trifft, für die Tanz meist eher scham- und angstbesetzt ist. ● Die Verortung im Raum ist erschwert. ● Die Regeln einer verbalen Therapie scheinen in der Tanztherapie nicht zu gelten. ● Dem entgegnen Tanztherapeut: innen meist mit einer eher hilflosen Form der Beruhigung: „Sie müssen hier gar nicht tanzen, wir bewegen uns nur.“ (Warum heißt es dann Tanztherapie? ) ● Die Tanztherapeutin wird zur Animateurin, um den Patient: innen deutlich zu machen, dass Tanzen Spaß machen kann. ● Es wird zu einer Erkundung des Raumes eingeladen, was hilfreich sein kann oder die nächste Störung auslöst, weil die Patient: innen das sonst nicht machen. ● Der Tanztherapeut lässt die Patient: innen sich erst einmal in einen Kreis setzen und stellt dieselben Fragen, wie sie Verbaltherapeuten stellen. Die Tanztherapeutin steht also vor der großen Herausforderung, in einem für die Patient: innen fremden Setting eine Atmosphäre des Vertrauens und Vertrautwerdens herzustellen. Gelingt es ihr, die Risse nicht zu überspielen, sondern sie zu bearbeiten, kann das tatsächlich eine stärkende Wirkung auf die Beziehung haben, und dies trifft wahrscheinlich besonders dann zu, wenn die früheren Erfahrungen der Klientin mit Konflikten beängstigend, gefährlich oder unüberwindbar waren. Riss und Reparatur in der Tanztherapie 4 | 2025 191 Empirisch ist nachgewiesen, dass Bündnisrisse negative Ergebnisse und den Abbruch der Therapie vorhersagen, wenn sie nicht im therapeutischen Prozess behandelt werden (Eubanks et al. 2023). Es ist also für den Tanztherapeuten eine große Herausforderung, Risse in der Beziehung frühzeitig zu erkennen und eine Reparatur anzubieten. Risse in der tanztherapeutischen Allianz Ein Riss wird allgemein definiert als ● eine Unstimmigkeit darüber, wie Patientin und Therapeutin zusammenarbeiten. Zum Beispiel bei Aufgaben wie dem Erforschen von Körpersensationen und Gefühlen, dem Erstellen und Ausführen von Übungen in den Sitzungen und Experimenten zwischen den Sitzungen kann es passieren, dass sich Patientin und Therapeutin nicht auf die gleichen Ziele einigen können. ● eine Verschlechterung der Bindung, d. h. das Ausmaß des Misstrauens und der Respektlosigkeit zwischen Patient und Therapeut wächst. ● kleinere oder größere Spannungen, sodass sich die Kooperationsbeziehung zwischen Klientin und Therapeutin verschlechtert, was entweder zu einem Konfrontations- oder Rückzugsriss oder einer Kombination aus beidem führt (Eubanks et al. 2023). Beziehungsrisse sind oft Ausdruck eines erlernten und eingefahrenen Musters zwischenmenschlicher Reaktionen. Konfrontations- und Rückzugsrisse Anzeichen für einen Bruch des therapeutischen Bündnisses können Gefühle von Spannung, Anspannung oder Besorgnis beim Klienten sein. Alternativ kann das Gefühl von Distanz, Oberflächlichkeit oder Langeweile beim Therapeuten darauf hinweisen, dass der Klient sich von seinem emotionalen Erleben oder von der Beziehung abgekoppelt hat. Das Gefühl, mit dem Klienten nicht im Einklang zu sein oder gegensätzliche Standpunkte zu vertreten, kann darauf hindeuten, dass Therapeut und Klient nicht auf derselben kommunikativen Ebene sind. Sorgenvolle Gedanken, Urteile, abwertende Annahmen über den Klienten oder mangelndes Einfühlungsvermögen gegenüber dem Klienten können einen Riss in der therapeutischen Beziehung signalisieren (Eubanks et al. 2023). Konfrontationsmarker Eine Störung in einem