eJournals körper tanz bewegung14/3

körper tanz bewegung
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2195-4909
Ernst Reinhardt Verlag, GmbH & Co. KG München
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Editorial

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Maren Imran
Liebe Leserinnen und Leser, körperpsychotherapeutische und künstlerische Methoden zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus. Das ist einerseits natürlich eine Bereicherung, aber andererseits auch eine Herausforderung. Angesichts der verschiedenen Ansätze finde ich es persönlich nicht immer leicht, den Überblick zu behalten, und erfahrungsgemäß führt es auch dazu, dass sich Kolleg:innen lieber auf den eigenen Bereich konzentrieren. Das ist meiner Meinung nach aber nicht immer unproblematisch, schließlich entgehen ihnen dann wichtige Neuerungen und die Möglichkeit, disziplinübergreifend aus dem Vollen zu schöpfen.
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113 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, körper-- tanz-- bewegung 14. Jg., S. 113 (2026) DOI 10.2378/ ktb2026.art16d © Ernst Reinhardt Verlag k örperpsychotherapeutische und künstlerische Methoden zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus. Das ist einerseits natürlich eine Bereicherung, aber andererseits auch eine Herausforderung. Angesichts der verschiedenen Ansätze finde ich es persönlich nicht immer leicht, den Überblick zu behalten, und erfahrungsgemäß führt es auch dazu, dass sich Kolleg: innen lieber auf den eigenen Bereich konzentrieren. Das ist meiner Meinung nach aber nicht immer unproblematisch, schließlich entgehen ihnen dann wichtige Neuerungen und die Möglichkeit, disziplinübergreifend aus dem Vollen zu schöpfen. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, aber wir können unseren Horizont erweitern und anderen die Hand reichen, um gemeinsam voranzuschreiten. Diese Ausgabe bietet Neues und Altbewährtes, und beides kann uns neue Impulse für die eigene Arbeit geben. Zunächst führt Martin J. Waibel in die Material Engagement Theorie von Malafouris ein, eine relativ neue Theorie, der zufolge Denken nicht nur im Kopf, sondern auch in der Interaktion zwischen Menschen und Dingen stattfindet. Er stellt die Verbindung zu körperpsychotherapeutischen Methoden her und zeigt beispielhaft deren Verwendung in der Integrativen Leib- und Bewegungstherapie bei chronifizierten Schmerzerkrankungen. Anschließend widmet sich Elisabeth Mader in ihrem Praxisbeitrag dem Bodypainting als körperorientierten Zugang zur Selbstakzeptanz. Bodypainting erscheint zunächst als Grenzerfahrung, hat aber unter bestimmten, durchdachten Umständen eine therapeutische Relevanz, die nicht zu verachten ist. Und schließlich dürfen wir Claudia Fleischle-Braun auf ihre Spurensuche in die Vergangenheit begleiten, wo sie therapeutisch fruchtbare Erkenntnisse der somatischen Bewegungspädagogik findet und der Leserschaft näher erläutert. Dabei blicken wir zurück bis in die 1920er Jahre und entdecken interessante Ansätze von Vertreterinnen der Neuen Schule Hellerau-Laxenburg, die für heutige therapeutische Vorgehensweisen nützlich sein können. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre! Maren Iman Imran Schriftleitung „körper-- tanz-- bewegung“