therapeutischen Prozess ist meist dann augenfällig, wenn sich die Klientin weigert, die tanztherapeutischen Angebote anzunehmen, und sie abwertet. In einem solchen Fall sprechen wir von einem Konfrontationsmarker. Konfrontationsmarker sind Bewegungen gegen den anderen, Bewegungen, die Aggression oder Kontrolle beinhalten, wie Kritik oder Manipulation. Konfrontationen sind auch Bemühungen, die Selbstdefinition zu fördern und die eigenen Auswirkungen auf andere auf Kosten der Beziehung zu ignorieren. Zu den Konfrontationsmarkern gehören die Bewegung weg von einem anderen. Dieses Verhalten ist meist auffällig. Jemand weigert sich, die tanztherapeutische Intervention auszuführen, und setzt sich hin. Er beschwert sich über die Musik und zeigt Bewegungen in Richtung Isolation wie Schweigen oder Abwenden vom Thema bis hin zum Verlassen des Raumes. Solche Verhaltensweisen finden wir häufig bei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen (Eubanks et al. 2023). Rückzugsmarker Viel weniger offensichtlich, aber genauso bedeutsam sind die Rückzugsmarker. Hier entfernt sich jemand von einem bestimmten Aspekt seiner selbst, um den anderen zu be- 192 4 | 2025 Susanne Bender schwichtigen, z. B., indem man sich widerwillig auf einen anderen einlässt, um Konflikte zu vermeiden. In der Tanztherapie zeigt sich dies meist in einem kurzzeitigen Kanalisieren (Bender 2024), um anschließend z. B. die vorgeschlagene Intervention auszuführen. Auch eine Rückmeldung wird gegeben, aber meist mit nichtssagenden Aussagen („Die Übung war interessant.“, „Ich habe einiges über mich erfahren.“). Der Rückzugsriss ist ein Bemühen, die Verbundenheit zu bewahren, um nicht zu riskieren, dass sich die Bindung auf Kosten der Selbstdefinition auflöst (Eubanks et al. 2023). Es ist also für die Tanztherapeutin nicht leicht, einen Rückzugsriss zu erkennen, besonders dann nicht, wenn er sich im Mantel einer angepassten Beteiligung versteckt. Rückzugsrisse finden wir häufig bei Menschen mit Anpassungsstörungen oder einer depressiven Erkrankung. Klientenmarker für Konfrontationsrisse könnten Feindseligkeit oder Defensivität als Reaktion auf den Therapeuten sein, während Klientenmarker für Rückzugsrisse, wie z. B. ein ständiger Wechsel des Themas, für den Therapeuten schwieriger zu bemerken sind (Eubanks et al. 2023). Die Haltung der Tanztherapeutin Es hängt stark von der Haltung der Tanztherapeutin ab, ob eine Störung behoben werden kann oder sich durch ihr Agieren weiter vertieft, sodass es zu einem offensichtlichen oder verdeckten Beziehungsabbruch führt. Es gilt, einige grundsätzlichen Aspekte zu beachten. ● Es ist ein Teil der Arbeit - Risse in der therapeutischen Allianz sind ein Teil der Arbeit, der nur gelingt, wenn die Tanztherapeutin sich diesen Aspekt der Arbeit eingesteht und sich für eine Reparatur einsetzt. So kann die Klientin lernen, auf neue Art und Weise „in Beziehung“ zu sein, und dadurch Vertrauen erlangen, eigene Bedürfnisse auszudrücken, was auf alle Beziehungen übertragen werden kann. Einer der Gründe, warum das Paradigma der Rissreparatur so generativ ist, liegt darin, dass Risse keine gelegentlichen Ausrutscher sind und ihre Reparatur kein gelegentlich notwendiges Aufwischen ist. Vielmehr sind sie ein Teil des Herzens der Therapie (Eubanks et al. 2023). ● Die Gefühle der Klientin sind gleichwertig- - Unabhängig davon, ob der Therapeut mit der Sichtweise des Klienten über das Geschehene übereinstimmt, ist es wichtig anzuerkennen, dass der Klient immer noch ein Recht auf seine Gefühle hat. Häufig konzentriert sich der Tanztherapeut auf seinen eigenen Bezugsrahmen, wenn seine Arbeit in Frage gestellt wird. Das ist eine menschliche Reaktion, und wir alle sind anfällig dafür, in die Defensive zu gehen, wenn wir uns angegriffen fühlen („Ich sehe ihren Einwand, aber …“). Es ist unwahrscheinlich, dass diese defensive Reaktion zu einer Reparatur der therapeutischen Allianz führt. ● Grenzen sind wichtig - Probleme im Zusammenhang mit Grenzen sind manchmal ein Katalysator für Risse in der therapeutischen Beziehung, sie können aber auch dazu beitragen, diese zu lösen. Es ist wichtig, klare Grenzen zu haben, die ein Gefühl der Sicherheit in der Beziehung schaffen. Nur wenn die Therapeutin sich darüber im Klaren ist, wo diese Grenzen liegen, werden Grenzverletzungen weniger wahrscheinlich. Wenn es doch zu Rissen kommt, bieten therapeutische Grenzen den Rahmen und den Raum, um die auftretenden Probleme zu lösen (Stevens 2024). Alles Bemühen schützt den Tanztherapeuten nicht davor, dass manchmal Risse ungelöst bleiben, und ich denke, es ist wichtig, die Perspektive zu wahren, wenn dies geschieht. Es versteht sich von selbst, dass der Therapeut eine ethische Verantwortung hat, das Geschehene zu untersuchen und zu prüfen, ob man Riss und Reparatur in der Tanztherapie 4 | 2025 193 etwas hätte anders machen können. Es wird Gelegenheiten geben, bei denen es aufgrund der Art der Arbeit zu Rissen kommt und der Klient geht, bevor es eine Gelegenheit gab, mit den auftauchenden Themen zu arbeiten. Eine Klientin ist zum Erstgespräch bei der Tanztherapeutin und kann ihr Anliegen gut formulieren. Therapeutin und Klientin können sich gut humorvoll aufeinander einlassen, und das Anliegen der Klientin wird klar definiert. Die Therapeutin hat im Anschluss das Gefühl, eine gute Allianz mit der Klientin aufgebaut zu haben. Jedoch meldet sich die Klientin nicht mehr. Das Reflektieren des Erstgespräches brachte die Therapeutin nicht wirklich weiter. Die Klientin konnte gut den Blickkontakt halten, hat sich während des Gesprächs nicht körperlich zurückgezogen und zeigte auch sonst keine Anzeichen einer Irritation. Ein Jahr später meldet sich die Klientin wieder und wünscht einen neuen Anlauf. Sie erzählt, dass sie vom gepflegten Äußeren der Therapeutin so irritiert war, weil sie selbst an sich den Anspruch habe, gepflegt zu erscheinen, sodass sie es nicht ausgehalten habe. Nun wolle sie dieses Thema aber mit der Therapeutin gemeinsam angehen. Da die Klientin im ersten Gespräch nichts zum Äußeren der Therapeutin gesagt und auch keinen körperlichen Rückzug gezeigt hat, war es ihr unmöglich, den Riss in der Beziehung zu erkennen. Auch wenn der Therapeut aufmerksam auf unausgesprochene Irritationen achtet, um subtile nonverbale Signale frühzeitig wahrzunehmen und zu bearbeiten, kann es jedoch immer wieder vorkommen, dass es nicht gelingt, entscheidende Aspekte der Beziehungsgestaltung zu erfassen. Eine demütige Haltung hilft dem Therapeuten, sich selbst freundlich zu behandeln, die Autonomie des Klienten wertzuschätzen und ihm als Träger seines eigenen Prozesses zu vertrauen. Risse werden ko-konstruiert Um therapeutisch wirksam mit Rissen in der therapeutischen Allianz umgehen zu können, bedarf es eines systemischen Blicks auf die Ko- Konstruktion dieser Störung. Es geht bei Rissen nicht um Schuldzuweisungen, weder in Richtung Patient noch in die eigene Richtung, sondern darum, Mut aufzubringen, Verantwortung zu übernehmen und die Bereitschaft und Fähigkeit zu zeigen, nicht defensiv und reflexiv zu arbeiten. Das Vorleben dieser Art des Seins als Therapeut bietet die bestmögliche Chance für positive therapeutische Ergebnisse. Die eigenen Schwierigkeiten der Therapeutin, ihre Emotionen zu regulieren, können bei einem Riss dazu führen, dass sie übermäßige Angst, Verunsicherung, Wut und Feindseligkeit empfindet und mit therapeutischen Verhaltensweisen gegenüber der Klientin reagiert, die der Reparatur abträglich sind, z. B., indem sie sie zurückweist oder angreift, versucht, sie zu kontrollieren, oder sich zu sehr auf sie einlässt und sie beschwichtigt („Nein, Sie müssen die Übung nicht machen. Sie können sich gerne an den Rand setzen.“) Der Begriff Misalliance wird verwendet, um eine Bedrohung des therapeutischen Prozesses zu beschreiben, die durch eine Kombination von Verhaltensweisen des Therapeuten und des Patienten hervorgerufen wird und zu negativen Auswirkungen auf den Patienten führen kann bis hin zum Abbruch der Therapie (Eubanks et al. 2023). Obwohl sich der Riss als Rückzug oder Konfrontation oder als eine Kombination aus beidem äußern kann, haben neuere Arbeiten gezeigt, dass er auch aus subtilen Fehlanpassungen und Spannungen sowie aus offenkundigen Zusammenbrüchen bestehen kann (Eubanks et al. 2023). Die Tanztherapeutin leitet einen Chace-Kreis (Bender 2020) an, und entsprechend der Methode greift sie die Bewegungen der Patient: in- 194 4 | 2025 Susanne Bender nen auf, strukturiert sie und lädt alle ein, in die Bewegung mit einzusteigen. Eine zurückhaltende, aber wachsame Patientin, die sich einiges von der Tanztherapie verspricht, erkennt schnell, dass die Therapeutin keine Bewegungen vorgibt, sondern die Bewegungen der Patient: innen aufgreift. Sie tippt im Rhythmus der Musik sehr zaghaft mit dem Fuß auf den Boden. Da sich die Therapeutin aber auf die größeren Bewegungen der anderen Patient: innen konzentriert, übersieht sie diese Bewegung. Die Patientin bleibt noch eine Weile bei ihrem Tippen, steht dann auf und verlässt ohne ein weiteres Wort den Raum. Das Herstellen einer Beziehungsallianz setzt also die gemeinsame Aufmerksamkeit voraus, dass sich jeder der Perspektive des anderen bewusst sein muss und diese versucht zu verstehen. Es erfordert, dass sich der Einzelne seiner eigenen Perspektive, der Perspektive des anderen und der Perspektive des anderen auf seine eigene Perspektive bewusst ist. Dazu gehört, dass man den mentalen Zustand des anderen im Verhältnis zu seinem eigenen anerkennt und gleichzeitig die Unterschiede in der Perspektive des anderen akzeptiert. In dem obigen Beispiel wäre es wahrscheinlich nicht zu einem Riss gekommen, wenn entweder die Therapeutin auch den kleinen Bewegungen der Patient: innen Aufmerksamkeit geschenkt hätte oder die Patientin innerlich reflektiert hätte, dass es wahrscheinlich für die Therapeutin schwierig ist, alle Bewegungen wahrzunehmen. Diese Theory of Mind (Förstl 2012) ist bei Patient: innen mit einer Persönlichkeitsstörung häufig nur schwach entwickelt, sodass festgestellt wurde, dass sie während einer Psychotherapie intensiver emotional zerbrechen und aufgrund des fehlenden Perspektivwechsels auch die Reparatur schwieriger ist (Eubanks et al. 2023). In einigen Studien wurde berichtet, dass eine geringere Reflexionsfähigkeit der Patient: innen mit einem Therapieabbruch einhergeht, was zu der Vermutung führt, dass Therapeut: innen bei Patient: innen mit geringer Mentalisierung besonders auf einen frühen Abbruch der Allianz achten sollten (Eubanks et al. 2023). Hier zeigt sich auch die Gefahr für einen Riss in der therapeutischen Allianz, wenn der Therapeut sehr viel mit Symbolik arbeitet, wie es in der Tanztherapie häufig der Fall ist. Da steht ein Tuch für die Leichtigkeit des Lebens, ein Filzseil wird zum Symbol für die Beziehungsfähigkeit, externalisierte Räume sollen den Innenraum der Patient: innen symbolisieren. Hat ein Patient aber eine eher konkretistische Weltsicht, wird er mit dieser Symbolarbeit nichts anfangen können und setzt entweder einen Rückzugs- oder Konfrontationsmarker. Wie wir gesehen haben, sind Momente des Missverstehens nicht nur unvermeidlich, sondern auch therapeutisch vorteilhaft, weil sie allen Beteiligten Gelegenheiten bieten, die Perspektiven abzugleichen, zu wechseln und neu zu kalibrieren. Gelingt dies, können neue Momente des Wir-Gefühls für weitere gemeinsame Erkundungen sorgen. Reparatur Der Riss und die Reparatur sind meist keine diskret identifizierbaren Ereignisse, bei denen der Riss auftritt, die Reparatur erfolgt und die Dinge wieder normal werden. Selbst wenn sie direkt angesprochen werden, sind Risse und Reparaturen ineinander verschachtelt und verflochten. Die Therapeutin sagt etwas, das zur Lösung beiträgt, und wenn die Patientin darauf reagiert und einen weiteren Riss öffnet, wird er in den Lösungsprozess des ersten eingeführt. Wenn wir das Beispiel oben nehmen: Die Therapeutin bemerkte noch rechtzeitig, dass sie das Tippen des Fußes nicht wahrgenommen hatte, und will das reparieren, indem sie sagt: „Und hier ist noch ein vorsichtiges Tippen auf den Boden“, und greift die Bewegung im Vorantrieb vorsich- Riss und Reparatur in der Tanztherapie 4 | 2025 195 tig auf (Bender 2024). Die Patientin fühlt sich aber gar nicht unsicher und protestiert, indem sie die Bewegung mit einer sehr deutlichen Leichtigkeit, also mit einem Antrieb zeigt. Die Tanztherapeutin erkennt ihre Fehlinterpretation der Bewegung und wechselt vom Vorantrieb in den Antrieb. Das ist keine schlechte Therapie. Es liegt in der Natur des Prozesses. Idealisierte Abfolgen von Rissen und Reparaturen ohne Mini-Risse oder neue Risse innerhalb des Reparaturprozesses sind nützliche Lernfelder. Der Riss und seine Behebung ist ein Prozess, der von zwei Personen getragen wird. Es ist nicht nur so, dass etwas, das der Therapeut sagt, den Patienten verärgern oder ihn dazu bringen kann, sich zurückzuziehen. Der Patient kann auch den Therapeuten verärgern, und zur Behebung des Risses gehört es, darauf zu achten, wie jeder von ihnen etwas im anderen hervorruft und wie jeder von ihnen diese Kluft überwinden und die Verbindung wiederherstellen kann. Die Fähigkeit, Perspektiven zu koordinieren und so den Unterschied zwischen der eigenen Sichtweise und dem mentalen Zustand eines anderen Individuums zu koordinieren, ist ein Schlüsselmerkmal der menschlichen Kommunikationsfähigkeit. Daraus folgt, dass das Bündnis und seine Risse nicht von der Topografie des Verhaltens oder einem bestimmten Klienten- oder Therapeutenverhalten abhängen, sondern von dem einzigartigen interpersonellen Feld, das durch ihre gegenseitige Beeinflussung Moment für Moment geschaffen wird. Wenn Schwierigkeiten auftreten, ist echtes empathisches Interesse an der Sichtweise und den Anliegen des anderen die Grundlage für die Bemühungen um Wiedergutmachung. Ein zu schneller Versuch, den Riss zu reparieren, kann dazu führen, dass der Therapeut unnötig auf die Topografie des Verhaltens achtet, was die Reparatur gefährden kann. Ziel ist es, die Verflechtung so zu steuern, dass sie sich durch flexible Verhaltensweisen verändert. Die Therapeutin sollte keine Expertenrolle einnehmen, sondern eine Haltung kultivieren, die vorsichtig, neugierig und offen für das Unerwartete ist. Beide befinden sich in einem Klima des gemeinsamen Dilemmas. Bei der Reparatur geht es darum, den Knoten zu lösen, der im zwischenmenschlichen Bereich entstanden ist. Um sich von einem Riss zu erholen, muss man die Funktion des Verhaltens im Kontext verstehen. Es gibt drei mögliche Wege der Wiedergutmachung, die jeweils mit einer Anerkennung (durch den Therapeuten oder den Patienten oder beide) beginnen und mit der Bereitstellung einer neuen Beziehungserfahrung oder einer korrigierenden Erfahrung enden: 1. Klärung, Verständnis oder Validierung von Gefühlen 2. Neuverhandlung von Aufgaben oder Zielen 3. Erforschung von Risserfahrungen Wie Risse werden auch Reparaturen ko-konstruiert. Es braucht zwei dazu. Eubanks et al. (2023) haben grundlegende Haltungen identifiziert, die Therapeut: innen bei diesen expressiven Bemühungen um die Reparatur von Rissen leiten können. Am grundlegendsten sind vielleicht Neugierde und Demut. Stufen der Reparatur ● Stufe 1: Beachtung der Rissmarkierung (Wann begann der Riss? ) ● Stufe 2: Analyse des Risses (Welche Ko-Kreation des Risses ist passiert? ) ● Stufe 3: Erforschung der Bedeutung des Risses (Welche Bedeutung hat der Riss für Therapeut und Klient? ) ● Stufe 4: Erforschung der Vermeidung (Was können wir tun, damit sich das nicht wiederholt? ) ● Stufe 5: Bejahung der Beziehung (Was sind die Säulen der Beziehung? ) ● Stufe 6: Behebung des Risses (Verzeihen können, indem man die therapeutische Arbeit weiterführt.) 196 4 | 2025 Susanne Bender Meta-analytische Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Behebung von Bündnisrissen mit verbesserten Patient: innenergebnissen zusammenhängt (Eubanks et al. 2018). Die Bescheidenheit des Therapeuten ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erforschung von Rissen in einer nicht defensiven Weise. Damit Therapeut: innen ihren Beitrag zu Rissen erkennen und die Verantwortung dafür übernehmen können, müssen sie sich Rissen mit der demütigen Anerkennung der Grenzen ihres Verständnisses für die Patient: innen, den Prozess und ihrer selbst nähern. Es ist hilfreich, Rissen mit Neugier und Bescheidenheit zu begegnen, aber auch genug Vertrauen zu haben, um sich direkt in einen Konflikt oder eine Belastung hineinzubegeben - eine paradoxe, geschickte Zurückhaltung (Eubanks et al. 2023). Die Risse der Patient: innen sind nicht als Widerstand, sondern als Schutz zu verstehen („Ich kann nicht tanzen“). Wenn die Therapeutin verfügbar bleibt und sich nicht durch diese Schutzhaltung zurückgewiesen fühlt, wird es der Patientin erst möglich sein, ihr Schutzschild zu senken und das Risiko einzugehen, der Therapeutin zu vertrauen. Viele engagierte Tanztherapeut: innen gehen aber meist zu schnell vor und erkennen oft nicht, dass bereits die Anwesenheit im Raum eine große Herausforderung ist. Dies kann zum Riss mit den Patient: innen führen, die sich plötzlich zu Dingen gedrängt fühlen, deren Sinn sie nicht erkennen, für die ihnen die Motivation fehlt, oder die sich bedrohlich anfühlen. In jedem Fall kann die Fehleinschätzung des Therapeuten, ob der Patient für den nächsten Schritt bereit ist, den therapeutischen Prozess zum Scheitern bringen. Fazit Wie wir gesehen haben, ist die Tanztherapie besonders anfällig für Risse in der therapeutischen Allianz. Das Potenzial, sich selbst und den Körper auf neue Art zu erleben, enthält gleichzeitig die Gefahr der Verwirrung und Orientierungslosigkeit, die einen Riss in der therapeutischen Allianz erzeugen kann. Bei dem Prozess des Risses und der Reparatur handelt es sich also nicht nur um eine gelegentliche Säuberungsaktion in der Therapie, sondern in einem sehr wesentlichen Ausmaß um die Therapie selbst. Patient: innen und Therapeut: innen tragen zur Unübersichtlichkeit von Brüchen bei. Sie können in einen Streit verwickelt werden, in dem sie ihre Positionen gegen die Kritik des anderen verteidigen. Sie können sich bewusst auf einen Prozess der Konfrontation oder des Rückzugs einlassen, und ihr Engagement in diesen Riss kann eine Reparatur ermöglichen. Gleichzeitig können die Reparaturbemühungen als Marker für einen neuen Riss fungieren. Der beste Weg für Therapeut: innen, sich in diesem Chaos zurechtzufinden und zu einer besseren Zusammenarbeit mit ihren Patient: innen zu gelangen, besteht darin, neugierig und aufmerksam zu bleiben für das, was mit den Patient: innen, in ihnen selbst und in der Allianz geschieht, und demütig ihre eigenen Grenzen anzuerkennen. Literatur Bender, S. (2024): Die psychophysische Bedeutung der Bewegung - Ein Handbuch der Laban Bewegungsanalyse und des Kestenberg Movement Profiles. Logos, Berlin Bender, S. (2020): Grundlagen der Tanztherapie. Psychosozial, Gießen, https: / / doi.org/ 10. 30820/ 9783837927658 Eubanks, C., Muran, J., Safran, J. (2018): Alliance rupture repair: A meta-analysis. Psychotherapy 55 (4), 508-519, https: / / doi.org/ 10.1037/ pst0000185 Eubanks, C., Samstag, L. W., Muran, C. (2023): Rupture and repair in psychotherapy: A critical process for change. American Psychological Association, Washington, D.C., https: / / doi. org/ 10.1037/ 0000306-000 Förstl, H. (2012): Theory of Mind - Neurobiologie und Psychologie sozialen Verhaltens. Springer, Riss und Reparatur in der Tanztherapie 4 | 2025 197 Berlin, https: / / doi.org/ 10.1007/ 978-3-642- 24916-7 Stevens, E. (2024): Rupture and repair in therapy. In: aclientfirst.com/ 2018/ 02/ 19/ rupture-andrepair-in-therapy, 11.6.2025 Tronick, E. (2007): The neurobehavioral and social-emotional development of infants and children. W.W. Norton & Company, New York Tronick, E. (1989): Emotions and emotional communication in infants. American Psychologist 44 (2), 112-119, https: / / doi.org/ 10.1037/ 0003-066X.44.2.112 Susanne Bender Tanztherapeutin, M.A., Ausbilderin, Lehrtherapeutin, Supervisorin BTD, BTA, ECP, HP Psych., Paar- und Familientherapeutin, leitet seit 40 Jahren das EZETTHERA, Europäisches Zentrum für Tanztherapie, arbeitete in einer neurologischen Abteilung in Bad Tölz und in vielen anderen klinischen Settings. ✉ Susanne Bender Geyerspergerstr. 25 | D-80689 München www.ezetthera.de
